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Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Mo 4. Mär 2019, 12:58
von Anja
Moinsen
viele von uns sind ja ausdrücklich gegen Fremdbestimmung. Mich wundert immer wieder, wieviel Wert trotzdem auf die Einteilung von Fremden gelegt wird.
Mir passiert es auch hin und wieder, das ich nicht wunschgemäß einsortiert werde. Das letzte Mal gerade am Samstag. Na und? Dann sieht eben jemand völlig fremdes keine Frau in mir. Oder keine vollständige (richtige?) Frau in mir. Egal, ist ja ein mir völlig Unbekannter. Warum sollte ich da was drauf geben...?
Außerdem sortiert unser Gehirn fortwährend Dinge in Schubladen ein, ganz unbewusst, da können wir nichts gegen tun. Genauso wenig, wie uns unser Gehirn dann auf Dinge aufmerksam macht, die es nicht wegsortieren kann, die abweichen, womit etwas nicht stimmt...
Das "Label" drücken wir jemandem nicht mit Absicht auf, unser Gehirn hat einfach Schwierigkeiten beim "wegsortieren".
Hier findet ihr einen Artikel über eine Frau, die die Schnauze voll hat, sich davon leiten zu lassen, was andere vorgeben oder denken (könnten). Sie hat sich Jahrelang die Mühe gemacht, wie eine "normale" Frau auszusehen und hat jetzt einfach keinen Bock mehr, einem (fremden) Ideal hinterherzulaufen.
Soviel zum Thema Passing.
Das zeigt einmal mehr, das es nicht die Gesellschaft ist, die ein Problem mit mir hat. Sondern ich muss meine eigene Denkweise überdenken
Ich finde diese Frau jedenfalls ziemlich bewundernswert!
Grüße
die Anja
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Mo 4. Mär 2019, 21:33
von Michi
Anja hat geschrieben: Mo 4. Mär 2019, 12:58
Das zeigt einmal mehr, das es nicht die Gesellschaft ist, die ein Problem mit mir hat. Sondern ich muss meine eigene Denkweise überdenken
Hallo Anja,
das sehe ich etwas anders. Es ist nämlich sehr wohl die Gesellschaft, die ein Problem mit mir hat. Es liegt aber an mir, inwieweit ich das Problem der anderen zu meinem mache.
Liebe Grüße
Michi
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Mo 4. Mär 2019, 21:47
von Marlene K.
Wenn ich diese wunderschöne Frau sehe, verändert sich mein Blickwinkel. Danke dafür.
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Di 5. Mär 2019, 10:02
von Anja
Moinsen
MichiWell hat geschrieben: Mo 4. Mär 2019, 21:33
Es ist nämlich sehr wohl die Gesellschaft, die ein Problem mit mir hat.
Nope. Niemals. Es sind immer Individuen. Niemals alle. "Die Gesellschaft" schließt alle mit ein. Und ich habe z.B. kein Problem mit dir. Und viele andere auch nicht. Deine Freundin auch nicht.
Ich wehre mich gegen solche Verallgemeinerungen. Früher habe ich das auch angenommen. Aber ich bin nun seit 3 Jahren immer als Frau unterwegs und davor waren es über Jahre quasi jedes Wochenende. Und ich traf komischerweise bisher niemanden, der ein Problem mit mir hatte...
Und vielen anderen aus dem Forum gehts doch genauso..?
Es ist nämlich nicht "die Gesellschaft", sondern das, was wir glauben, was "die Gesellschaft" über uns denkt. Und davon können wir uns komplett frei machen. Das Problem liegt in unserem Kopf, nicht woanders.
Grüße
die Anja
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Di 5. Mär 2019, 10:31
von Joe95
MichiWell hat geschrieben: Mo 4. Mär 2019, 21:33
Es ist nämlich sehr wohl die Gesellschaft, die ein Problem mit mir hat
Da muss ich, ähnlich wie Anja, auch widersprechen.
Ich lebe seit vielen Jahren in dieser Gesellschaft, die mich aufgrund meines Erscheinungsbildes als "Mann im Rock" oder "... in Frauenkleidern" um nicht zu sagen "als Transe" wahrnimmt.
Sicherlich gab es schon merkwürdige Blicke und auch getuschel. Aber mindestens genau so oft gab es ein Lächeln oder

. Ich wurde in den letzten etwa zehn Jahren vier mal direkt angesprochen, zweimal davon reine Pöbelei, einmal von einer Frau, die meinte jemand wie ich dürfte kein öffentliches Schwimmbad besuchen. Einmal wurde ich darauf hingewiesen das die Toilette eine Damentoilette ist - von meiner eigenen Lebensgefährtin. Ich treffe alle möglichen Leute in allen möglichen Situationen, Kinder, Pubertierende Jugendliche und erwachsene, Dorfbewohner und Städter, Einheimische und "Flüchtlinge".
