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neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Mo 2. Sep 2019, 16:44
von AnnaJo
Hallo,

ich bin neu hier, habe schon viele Beiträge still mitgelesen und sich jetzt mal registriert um eventuell die Chance zu haben in den Bereich der Partnerinnen zu kommen. Ich bin eine Frau eines Crossdressers. Vor mir geoutet hat er sich vor einem Jahr und ich habe ihm mein versprechen gegeben, mit niemanden darüber zu reden. Es frisst mich jedoch mittlerweile innerlich auf und ich brauche den Austausch um mir über einiges klar zu werden. Es fühlt sich für mich absolut falsch an, hier zu schreiben, auch wenn er es selbst im letzten Gespräch vorgeschlagen hat. Diese Gespräche führen wir jedoch nur, wenn ich darum bitte. Ich denke, ich gebe ihm das Gefühl, dass er mehr kaputt macht als mir hilft, wenn er mit mir spricht. Dem ist aber absolut nicht so. Fairerweise muss ich auch sagen, ich habe auf sein Outing alles andere als richtig reagiert und verstehe seine Ängste. Seine Ängste von früher, von heute, vor der Zukunft - denn eigentlich bin ich ein sehr, sehr toleranter Mensch.
Im Bereich der Crossdresser fühle ich mich absolut fremd, unsicher und deshalb auch desorientiert. Hinzu kommt dann noch, dass man denkt man kennt seinen langjährigen Partner/Mann und vor allem sich selbst und dann kommt etwas unerwartetes und das gesamte Welt- und Eigenbild steht auf dem Kopf. Um mich zu orientieren habe ich hier mitgelesen, aber auch so schaffe ich es nicht mich zu ordnen.

Leider etwas wirr und nur oberflächlich,
mehr traue ich mich im Moment noch nicht zu offenbaren.

LG AnnaJo

Ps.: Ihr habt wirklich ALLE meinen allerhöchsten Respekt!

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Mo 2. Sep 2019, 17:15
von Engelchen
Erstmal herzlich Willkommen.
Schau dich in Ruhe um und bei Problemen frage einfach.
Es gibt meines Wissens einen speziellen Bereich für "Angehörige" der durch Passwort geschützt ist.
Anne-Mette hilft dir hier sicher weiter.
Ich finde es toll das du nicht "Die Flinte ins Korn" wirfst sondern versuchst euch zu helfen.
Hier bist du auf jeden Fall richtig und im besten Forum gelandet.
Ich wünsche die für eure Beziehung alles Gute und Dir viele spannende Stunden hier.

Und es ist auch spannend für uns diese Ängste und Sorgen sowie Ansichten der anderen Seite kennen zu lernen.

Liebe Grüße
Lisa

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Mo 2. Sep 2019, 18:40
von Céline
Hi Anna,
Zuerst Herzlich Willkommen hier.
Dito, Du hast auch meinen Respekt das Du hierher gefunden hast. Ich denke hier wird Dir jeder Deine Fagen beantworten und helfen. Du brauchst also keine Angst haben.
Freu mich schon, bis dann Liebe Grüße
Céline

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Mo 2. Sep 2019, 20:06
von Simon(e)
Hallo Anna,

Ich finde es toll und mutig von dir, dass du dich hier angemeldet hast!!
Du bist hier genau richtig!!!
Herzlich Willkommen!
Ich kann deine Ängste und Unsicherheit sehr gut nachvollziehen.
Ich bin selbst Ehefrau einer Teilzeitfrau und brauchte auch meine Zeit, um mich
an die neue Situation zu gewöhnen!!
Wenn du Fragen hast, stelle sie!!
Du kannst mir auch jederzeit eine persönliche Nachricht schreiben, wenn dir danach ist!!!

Ich wünsche dir alles Gute!!!!


