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Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 17:40
von Daniela Nicola
Hallo zusammen,

der Übergang vom Mann zur Frau fand Anfang der neunziger Jahre statt; besser gesagt die körperliche Angleichung. Denn ich wusste schon als Kind, dass ich eigentlich ein Mädchen bin.
Vor den Kolleginnen und Kollegen geoutet habe ich mich im Frühjahr 1996. Seit Mai 1996 lebe ich durchgehend als Frau. Im November 96 fand die angleichende Operation statt.
Dass ich im Orchester der Bayerischen Staatsoper spiele muss ich nicht verheimlichen. 2015 gab ich ein langes Interview mit Bild, für die Zeitschrift "Das Orchester" (eine Fachzeitschrift für alle Orchestermusiker und solche die es werden wollen). Das Motte dieser Ausgabe stand unter dem Titel "Diversity in deutschen Orchestern".

Der Übergang damals verlief problemlos, da ich von den meisten Orchestermitgliedern, besonders von den Frauen, nicht nur toleriert sondern als Frau auch wirklich akzeptiert wurde. Ganz so positiv, wie zunächst der Eindruck entstehen mag, verlief die Sache jedoch nicht. Es gab natürlich einige wenige, die mich scheinbar weder tolerieren, noch akzeptieren wollten.

An ein Ereignis erinnere ich mich noch besonders. Als wir in der Pause einer Vorstellung den Orchestergraben verließen, kreuzten sich, zwischen den Stühlen, die Wege eines Cellisten mit dem meinen. Er drängelte sich kurz vor, blieb dann jedoch stehen und ließ mir mit einer galanten Handbewegung den Vortritt, mit der Bemerkung: "Bitteschön, du bist ja jetzt eine Frau". Kaum war ich vorbei lachte er schallend und schlug mir jovial auf die Schulter, so heftig, dass es klatschte. Natürlich habe ich ihn sofort auf dem Gang zur Rede gestellt und ihn verbal zusammengefaltet. Er drehte sich weg und meinte nur: "jetzt wird er auch noch frech!"
Es ärgert mich bis heute, dass ich nicht sofort bei der Intendanz Beschwerde eingereicht habe.

Eine andere Sache, die mich ständig ärgerte, war, dass einige der alten Kollegen und eine Kollegin ständig das männliche Personalpronomen auf mich anwendeten; auch in der Öffentlichkeit, zum Bespiel bei gemeinsamen Bus- oder U-Bahnfahrten nach den Proben. Darauf angesprochen kam immer das gleiche Argument, dass sie sich ja erst noch an mein Anderssein gewöhnen müssten. Allerdings endete die Gewöhnungsphase bei denen praktisch nie.

Die Zeiten haben sich geändert. Die Alten von damals sind inzwischen in Pension, oder nicht mehr am Leben. Die meisten KollegInnen kennen mich nur noch als Frau.

So viel zur Vorgeschichte.

Seit etwa zwei Jahren spiele ich in einem etwas anderen Streichquartett. Das heißt, wir vier Musiker haben gemeinsame Auftritte mit einem ziemlich bekannten Kabarettisten, der selbst auch ein toller Musiker und Akkordeonspieler ist. Die Zusammenarbeit macht mir eigentlich sehr viel Freude, da ich in dieser Formation mein zweites Talent, neue Stücke zu schreiben oder Stücke zu arrangieren intensiv ausüben kann.

Nun spielt in diesem Ensemble auch ein ehemaliger Solocellist unseres Orchesters, ein ganz hervorragender Musiker. Leider hat der nach wie vor die Angewohnheit, über mich ständig mit dem männlichen Personalpronomen zu reden, und zwar auch dann, wenn vollkommen fremde Menschen zugegen sind. Ich habe ihn mehrmals darauf angesprochen und ihn gebeten, das bitte zu lassen. Es kam immer eine halbherzige Entschuldigung und die Versicherung, sich in Zukunft zu bessern.
Es nutzte nichts!
Wenn so etwas zwischendurch aus Versehen passiert, kann ich damit leben. Wenn es jemand ständig macht, werde ich sauer. Ich habe kürzlich, aus gegebenem Anlass, mit dem Kollegen telefoniert und ihm gesagt, dass ich es leid bin um eine Sache kämpfen zu müssen, die selbstverständlich sein sollte. Er hätte viele Chancen gehabt, etwas zu ändern, jetzt ist es genug. Ich bin inzwischen zu alt um mich ständig ärgern zu lassen und wenn das noch einmal passiert, egal wie oder wann, steige ich aus dem Ensemble aus.

