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Mattel bringt geschlechtsneutrale Barbie„Puppen auf den Markt
Verfasst: Mi 25. Sep 2019, 19:41
von Anne-Mette
Moin,
Dann bekommt meine "Regenbogenfamilie" sicherlich eines Tages Zuwachs,
habe ich doch auch schon schon eine "etwas molligere Barbiepuppe"
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... 88659.html
regenbogenfamilienwhg.jpg
Re: Mattel bringt geschlechtsneutrale Barbie„Puppen auf den Markt
Verfasst: Mi 25. Sep 2019, 19:45
von Viktoria-TV
Re: Mattel bringt geschlechtsneutrale Barbie„Puppen auf den Markt
Verfasst: Do 26. Sep 2019, 08:50
von sbsr
Auch wenn Körper und Gesicht kindlich/neutral gehalten werden, bleibt spannend ob man sich wirklich von Stereotypen lösen kann.
So sollen Kinder bei den Frisuren der Puppen zwischen langen und kurzen Haaren wechseln können. Auch die Outfits würden sowohl aus Kleidern als auch aus Hosen bestehen.
Man kann aus der "Basispuppe" also ein Mädchen oder einen Jungen machen, indem man zwischen langen und kurzen Haaren, Kleid oder Hose wählt
Nichtsdestotrotz ein guter Ansatz.
Re: Mattel bringt geschlechtsneutrale Barbie„Puppen auf den Markt
Verfasst: Do 26. Sep 2019, 08:57
von Anne-Mette
Moin,
sbsr hat geschrieben: Do 26. Sep 2019, 08:50
Man kann aus der "Basispuppe" also ein Mädchen oder einen Jungen machen
Schublade!
Vielleicht ist es ja Fritz-Marie und non-binär oder...
Gruß
Anne-Mette
Re: Mattel bringt geschlechtsneutrale Barbie„Puppen auf den Markt
Verfasst: Do 26. Sep 2019, 10:27
von Nicole Fritz
Moin,
dumme Frage. Waren Puppen für Kinder nicht schon immer irgendwie geschlechtslos? Gut, ich habe da eine mit einer richtigen Muschi. Aber das ist eine Puppe für Erwachsene. - Doch Ironie beiseite.
Mir fällt in diesem Zusammenhang ein, dass es die Firma Mattel war, die um 1970 mein Puppenstuben-Problem löste. Ich war in die Schule gekommen und wollte niemandem zeigen, dass ich als Junge mit Puppen spielte. Also kamen alle Puppenstuben in die Abstellkammer.
Dann brachte Mattel die (Er)Lösung für mich auf den Markt: Eine Raumstation mit Astronauten-Puppen. Die war sauteuer, und ich musste meine Eltern lange darum beknien. Als ich die dann hatte, spielte ich zusammen mit anderen Jungs ganz selbstverständlich mit den Astronauten-Puppen. - Wir spielten ja nicht mit Puppen, sondern "Weltraum-Abenteuer".
Nun zum eigentlichen Thema: Ich frage mich jetzt, ob die Kinder die gestalterischen Möglichkeiten nutzen, oder eher entweder einen Jungen oder ein Mädchen aus der Puppe machen. Ich "befürchte" eher letzteres. Und wie sehen die Puppen eigentlich aus, wenn sie im Laden im Regal stehen? - So richtig genderqueer würde es mir gefallen, aber das spricht den Kunden wohl eher nicht an.
LG Nicole
Re: Mattel bringt geschlechtsneutrale Barbie„Puppen auf den Markt
Verfasst: Do 26. Sep 2019, 10:58
von Ulrike-Marisa
Moin,
...fürs erste halte ich das für reines Marketing - aufspringen auf einen Zug und nix verpassen im Markt der Chancen. Andererseits ist es ein Ansatz, der spielen ermöglicht und die Puppe dem jeweils gewünschten Vorbild anpassen kann. Ich glaube das Geschlecht ist puppenspielenden kindern erst mal nicht so wichtig; die Personifizierung mit einem Vorbild macht dann die Zuordnung und das Spiel aus. Ich hatte eine Hasenmutti und einen Hasenpapa und eine Wiege mit Holzpuppe, von meiner Mutter selbst gebaut und bemalt; sie war Kunstgewerblerin nach dem Krieg, als sie ihren alten Beruf als Kindergärtnerin nicht mehr ausüben durfte.
Lasst Kinder wieder spielen und eigene Phantasien entwickeln und erleben. Dafür braucht es nicht immer perfekt gestaltetes Spielzeug, denn Kinder schaffen sich ihre eigenen Welten und Realitäten. (frei nach Zille-Bild: spielt doch mit der Mülltonne, sagt der Hausmeister in einem Berliner Mietshaus um 1920)
Grüße, Ulrike-Marisa
Re: Mattel bringt geschlechtsneutrale Barbie„Puppen auf den Markt
Verfasst: Do 26. Sep 2019, 11:30
von sbsr
Nicole Doll hat geschrieben: Do 26. Sep 2019, 10:27
Ich frage mich jetzt, ob die Kinder die gestalterischen Möglichkeiten nutzen, oder eher entweder einen Jungen oder ein Mädchen aus der Puppe machen. Ich "befürchte" eher letzteres.
Genau das meinte ich.
Anne-Mette hat geschrieben: Do 26. Sep 2019, 08:57
Vielleicht ist es ja Fritz-Marie und non-binär oder...
Das wäre wünschenswert, doch fraglich ob es passiert.
Ulrike-Marisa hat geschrieben: Do 26. Sep 2019, 10:58
...fürs erste halte ich das für reines Marketing - aufspringen auf einen Zug und nix verpassen im Markt der Chancen.
Mir ist es egal, ob als Marketing gedacht (was wahrscheinlich ist), oder ob man hier wirklich Zeichen setzen will. Solange es nur Puppen gemäß den typischen Mustern gibt, wird den Kindern einmal mehr die strikte Aufteilung vermittelt. Neutrale Puppen, die zu allem werden können, bieten wenigstens die Möglichkeit, aus dem Schema auszubrechen.