Outing gegenüber Partnerin und Freunden
Verfasst: Sa 23. Okt 2010, 19:15
Hallo Community
ich bin durch eine Freundin auf diese Seite aufmerksam geworden und nach langem lesen, habe ich mich entschlossen mich zu registrieren. Es geht bei mir um Probleme , die mich schon seit nun fast 13 Jahren verfolgen (ich bin mittlerweile 23).
Es wird ein etwas langer Text , also stellt schonmal den Kaffee auf
Ich fange am besten mal von klein auf an.
Alles fing damals an als ich 10 war, meine Schwester meinte zu mir wir könnten uns doch mal "andersrum" verkleiden also ich als Mädchen und sie als Bub. Ich fand das auch nicht weiter schlimm, da wir unser eigenes großes Spielzimmer im Erdgeschoss hatten. Mir wurde schon damals klar, das mir das gefällt (Kleider tragen , damals noch zu große Schuhe *g* ).
Bis dann eines Tages mein Vater ins Zimmer kam und uns "erwischte". Er war tierisch sauer und begann rumzuschreien was mir einfallen würde und schlug mich.. Meiner Schwester jedoch hat er nichtmal Beachtung geschenkt das war für ihn anscheinend in Ordnung. Jahrelang hab ich mich dann nichtmehr verkleidet.
Mit 15 durfte ich das erste mal alleine zuhause bleiben, während meine Eltern in Urlaub fuhren. Ich sollte Wäsche waschen und dergleichen , dafür dürfte ich mir auch ein paar Freunde einladen. Als ich aber die ganze Unterwäsche sah, überkam mich wieder das Gefühl mich als Frau zu kleiden. Ich ging an den Schrank , in denen viele Kostüme und Kleider meiner Mutter (die meißten für Karneval) hingen und probierte so einige an, bis ich ein passendes gefunden hatte. Damit lief ich dann den ganzen Tag frei in der Wohnung rum ohne Angst zu haben es setzt gleich wieder was. Am Tag bevor meine Eltern wiederkamen, versuchte ich wieder alles ordentlich zu waschen und wieder in den Schrank zu hängen. Was ich aber vergessen hatte , war der BH und Slip meiner Mum wieder aus dem Wohnzimmer verschwinden zu lassen. Als sie heimkamen bemerkten sie es direkt und mein Dad rastete regelrecht aus und meine Mum konnte ihn geradeso überreden mit ihr spazieren zu gehen (das war wohl mein großes Glück den Tag werd ich nie vergessen..).
Die Jahre bis ich 18 war , lebte ich alles sehr vorsichtig aus. Immer wenn was in die Kleidersammlung ging , schnappte ich mir den Sack und wühlte durch ob ich was brauchbares finden konnte. Klaro war da immer was schickes dabei
. Ich versteckte alles in einem schmalen Karton in meinem Sofa. Ich wurde auch seitdem nie mehr "erwischt".
Doch das alles was passiert war mit meinem Dad ließ mich immer denken ich sei das letzte auf der Welt und fühlte mich auch manchmal schlecht. Aber ich fand es immer ein tolles Gefühl in Kleidern herumzulaufen (in meinem Zimmer was ja auch groß genug war um sich mal was zu bewegen).
Mittlerweile sind wir fast in der Gegenwart angekommen. Vor einem halben Jahr, "beichtete" ich meiner Freundin mein Geheimnis , da ich seit ich sie kannte ( 1 Jahr zu dem Zeitpunkt) mich nicht einmal verkleidet hatte, ich aber den Drang verspürte, es aber nicht konnte, da wir uns jeden Tag gesehen haben (ich habe auch meißtens bei ihr übernachtet). Ich hatte also all meinen Mut zusammengerauft und es ihr ganz offen gesagt inklusive der ganzen Geschichte, die ihr euch (hoffentlich) bis jetzt durchgelesen habt.
