Outing mal quer gedacht
Verfasst: Do 13. Feb 2020, 23:01
Hallo Ihr Lieben,
ich weiß gar nicht so recht wie ich anfangen soll, deshalb beginne ich einfach mal. Es geht mir darum mal einen andere Blickwinkel einzunehmen, um auf das Thema sich zu outen zu schauen.
Dafür muss ich wohl zuerst etwas von mir preisgeben. Ich bin zum 2. mal verheiratet und in dieser Ehe nicht geoutet (ich war nur einmal in einer Beziehung, als ich noch Mitte 20ig war geoutet). Bis vor gut 1,5 Jahren habe ich mich noch als CD wahrgenommen, der es genoss sowohl in der männlichen Welt als auch in der Weiblichen zu leben. Mittlerweile empfinde ich mich ganz und gar als Frau. Meine Gedanken und Empfindungen sind für mich weiblich. Natürlich würde ich auch körperlich am liebsten wie eine cis Frau darstehen, aber zum einen schrecken mich die Risiken einer OP ab und zum anderen auch das, was ich dann meiner Frau zumute, die sich in mich als Mann verguckt hat. Letzteres gehört zu meinem Anliegen, warum ich diesen Thread starte.
Als mein Druck immer größer wurde als Frau zu leben, habe ich einige "Testballons" zum Outen gestartet. Die leider nie den erhofften Erfolg brachten
Dann fing ich damit an mich androgyn zu präsentieren, soll heißen, dass nach und nach meine Kleidung, Jeans, Sweatshirts, Jacken, Sportpantys und auch Schuhe aus der Damenabteilung stammten und teilweise nur noch wohlwollend als unisex "durchgehen". Gesichtscreme und Pflegeprodukte, als auch getönte Cremes, sowie Lipgloss mit zarter Farbgebung werden schon seit längerem von mir offen verwendet, hin und wieder bietet mir sogar meine Frau von sich aus Pflegelippenstifte mit unauffälligeren Farben an, wenn sie sie selbst verwendet. Seit neustem rasiere ich mir ständig die Beine und dies blieb von ihr ebenso unkommentiert wie das Auftragen von Klarlack und wurde wohlwollend angenommen.
Nun komme ich endlich zum Punkt meines Anliegens. Ich frage mich nicht mehr, ob meine Frau aus Angst davor, was sich noch alles bei mir so verändern könnte, stillschweigen zu meinen Veränderungen bewahrt, sondern ich sehe es als Liebesbeweis an, dass sie mich so hinnimmt wie ich bin und dies ihrer Liebe kein Abbruch tut
.
Mir ist es sehr angenehm, dass ich mich uneingeschränkt als Frau fühlen kann und ihr, nicht zur Liebe, sondern aus Liebe zu ihr, gleichzeitig etwas erhalten kann, was sie offensichtlich an mir schätzt und liebt, indem ich durch ein androgynes Äußeres, was mich ja nicht von meinem Empfinden als Frau abhält (denn allein das Äußere macht mich doch nicht zur Frau) auch ihren Empfindungen Raum geben kann.
Und ich empfinde es weiter als großartig, dass ich mich nicht "erklären" muss, sondern, dass ich weiterhin so geliebt werde wie ich bin. Es ist eher so, wie wenn Lesben oder Schwule in einer Gesprächsrunde, in der Hetros ganz natürlich mal von ihrem Partner reden, diese auch ohne eine "besondere" Reaktion von ihren Partnern dies tun können. Also insgesamt es nicht mehr etwas besonderes und damit erwähnenwertes ist lesbisch, schwul, bi, transsexuell, CD etc., etc. ... zu sein.
Hiermit möchte ich mal ein Statement für die Liebe brechen, die nicht alles verbalisiert und ausdiskutiert, sondern annimmt und weiter für den anderen brennt.
Ich hoffe, ich konnte mich einigermaßen verständlich mitteilen und freue mich auf Reaktionen von Euch, wie immer diese auch ausfallen mögen, denn als MENSCH der geliebt wird bin ich mit einer der glücklichsten Erdenbürger dieser Welt

ich weiß gar nicht so recht wie ich anfangen soll, deshalb beginne ich einfach mal. Es geht mir darum mal einen andere Blickwinkel einzunehmen, um auf das Thema sich zu outen zu schauen.
Dafür muss ich wohl zuerst etwas von mir preisgeben. Ich bin zum 2. mal verheiratet und in dieser Ehe nicht geoutet (ich war nur einmal in einer Beziehung, als ich noch Mitte 20ig war geoutet). Bis vor gut 1,5 Jahren habe ich mich noch als CD wahrgenommen, der es genoss sowohl in der männlichen Welt als auch in der Weiblichen zu leben. Mittlerweile empfinde ich mich ganz und gar als Frau. Meine Gedanken und Empfindungen sind für mich weiblich. Natürlich würde ich auch körperlich am liebsten wie eine cis Frau darstehen, aber zum einen schrecken mich die Risiken einer OP ab und zum anderen auch das, was ich dann meiner Frau zumute, die sich in mich als Mann verguckt hat. Letzteres gehört zu meinem Anliegen, warum ich diesen Thread starte.
Als mein Druck immer größer wurde als Frau zu leben, habe ich einige "Testballons" zum Outen gestartet. Die leider nie den erhofften Erfolg brachten
Nun komme ich endlich zum Punkt meines Anliegens. Ich frage mich nicht mehr, ob meine Frau aus Angst davor, was sich noch alles bei mir so verändern könnte, stillschweigen zu meinen Veränderungen bewahrt, sondern ich sehe es als Liebesbeweis an, dass sie mich so hinnimmt wie ich bin und dies ihrer Liebe kein Abbruch tut
Mir ist es sehr angenehm, dass ich mich uneingeschränkt als Frau fühlen kann und ihr, nicht zur Liebe, sondern aus Liebe zu ihr, gleichzeitig etwas erhalten kann, was sie offensichtlich an mir schätzt und liebt, indem ich durch ein androgynes Äußeres, was mich ja nicht von meinem Empfinden als Frau abhält (denn allein das Äußere macht mich doch nicht zur Frau) auch ihren Empfindungen Raum geben kann.
Und ich empfinde es weiter als großartig, dass ich mich nicht "erklären" muss, sondern, dass ich weiterhin so geliebt werde wie ich bin. Es ist eher so, wie wenn Lesben oder Schwule in einer Gesprächsrunde, in der Hetros ganz natürlich mal von ihrem Partner reden, diese auch ohne eine "besondere" Reaktion von ihren Partnern dies tun können. Also insgesamt es nicht mehr etwas besonderes und damit erwähnenwertes ist lesbisch, schwul, bi, transsexuell, CD etc., etc. ... zu sein.
Hiermit möchte ich mal ein Statement für die Liebe brechen, die nicht alles verbalisiert und ausdiskutiert, sondern annimmt und weiter für den anderen brennt.
Ich hoffe, ich konnte mich einigermaßen verständlich mitteilen und freue mich auf Reaktionen von Euch, wie immer diese auch ausfallen mögen, denn als MENSCH der geliebt wird bin ich mit einer der glücklichsten Erdenbürger dieser Welt