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Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 14:09
von lexes
Moin Moin zusammen..

Ich habe in einem anderen Thread einen für mich bewegenden / interessanten Beitrag von unserer lieben Cybill gelesen.

Grundsätzlich ging es da eigentlich nicht direkt um diese Fragestellung, daher mache ich dazu ein neues Thema auf.

Cybill schrieb folgendes :
Cybill hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 08:39 Moinsen! Grüß Gott! Guten Morgen!
Ich finde es gut, wenn man sich Gedanken zum Thema OPs macht, vor allem wenn das kritisch stattfindet.
Ich selbst habe mir seit dem Beginn meiner physisch-medizinischen Transition (Frau war ich bereits vorher) immer offen gelassen, ob ich eine GaOp machen werde oder nicht - andere OPs waren für mich kein Thema. Ich war vergangene Woche bei Dr. Schaff - ich denke das sagt alles was das Thema betrifft.
Brust-OP? Da habe ich Glück und es wächst von alleine. Wobei ich denke, dass mein früherer Pueria Mirifica-Konsum bereits eine gute Ausgangsposition geschaffen hat.
Gesicht? Nochmal Glück gehabt und sowieso kein männlich-markantes Gesicht. Gut der Bart stört, aber den haben Cis Frauen zum Teil auch.
Stimme? Hätte ich überlegt, aber mittlerweile hat die Logopädie gut angeschlagen, so dass ich problemlos durchgehe. Dazu kommt, dass ich bei einer Stimmop meine Gesangsstimme verlieren könnte, das ginge für mich gar nicht!
Um noch einmal auf die GaOp zurück zu kommen:
Ich habe bei mir - mit fortschreitender Transition - festgestellt, dass sich die vorher bestehende geschlechtliche Zwiespältigkeit zwischen psychischem Empfinden und der physischen Erscheinung zwar gemildert hat. Dennoch empfinde ich mich nicht als vollständig. Das geht soweit, dass ich Probleme mit meinem nackten Spiegelbild habe - und dabei hadere ich nicht mit meinen Notreserven.
Grüße
Cybill
Den wichtigen Satz habe ich dann mal hervorgehoben ..

Ich ( Nicht-Trans ) habe immer Schwierigkeiten mich da richtig hineinzufühlen ..

Deshalb eine Frage zum Verständnis für mich ( und ggf. ein Reflektionsansatz für andere ??? )

Liebe Cybill und natürlich alle anderen auch :

Kannst Du Dir Maßnahmen vorstellen ( reale OP's , Veränderungen irgendeiner Art , oder sogar nicht real durchführbare Maßnahmen ) , nach deren Durchführung Du ziemlich sicher wärst Dich vollständig zu fühlen ?

Gibt es also Dinge, die auf einer To-Do-Liste noch stehen um das Gefühl des Vollkommen-Seins ( mit hoher Wahrscheinlichkeit , wir wollen die Goldwaage hier mal im Schrank lassen ) zu erreichen ?

Unterstellen wir mal , man / Frau hätte keine gesellschaftlichen Verpflichtungen, dafür aber unbegrenzte finanzielle Mittel und die Körper-Biologie wäre in jedem Falle fit-genug um sämtliche Veränderungen, die gewünscht wären , ohne Rücksicht auf irgendwas realisieren zu können.

Gäbe es da einen Weg zur Vollkommenheit ??

Ich weiß das die Frage wahrscheinlich sehr oberflächlich ist weil sie zum Beispiel die "Komponente-Psyche" kaum tangiert )

Das soll auch mehr ein theoretischer Ansatz sein.

Die Frage , die natürlich keine pauschale Antwort sondern nur indiv. Vortsellungen hervorrufen wird , ist also grob vereinfacht :

Könnt Ihr Euch einen Weg vorstellen , an dessen Ende Ihr Euch vollständig als Frau fühlt.

Danke für Eure Zeit, das interessiert mich einfach

P.S. Ich denke wir sollten uns hierbei auf Veränderungen der eigenen Person ( Psyche und Körper ) beschränken.
Ich bin mir natürlich völlig im Klaren darüber das in einer Gesellschaft, welche eine Trans-Frau irriger Weise doch manchmal leider als "Mann-in-Verkleidung" wahrnimmt, eben auch die Selbstwahrnehmung leidet. Es ist sicher schwerer sich selbst zu akzeptieren wenn es andere nicht tun.
Dieser Punkt würde den Rahmen hier aber sicher sprengen , darum möchte ich Euch bitten ihn bei den Antworten herauszulassen .. reden wir über uns .. nicht über andere

P.S.S. Danke Cybill für Deine herrliche Art einen kompliziert-ernsten Umstand trotzdem mit der richtigen Prise Charme zu garnieren .. immer wider schön von Dir zu lesen
Cybill hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 08:39 ....Das geht soweit, dass ich Probleme mit meinem nackten Spiegelbild habe - und dabei hadere ich nicht mit meinen Notreserven.