Liebe Grüße
Simon(e)

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Mo 2. Sep 2019, 20:31
von Momo58
n ManuelaHallo Anna,

herzlich willkommen im Forum. Ich kann dich gut verstehen. Das Outing deines Partners wirft dein Weltbild ganz heftig durcheinander. Was nützt ein Versprechen, wenn du daran zerbrichst. Darüber mit anderen betroffenen Angehörigen zu reden ist dabei sehr sinnvoll. Andererseits kenne ich die Ängste, denn meine Partnerin hat ähnlich wie du reagiert, total tolerant und gleichzeitig zu viel fordernd. Sie war die Lokomotive und ich der Bremser. Erst nachdem ich mich nicht mehr so unter Druck fühlte, konnte ich den Schritt in die gelebte Transidentität gehen. Heute ist es anders herum. Ich bin die Lokomotive und meine Partnerin ist die Bremserin, denn jetzt geht es ihr zu schnell. Ich versuche sie so gut es geht in die begleitende Therapie einzubeziehen. Dennoch wie soll unsere Beziehung zukünftig aussehen? Noch sind wir nicht am Ziel. Leben wir weiter als zwei Freundinnen oder werden wir ein lesbisches Paar oder folgt die Trennung? Im Moment sieht es nach einer freundschaftlichen Beziehung aus.
Zusätzlich frage ich mich, wie es weiter geht, denn da sind gesellschaftliche, staatliche Diskriminierungen, die sich indirekt auf die Partnerin auswirken. Gar nicht lustig wird es, wenn die gegengeschlechtliche Hormonbehandlung beginnt. Dann beginnt die 2. Pubertät mit allem was dazu gehört und das auch noch im Schnellverfahren, Stimmungsschwankungen sind dann an der Tagesordnung, neben den körperlichen Veränderungen. Das fühlt sich dann für dich an, als ob du mit einer 13-jährigen verheiratet bist.
Wenn aber alles überstanden ist und dein Partner die in ihm gefangene Frau frei lässt, dann wird er sich so was von befreit fühlen, dass es wieder positiv für die Beziehung sein kann. Ich selbst war als Mann extrem aggressiv und bin heute ein sehr liebevolles angstfreies Wesen und die Depressionen sind nun auch überstanden.

Dein Mann ist kein Psycho, der mal eben eine Zwangserkrankung hat. Transidentität ist angeboren und entsteht im 5. Schwangerschaftsmonat durch eine Hormonschwankung der Mutter. Es gibt aber auch viele andere Facetten angefangen von Crossdressing über queere Menschen und noch viel mehr. Dein Mann wird sich selbst einordnen müssen. Lass ihm die Zeit die er braucht.

Auf jeden Fall empfehle ich dir auch den Bereich für Angehörige zu nutzen.

liebe Grüße
von der transidenten Manuela
(die erst im Alter von 60 Jahren gemerkt hat, dass sie seit Geburt ein körperliches Geschlechtsteil zwischen den Beinen und ein seelisches Geschlechtsmerkmal zwischen den Ohren hat)

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Mo 2. Sep 2019, 20:45
von ExuserIn-2020-03-10
Liebe AnnaJo,
es ist wichtig und richtig, über all diese diese Dinge auch mit anderen zu reden. Auch wenn man seinem Partner einmal das Versprechen gegeben hat niemals darüber zu reden.. es kann vorkommen dass man sich jemand anderem anvertrauen muss, um innere Klarheit über sich zu gewinnen. Du kannst dir absolut sicher sein dass hier ein diskreter Raum ist in dem vertrauliches geschützt bleibt, so gut es eben im Internet geht.
Die meisten von uns kennen diese Situation, die inneren Ängste vor dem unbekannten Wesen, und können vielleicht wertvolle Tipps im Umgang damit geben. Lass dir Zeit, nimm dir das Recht deine Gefühle so zu erleben wie du sie erlebst. Hier zu schreiben ist nicht richtig oder falsch, es ist einfach ein neuer Ansatz. Und bis man das Neue nicht wirklich kennen gelernt hat, kann man auch nicht sagen ob man es mag, oder es toleriert, oder es ablehnt.

