Dann will ich mich auch mal vorstellen.
Mein Name ist Tamaro Thomas, bin 31 Jahre jung und ich bin ein Crossdresser.
Schon in meiner Kindheit spielte ich mehr mit Jungs als mit Mädchen. Durch meinen älteren Bruder war meine Kleidung mehr Unisex als alles andere.
Aufgrund familiären Ereignissen wuchs meine männliche Seite in mir. Tamaro wollte raus, gesehen und gehört werden.
In Beziehungen und Berufswelt versuchte ich krampfhaft meine männliche Seite zu verstecken, was zu großen Ängsten führte.
Erst durch meinen Mann (er hat sich nach einem halben Jahr Beziehung geoutet) weiß ich was Crossdresser sind. Das war vor 4 Jahren.
Zwar trage ich hin und wieder Hemden (auch in der Öffentlichkeit, nur nicht im Beruf), aber erst dieses Jahr im Urlaub haben wir die Rollen mal komplett getauscht (bei mir mit Bart, aber wir waren so noch nicht in der Öffentlichkeit). Es war für mich wie ein Befreiungsschlag. Es fühlte sich großartig an endlich mal Tamaro im Spiegel zu sehen.
Trotz allem fühle ich mich in meinem Körper wohl, egal welche Seite gerade gefühlt überwiegt. Nur manchmal bin ich wegen meinen Gefühlen verwirrt und auch auf der Arbeit versuche ich meine männliche Seite zu verstecken (meine Stimme ist dann automatisch tiefer, als sonst).
Oh. Der Text ist jetzt doch länger geworden, als ich erwartet hatte. Jedenfalls danke für's Lesen
Liebe Grüße
Tamaro Thomas