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 14:19
von ChristinaF
Für mich sehr leicht zu beantworten, da ich mich sowohl als Frau sehe und Frau bin. Auf beides bin ich stolz. Meine Umwelt nimmt mich als Christina an und behandelt mich dementsprechend auch, wie frau sich das wünscht.
Ebenso wenig habe ich "Sichtungsängste", wenn ich mich im Spiegel betrachte. Was ich sehe, freut mich jeden morgen und negative Gedanken bezüglich meinem Äußeren gehören schon längst der Vergangenheit an.
Kurzum ich bin was ich bin und sehe mich auch so. Und das ist gut. (he)
Liebe Grüße
Christina

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 14:37
von Bibi Melina
ChristinaF hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 14:19 Kurzum ich bin was ich bin und sehe mich auch so. Und das ist gut.
schön fomuliert sehe ich auch so

mit Hexischem gruss die Hexemelina

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 14:38
von Anja
Moinsen (moin)
lexes hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 14:09 Könnt Ihr Euch einen Weg vorstellen , an dessen Ende Ihr Euch vollständig als Frau fühlt.
lexes hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 14:09 Kannst Du Dir Maßnahmen vorstellen ( reale OP's , Veränderungen irgendeiner Art , oder sogar nicht real durchführbare Maßnahmen ) , nach deren Durchführung Du ziemlich sicher wärst Dich vollständig zu fühlen ?
Aus meiner Sicht sind das zwei völlig verschiedene Punkte.
Ich fühle mich vollständig so wie ich bin (ohne jegliche OP).
Man kann seinen Körper natürlich an das ZIelgeschlecht angleichen lassen, aber inwieweit sich das Gefühl dabei ändert, kann nur eine Post-OP beurteilen.
Ich wüsste nicht, wie ich mich nach einer GaOP noch mehr (als) Frau fühlen sollte als jetzt?
Bzw. umgekehrt, weiß ich nicht ob es nicht ungefährlich ist, zu erwarten, das dieses Gefühl der Unvollständigkeit durch eine OP zu lösen ist. Was, wenn man die OP hinter sich hat, aber das Gefühl eine andere, tiefer liegende Ursache hat?
Ich hab mich ja auch schon als Frau empfunden, als ich noch als Mann lebte... Also scheint ja das Gefühl nicht körperlich abhängig zu sein.
Hm.
Das sind so die Gedanken, die mir dabei in den Kopf gekommen sind...

Grüße
die Anja

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 15:05
von Nicole Fritz
Hallo Lexi,

zum Thema "Vollkommenheit" kommt mir gerade in den Sinn: Wie müsste eigentlich ein*e vollkomme*r/s Enby aussehen? Größere oder kleinere Brüste? Mit oder ohne Schniedelwutz und Gehänge? Lange oder kurze Haare? Bartstoppeln ja oder nein? - irgendwie schwierig. :?

So weit ich es hier am Rande mit bekomme - ich habe Anne-Mette noch nicht nach dem Passwort für die geschlossene Transsexuell-Gruppe gefragt - ist Jaddy inzwischen in diese Richtung aktiv. Jaddy ist schon viel länger geoutet als ich. Daher vermute ich, dass es nach weitgehend abgeschlossener Selbst-Findung jetzt um eine möglichst passende Darstellung dieser Persönlichkeit geht. Ich bin dagegen wohl erst einmal nur froh, dieser immer mehr verhassten Rolle als Mann endlich entkommen zu sein.

Was das nackte Spiegelbild angeht, ist es für mich praktisch im Bad keinen Spiegel zu haben, der mich ganz zeigt. Oben herum passt es ja inzwischen recht gut: lange Haare und kleine aber feine echte Brüstchen. Interessant ist vielleicht, dass mich ein (stark ergrauter) 3-Tage-Bart dabei nur wenig stört.

Dann wäre da die Erscheinung gegenüber anderen. Nun bin ich alt und kann Gemeinschafts-Duschen und -Umkleiden (Sportverein oder ähnliches) gut meiden. Sonst bin ich ja immer bekleidet und zeige die "Transfrau mit schlechtem Passing" - was dem vollkommenen? Idealbild eine*r/s Enby schon recht nahe kommen dürfte. (moin)

LG Nicole (smili)

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 15:21
von Anja
Moinsen (moin)
Nicole Doll hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 15:05 Oben herum passt es ja inzwischen recht gut: lange Haare und kleine aber feine echte Brüstchen.
Und entsprechen lange Haare und Brüste nicht ganz klassisch dem Bild einer Frau?
Ich glaube nicht das es viel gibt, was noch weiblicher wirkt, als Brüste. Das ist doch das sichtbare "Erkennungsmerkmal" schlechthin.

