Hallo zusammen, mein Name ist Nina.
Verfasst: Di 28. Mai 2019, 17:54
Eigentlich heiße ich Martin, aber bei der Anlage meines Accounts hier im Forum habe ich mich spontan für Nina entschieden. Nun war ich "schon" zwei Mal im Chat unterwegs und habe gemerkt, wie schön es sich für mich anfühlt, mit diesem Namen angesprochen zu werden.
Meine Mutter hat sich nach der Geburt meines Bruders als zweites Kind ein Mädchen gewünscht. Ich bringe nicht mehr zusammen, wie ich hätte heißen sollen, aber ich denke, das hat mich geprägt. Bestimmt gibt es Untersuchungen über so was. Hormone und was weiß ich, aber das ist mir egal. Ich brauche das nicht zu wissen, denn ich bin so, wie ich bin und für mich ich das gut so. Klar, die Gesellschaft "¦
In der Grundschule habe ich zu Fasching den Wunsch geäußert, mich als Mädchen zu verkleiden und meine Mutter hat sich bei einer Kollegin was für mich ausgeliehen. Einen knielangen Rock mit braunem Karomuster und eine senffarbene Strumpfhose. Braune Bluse und ein paar Schuhe, die aber leider nicht wirklich mädchenhaft waren. Ballerinas hätte ich mir gewünscht. Den ganzen Tag bin ich damit rumgehüpft und hab mich herrlich gefühlt.
Später dann kam das Verstecken. Ballkleid unter der Winterjacke ins Haus geschmuggelt. Es war viel zu eng! Natürlich, ich hatte es ja ohne Anprobe gekauft. Einmal habe ich im Einkaufszentrum mit Pumps in Größe 42 unter dem Arm meine Eltern an der Kasse getroffen, sodass ich die Schuhe schnell unter Chipstüten versteckt habe.
Nun bin ich 54. Meine liebe Frau weiß seit Langem davon. Sie kann meiner Neigung nicht wirklich viel abgewinnen, meint aber, das sei schließlich auch kein Verbrechen und steht zu mir. Vor zwei Wochen waren wir zusammen shoppen, und ich habe mir ein dreilagiges Sommerröckchen aus Chiffon gekauft. Als wir dann Zuhause angekommen sind, war mein erster Gedanke: "Wie kann ich verhindern, dass meine Töchter (19 und 22) den Rock sehen." Ich fand das so schlimm, dass ich beschlossen habe, mich vor ihnen zu outen. Ich habe mir fast ins Hemd gemacht, aber die Reaktionen waren toll. Meine Große hat ein paar Tränen vergossen. Sie fand es schlimm, dass ich das jahrelang mit mir rumgetragen habe.
Was habe ich doch für liebe Menschen um mich herum!
Und ich glaube, hier kann ich — zumindest online — ein paar weitere finden..
Liebe Grüße
Nina
Meine Mutter hat sich nach der Geburt meines Bruders als zweites Kind ein Mädchen gewünscht. Ich bringe nicht mehr zusammen, wie ich hätte heißen sollen, aber ich denke, das hat mich geprägt. Bestimmt gibt es Untersuchungen über so was. Hormone und was weiß ich, aber das ist mir egal. Ich brauche das nicht zu wissen, denn ich bin so, wie ich bin und für mich ich das gut so. Klar, die Gesellschaft "¦
In der Grundschule habe ich zu Fasching den Wunsch geäußert, mich als Mädchen zu verkleiden und meine Mutter hat sich bei einer Kollegin was für mich ausgeliehen. Einen knielangen Rock mit braunem Karomuster und eine senffarbene Strumpfhose. Braune Bluse und ein paar Schuhe, die aber leider nicht wirklich mädchenhaft waren. Ballerinas hätte ich mir gewünscht. Den ganzen Tag bin ich damit rumgehüpft und hab mich herrlich gefühlt.
Später dann kam das Verstecken. Ballkleid unter der Winterjacke ins Haus geschmuggelt. Es war viel zu eng! Natürlich, ich hatte es ja ohne Anprobe gekauft. Einmal habe ich im Einkaufszentrum mit Pumps in Größe 42 unter dem Arm meine Eltern an der Kasse getroffen, sodass ich die Schuhe schnell unter Chipstüten versteckt habe.
Nun bin ich 54. Meine liebe Frau weiß seit Langem davon. Sie kann meiner Neigung nicht wirklich viel abgewinnen, meint aber, das sei schließlich auch kein Verbrechen und steht zu mir. Vor zwei Wochen waren wir zusammen shoppen, und ich habe mir ein dreilagiges Sommerröckchen aus Chiffon gekauft. Als wir dann Zuhause angekommen sind, war mein erster Gedanke: "Wie kann ich verhindern, dass meine Töchter (19 und 22) den Rock sehen." Ich fand das so schlimm, dass ich beschlossen habe, mich vor ihnen zu outen. Ich habe mir fast ins Hemd gemacht, aber die Reaktionen waren toll. Meine Große hat ein paar Tränen vergossen. Sie fand es schlimm, dass ich das jahrelang mit mir rumgetragen habe.
Was habe ich doch für liebe Menschen um mich herum!
Und ich glaube, hier kann ich — zumindest online — ein paar weitere finden..
Liebe Grüße
Nina