Dann habe ich einige Tage darüber nachgedacht und für mich selber festgestellt, dass so eine unausgegorene Situation ja ständig für unterschwellige Spannungen sorgt, und die denkbar schlechteste Voraussetzung für eine dauerhaft künstlerische Zusammenarbeit ist.

Vor etwa vierzehn Tagen, wir hatten eine Verständigungsprobe für weiter Projekte, habe ich meinen Austritt erklärt. Natürlich nicht ohne die Gründe dafür offen zu legen. Zuerst herrschte betretenes Schweigen. Dann haben alle auf mich eigengeredet die Sache noch einmal zu überdenken. Sie bräuchten mich nämlich, wegen der Arrangements und auch weil ich zudem noch Klavier und Akkordeon spielen kann. Der Cellokollege gab sich sehr betroffen und meinte, dass es ihm ja leid täte und dass er nicht geahnt hätte, dass mir das so nahe geht. Daraufhin habe ich meine Entscheidung zunächst erst einmal offen gelassen.

Was er nicht kapiert hat, mir ist die Sache psychisch überhaupt nicht nahe gegangen. Bin im Moment einfach wieder einmal in Kämpferlaune. Das heißt, dass ich ganz klare Grenzen setze, für mich und für andere. Wenn es um Diversity geht, bin ich gerne bereit über mich, über meine Vergangenheit und über meine Erfahrungen Auskunft zu geben. Wenn es um meine Profession geht, bin ich eine Musikerin. Seit 22 Jahren bin ich eine Frau.

Momentan warte ich darauf, dass von dem Kollegen noch irgend etwas kommt. Eine kleine Entschuldigung vielleicht, wenn es auch nur eine kurze Mail oder SMS ist. Bis jetzt ist nichts geschehen.

Ich werde sicher noch mit den anderen Enseblemitgliedern reden; ohne den betreffenden Kollegen. Auf keinen Fall werde ich zulassen, dass er das Ensemble verlassen muss und ich bleibe. Es wird eine Entscheidung, die ich nur für mich treffen werde.

Manchmal frage ich mich, warum darf unsereins nicht uneingeschränkt das sein, was wir innerlich schon immer waren, ohne Echo aus der Vergangenheit.

Liebe Grüße
Eure Daniela

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 18:17
von Marlene K.
Liebe Daniela,
danke für Deine offene und ermutigende Vorstellung.

Nur eine Sache verstehe ich nicht, schätze sie nach Deinen Schilderungen anders ein.

Wenn Dein Ensemble dem übergriffigen Kollegen nahelegt zu gehen oder sich angemessen und überzeugend resprktvoll zu verhalten fände ich es richtig, wenn er Deinem künstlerischen Tun und Deiner Entfaltung nicht im Wege steht. Nicht Deine Identität steht dem ja im Wege sondern seine Vorurteile. Warum solltest Du etwas Dich bereicherndes dafür aufgeben? Sei da nicht ganz Frau die der männlichen Agression ausweicht und den Mann schützt, weil er selber dafür zu dumm ist.

Ich hoffe, ich handele in Deinen Augen nicht ebenso übergriffig wie er, weil ich das schreibe, was ich nach Deinen sehr starken Worten empfinde.

