Hi...
mein Lieblingsbiolehrer hätte jetzt gesagt "das heisst nicht: wie bitte? das heisst: häh?"
Hey Konrad wenn du mitliest, ich hoffe dir gehts gut...
Nicole Doll hat geschrieben: Sa 12. Okt 2019, 17:32
Wo bringt das binäre und auf Fortpflanzung basierende Geschlechtermodell die Menschheit denn hin? - bei einer Überbevölkerung in Milliardenhöhe! Wir sollten doch über jeden froh sein, der ein alternatives Lebensmodell (homo, trans, non-binär) anstrebt. Wir sind schon lange keine Population von schwer arbeitenden und und oft bereits als Kind an Krankheiten sterbenden Ackerbauern mehr. Also sollten nur diejenigen für die Fortpflanzung sorgen, die sich wirklich dazu berufen fühlen. Das wäre mehr als genug um die Art zu erhalten.
Was bitte Nicole bringt dich zu der Annahme, das ich als Transfrau nicht gerne Mutter geworden wäre?
Sogar sehr gerne wäre ich an der Stelle dem binären Geschlechtermodell gefolgt-nichts lieber als das!
Ja, ich hätte mich dazu berufen gefühlt.
Das wir ein Problem mit Überbevölkerung haben stimmt ja (hmm) sogar, trotzdem hätte ich gerne diese Erfahrung
machen wollen.
Nicole Doll hat geschrieben: Sa 12. Okt 2019, 17:32
Wer mit seiner Identität nicht im Reinen ist, leistet doch nicht den Beitrag zum Wohl der Allgemeinheit, den er als zufriedener Mensch zu leisten im Stande wäre. Und wenn die Pubertät im nicht passenden Geschlecht zum Horror-Szenario wird, sollte doch ein umsichtig eingesetzter Blocker weniger schaden anrichten als eine von Angst zerstörte Psyche. Viel besser wäre es natürlich die starren Geschlechterrollen und die männliche Dominanz endlich abzuschaffen. Dann sollte es nach meinem Verständnis gar nicht erst zu einer Körperlichen Dysphorie kommen. Für den Weg dort hin brauchen wir aber auf jeden Fall eine Lösung.
Da muss ich zuerst mal Marie recht geben-was hat das eine mit dem andern zu tun? Vielleicht leiste ich meinen Beitrag
nicht mit voller Kraft-aber das bewerte ich und niemand sonst!
Doch auch wenn das abgeschafft wäre, was du anführst wäre meine körperliche Dysphorie noch da-und ich bin froh, das
kein Blocker früh eingesetzt wurde, sondern ich ganz allein über mein Leben bestimmen kann.
Der zu frühe Einsatz des Blockers ist genau wie Zwangs-OPs bei Intersex-Kindern und nichts anderes.
Es muss das Recht auf körperliche Unversehrtheit gelten-vielleicht stellt sich ja später raus, das das Kind non-binär,
genderfluid ist oder oder oder und die frühe Phase halt stark gegen das biologische Geschlecht ausgeschlagen hat..
und dann? Wie oben geschrieben, dafür würde ich nicht die Verantwortung übernehmen wollen.
Nicole Doll hat geschrieben: Sa 12. Okt 2019, 17:32
Wenn ich als Junger Mann den non-binären Weg für mich hätte entdecken können oder dürfen, wäre ich wohl nicht an meinen Versagensängsten zerbrochen. So passte es aber nie, was diese Angst unerträglich werden ließ - bis schließlich alles zusammen brach. Das binäre Modell hätte mich vielleicht in eine Transition getrieben, die mich wieder nicht glücklich gemacht hätte. Und wie viele verzweifeln an unserer auf männliche Dominanz, Gier und Egoismus ausgerichteten Gesellschaft ohne jemals an trans* gedacht zu haben? Trans* ist nur ein Aspekt eines viel größeren Problems.
Ja trans* ist ein Aspekt, aber nicht von einem grösseren Problem-sondern ein Aspekt meiner Persönlichkeit.
Darf ich eine Frage stellen? Warum hast du wo mitgemacht, das dich belastet hat? Sowas löst man auf und
kotzt -sorry- nicht nur drüber ab. Wenn es jemand hmm vergeigt hat warst du nicht unbeteiligt, oder?
Ich mag dich auf eine gewisse Art und Weise, aber tu doch mal was anstatt alles immer mantramässig runterzubeten.
Alles Liebe Marie