Grüße
die Anja

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 15:46
von Nicole Fritz
Anja hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 15:21 Ich glaube nicht das es viel gibt, was noch weiblicher wirkt, als Brüste.
... vollkommen Klar: Das ist das erlernte und anerzogene binäre Denken in meinem Unterbewusstsein. - Wenn ich kein Mann bin, MUSS ich ja eine Frau sein! Der Verstand lernt dagegen so langsam mit dieser Problematik etwas anders umzugehen. Das braucht aber ganz bestimmt noch seine Zeit. - Und wo es hin führt, kann ich natürlich auch nicht wissen. (moin)

LG Nicole

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 15:56
von lexes
Nicole Doll hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 15:05 Oben herum passt es ja inzwischen recht gut: lange Haare und kleine aber feine echte Brüstchen. Interessant ist vielleicht, dass mich ein (stark ergrauter) 3-Tage-Bart dabei nur wenig stört.
Vera hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 15:00 Für mich persönlich wäre die Transition hin zur Frau erst unter Berücksichtigung der physischen Komponente, sprich komplette GaOp, vollkommen.
Ich glaube mit einem verbliebenen männlichen Geschlechtsteil hätte ich das Gefühl nicht wirklich 'angekommen' zu sein.
Anja hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 14:38 Ich fühle mich vollständig so wie ich bin (ohne jegliche OP).
Man kann seinen Körper natürlich an das ZIelgeschlecht angleichen lassen, aber inwieweit sich das Gefühl dabei ändert, kann nur eine Post-OP beurteilen.
die Anja
ChristinaF hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 14:19 Kurzum ich bin was ich bin und sehe mich auch so. Und das ist gut. (he)
Interessant oder ? Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten

Das sind jetzt 4 Stück , wobei Anja und Chritina eigentlich im Einklang sind.
Vera sieht das für sich ganz anders und Nicole beleuchtet das Thema "Vollkommenheit" aus der Enby-Sicht und ist wohl auch so weit im Reinen mit sich...

Danke Euch bis hierher

Lexi

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 16:03
von Anja
Moinsen (moin)
Nicole Doll hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 15:46 ... vollkommen Klar: Das ist das erlernte und anerzogene binäre Denken in meinem Unterbewusstsein.
vollkommen klar, das sind die typischen, biologisch weiblichen (sekundären) Gelschlechtsmerkmale.
Das ist nicht anerzogen, das ist Biologie.

Grüße
die Anja

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 16:04
von Nicole Fritz
Vera hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 15:00 Zur kompletten Transition gehörte für mich selbstverständlich auch die Hormonumstellung dazu.
Ich denke, daß sich dadurch erst die emotionale Gefühlswelt der Frau komplett auftäte.
Für mich wäre das wohl eher das, was ich mir im männlich zur Welt gekommenen Körper über die emotionale Gefühlswelt der Frau in meiner Phantasie so vorstelle. Als psychisch aktive Substanzen sehe ich bei Hormonen ein gutes Stück die Wirkung von Drogen. Während ich mich also beim Alkohol ständig zur Zurückhaltung ermahne, lasse ich bei den Hormonen jetzt alle Hemmungen fallen? - Da lässt mich der Gedanke an Sucht und Abhängigkeit skeptisch werden. Und Ärzten vertraue ich ja bekanntlich nicht. Mit LSD habe ich es - nach einigen Versuchen mit Haschisch - ja schließlich auch nicht ausprobiert.

Psychopharmaka wie Antidepressiva sind für mich auch Drogen. Ein guter Freund erzählte mir einmal, dass er ständig den Drang verspürte von einem Hochaus oder eine Brücke springen zu wollen, als er solche von einem Arzt verschrieben bekommen hatte. Ganz ehrlich: Auf einen solchen Trip kann ich großzügig verzichten!

Ich denke also, dass mich Hormone in meiner Phantasie ein gutes Stück zu einer (Trans-)Frau machen würden, aber ich verorte mich ja als nicht-binär. Der Reiz es auszuprobieren ist da. Eine begleitende Psychotherapie und eine Behandlung bei einem Endokrinologen wäre mir aber zu stressig (unter anderem auch wegen langer Wege). Und ohne ärztliche Kontrolle ist es mir zu riskant.

