lexes hat geschrieben: Di 11. Jun 2019, 18:27
Bei YouTube gibt es unzählige Videos zu der Thematik, aus denen ich mir schon sehr viel abgeschaut habe ( und mindestens doppelt so viel für mich als inadäquat befunden habe.
Das wäre auch mein Vorschlag, zumal der "relativ" kostengünstig sein kann. An möglichst guten Vorlagen orientieren, dann selber probieren und einen eingenen Stil finden. So habe ich es seinerzeit auch gemacht, wobei meine "Lehrerin" und großes Vorbild nur in der analogen, realen Welt existiert - die heutige Vielzahl von Videoportalen gab es damals schlicht nicht. Mit der großen Menge an Video-Tutorials, teilweise mit guten Erklärungen, hat man noch viel mehr Stoff, um sich damit auseinander zu setzen, verschiedene Techniken zu sehen, zu vergleichen, und so weiter. Dann: probieren, üben.
Und am Ende steht doch nicht jedem Gesicht jedes Makeup, da gilt es, den eigenen Stil zu finden, mit dem man/frau sich am Ende auch wohl fühlt. Natürlich würde ich jetzt lügen zu behaupten, dass ein Kompliment für ein gelungenes Makeup nicht herunter geht wie Öl, aber das wesentlichste ist, sich selbst wohlzufühlen mit dem Erreichten, denn nur dann kann man auch Gelassenheit, Zufriedenheit und Souveränität ausstrahlen.
Bei cis-Frauen ist das übrigens auch so, mein Liebelein hat sich im Leben schon ein paar Mal "professionell" zurecht machen lassen, aber am authentischsten sieht sie immer mit ihrem eigenen, persönlichen Style aus.
Auch ein kompetenter, trans-erfahrener Kosmetikservice ist sicher eine gute Anlaufstelle. Aber was ist gut, was weniger?
Es gibt da ja eine, die hier oft in dem Zusammenhang erwähnt wird, und die auch (auf den mir bekannten, wahrscheinlich auch digital nachbearbeiteten Fotos) recht beachtliche Ergebnisse erzielt. Der aber auch "vorgeworfen" wird, dass alle hinterher gleich aussehen. Was ich nicht zwingend negativ sein muss, aber es fehlt halt Individualität.
Daneben gibt es sicherlich auch noch andere Ansprechpartner. Mit einer Freundin zusammen habe ich neulich ein anderes Mädel auf den "zweiten" Schritten draussen begleitet. Sie hatte sich zuvor bei einem ausgewiesenen Transgender-Service zurecht machen lassen. Für 60€ gab es etwas Foundation, Augen rundum schwarz, keine Mascara, dafür mittelschlecht (äh nein - ganz schlecht) aufgeklebte False Lashes. Sonst kein Lidschatten, kein Rouge, kein Contouring... Der Service ist überregional nicht unbekannt. Auf ihrem ersten Ausflug hatten zwei trans*Mädels sie fertig gemacht, das war besser und hat nix gekostet... Einen Abend voll Spass hatten wir trotzdem.
(Den "Service" benenne ich hier nicht, auch nicht auf Nachfrage, ich betreibe keine Rufschädigung).
Daher mein Credo: Vorbild suchen, das gefällt, nachmachen, üben, an die individuellen Gegebenheiten anpassen und einen eigenen Style entwickeln.
Klar kann das Vorbild ein Buch sein. Youtube-Videos kosten (noch) nichts...
Liebe Grüße
die Gaby.
