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Re: So wird es gemacht von 1&1 Diskriminierende Behandlung

Verfasst: Sa 28. Sep 2019, 12:22
von Jasmin_35
XYZ hat geschrieben: Sa 28. Sep 2019, 10:26 Ja das ist feinste Diskriminierende Behandlung von Stamm Kunden von seitens 1&1 Ich hab natürlich wieder geh Kündigt
Die Konsequenz ist richtig, jedoch ist der Ergänzungsausweis kein rechtliches Ausweisdokument, somit kann man hier auch 1&1 verstehen. Ich kann bei Telekom und Co auch meine Daten nicht ändern, solange ich dort keinen Beschluss hinschicken kann, was in Ordnung ist. Bei vielen Verträgen, gerade im Telekommunikationsbereich wird der Personalausweis verlangt, damit man sich eben nicht mit "falschen" Namen dort registriert. Dazu kommt oft die Schufaauskunft/Bonitätsprüfung, die dann auch fehlschlagen wird, weil dein neuer Name noch nirgends bekannt ist. Daher ist es nach der Änderung durchs Gericht oder Standesamt auch wichtig direkt mindestens die Schufa und Creditreform über die Änderung zu informieren.

Mit oder ohne dem Ergänzungsausweis machen es einige Unternehmen aus Kulanz, wenn es keine weiteren Folgen hat, bei anderen Verträgen, wie Telekommunikation geht es halt einfach nicht, wird auch nicht gehen, wenn du einen Neuvertrag abschließt. Beim ADAC und bei Otto ging es einfach so per Anruf/Brief, bei Unitymedia, ING Diba, Commerzbank, Telekom und noch ein paar ging es nicht, die wollen auch den Beschluss sehen oder einen neuen Personalausweis/Geburtsurkunde.

Der Ergänzungsausweis ist nett und teilweise auch hilfreich und bei Hermes und DHL kann man damit auch Pakete abholen, aber am Ende sind die Möglichkeiten begrenzt und was nicht geht, muss man hinnehmen, ein Rechtsanspruch besteht, so leid es mir tut und mich auch manchmal ärgert, nicht.

Re: So wird es gemacht von 1&1 Diskriminierende Behandlung

Verfasst: Sa 28. Sep 2019, 13:23
von Jasmin_35
XYZ hat geschrieben: Sa 28. Sep 2019, 12:38 dies verstößt gegen das Diskriminierungsverbot sowie Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).
nicht wirklich oder hast du eine rechtskräftige personenstandänderung bereits abgeschlossen?

Wie gesagt, wenn 1&1 das nicht machen will, ist das aktuell noch ihr gutes Recht (ich bin absolut kein Fan von 1&1, aber hier ist das nunmal so, das die eher im Recht sind, auch die Änderungen rückgängig zu machen). Das man das von vornherein geändert hat, wundert da schon eher, die Rückgängigmachung ist dann nur die Konsequenz, aus den fehlenden, für 1&1 benötigten, Dokumenten, um die Änderung an erster Stelle überhaupt durchführen zu können. Solche Dinge sollte man vielleicht, auch wenn es manchmal schwer fällt, nicht immer gleich persönlich nehmen, besonders, wenn man daran gar kein Recht hat. Ich meine, wenn die VÄ/PÄ beantragt ist, dauert es auch nicht mehr lange und wo taucht der alte Name und Personenstand denn auf? Auf den Rechnungen und die kommen doch sowieso nur noch in den seltensten Fällen per Post nach Hause.
Otto hat mir heute auch wieder Werbung geschickt, obwohl dort meine Änderungen seit 2 oder 3 Wochen durch sind und die Werbung kam trotzdem noch auf den alten Namen und Personenstand. Aufregen bringt da sowieso nichts, das kann man machen, wenn man 3 oder 6 Monate vorher seine Daten hat ändern lassen und immernoch nichts passiert ist oder die sich weigern trotz Gerichtsbeschluss. Alles andere ist verschenkte Energie und Lebenszeit.

Wie gesagt, so leid es mir tut, aber du hast keinen Rechtsanspruch auf IRGENDEINE änderung im aktuellen Zustand, wenn es jemand ändert, dann aus Kulanz und wenn es gegen den Prozess bei dem Unternehmen verstößt wird es einfach zurückgeändert und ob dich dann ein x-belibiger Supportmitarbeiter wieder mit "Herr" anschreibt, ist vielleicht tragisch, aber auch nicht zuändern. Die Mitarbeiter werden nicht alle ein Memo bekommen haben, das du mit "Frau" angesprochen werden möchtest und das System gibt es in den wenigsten Fällen her. Einfach locker bleiben, die Änderung kommt schon noch und dann ist das Thema sowieso gelaufen. ;)

Re: So wird es gemacht von 1&1 Diskriminierende Behandlung

Verfasst: So 29. Sep 2019, 12:09
von Andrea aus Sachsen
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Mina_35 hat geschrieben: Sa 28. Sep 2019, 13:23 Wie gesagt, so leid es mir tut, aber du hast keinen Rechtsanspruch auf IRGENDEINE änderung im aktuellen Zustand,
Rechtsanspruch hin oder her — die passende Anrede sehe ich nicht als juristisches Problem, sondern als eine Frage des Anstandes und der Höflichkeit. Ich bin mir nicht sicher, ob es überhaupt ein Gesetz gibt, welches vorschreibt, wer wie anzusprechen ist.
Es sollte für Firmen und Einrichtungen eine Selbstverständlichkeit sein, auf die Wünsche ihrer Kunden und Kundinnen einzugehen. Da sollte es doch möglich sein, eine Namensänderung auf unbürokratische Weise vorzunehmen, solange es nicht um Verträge mit einem gewissen amtlichen Charakter geht. Schließlich kann es denen doch egal sein, wie die Person heißt, die ihre Rechnungen stets pünktlich bezahlt und sich auch sonst als zuverlässiger Vertragspartner zeigt.
Das hier geschilderte Verhalten von 1&1 zeugt von wenig Kundenfreundlichkeit und Fingerspitzengefühl, egal, was diverse Rechtsvorschriften dazu sagen. Scheinbar haben die von dem Grundsatz "Der Kunde ist König" noch nie etwas gehört. Da bleibt als letzte Möglichkeit nur, wie auch hier geschehen, die Kündigung.

Bei mir hat die Namensänderung bei allen Firmen (einschließlich Telekom) und einigen Einrichtungen, bei denen ich Kunde war und jetzt Kundin bin, durch Vorlage des dgti-Ausweises oder Einsenden einer Kopie problemlos geklappt.
Einzige Ausnahme: Ich wollte online ein Tagegeldkonto eröffnen und hätte mich dazu per Postident-Verfahren oder per Videotelefonie identifizieren müssen. In beiden Fällen konnte keine Übereinstimmung zwischen meinem äußeren Erscheinungsbild und meinen amtlichen Dokumenten festgestellt werden. Eine Kontoeröffnung war so nicht möglich, weder unter meinem neuen, noch unter dem alten (noch amtlichen) Namen. Da ich das Konto nicht zwingend brauchte, habe ich es bei dem Versuch belassen.