Ein Neugeborenes braucht vieles — aber kein Geschlecht
Verfasst: Fr 26. Apr 2019, 09:02
Diesen Beitrag der TAZ finde ich gut...
https://www.taz.de/!5587966/
https://www.taz.de/!5587966/
...
Ostern habe ich ein Patenkind bekommen und natürlich schreibe auch ich mein Glück sofort in die Zeitung. Herzlich willkommen, Mausebaby!
Mausebaby ist ... für"™s Erste der Name des Kindes. Sie könnten daraus ... ein Geschlecht schließen — oder daraus schließen, dass ich Sie in Sachen Geschlecht auf die falsche Fährte locken will. Das hat seinen Grund.
Die Eltern haben das Geschlecht des Babys während der Schwangerschaft nämlich nicht verraten, die Mutter selbst wusste es auch nicht. Und als Mausebaby dann da war, haben sie glücklich verkündet: Gewicht, Größe, alle gesund "¦ Punkt. Und da fing bei vielen die Irritation an. Ja, was denn nun?
Bei einigen anderen im Freundeskreis hatte die Irritation schon früher angefangen. Wie, du kennst das Geschlecht nicht? Woher wisst ihr denn, was ihr einkaufen sollt?
...
Der ganze Genderkram geht doch ohnehin erst viel später los. Natürlich will niemand der Beteiligten das Kind "geschlechtslos" erziehen, denn so viel Macht hat man als Eltern nicht. Aber die binären Stereotype werden früh genug auf Mausebaby einprasseln,
...
Und trotzdem konnte ich meine eigene und die Frustration der anderen Freund*innen spüren, als uns diese Eltern doch tatsächlich auch nach der Geburt noch verweigerten, ihr Kind endlich in unsere ganz persönlichen Gedankenkistchen von Männlein und Weiblein einkuscheln zu können.
...
Mittlerweile hat das Kind einen Geschlechts-eintrag und einen binär eindeutigen Namen bekommen. Für"™s Erste. Vielleicht ändert es sich ja mal. Bleiben werden die wirklich wichtigen Dinge.
Herzlich willkommen, Mausebaby!