Liebe und solidarische Grüße

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 18:31
von Daniela Nicola
Liebe(r) Ralf-Marlene,

der betreffende Kollege war bereits vor mir Mitglied im Ensemble. Er hat mich aufgrund meiner Fähigkeiten dazu geholt. Keine Ahnung warum er sich nachher so komisch benimmt. Als Musikerin schätzt er mich sicher sehr. Vielleicht denkt er dass ich psychisch die gusseiserne Lady, Transe oder was auch immer bin.
Tolerieren tut er mich, aber scheinbar nicht wirklich akzeptieren, in meiner jetzigen Form.

Du bist überhaupt nicht übergriffig. Jeder Kommentar ist mir willkommen.
Danke für den Beitrag.

LG Daniela

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 19:09
von ExuserIn-2020-07-10
Hallo Daniela,
da du ja bereits sehr lange HRT machst, kannst du mir sagen ob du irgendwelche Gesundheitlichen Probleme bekommen hast? Wie alt warst du bei Beginn der HRT?

Danke das bedeutet mir sehr viel über Langzeitfolgen der HRT zuerfahren.

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 20:31
von Nicole Fritz
Hallo Daniela,

manche wollen oder können es einfach nicht kapieren. Mein Nachbar wird mich bestimmt in zehn Jahren - falls er da noch lebt - nicht als "sie" und Nicole ansprechen. Dann würde sich nämlich seine Spießer-Krone in einen rostigen Klumpen verwandeln und eine Welt zusammen brechen. Ich denke dabei auch daran, wie er mit seiner Demenz-kranken Frau umsprang, als diese nicht mehr in der Lage war ihn beim Einparken seines Wohnwagens einzuweisen. Als ich das dann machte, wusste er nicht, wie er sich bei einer Transe bedanken sollte. Irgendwie ist so etwas einfach nur traurig.

Bei Deinem Ensemble sehe ich auf Dauer nur eine Chance, wenn entweder Du oder Dein Kollege dort weg geht. Entscheiden sollten das die KollegInnen im Ensemble.

Liebe Grüße
Nicole

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 20:52
von Daniela Nicola
Danke Nicole, für Deinen Beitrag.

@ Toni Smith: habe Dir auf Deine Frage eine persönliche Nachricht gesendet, weil das mit der HRT wieder ein ganz anderes Thema ist.

Liebe Grüße von Daniela

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 20:53
von tatjana
Hi Daniela,
Mir ist dabei spontan das Wort "Mobbing" eingefallen. Ich glaube es treffen alle Kriterien zu. Du könntest dir von außerhalb Unterstützung holen, bzw. erst mal informieren, welche Möglichkeiten du hast. Es gibt mindestens eine Beratungsstelle in München...
Du musst ja nicht gleich in die Vollen gehen mit Anwalt und so (wobei das durchaus eine sinnvolle Möglichkeit wäre), aber Informieren schadet sicherlich nicht.
Daniela Nicola hat geschrieben: Mo 1. Apr 2019, 17:40 Auf keinen Fall werde ich zulassen, dass er das Ensemble verlassen muss und ich bleibe.
Wieso nicht? Ist es dir wichtig, dass er weiter im Ensemble bleibt?

Ich drücke dir die Daumen, dass sich alles so legt, wie du es möchtest :)
LG Jana

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 21:10
von heike65
Ich habe ja auch manchmal skrupel das anzuwenden (gedanklich!) aber in deinem Fall, nach 20 Jahren wäre ich soweit den Kollegen zu verklagen, ist zivilrechtlich entspannt möglich. Das wird vielleicht das Ensemble sprengen (was deiner Intention zuwider spricht) aber ich würde mir das nicht 20 Jahre antun.
Ich lebe nun gut 2 Jahre als Frau, diejenigen die das nicht akzeptieren wollen (in der Form das sie mich nicht bei meinem neuen Namen nennen) habe ich aus meinem Leben verbannt

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 11:48
von Anja
Moinsen (moin)
Daniela Nicola hat geschrieben: Mo 1. Apr 2019, 17:40 Leider hat der nach wie vor die Angewohnheit, über mich ständig mit dem männlichen Personalpronomen zu reden, und zwar auch dann, wenn vollkommen fremde Menschen zugegen sind.
In meinen Augen verstößt er da ganz klar gegen das Offenbarungsverbot (Transsexuellengesetz). Ich hatte ja schon einen juristischen Fall bezüglich der Offenbarung meines alten Namens in meiner Eheurkunde und da bezog sich die Richterin sogar auf die Menschenwürde Art.1 GG!!!
Also wenn sich nichts ändern sollte, gäbe es für einen Hardliner tatsächlich den Weg einer Anzeige... Zumindest könnte man sich ja mal bei einem Anwalt diesbezüglich informieren. So weit ich weiß, haben wir auch den einen oder anderen hier vor Ort..?