Die ersten Monate waren eine Katastrophe , sie dachte ich wäre schwul weil ich sowas mache und wäre nur mit ihr zusammen damit das niemand erfährt und und und. Irgendwann legte sich das aber und ich sollte mich für sie umziehen damit sie mich mal sehen konnte damit. Anfangs fing sie an zu weinen , was mir natürlich auch grad nicht gut tat, aber mit der Zeit legte sich das. Mittlerweile habe ich viele Kleider unter anderem auch Brautkleider (manche gefallen mir total) und sie sagt nichtsmehr. Mittlerweile "darf" ich auch wieder in unser Wohnzimmer kommen und mit ihr reden während ich es trage, was ich vorher nur konnte wenn ich ins Schlafzimmer ging und dadrin blieb. (was ich ihr zuliebe auch tat)
Aber ich wollte auch zu anderen ehrlich sein mit meiner Neigung. Ihrer Mutter würde ich es gerne sagen, ich versteh mich sehr gut mit ihr, doch es verfolgt mich immer die Reaktion meiner Eltern und vorallem die meines Vaters. Ich denke zwar nicht , das sie mich schlagen würde
Aber das sie es genau sowenig versteht wie meine Eltern und dann keinen Kontakt mehr zu mir möchte. Ich habe mich vor kurzem auch getraut, mich einer sehr guten Freundin anzuvertrauen. Und diese Reaktion war echt toll. Ich habe ganze 3 Tage gebraucht um es ihr zu sagen, aber als sie dann sagte , "Na hop hop , zieh dich um und zeig dich mir mal" mit einem netten grinsen auf dem Gesicht da war ich so froh endlich jemand ohne wenn und aber und einfach akzeptiert. Als sie dann noch sagte "Ich bin grad echt neidisch auf dich" als ich vor ihr stand mit einem Kleid und Korsett drüber, wurde ich tatsächlich rot im Gesicht. Es war einfach mal schön , akzeptiert zu werden (ich kkönnte den Satz noch 100mal schreiben
)
Ihr nächster Einfall war, das wenn ich mich nicht an "normalen" Tage so mal raustraue , soll ich doch mit ihr an Karneval als Frau gekleidet rausgehen und sie als Kerl. Doch da kam mir wieder mein Vater in den Kopf. Was wenn der mich sehen würde? Generell , was wenn er es wieder herausfindet. Dieses Gespenst in meinem Kopf , macht es mir so schwer, alles frei auszuleben in dieser Sache wie ich es gerne wöllte. Bis heute. Klaro ich bin alt genug um für mich selbst zu entscheiden, doch trotzdem liegt mir was an meinen Eltern und ich möchte nicht, das es damit endet , das sie beide oder nur mein Vater kein Kontakt mehr zu mir möchten.
Ich wollte mir das alles einfach mal von der Seele schreiben. Vielleicht gibt es unter euch welche, die es ähnlich mitmachen mussten.
Es wird ein etwas langer Text , also stellt schonmal den Kaffee auf
Alles fing damals an als ich 10 war, meine Schwester meinte zu mir wir könnten uns doch mal "andersrum" verkleiden also ich als Mädchen und sie als Bub. Ich fand das auch nicht weiter schlimm, da wir unser eigenes großes Spielzimmer im Erdgeschoss hatten. Mir wurde schon damals klar, das mir das gefällt (Kleider tragen , damals noch zu große Schuhe *g* ).
Bis dann eines Tages mein Vater ins Zimmer kam und uns "erwischte". Er war tierisch sauer und begann rumzuschreien was mir einfallen würde und schlug mich.. Meiner Schwester jedoch hat er nichtmal Beachtung geschenkt das war für ihn anscheinend in Ordnung. Jahrelang hab ich mich dann nichtmehr verkleidet.