Ich weiß, es ist nicht die Gesellschaft, sondern es sind einzellne Individuen, die mit mir ein Problem haben.
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Di 5. Mär 2019, 12:02
von Nicole Fritz
Hallo zusammen,
man sollte sich wohl darüber klar werden, dass es 'die Gesellschaft' nicht gibt. Diese gibt es genau so wenig wie 'die Märkte', die gemäß Frau Merkel alle möglichen sozialen Ungerechtigkeiten unumgänglich machen. Es sind nicht irgendwelche 'Märkte' sondern ganz konkret rücksichtslose Unternehmen und Konzerne, die man per Gesetz in ihre Schranken weisen müsste. Das sollte eigentlich die Aufgabe eine sozialdemokratischen Partei sein, diese hat aber ein großes Problem damit.
Und bei einer transphoben oder streng binär geprägten Gesellschaft sind es ganz bestimmte Personen, die diese Sichtweise vertreten. Von den Mehrheit werde ich entweder einfach ignoriert oder positiv aufgenommen. Die wenigen, die mich böse anstarren oder entsprechende Bemerkungen von sich geben, fallen aber unangenehm auf.
Wenn einfach jeder den Mut aufbringen würde, sich so zu zeigen, wie er ist, würde er sich aktiv daran beteiligen 'die Gesellschaft' zum Positiven hin zu verändern.
LG Nicole
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Di 5. Mär 2019, 18:43
von Michi
Anja hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 10:02
Nope. Niemals. Es sind immer Individuen. Niemals alle. "Die Gesellschaft" schließt alle mit ein.
Joe95 hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 10:31
Da muss ich, ähnlich wie Anja, auch widersprechen.
Hallo Anja und Joe,
ihr könnt mir gerne widersprechen. Dann muss ich wohl noch mal präzisieren:
"Die Gesellschaft hat
mehrheitlich ein Problem mit uns."
Ich habe gerade heute erst auf Arbeit erleben dürfen, wie "die Gesellschaft" denkt.
Es geht derzeit um eine Stellenanzeige, die geschaltet werden soll. Da kleine Firma, ist das natürlich in aller Munde. Im Verlaufe dessen wurde wiederholt in abwertend-spöttischem Ton "festgestellt", dass man ja neuerdings neben männlich und weiblich auch noch "diiiiveeeers" schreiben "muss", und es wurde sehr ausgiebig und ablehnend darüber gesprochen. Es ging quer Beet gegen Homo-, Trans- und Intersexuelle. Mehrere haben sehr unverblümt ihre Ablehnung zum Ausdruck gebracht, sich aber zugleich selbst und gegenseitig bestätigt, wie tolerant sie doch wären. Da kamen so Sprüche wie: "Ich finde mich von Plakaten belästigt, wo sich zwei Kerle küssen. Ich hab ja nichts gegen Schwule. Aber die sollen das gefälligst zuhause machen und nicht in der Öffentlichkeit."
Ich habe natürlich versucht, dagegen zu halten, und z.B. spöttisch gefragt, wovor sie denn Angst haben, und gesagt, dass mich das nicht stört, mir dadurch nichts weg genommen wird, und mir diese Menschen auch nichts antun. Doch ich musste mit der Zeit schon aufpassen, dass sich die Reaktionen nicht gegen mich richten.
Das hat mich heute ziemlich runtergezogen.
Michi
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Di 5. Mär 2019, 18:46
von Michi
Anja hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 10:02
Es ist nämlich nicht "die Gesellschaft", sondern das, was wir glauben, was "die Gesellschaft" über uns denkt. Und davon können wir uns komplett frei machen. Das Problem liegt in unserem Kopf, nicht woanders.
Sorry, ich habe heute live gehört, was "die Gesellschaft" über uns denkt, denn die wussten natürlich nicht, das in diesem Falle "der Feind" in Form meiner Person mithört, und haben völlig ungeniert ausgesprochen wie sie denken.
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Mi 6. Mär 2019, 09:45
von Anja
Moinsen
MichiWell hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 18:46
Sorry, ich habe heute live gehört, was "die Gesellschaft" über uns denkt
Das war ebensowenig "die Gesellschaft", sondern auch nur wieder ein paar Individuen. Wer weiß, ob selbst in der Gruppe nicht nur jemand Mitläufer war, und nicht aus der Reihen tanzen wollte...
Und die Kollegen hätten sich sicher anders verhalten, hätten sie gewusst, das jemand diverses? gerade neben ihnen steht...