Nimm dir ein paar Monate Zeit, komm an, schreibe mit den Menschen, die hier sind, dann kommt die Ordnung von alleine wieder. Aber nimm dir Zeit..

LG,
Ute

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Di 3. Sep 2019, 07:10
von Jasmine
Hi AnnaJo,
herzlich willkommen in diesem schönen Forum,
Liebe Grüße Jasmine

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Di 3. Sep 2019, 10:02
von Helga
Hallo AnnaJo,
Herzlich willkommen im Forum.
Da Namen bei der Einordnung nicht immer helfen, ich bin selber CD.
Es fällt sehr schwer über etwas zu reden, was man(n) sein ganzes Leben vor anderen verheimlicht und mutmaßlich vor sich selbst unterdrückt hat. Auch ich rede nicht von mir aus über das Thema, meine Frau spricht mich auch selten darauf an.
Es ist verständlich wenn du verwirrt bist. Der Mensch, den du seit Jahren oder Jahrzehnten kennst offenbart etwas was du nie vermutet hättest. Einige deuten es als tiefen Vertrauensbruch die Neigung solange verheimlicht zu haben, es gehört aber ein sehr tiefes Vertrauen dazu sein Innerstes zu offenbaren, insbesondere wenn es nach der eigenen Erziehung falsch ist.
Wahrscheinlich weckt die Situation in dir diffuse Verlustaengste. Möglicherweise erscheint vieles was vorher richtig war in Frage gestellt. Das Meiste davon dürfte aber unbegründet sein.
Auch wenn dies im Moment nicht hilfreich erscheint: Es braucht Zeit, lese, schreibe (auch wenn die Frage noch so blöd erscheint).
So weitreichend wie Manuela beschrieben hat muss es keineswegs verlaufen. Es gibt auch CD die ihr ganzes Leben CD sind.
Liebe Grüße
Helga

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Di 3. Sep 2019, 10:06
von Anja
Moinsen (moin)

und erst einmal herzlich willkommen in unserer kleinen Gemeinde.
Hier bist du mit deinen Fragen auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

Er hat sich vor dir geoutet, will aber nicht darüber sprechen. Warum dann das Outing? Eigentlich outet man sich ja, weil man frei(er) sein möchte?
AnnaJo hat geschrieben: Mo 2. Sep 2019, 16:44 Es fühlt sich für mich absolut falsch an, hier zu schreiben, auch wenn er es selbst im letzten Gespräch vorgeschlagen hat.
Heißt das, wir sprechen hier über ein Forumsmitglied?
Warum fühlt sich das schreiben hier falsch für dich an? Immerhin kannst du dich hier öffnen, ohne deine (und seine) Identität preis zu geben. Das macht es möglich über vieles zu sprechen, was man sonst eher für sich behalten würde.
Ich kann mich noch an mein Outing-Gepsräch mit meiner Frau erinnern. Die Schlüsselfrage, die sie mir stellte, war: "Warum schämst du dich dafür?" Sie hat es geschafft mir quasi einen Spiegel vor Augen zu halten. Ich wäre von selbst nie darauf gekommen, mich nicht dafür zu schämen. Als Mann Interesse an Damenunterwäsche und Damenkleidung? Geht garnicht. Da hat man sich für zu schämen!
Naja, sie hat mich damit quasi "umgedreht" und ich konnte meine Bedürfnisse von da an ohne Scham ausleben und genießen.

Was ist denn beim Outing passiert, das er sich, auch ein Jahr später immer noch so zurückzieht und nicht mal drüber sprechen möchte?

Grüße
die Anja

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Di 3. Sep 2019, 19:51
von Michi
Hallo AnnaJo,

herzlich willkommen hier in diesem schönen Forum. )))(:
Ich finde es mutig und richtig, dass du dich hier angemeldet hast. Ich sehe keinen Vertrauensbruch, wenn du dich mit Betroffenen und deren Partnerinnen austauschst. Du tratschst doch nicht in eurem Umfeld herum, was mit ihm ist, und ihr beide könnt durch den Austausch hier nur gewinnen.