LG Nicole

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 16:08
von Ulrike-Marisa
Moin zusammen,

ich bleibe so, wie ich bin und wie ich es schon in diversen Threads geschrieben habe. Ich lebe mit meinem Körper mit den vorhandenen weiblichen Brüsten und den anderen Teilen vorerst, bedingt durch familiäre Hintergründe, ohne OP und werde auch mein Gesicht und meine Stimme nicht verändern; langsam bin ich auch schon zu alt für das ganze Drumherum. Ich lebe meinen Lebenskompromiss mit meiner Frau und habe meinen zurückhaltenden Kleidungsstil gefunden und liebe die natürliche Art. Damit kann ich leben. (moin)


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Ulrike-Marisa August 2018.JPG
So bin ich, Grüße aus dem hohen Norden, Ulrike-Marisa ))):s

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 16:23
von Marlene K.
Wie Ihr wisst, lebe ich mein Leben auch eher Nonbinär. Ich nehme trotzdem pflanzliche Hormone, die meine Gefühlswelt und das Erscheinungsbild deutlich verändert haben. Ein deutlich wahrnehmbarer Busen und gerundete Hüften ( die erwähnten Notreserven bei Cybill... ) wirken aber trotz weicher Sprache bei recht breiten Schultern nicht wirklich weiblich.

Solange ich sitze oder nicht laut rede werde ich aber zunehmend als Frau gelesen, was mir lieber ist als als Mann gelesen zu werden.

Was ich mir wünschen würde kann keine Operation erreichen. Ich wünschte, ich würde egal ob Mann oder Frau als weniger stark gelesen als die meisten meiner Mitmenschen mich nicht nur aufgrund meines Aussehens lesen. Das Leben hat mich verletzlicher gemacht als mein Auftreten, mein Reden und mein Körperbau vermuten lassen. Ein zarterer Körperbau würde mich weniger bedrohlich wirken lassen, egal ob als Mann oder als Frau.

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 16:52
von Kathi87
Huhu ihr Lieben,

vollkommen sein... das ist sehr subjektiv. Als Mann war ich körperlich Vollkommen, Bartwuchs, Groß, Breiteschultern, Maskulin und ich glaube ganz ansehnlich(erstrecht wenn ich viel Sport gemacht habe)
Psychisch bin ich nie wirklich mit mir im reinen gewesen und das wurde mir von Jahr zu Jahr bewusster, ich hätte bestimmt problemlos als Mann weiter leben können, wäre aber nie glücklich mit mir selbst gewesen, also habe ich bevor großes Leid entsteht die Bremse gezogen und auf mein Herz gehört.
Jetzt die Grundstruktur meines Körpers bleibt. Aber ich bin mit mir im reinen, ich bin jetzt Vollkommener, als ich jemals in meiner Männerzeit hätte werden können.
Die Ops helfen mir das Körperempfinden zu regeln, mit Anfang 30, möchte ich nicht die nächsten Jahre mit ungemütlichen Gefühlen und Gedanken in den Damenbereich unterwegs sein oder mich ständig bei Kleidung fragen, sieht man was?

Ich bin eine Frau und überaus glücklich, ich könnte an diesem Punkt weiter machen ohne Ops, will ich aber gar nicht weil es für mein Empfinden noch ein Gewinn für mich ist.

Ich bin glücklich und das macht mich vollkommen und auch angekommen.

Liebe Grüße
Kathi

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 17:52
von Nicole Fritz
Kathi87 hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 16:52 Die Ops helfen mir das Körperempfinden zu regeln, mit Anfang 30, möchte ich nicht die nächsten Jahre mit ungemütlichen Gefühlen und Gedanken in den Damenbereich unterwegs sein oder mich ständig bei Kleidung fragen, sieht man was?

Ich bin eine Frau und überaus glücklich, ich könnte an diesem Punkt weiter machen ohne Ops, will ich aber gar nicht weil es für mein Empfinden noch ein Gewinn für mich ist.
Das ist genau der Punkt, den ich mit Gemeinschafts-Duschen und -Umkleiden angesprochen habe. Wenn ich noch so jung wäre, würde ich vermutlich trotz nicht-binär Hormone und OPs erheblich mehr in Betracht ziehen - einfach damit ich mich im Damen-Bereich wohler fühlen könnte, obwohl es eigentlich meiner Überzeugung extrem widerspricht. Jetzt mit bald über 60 bin ich aber zu keinerlei Kompromissen gegenüber der binär denkenden Gesellschaft mehr bereit. Ich lasse mich nicht mehr von irgendwelchen Umständen in eine Rolle drängen. Und wem das nicht passt, der soll mir aus dem Weg gehen.

LG Nicole

Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 18:39
von Jaqueline
Guten Abend,

ich bin nicht vollkommen. Na und?
Ich habe keine ToDos mehr.
Einfach das Leben genießen und fertig.
Was die Gesellschaft über mich denkt, ... :D

Ganz liebe Grüsse
Jaqueline