Wir hatten gerade gestern ein ähnliches Thema in meiner Abteilung, da hat eine Kollegin hervorgehoben, das sie durch mich in Punkto Toleranz geprägt wurden und nun solche Dinge anders und vorsichtiger betrachten.
Aber auch hier liegt die Grenze wieder im Kopf, ob (und wie) man sich davon beeinflussen lässt.
Du selbst hast ihnen ja schon gezeigt, das du aufgeschlossen und kein Mitläufer der Gruppe bist. Vielleicht hast du da bei deinen Kollegen schon was angeregt. Etwas gesät, was irgendwann mal Früchte trägt...
Grüße
die Anja
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Mi 6. Mär 2019, 18:13
von Michi
Anja hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 09:45
Wer weiß, ob selbst in der Gruppe nicht nur jemand Mitläufer war
Die Mitläufer sind nicht weniger gefährlich und zudem nur schwer zu erkennen. Wer kein Mitläufer ist weißt du erst, wenn sich die Betreffenden in einem Konflikt schützend vor dich stellen.
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Mi 6. Mär 2019, 20:31
von heike65
MichiWell hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 18:43
Anja hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 10:02
Nope. Niemals. Es sind immer Individuen. Niemals alle. "Die Gesellschaft" schließt alle mit ein.
Joe95 hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 10:31
Da muss ich, ähnlich wie Anja, auch widersprechen.
Hallo Anja und Joe,
ihr könnt mir gerne widersprechen. Dann muss ich wohl noch mal präzisieren:
"Die Gesellschaft hat
mehrheitlich ein Problem mit uns."
Ich habe gerade heute erst auf Arbeit erleben dürfen, wie "die Gesellschaft" denkt.
Es geht derzeit um eine Stellenanzeige, die geschaltet werden soll. Da kleine Firma, ist das natürlich in aller Munde. Im Verlaufe dessen wurde wiederholt in abwertend-spöttischem Ton "festgestellt", dass man ja neuerdings neben männlich und weiblich auch noch "diiiiveeeers" schreiben "muss", und es wurde sehr ausgiebig und ablehnend darüber gesprochen. Es ging quer Beet gegen Homo-, Trans- und Intersexuelle. Mehrere haben sehr unverblümt ihre Ablehnung zum Ausdruck gebracht, sich aber zugleich selbst und gegenseitig bestätigt, wie tolerant sie doch wären. Da kamen so Sprüche wie: "Ich finde mich von Plakaten belästigt, wo sich zwei Kerle küssen. Ich hab ja nichts gegen Schwule. Aber die sollen das gefälligst zuhause machen und nicht in der Öffentlichkeit."
Ich habe natürlich versucht, dagegen zu halten, und z.B. spöttisch gefragt, wovor sie denn Angst haben, und gesagt, dass mich das nicht stört, mir dadurch nichts weg genommen wird, und mir diese Menschen auch nichts antun. Doch ich musste mit der Zeit schon aufpassen, dass sich die Reaktionen nicht gegen mich richten.
Das hat mich heute ziemlich runtergezogen.
Michi
Wie Anja schon schrieb, die wollen nicht aus der "Rolle" fallen, dem Mainstream entsprechen.
Wärest du aufgestanden und hättest gesagt, meine lieben Mitmenschen, ich gehöre auch zu denen über die ihr euch echauffiert, ich denke 4/5 der anwesenden hätte betroffen zu Boden geschaut, der grösste teil sich entschuldigt und am nächsten Tag hätte es viele interessierte Gespräche gegeben. Es werden auch sicherlich manche ein Problem damit haben, und dich vielleicht meiden etc., aber das wird ne kleine Minderheit sein. Ich denke du bist ein integriertes Teil der Belegschaft, also eine Kollegin, und schon ist die Distanz nicht mehr da, das ist nicht die Trans-Person da auf der Strasse, das sonderliche etwas, sondern meine Kollegin mit der ich über Jahre gut zusammengearbeitet habe, sie werden verstehen das du genauso normal/unnormal bist wie vorher
Viel Erfolg
Heike
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Mi 6. Mär 2019, 21:32
von tatjana
Hier noch ein paar sehr coole Fotos von Harnaam Kaur und Nik Hampshire (mit Rock!) auf seinem Fashion Blog (stayragged) um auf das Thema zurückzukommen
http://stayragged.tumblr.com/post/14922 ... tty-gender
Quote: "The fact we socially relegate these fashion and styling attributes to certain genders just seems so frivolous and dangerous when you consider how aggressive people get when their confronted with these things that don"™t fit into their understanding of how the world works. At the end of the day, just be yourself and love yourself and don"™t judge others who are living that way."
