Mein Treffen mit der Gleichstellungsbeauftragten für Plauen/Vogtland
Verfasst: Di 16. Jul 2019, 11:04
Vor Ort
Ich hatte hier im Forum ja schon öfters darüber geschrieben, daß es in Plauen keine Möglichkeit gibt mit Gleichgesinnten in der Region in Kontakt zu kommen. Es finden auch keine Treffen oder spezielle Events für Transgender hier in der Region statt, wo man einfach mal auf andere CDs treffen könnte. Da bei uns in Plauen jede Behörde vertreten ist kam mir der Gedanke, doch einfach mal mit der Gleichstellungsbeauftragten zu sprechen.
Das Treffen
So rief ich einfach mal bei Frau Christina Myrczek an und machte auch so gleich einen Termin aus - welcher gestern war. Frau Myrczek, Gleichstellungsbeauftragte für unsere Region, sitzt im Plauener Rathaus und durch gerade herrschende Baumaßnahmen war die Zimmersuche etwas schwierig. Nach einiger Zeit fand ich dann Zimmer 22 wo ich sehr freundlich von Frau Myrczek begrüßt wurde. Dieses erste Kennenlernen viel sehr herzlich und offen aus - gesprochen haben wir eigentlich über alles.
Mein Grund des Besuchs war es aber, Kontakt zu anderen Transgendern zu knüpfen und die Beratungsstelle für Gleichstellung sollte ja die richtige Adresse sein. Leider wurde ich schnell enttäuscht, denn Frau Myrczek machte mir sehr schnell deutlich, daß Transgender überhaupt nicht in ihrer Behörde "gelistet" sind, bzw. sie bisher auch nicht in Kontakt mit diesen kam. Daher freute es sie umso mehr, daß sie mich kennengelernt hat, was in Richtung Offenlegung ein neuer Weg ist - dazu habe ich unter dem Punkt "Infoveranstaltung bezüglich Crossdressing" mehr geschrieben.
Toleranz? Wenig vorhanden
Natürlich hatte Frau Myrczek auch die Frage an mich, wie ich in der Öffentlichkeit zu recht komme, von anderen akzeptiert werde, bzw. der allgemeine Umgang der Leute mit mir ist. In diesen Punkten konnte ich eigentlich nur positives berichten, da ich mich sehr ungezwungen und frei unter den Menschen fühle. Das Überraschende war aber, daß Frau Myrczek durch ihre Arbeit ein ganz anderes Bild aufgenommen hat. Durch Kontakt mit anderen Behörden, Infotagen oder auch durch persönlichen Umgang mit den Leuten auf die sie durch ihre Arbeit trifft, sagte sie mir, daß die Toleranzschwelle in Plauen und Umgebung sehr niedrig sei und die Leute lauter Vorurteile stecken - selbst Homosexualität sei weitestgehend alles andere als akzeptiert. Deshalb war sie auch total verwundert, daß ich im alltäglichen Leben als Transe auf keine Widerstände oder Ablehnung treffe.
Da zwingt sich mit natürlich der Gedanke auf, daß die Leute auf die man trifft wohl wirklich nur ein freundliches Gesicht machen, aber im Kopf ganz andere Gedanken haben...Das ist zwar nur spekulativ und mir im Grunde auch egal. Wichtig sind für mich die Leute die ich zu meinen Freunden und Familie zähle. Dennoch fand ich all das was Frau Myrczek mir bezüglich des Punktes Toleranz erzählt hat sehr interessant, da sie diesbezüglich ja direkt an der "Quelle" der Meinungsmache der Leute sitzt.
Infoveranstaltung bezüglich Crossdressing
Die Gleichstellungsstelle, mit Vorsitzt von Frau Myrczek, führt über das Jahr verteilt einige Infoveranstaltungen zu verschiedenen Themen durch. Frau Myrczek möchte nun gerne einen Infotag bezüglich Transgender veranstalten und möchte, daß ich über meine Erfahrungen als Crossdresser berichte, bzw. allgemein über das Thema spreche. Bisher ist es nur eine Idee, aber ich stehe dieser sehr offen gegenüber - interessant wäre es natürlich zu wissen, ob dieses Thema die Leute zur Veranstaltung lockt.
Demnächst werden wir uns wegen dieses Infotages noch einmal treffen und darüber sprechen, ob und wie wir dies angehen sollten - wenn es etwas neues dazu gibt, werde ich es hier berichten.
Ein paar Fotos vom Treffen
Frau Myrczek war so nett und machte einige Fotos. Das Poster auf Bild 2 fand ich sehr schön - deshalb musste auch das Foto sein...
Eure Erfahrungen
Abschließend würde mich noch interessieren, ob ihr schon mal in Kontakt mit der Gleichstellungsstelle gekommen seit und wie eure Erfahrungen diesbezüglich sind.