Oder, Auge um Auge, würde ich dann über ihn und mit ihm nur noch in der weiblichen Form sprechen.
Zwar stellt man sich dann mit dem auf eine Stufe (man müsste sich also ziemlich abwärts bewegen :lol: ), aber vielleicht kapiert er es dann...
Daniela Nicola hat geschrieben: Mo 1. Apr 2019, 20:52 @ Toni Smith: habe Dir auf Deine Frage eine persönliche Nachricht gesendet, weil das mit der HRT wieder ein ganz anderes Thema ist.
Schade! Das würde sicher viele andere auch interessieren, mich eingeschlossen.
Wenn du meinst, das es in diesem Thread unpassend wäre, könntest du ja diesbezüglich vielleicht einen neuen starten?

Grüße
die Anja

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 12:29
von Ulrike-Marisa
Moin,

...bei mir etwas anders gelagert und frischer, aber es gibt sie immer und überall: die ewig gestrigen, die sich nicht ändern wollen und Dinge, die um sie herum geschehen nicht wahrnehmen wollen. Die gibt es auch bei mir in der Firma trotz Ansage, dass ich als Frau genannt und behandelt werden möchte. Da sehe ich dann großzügig hinweg, denn, wie gesagt bei mir ist es anders gelagert, da ich keine rechtliche Namensänderung bisher gemacht habe mit Rücksicht auf meine Frau; so gibt es keine unmittelbaren rechtlichen Anspruch auf korrekte Bezeichnung....
Ich lasse mir das Leben einfach von solchem Kleinkram nicht vermiesen. Ich kann niemanden zwingen mich zu mögen oder sonst noch etwas zu fordern. Anstand und gutes Benehmen geht anders und ist nicht allen gegeben; oftmals schiere Gleichgültigkeit, täte ich mal vermuten.

Grüße, Ulrike-Marisa

...ich bin, was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben... :wink:

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 13:16
von Nicole Fritz
Hallo Anja,

rechtliche Schritte (die mir ohne VÄ/PÄ nicht zugänglich wären) würden doch die Spannungen im Ensemble nur verstärken. Solche Leute würden es nicht einmal kapieren, wenn man sie dafür lebenslänglich einsperren würde. Für die ist das alles nur Gender-Irrsinn. Sie denken, man sollte uns in eine Anstalt sperren und umerziehen. Das einzige, was da hilft, ist daher sich möglichst aus dem Weg zu gehen.

Und um über Dein "Lieblingsthema" HRT zu diskutieren gibt es doch genug Gelegenheit in diesem Forum.

LG Nicole

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 13:32
von ExUserIn-2026-04-08
Hallo Daniela,

Du schreibst, dass Du Dich als Kämpferin siehst. Wieso willst Du denn dann Deinen Platz räumen und dem, der davor verantwortlich ist, das Feld überlassen ?

Die rechtliche Schiene würde ich an Deiner Stelle (erst einmal ?) außer Acht lassen. Sie fällt möglicherweise sowieso auf Dich zurück. Das ist ja auch Gift für die Gemeinschaft. Wer leitet denn Euer Ensemble ? Vielleicht kannst die die- oder denjenigen Bitten vermittelnd einzugreifen ? Du könntest natürlich auch den Spieß umdrehen und den Chellisten konsequent in der weiblichen Person ansprechen. Nur um ihm deutlich zu machen, wie sich das anfühlt. Es ist jedenfalls nicht in Ordnung, wenn er auch auf Bitten Deinerseits immer wieder den gleichen "Fehler" macht. Das geht in Richtung Mobbing. Vielleicht ist das auch Mobbing. Das lässt sich von hier aus nur schwer beurteilen.