Mit 15 durfte ich das erste mal alleine zuhause bleiben, während meine Eltern in Urlaub fuhren. Ich sollte Wäsche waschen und dergleichen , dafür dürfte ich mir auch ein paar Freunde einladen. Als ich aber die ganze Unterwäsche sah, überkam mich wieder das Gefühl mich als Frau zu kleiden. Ich ging an den Schrank , in denen viele Kostüme und Kleider meiner Mutter (die meißten für Karneval) hingen und probierte so einige an, bis ich ein passendes gefunden hatte. Damit lief ich dann den ganzen Tag frei in der Wohnung rum ohne Angst zu haben es setzt gleich wieder was. Am Tag bevor meine Eltern wiederkamen, versuchte ich wieder alles ordentlich zu waschen und wieder in den Schrank zu hängen. Was ich aber vergessen hatte , war der BH und Slip meiner Mum wieder aus dem Wohnzimmer verschwinden zu lassen. Als sie heimkamen bemerkten sie es direkt und mein Dad rastete regelrecht aus und meine Mum konnte ihn geradeso überreden mit ihr spazieren zu gehen (das war wohl mein großes Glück den Tag werd ich nie vergessen..).
Die Jahre bis ich 18 war , lebte ich alles sehr vorsichtig aus. Immer wenn was in die Kleidersammlung ging , schnappte ich mir den Sack und wühlte durch ob ich was brauchbares finden konnte. Klaro war da immer was schickes dabei
Doch das alles was passiert war mit meinem Dad ließ mich immer denken ich sei das letzte auf der Welt und fühlte mich auch manchmal schlecht. Aber ich fand es immer ein tolles Gefühl in Kleidern herumzulaufen (in meinem Zimmer was ja auch groß genug war um sich mal was zu bewegen).
Mittlerweile sind wir fast in der Gegenwart angekommen. Vor einem halben Jahr, "beichtete" ich meiner Freundin mein Geheimnis , da ich seit ich sie kannte ( 1 Jahr zu dem Zeitpunkt) mich nicht einmal verkleidet hatte, ich aber den Drang verspürte, es aber nicht konnte, da wir uns jeden Tag gesehen haben (ich habe auch meißtens bei ihr übernachtet). Ich hatte also all meinen Mut zusammengerauft und es ihr ganz offen gesagt inklusive der ganzen Geschichte, die ihr euch (hoffentlich) bis jetzt durchgelesen habt.
Die ersten Monate waren eine Katastrophe , sie dachte ich wäre schwul weil ich sowas mache und wäre nur mit ihr zusammen damit das niemand erfährt und und und. Irgendwann legte sich das aber und ich sollte mich für sie umziehen damit sie mich mal sehen konnte damit. Anfangs fing sie an zu weinen , was mir natürlich auch grad nicht gut tat, aber mit der Zeit legte sich das. Mittlerweile habe ich viele Kleider unter anderem auch Brautkleider (manche gefallen mir total) und sie sagt nichtsmehr. Mittlerweile "darf" ich auch wieder in unser Wohnzimmer kommen und mit ihr reden während ich es trage, was ich vorher nur konnte wenn ich ins Schlafzimmer ging und dadrin blieb. (was ich ihr zuliebe auch tat)
Aber ich wollte auch zu anderen ehrlich sein mit meiner Neigung. Ihrer Mutter würde ich es gerne sagen, ich versteh mich sehr gut mit ihr, doch es verfolgt mich immer die Reaktion meiner Eltern und vorallem die meines Vaters. Ich denke zwar nicht , das sie mich schlagen würde
Ihr nächster Einfall war, das wenn ich mich nicht an "normalen" Tage so mal raustraue , soll ich doch mit ihr an Karneval als Frau gekleidet rausgehen und sie als Kerl. Doch da kam mir wieder mein Vater in den Kopf. Was wenn der mich sehen würde? Generell , was wenn er es wieder herausfindet. Dieses Gespenst in meinem Kopf , macht es mir so schwer, alles frei auszuleben in dieser Sache wie ich es gerne wöllte. Bis heute. Klaro ich bin alt genug um für mich selbst zu entscheiden, doch trotzdem liegt mir was an meinen Eltern und ich möchte nicht, das es damit endet , das sie beide oder nur mein Vater kein Kontakt mehr zu mir möchten.
Ich wollte mir das alles einfach mal von der Seele schreiben. Vielleicht gibt es unter euch welche, die es ähnlich mitmachen mussten.