Jennifer
Ich hatte hier im Forum ja schon öfters darüber geschrieben, daß es in Plauen keine Möglichkeit gibt mit Gleichgesinnten in der Region in Kontakt zu kommen. Es finden auch keine Treffen oder spezielle Events für Transgender hier in der Region statt, wo man einfach mal auf andere CDs treffen könnte. Da bei uns in Plauen jede Behörde vertreten ist kam mir der Gedanke, doch einfach mal mit der Gleichstellungsbeauftragten zu sprechen.
Das Treffen
So rief ich einfach mal bei Frau Christina Myrczek an und machte auch so gleich einen Termin aus - welcher gestern war. Frau Myrczek, Gleichstellungsbeauftragte für unsere Region, sitzt im Plauener Rathaus und durch gerade herrschende Baumaßnahmen war die Zimmersuche etwas schwierig. Nach einiger Zeit fand ich dann Zimmer 22 wo ich sehr freundlich von Frau Myrczek begrüßt wurde. Dieses erste Kennenlernen viel sehr herzlich und offen aus - gesprochen haben wir eigentlich über alles.
Mein Grund des Besuchs war es aber, Kontakt zu anderen Transgendern zu knüpfen und die Beratungsstelle für Gleichstellung sollte ja die richtige Adresse sein. Leider wurde ich schnell enttäuscht, denn Frau Myrczek machte mir sehr schnell deutlich, daß Transgender überhaupt nicht in ihrer Behörde "gelistet" sind, bzw. sie bisher auch nicht in Kontakt mit diesen kam. Daher freute es sie umso mehr, daß sie mich kennengelernt hat, was in Richtung Offenlegung ein neuer Weg ist - dazu habe ich unter dem Punkt "Infoveranstaltung bezüglich Crossdressing" mehr geschrieben.
Toleranz? Wenig vorhanden
Natürlich hatte Frau Myrczek auch die Frage an mich, wie ich in der Öffentlichkeit zu recht komme, von anderen akzeptiert werde, bzw. der allgemeine Umgang der Leute mit mir ist. In diesen Punkten konnte ich eigentlich nur positives berichten, da ich mich sehr ungezwungen und frei unter den Menschen fühle. Das Überraschende war aber, daß Frau Myrczek durch ihre Arbeit ein ganz anderes Bild aufgenommen hat. Durch Kontakt mit anderen Behörden, Infotagen oder auch durch persönlichen Umgang mit den Leuten auf die sie durch ihre Arbeit trifft, sagte sie mir, daß die Toleranzschwelle in Plauen und Umgebung sehr niedrig sei und die Leute lauter Vorurteile stecken - selbst Homosexualität sei weitestgehend alles andere als akzeptiert. Deshalb war sie auch total verwundert, daß ich im alltäglichen Leben als Transe auf keine Widerstände oder Ablehnung treffe.
Da zwingt sich mit natürlich der Gedanke auf, daß die Leute auf die man trifft wohl wirklich nur ein freundliches Gesicht machen, aber im Kopf ganz andere Gedanken haben...Das ist zwar nur spekulativ und mir im Grunde auch egal. Wichtig sind für mich die Leute die ich zu meinen Freunden und Familie zähle. Dennoch fand ich all das was Frau Myrczek mir bezüglich des Punktes Toleranz erzählt hat sehr interessant, da sie diesbezüglich ja direkt an der "Quelle" der Meinungsmache der Leute sitzt.
Infoveranstaltung bezüglich Crossdressing
Die Gleichstellungsstelle, mit Vorsitzt von Frau Myrczek, führt über das Jahr verteilt einige Infoveranstaltungen zu verschiedenen Themen durch. Frau Myrczek möchte nun gerne einen Infotag bezüglich Transgender veranstalten und möchte, daß ich über meine Erfahrungen als Crossdresser berichte, bzw. allgemein über das Thema spreche. Bisher ist es nur eine Idee, aber ich stehe dieser sehr offen gegenüber - interessant wäre es natürlich zu wissen, ob dieses Thema die Leute zur Veranstaltung lockt.
Demnächst werden wir uns wegen dieses Infotages noch einmal treffen und darüber sprechen, ob und wie wir dies angehen sollten - wenn es etwas neues dazu gibt, werde ich es hier berichten.
Ein paar Fotos vom Treffen
Frau Myrczek war so nett und machte einige Fotos. Das Poster auf Bild 2 fand ich sehr schön - deshalb musste auch das Foto sein...
Eure Erfahrungen
Abschließend würde mich noch interessieren, ob ihr schon mal in Kontakt mit der Gleichstellungsstelle gekommen seit und wie eure Erfahrungen diesbezüglich sind.
Jennifer