Seite 1 von 1
Sparkasse sortiert Kunden in Psycho„Kategorien
Verfasst: Do 4. Nov 2010, 11:48
von Anne-Mette
Der NDR berichtet heute:
Die Hamburger Sparkasse Haspa erstellt psychologische Profile ihrer Kunden, um effektiver Versicherungen oder Aktien verkaufen zu können. Dem Bericht zufolge teilt die größte deutsche Sparkasse ihre Kunden in sieben Typen ein: "Bewahrer", "Hedonisten", "Abenteurer", "Genießer", "Performer", "Tolerante" und "Disziplinierte".
Re: Sparkasse sortiert Kunden in Psycho„Kategorien
Verfasst: Do 4. Nov 2010, 12:00
von Anne-Mette
Na, wenn sie Dich fragen, ob Du einen Kredit für eine Handtasche oder ein Kleid willst, dann haben sie Dich wohl in der richtigen Liste
Fehlt noch, dass sie einem vielleicht Prospekte von Handwerkern zureichen, die z.B. Brustvergrößerungen machen.
... und die Finanzierung übernehmen wir
Nun verstehe ich auch, dass die HASPA Auszubildende mit folgender Werbebotschaft lockt:
"Tagsüber studiere ich die Welt der Finanzen und abends in Hamburg das Leben"
... eben ein ganz anderes "Duales Studium"

Re: Sparkasse sortiert Kunden in Psycho„Kategorien
Verfasst: Do 4. Nov 2010, 12:56
von Justine
Ach ja die gute alte "Spaßkasse" eben ^^
Hihi
LG,
Justine
Re: Sparkasse sortiert Kunden in Psycho„Kategorien
Verfasst: Do 4. Nov 2010, 13:26
von Cybill
Na und?
Ich verdiene meine Brötchen damit, dass ich Profile erstelle um Leute an den Arbeitsmarkt ran- und reinzubringen. Daran ist nichts verwerflich!
Im Übrigen tut das jeder, der sich überlegt, was wohl darauf hinweist, wer oder was der andere Teilnehmer dieses Forums ist.
Um an dieser Stelle meine erste Exgattin zu zitieren: "Vorurteile sind die Gerechtesten!"
Re: Sparkasse sortiert Kunden in Psycho„Kategorien
Verfasst: Mi 8. Aug 2012, 11:12
von conny
fragt sich nur, auf welcher informationsbasis die profile erstellt werden.
Re: Sparkasse sortiert Kunden in Psycho„Kategorien
Verfasst: Mi 8. Aug 2012, 11:30
von Anne-Mette
Moin,
das Thema ist von 2010, also schon recht alt. Ich habe auch in der Zeit nach der Meldung keine weiteren Informationen erhalten.
Vielleicht war es ein Einzelfall? ... oder gängige Praxis bei allen Banken, so dass es "ganz normal" in Bankenkreisen ist/war
Gruß
Anne-Mette
Re: Sparkasse sortiert Kunden in Psycho„Kategorien
Verfasst: Mi 8. Aug 2012, 11:45
von manuela60sl
cpg hat geschrieben:Vielleicht war es ein Einzelfall?
Ich glaube nicht dass es ein Einzelfall war, ich denke das Thema wird immer aktueller. Es werden über Kundenkarten und Surfgewohnheiten immer mehr Daten gesammelt, daraus lassen sich auch psychologische Profile ableiten. Personalabteilungen googlen nach Bewerbern um Informationen zu erhalten, auch das fließt garantiert in solche Profile ein. Es wird immer schwerer sich dagegen zu wehren. Allenfalls in sozialen Netzwerken etwas zurückhaltener sein, nicht an jedem Gewinnspiel teilnehmen.
Re: Sparkasse sortiert Kunden in Psycho„Kategorien
Verfasst: Mi 8. Aug 2012, 12:56
von exuser-23-02-2013
Versuche, die (potenziellen) Kunden zu kategorisieren und entsprechend zu betreuen/bewerben gab und gibt es immer wieder, nur die Methoden gehen mit der Zeit. Dennoch mussten auch viele Unternehmen erkennen, dass die Kategorisierung nichts bringt, nicht fein genug oder schlicht unzutreffend ist - und des Öfteren auch mehr Schaden als Nutzen generiert (hat) bzw. die Kosten-Nutzen-Relation nicht passt.
Kundenprofile sind übrigens bei weitem nicht so aussagefähig, wie der Handel das gerne hätte. Wenn ich betrachte, was ich mit meiner Payback-Karte kaufe oder im Amazon-Profil stehen habe - viel Spaß, der Nutzwert geht gegen Null, da damit auch Sachen für meine Frau und meine Kinder sowie Geschenke für die Familie und die Freunde der Kinder gekauft werden. Die einzig wirklich verwertbare Information daraus ist, dass es in meinem Haushalt Kinder geben muss und wie alt die wohl etwa sind - und diesbezüglich habe ich noch keine Werbung bekommen.
Nicht zu verkennen ist aber die Gefahr im Internet, weil es eben nichts vergisst. Dagegen hilft nicht nur Datensparsamkeit, sondern auch die Verwendung verschiedener Usernamen und Mailadressen sowie ein strikter Verzicht auf Fotos, denn das ist m.E. die unerkannte neue Gefahrenquelle im Netz, werden die Bilderkennungsprogramme doch immer besser.