Liebe Grüße
Michi

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Di 3. Sep 2019, 21:05
von AnnaJo
Lisa-Weber hat geschrieben: Mo 2. Sep 2019, 17:15 Erstmal herzlich Willkommen.
Schau dich in Ruhe um und bei Problemen frage einfach.
Es gibt meines Wissens einen speziellen Bereich für "Angehörige" der durch Passwort geschützt ist.
Anne-Mette hilft dir hier sicher weiter.
Ich finde es toll das du nicht "Die Flinte ins Korn" wirfst sondern versuchst euch zu helfen.
Hier bist du auf jeden Fall richtig und im besten Forum gelandet.
Ich wünsche die für eure Beziehung alles Gute und Dir viele spannende Stunden hier.

Und es ist auch spannend für uns diese Ängste und Sorgen sowie Ansichten der anderen Seite kennen zu lernen.

Liebe Grüße
Lisa
Danke dir!
Das mit dem Bereich für Partnerinnen hab ich schon gesehen, aber man kommt da halt nur rein, wenn man vorher etwas im Forum aktiv ist. Einerseits kann ich es sehr gut verstehen, andererseits bedeutet es für mich - alles öffentlich zu schreiben - was für mich halt noch mehr den bitteren Beigeschmack des Verrates hat.

Liebe Grüße
AnnaJo

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Di 3. Sep 2019, 21:11
von AnnaJo
Simon(e) hat geschrieben: Mo 2. Sep 2019, 20:06 Ich kann deine Ängste und Unsicherheit sehr gut nachvollziehen.
Ich bin selbst Ehefrau einer Teilzeitfrau und brauchte auch meine Zeit, um mich
an die neue Situation zu gewöhnen!!
Wenn du Fragen hast, stelle sie!!
Du kannst mir auch jederzeit eine persönliche Nachricht schreiben, wenn dir danach ist!!!
Danke liebe Simon(e),
es tut gut zu wissen, dass man nicht "allein" ist. Ich werde das Angebot bzgl. persönlicher Nachricht gerne mal annehmen, wenn der Hut brennen sollte.

Dankbare liebe Grüße
AnnaJo

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Di 3. Sep 2019, 21:35
von AnnaJo
Liebe Manuela,
herzlichen Dank für deine Antwort!
Momo58 hat geschrieben: Mo 2. Sep 2019, 20:31 Andererseits kenne ich die Ängste, denn meine Partnerin hat ähnlich wie du reagiert, total tolerant und gleichzeitig zu viel fordernd. Sie war die Lokomotive und ich der Bremser. Erst nachdem ich mich nicht mehr so unter Druck fühlte, konnte ich den Schritt in die gelebte Transidentität gehen. Heute ist es anders herum. Ich bin die Lokomotive und meine Partnerin ist die Bremserin, denn jetzt geht es ihr zu schnell.

Dein Mann ist kein Psycho, der mal eben eine Zwangserkrankung hat. Transidentität ist angeboren und entsteht im 5. Schwangerschaftsmonat durch eine Hormonschwankung der Mutter. Es gibt aber auch viele andere Facetten angefangen von Crossdressing über queere Menschen und noch viel mehr. Dein Mann wird sich selbst einordnen müssen. Lass ihm die Zeit die er braucht.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich zu viel fordere. Das einzige was ich fordere, sind regelmäßige Gespräche. Ich weiß, dass ich mit neuen Situationen immer so meine Probleme habe und mein Mann weiß, dass Reden hier die ultimative Hilfe für mich ist. Es freut mich aber zu hören, dass ihr euren Weg soweit gefunden habt, auch wenn er, so wie es scheint, noch nicht zu Ende ist.

