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Sonntag, 1.9. 3sat 19:30 "Trans-Kinder- Coming Out im Kindergarten"
Verfasst: Mi 28. Aug 2019, 18:25
von Anne-Mette
Moin,
auch wenn ich meine, dass wir auf ein Thema wie "Coming Out im Kindergarten" äußerst vorsichtig herangehen sollten,
möchte ich hier den Programmhinweis posten:
https://www.3sat.de/programm?airtimeDate=2019-09-01
Dazu:
https://www.nzz.ch/wissenschaft/trans-k ... 7hZMmFUfAg
Gruß
Anne-Mette
Re: Sonntag, 1.9. 3sat 19:30 "Trans-Kinder- Coming Out im Kindergarten"
Verfasst: So 1. Sep 2019, 09:40
von Vincent
Danke für den Hinweis Anne-Mette!
Kindergartenalter und Trans sehe ich auch sehr kritisch.
Ich habe manchmal das Gefühl, das die neue Offenheit für Transthemen Menschen manchmal einen Bärendienst erweist:
Die Gesellschaft hat sich eine neue Schublade zugelegt, neben Frau und Mann kommt jetzt, schon fast allgemein akzeptiert auch noch trans dazu.
Grundsätzlich gut, aber es soll bitte jeder und jedes Kind irgendwo reinpassen. Dass Menschen und insbesondere Kinder einfach nur sie selbst sein könnten und nicht in eine der Kategorien der gesellschaftlichen Geschlechterrollen passen (wollen) wird meist übersehen.
Meine Sohn wurde neulich gefragt: " Willst du ein Mädchen sein oder doch ein Junge? " Seine Antwort war trocken "ich bin *Name*"
Vor nicht allzu langer Zeit hätte er vermutlich gesagt ich bin ein Mädchen.
Re: Sonntag, 1.9. 3sat 19:30 "Trans-Kinder- Coming Out im Kindergarten"
Verfasst: So 1. Sep 2019, 10:53
von ExUserIn-2026-01-21
Das erinnert mich an einen Bericht den ich vor ein paar Tagen in unserer Tageszeitung gelesen habe. Da wanden sich die Eltern eines Jungen an einen Experten mit der Frage wie sie damit umgehen sollen, dass sich ihr Junge im falschen Körper fühlt und dies "Auswirkungen" auf Schule, Freunde und Lehrer hat. Fand ich super interessant, vor allem in diesem jungen Alter und dem heutigen Schulalltag dies zu handeln, puh...sehr schwierig.
Tina
Re: Sonntag, 1.9. 3sat 19:30 "Trans-Kinder- Coming Out im Kindergarten"
Verfasst: Mo 2. Sep 2019, 10:58
von ExUserIn-2026-01-22
Die fesche Tina hat geschrieben: So 1. Sep 2019, 10:53
Das erinnert mich an einen Bericht den ich vor ein paar Tagen in unserer Tageszeitung gelesen habe. Da wanden sich die Eltern eines Jungen an einen Experten mit der Frage wie sie damit umgehen sollen, dass sich ihr Junge im falschen Körper fühlt und dies "Auswirkungen" auf Schule, Freunde und Lehrer hat. Fand ich super interessant, vor allem in diesem jungen Alter und dem heutigen Schulalltag dies zu handeln, puh...sehr schwierig.
Tina
Wem trifft man denn hier...
Habe den Artikel in der Zeitung auch gelesen - was für unsere Region ja sehr selten vorkommt.
Jennifer
Re: Sonntag, 1.9. 3sat 19:30 "Trans-Kinder- Coming Out im Kindergarten"
Verfasst: Mo 2. Sep 2019, 13:31
von sbsr
Vincent hat geschrieben: So 1. Sep 2019, 09:40
Ich habe manchmal das Gefühl, das die neue Offenheit für Transthemen Menschen manchmal einen Bärendienst erweist:
Die Gesellschaft hat sich eine neue Schublade zugelegt, neben Frau und Mann kommt jetzt, schon fast allgemein akzeptiert auch noch trans dazu.
Hallo Vincent,
einen ähnlichen Gedanken hatte ich beim Lesen auch. Das Kind spielt mit Puppen und mag Prinzessinnen, also will es ein Mädchen sein
Ungeachtet dessen, dass sich das Kind später tatsächlich für diesen Weg entschieden hat, hätte es auch genauso gut ein Junge sein können, der halt nunmal pink mag und mit Puppen spielt, oder ein Kind, das sich Eigenschaften beider typischer Geschlechterschubladen vereint, deshalb aber nicht unbedingt trans* sein muss.
Insofern verstehe ich Kritiker vollkommen, die sagen es wird manchmal vorschnell eine Hormontherapie eingeleitet, und damit der Weg quasi vorgegeben, anstatt ganz einfach auch Jungs mal Prinzessin sein zu lassen.
Re: Sonntag, 1.9. 3sat 19:30 "Trans-Kinder- Coming Out im Kindergarten"
Verfasst: Di 3. Sep 2019, 06:44
von ExuserIn-2020-07-10
Kritiker schauen dabei überwiegend auf die spätere Fruchtbarkeit und machen psychische Gesundheit allein danach abhängig. Das finde ich sehr schade, weil es die menschliche Existenz allein auf die Fortpflanzung beschränkt.
Heute sind die Klischees verfestigter den je. Aber anders als noch vor 30 Jahren, wo ich gemaßregelt wurde für ein geschlechtsuntypisches Verhalten (ich war nie wie andere Jungs aber wie ein Mädchen durfte ich auch nicht sein) ist man heute wesentlich toleranter, zu mindest in manchen Kindergärten, in manchen Elternhäuser.
Und ich bin neidisch auf diese Entwicklung und zugleich auch zornig, dass man aber immer noch nicht von Geschlechterklischees weggekommen ist und man nicht Kinder einfach Kinder sein lassen kann ohne gleich Trans zu vermuten.
Früher war man Schwul wenn man als Junge pink mochte, heute ist man dann gleich Trans. Es scheinen sich nur die Vorzeichen geändert zu haben, nicht aber die geschlechter Klischees in den Köpfen.
Und es macht mich wütend das ich immer anders behandelt werde von Frauen, ich will nicht erst mein Geschlecht (sozial, rechtlich) ändern müssen um als Gleichberechtigt zu gelten.