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Mi 6. Mär 2019, 21:39
von Sahara65
ach, man kann es drehen und wenden wie man will.
ob einen der nachbar schräg anschaut oder die ganze gesellschaft.
eines gehört zu dem anderen. egal wenn man die schuld in die schuhe schieben möchte: weil wir etwas heraus ragen.
wir sind es doch dem man hinterhergafft, also schuldig im sinne der anklage
anbei, schön oder nicht schön - lady mit oder ohne bart.
keine von uns würde so durch die innenstadt laufen.
mag sein für geld und gute worte.
aber ich bestimmt nicht.
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Mi 6. Mär 2019, 21:41
von Bianca D.
Moin Anja,
ich denke, die Lösung liegt irgendwo dazwischen. Klaro, wir sollten uns frei machen davon, dem Mainstream entsprechen zu müssen. Aber andererseits kann ich auch nicht ständig gegen den Strom schwimmen, mich selbst verwirklichen...Das ist Kräfte zehrend.Du schreibst,und da stimme ich voll umfänglich zu, daß die wenigsten mit dir ein Problem haben, die Gesellschaft also nicht so schlecht ist wie wir denken? Liegt es nicht eher daran, daß wir unsere sozialen Kontakte so steuern,möglichst wenig mit Mitbürgern in Kontakt zu kommen, die weniger tolerant sind? Funktioniert im Privatleben ganz gut,indem ich meine Freunde und Bekannten entsprechend wähle oder auch Gegenden in der Stadt meide, von denen ich weiß, daß es kein gutes Pflaster ist. Wir leben also in einem Wohlfühlbereich ... nur im Job jedoch kann ich meine Kollegen und Kolleginnen nicht aussuchen. Und an der Anzahl der Kollegen/Kolleginnen, die da ein Problem mit mir haben, läßt sich dann auch hochrechnen, wie hoch der Anteil draußen in der freien Wildbahn ist, wenn sie denn von unserer TS wüßten. Und damit das nicht passiert, lieber dafür sorgen, daß man eben nicht so auffällig ist.
Der bärtigen Dame zolle ich meinen Respekt! Nur für mich wäre das nichts.
LG Bianca
Re: Ich bin eine bärtige Lady!
Verfasst: Do 7. Mär 2019, 00:19
von Michi
heike65 hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 20:31
Wie Anja schon schrieb, die wollen nicht aus der "Rolle" fallen, dem Mainstream entsprechen.
Wärest du aufgestanden und hättest gesagt, meine lieben Mitmenschen, ich gehöre auch zu denen über die ihr euch echauffiert, ich denke 4/5 der anwesenden hätte betroffen zu Boden geschaut, der grösste teil sich entschuldigt und am nächsten Tag hätte es viele interessierte Gespräche gegeben. Es werden auch sicherlich manche ein Problem damit haben, und dich vielleicht meiden etc., aber das wird ne kleine Minderheit sein. Ich denke du bist ein integriertes Teil der Belegschaft, also eine Kollegin, und schon ist die Distanz nicht mehr da, das ist nicht die Trans-Person da auf der Strasse, das sonderliche etwas, sondern meine Kollegin mit der ich über Jahre gut zusammengearbeitet habe, sie werden verstehen das du genauso normal/unnormal bist wie vorher
Hallo Heike,
vielen Dank für deinen Optimismus, deine wärmenden Worte.
Das Erlebte war nur der aktuelle Stand. Ich hatte schon in der Vergangenheit Gespräche mit einzelnen Kollegen, in denen diese mir unaufgefordert und ohne Anlass ihre Ansichten über Homosexuelle und Menschen wie uns ... ich möchte schon sagen ... aufgedrängt haben. Besonders erinnerlich sind mir zwei Kolleginnen. Die Eine hat sehr klare (beschränkte) Vorstellungen, wie ein Mann zu sein hat. (Interessanterweise ist ihr Mann eher wenig davon. Aber das nur am Rande.) Bei der anderen Kollegin ist mir ein Gespräch hängen geblieben, wo sie über das WGT in Leipzig sprach. Sie fährt gerne dort hin, um sich die schönen Kleider anzuschauen, hat aber vor allem ausgiebig darüber gesprochen, was sie dort so alles für Abartigkeiten gesehen hat, vor allem "Männer" in "Frauenkleidern" und irgendwelchen Fetischklamotten, und betont, wie widerlich sie das findet. Die männlichen Kollegen scheinen zusammengefasst durchweg tief in der Homophobie zu stecken, und lehnen alles ab, was irgendwie anderes ist.
Ich habe unter diesen Umständen ganz sicher nicht vor, denen zu sagen, was mit mir los ist.
Michi