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Dokumentation "XY Chelsea“: Die Folgen der Ungerechtigkeit

Verfasst: So 7. Jul 2019, 10:21
von Jaddy
Netzpolitik.org berichtet über eine Doku über Chelsea Manning.
Der Dokumentarfilm "XY Chelsea" erzählt das gegenwärtige Leben der Whistleblowerin Chelsea Manning. Der Film bezieht sich wenig auf ihre Zeit als Informatin von WikiLeaks, sondern vielmehr auf die Unklarheiten im Leben eines Menschen, der nicht in das strenge Korsett der Gesellschaft passt.
[...]die Geschichte einer Transfrau, die — von Gefängnis und Isolationshaft beeinträchtigt — den Weg zurück in die Gesellschaft sucht. Es ist eine "Coming-of-age-Geschichte, keine Heldin-versus-Bösewicht-Geschichte", wie Manning es in den ersten Minuten auf den Punkt bringt.
[...]
Der Fokus ist jedoch die Geschichte Mannings als Mensch der Öffentlichkeit. Es wird gezeigt, wie sie damit umgeht, beäugt, ver- und beurteilt zu werden.
Ab und zu werden TV- und Radio-Mitschnitte eingeblendet, die Manning aufgrund ihres Genders schmähen. Ob sie mit den Verbrechen der US-Army im Irak nur an die Öffentlichkeit gegangen sei, weil sie trans ist. Ob sie deswegen schwach und nicht für den Militärdienst geeignet sei.
Manning sagt dazu, dass sie "Druck verspüre, solche Wahrnehmung zu korrigieren". Dass sie nicht beschämt darüber sei, eine Transfrau zu sein. Und dass sie in Freiheit gelernt habe, nicht mehr nach den Erwartungen anderen Menschen zu leben.
[...]
Im Gespräch mit ihrer langjährigen Freundin Lisa Rein ("Sie war alles, Lisa war Familie.") reflektiert sie über ihre Arbeit, ihre nachfolgenden Taten, ihren Suizidversuch im Gefängnis und die nachfolgende Isolationshaft unter Beobachtung.
Laut Artikel läuft der Film seit 7. Juni bei HBO Showtime und Amazon Prime (da nicht gefunden).