Mir ist klar, dass mein Mann kein Psycho ist. Mir ist ebenfalls bewusst, dass es keine "Modeerscheinung", kein "Spleen" oder sonst etwas ist, das einfach so wieder vergeht. Es macht mich wirklich traurig, erst jetzt (nach 13 Jahren Beziehung/20 Jahren Freundschaft) damit betraut worden zu sein. Versteh'mich nicht falsch, ich weiß um den gesellschaftlichen Druck unter dem er steht, aber ich bin ja nicht irgendwer. Er bekommt von mir alle Zeit die er braucht, aber ist es wirklich so schwer mit mir zu Reden? :cry: (ich weiß, dass du mir diese Frage nicht beantworten kannst)

Ganz liebe Grüße
AnnaJo

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Di 3. Sep 2019, 21:39
von AnnaJo
Ute2506 hat geschrieben: Mo 2. Sep 2019, 20:45 Liebe AnnaJo,
es ist wichtig und richtig, über all diese diese Dinge auch mit anderen zu reden. Auch wenn man seinem Partner einmal das Versprechen gegeben hat niemals darüber zu reden.. es kann vorkommen dass man sich jemand anderem anvertrauen muss, um innere Klarheit über sich zu gewinnen. Du kannst dir absolut sicher sein dass hier ein diskreter Raum ist in dem vertrauliches geschützt bleibt, so gut es eben im Internet geht.
Die meisten von uns kennen diese Situation, die inneren Ängste vor dem unbekannten Wesen, und können vielleicht wertvolle Tipps im Umgang damit geben. Lass dir Zeit, nimm dir das Recht deine Gefühle so zu erleben wie du sie erlebst. Hier zu schreiben ist nicht richtig oder falsch, es ist einfach ein neuer Ansatz. Und bis man das Neue nicht wirklich kennen gelernt hat, kann man auch nicht sagen ob man es mag, oder es toleriert, oder es ablehnt.

Nimm dir ein paar Monate Zeit, komm an, schreibe mit den Menschen, die hier sind, dann kommt die Ordnung von alleine wieder. Aber nimm dir Zeit..

LG,
Ute
Liebe Ute,
deine Worte sind so wunderbar einfühlsam. DANKE!

Ganz liebe Grüße
AnnaJo

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Verfasst: Di 3. Sep 2019, 21:53
von AnnaJo
Helga hat geschrieben: Di 3. Sep 2019, 10:02
  • Es fällt sehr schwer über etwas zu reden, was man(n) sein ganzes Leben vor anderen verheimlicht und mutmaßlich vor sich selbst unterdrückt hat. Auch ich rede nicht von mir aus über das Thema, meine Frau spricht mich auch selten darauf an.
  • Es ist verständlich wenn du verwirrt bist. Der Mensch, den du seit Jahren oder Jahrzehnten kennst offenbart etwas was du nie vermutet hättest. Einige deuten es als tiefen Vertrauensbruch die Neigung solange verheimlicht zu haben, es gehört aber ein sehr tiefes Vertrauen dazu sein Innerstes zu offenbaren, insbesondere wenn es nach der eigenen Erziehung falsch ist.
  • Auch wenn dies im Moment nicht hilfreich erscheint: Es braucht Zeit, lese, schreibe (auch wenn die Frage noch so blöd erscheint)
.
  • Darf ich Fragen, warum du von dir aus nicht darüber sprichst? Was hält dich davon ab? Ich denke mir, es muss doch unglaublich befreiend sein, endlich darüber mit jemanden reden zu können.
  • Einen Vertrauensbruch hat er definitiv begangen, denn es kommt immer auf das "WIE" an. Das ging bei uns definitiv in die Hose. Falsche Zeit, falscher Ort, falsche Reaktion meinerseits. - es kommt unweigerlich die Frage auf, gibt es einen geeigneten Zeitpunkt? geeigneten Ort? angemessene Reaktion? (ich denke nicht)
  • Du hast mir schon etwas geholfen. Danke!
Liebe Grüße
AnnaJo