SInd wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die Sache friedlich beizulegen ?

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 13:42
von Anja
Moinsen (moin)
Nicole Doll hat geschrieben: Di 2. Apr 2019, 13:16 Das einzige, was da hilft, ist daher sich möglichst aus dem Weg zu gehen.
Im Allgemeinen bin ich da ganz bei dir. Ich würde mich nur verteidigen, wenn man mich in die Ecke drängt. Ansonsten würde ich mich auch eher zurückziehen oder jemandem aus dem Weg gehen.
Nur in Danielas Fall ist das ja nicht so ohne weiteres möglich, wenn man zusammen Musik machen will...
Nicole Doll hat geschrieben: Di 2. Apr 2019, 13:16 rechtliche Schritte (die mir ohne VÄ/PÄ nicht zugänglich wären)
Ich weiß nicht ob ich mit VÄ und PÄ wirklich einen Anspruch geltend machen kann. Die Leute können einen ja trotzdem nennen wie sie wollen. Da wäre mir meine Zeit zu schade für, mich dann um solche Vollpfosten zu kümmern bzw. mich darüber zu ärgern. Aber wenn es jemanden betrifft, den man quasi ständig wieder sieht, der einen noch dazu ständig outet, das ist schon echt ne Hausnummer! Da würde mir irgendwann auch die Hutschnur platzen.

In jedem Fall, muss man es demjenigen deutlichen verklickern, wenn es einen belastet. Sonst trägt man das ja ständig mit sich rum.

Grüße
die Anja

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 13:55
von Nicole Fritz
Anja hat geschrieben: Di 2. Apr 2019, 13:42 In jedem Fall, muss man es demjenigen deutlichen verklickern, wenn es einen belastet. Sonst trägt man das ja ständig mit sich rum.
... Nur IMMER und IMMER wieder, und er kapiert nichts ... Aber Gut, wenn es einem dann besser geht ... Doch weh tut es immer noch!

Re: Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 17:08
von Daniela Nicola
Hallo zusammen,

die Angelegenheit vor allen anderen Ensemblemitgliedern anzusprechen und zur Diskussion zu stellen war schon etwas heftig. Ich habe ja den Kollegen bloßgestellt. Die Anderen hatten nicht so mitbekommen, was da immer wieder abgelaufen ist. Als Musiker und schätze ich den betreffenden Kollegen ja sehr. Er kannte mich 18 Jahre lang als Mann und ich denke, dass er zu den "Fossilien" gehört, die sich sehr schwer tun umzuschalten. Er schätzt mich sehr als Musikerin und hat mich ja überhaupt erst in das Ensemble geholt. Er hat also kein Problem damit, wie ich jetzt aussehe.

Ich kann in die Menschen nicht hineinsehen. Ich weiß nicht was wirklich in ihm vorgegangen ist. Schätze mal, dass er sich überhaupt wenig Gedanken darüber gemacht hat, was sein Verhalten in mir Auslöst.

So wie es jetzt aussieht, wollen die KollegInnen im Ensemble weder auf ihn noch auf mich verzichten. Werde weiter berichten, wie sich die Dinge entwickeln.

Ich hatte mir auch schon einmal überlegt, im Gegenzug bei denjenigen, die auf mich das falsche Personalpronomen anwenden, ebenfalls das falsche Personalpronomen zu benutzen. Kommt aber letztendlich nicht in Frage, weil ich mich auf keinen Fall auf die selbe primitive Ebene begeben möchte.

Rechtliche Schritte sind keine Option für mich. Ich hätte da so einige, die ich dann auch verklagen könnte. Der Aufwand lohnt nicht. Gemobbt fühle ich mich nicht. Ich kann mich immer noch ganz gut wehren, wenn mir etwas zu viel wird.

Liebe Grüße
Eure Daniela