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Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 08:51
von ExuserIn-2020-07-10
Hallo,
gibt es Crossdressing bei Frauen?
Ich würde mal behaupten dass es das gibt aber nicht als solches erkannt wird, weil es bei Frauen akzeptierter ist maskuliner rumzulaufen.
Crossdressing kann ja nur so genannt werden, wenn es etwas zu "crossen/überqueren" gibt. Heißt wenn es akzeptiert werden würde das auch Männer femininere Kleidung tragen, dann gebe es gar kein Crossdressing, sondern einfach nur Männer die eben sich feminin kleiden.
Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 09:17
von Bea Magdalena
..... da hätte die Männerwelt einiges aufzuholen.
Das würde auch uns vieles erleichtern.
Lieben Gruß
Bea
Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 09:51
von Stephanie
Definitiv gibt es Crossdressing bei Frauen. Anders wäre die Damenmode nicht so vielfältig geworden. (im Gegensatz zu der "langweiligen" Herrenmode

)
Nur wird es nicht crossdressen genannt, eher Stilmix oder so....
LG
Steffi
Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 10:29
von Ronda_PTL
Toni Smith hat geschrieben: Di 5. Feb 2019, 08:51
Hallo,
gibt es Crossdressing bei Frauen?
Ich würde mal behaupten dass es das gibt aber nicht als solches erkannt wird, weil es bei Frauen akzeptierter ist maskuliner rumzulaufen.
Crossdressing kann ja nur so genannt werden, wenn es etwas zu "crossen/überqueren" gibt. Heißt wenn es akzeptiert werden würde das auch Männer femininere Kleidung tragen, dann gebe es gar kein Crossdressing, sondern einfach nur Männer die eben sich feminin kleiden.
Hi,
wie schon meine Vorrednerinnen schrieben, gibt es selbstverständlich seit geschätzten 150 Jahren mit rasch wachsender Tendenz in den letzten Jahrzehnten CROSSDRESSING bei BioMädels. Die cis-Frauen haben sich ja im Laufe der Zeit jedes nur irgendwie männlich konnotierten Kleidungsstücks bemächtigt, es dann idR zu IHREM gemacht, was ja im Rahmen der Emanzipationsentwicklung auch völlig berechtigt und gut war.
Leider beobachte ich seit dem Ende des letzten Jahrhunderts, spätestens seit Aufkommen des gewollten Aschenpuuttel Daseins in Sachen MÄNNERMODE, dass ausgerechnet die vermeintlich emanzipierten jungen Frauen sogar UNISEX-Kleidungsstücke oftmals als GIRLS ONLY! undefinieren, was dazu geführt hat, dass selbst so praktische und ehedem selbstverständliche auch an Jungs gesehene Dinge, wie zB Hochschaftstiefel, Bodies, farbenfrohe und fließende Stoffe / Schnitte etc. ganz aus den Regalen der Textilanbieter verschwunden sind.
Männer haben sich das stets aus unterschiedlichen Gründen jedoch gefallen lassen, heute ist etwa nur noch ein knappes FÜNFTEL der Verkaufsflächen im Handel überhaupt von langweiliger, stereotyper Herren Bekleidung existent. Sprich: Die Jungs haben die eigene selbstgestalterische Emanzipation völlig verschlafen, nicht einmal die Fashion Industrie nîmmt sie als Zielgruppe wirklich wahr. 
Im gleichen Maße wurden alle Dreibeiner, die es wagen aus der zugedachten Aschenputtel Rolle auszubrechen, stigmatisiert und diffamiert. Die Palette reicht bekanntlich von schwul, pervers, krank, bis hin zu abartig ...


Fazit: diese genannten Effekte haben sich gegenseitig zu einer total verkrusteten und in genormte Muster erstarrten Situation hochgeschaukelt. Wäre es anders bräuchten wir vermutlich gut 70% dieses Forums gar nicht erst.
Ent_täuschte Grüße an die NonKonformisten!
Ronda

Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 10:55
von AndraAuri
@Ronda: das sehe ich (leider) auch so.
Es gibt sowas wie Crossdressing bei Frauen, da ich ja selbst eine Frau bin, die einen ziemlich selbstbewussten und dominanten Mann in sich trägt und ja, es ist sehr viel einfacher, ihn auch mal mit ein paar Sachen zu bedenken. Abgesehen davon dass frau mit Hemd und Hose immer gut angezogen ist, egal ob das nun eher männlich oder weiblich wirkt, ist heute eben normal geworden und deckt bei mir zumindest beide Geschlechter ab und ich habe verdammt viele Hemden und Hosen.
Auch die Schuhe...plötzlich stehen die schönsten Budapester etc mit flachen Absätzen in den Frauenregalen...Ich habe eine Schwäche für schöne, edle Herrenschuhe sowie Herrenuhren..beides kein Thema mehr wirklich zum Tragen. Das ist tatsächlich wie ein wenig Luxus, aber wenn mans andersrum sieht, natürlich mega traurig und alles andere als eine Freiheit für Crossdresser, siehe bei meinem Schatz. Bei unserem letzten richtigen Date mit unseren zweiten Anteilen brauchte ich mir quasi nur noch eine Krawatte übers Hemd zu binden, ansonsten hatte ich das an was ich sonst auch öfter anhatte: Hose, Hemd, Blazer. Während sie die größte Mühe und Aufwand in ihre Kleidung stecken musste vorher.
Auch die Designer...so weltoffen und innovativ sie sich auch geben...in den Läden hängt kaum etwas davon und es ist kaum akzeptabel für die meisten engstirnigen Menschen würde jemand so durch die Fussgängerzone laufen. Da sind ja Grufties noch eher akzeptiert (ich komm aus der Szene, lol)
Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 14:44
von Simone_CD
Ein Männeranzug fällt bei Frauen halt nicht so auf
Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 16:58
von Ronda_PTL
AndraAuri hat geschrieben: Di 5. Feb 2019, 10:55
@Ronda: das sehe ich (leider) auch so.
Es gibt sowas wie Crossdressing bei Frauen, da ich ja selbst eine Frau bin, die einen ziemlich selbstbewussten und dominanten Mann in sich trägt und ja, es ist sehr viel einfacher, ihn auch mal mit ein paar Sachen zu bedenken. Abgesehen davon dass frau mit Hemd und Hose immer gut angezogen ist, egal ob das nun eher männlich oder weiblich wirkt, ist heute eben normal geworden und deckt bei mir zumindest beide Geschlechter ab und ich habe verdammt viele Hemden und Hosen.
Auch die Schuhe...plötzlich stehen die schönsten Budapester etc mit flachen Absätzen in den Frauenregalen...Ich habe eine Schwäche für schöne, edle Herrenschuhe sowie Herrenuhren..beides kein Thema mehr wirklich zum Tragen. Das ist tatsächlich wie ein wenig Luxus, aber wenn mans andersrum sieht, natürlich mega traurig und alles andere als eine Freiheit für Crossdresser, siehe bei meinem Schatz. Bei unserem letzten richtigen Date mit unseren zweiten Anteilen brauchte ich mir quasi nur noch eine Krawatte übers Hemd zu binden, ansonsten hatte ich das an was ich sonst auch öfter anhatte: Hose, Hemd, Blazer. Während sie die größte Mühe und Aufwand in ihre Kleidung stecken musste vorher.
Auch die Designer...so weltoffen und innovativ sie sich auch geben...in den Läden hängt kaum etwas davon und es ist kaum akzeptabel für die meisten engstirnigen Menschen würde jemand so durch die Fussgängerzone laufen. Da sind ja Grufties noch eher akzeptiert (ich komm aus der Szene, lol)
Hi AndraAuri,
Ich finde es ein bisschen tröstlich, was Du schreibst. Es ist nämlich alles andere als selbstverständlich, dass BioFrauen so offen und selbstkritisch mit dem Thema umgehen, das die meisten Crossdresser, die auch ein wenig gesellschaftlich denken, immer wieder umtreibt. Vor allem die Herren der Schöpfung sind leider auch in ihrer überwältigenden Mehrheit einfach zu ignorant, um überhaupt den Mangel an Creativität, Auswahl, Vielfalt und Ausdrucksmöglichkeiten zu empfinden. Wie oft hört man so Sätze wie: "ZWEI paar Jeans, eine in blau, eine in schwarz und dazu ein T-Shirt reichen doch völlig!" Eben, wen wundert dann noch das Desinteresse und die optische Monokultur auf unseren Straßen?
Fühl Dich gedrückt,
alles Liebe für Euch!
Ronda


Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 17:07
von Violetta Arden
Ich würde mal sagen, dass das Crossdressen im eigentlichen Sinn nur dann praktiziert wird, wenn die Kleidung des anderen Geschlechts reizt und mann sich dann als frau fühlen kann. Für Frauen ist das ja sowieso einfacher, da gibt es auch gesellschaftlich anerkannt keine Einschränkungen. Wenn in der gängigen Männerkleidung Röcke, Kleider und Feinstrümpfe dazugehören würden gäb's wahrscheinlich auch kein Crossdressing mehr oder viel weniger.
Alles Liebe Gerda Joanna
Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 17:31
von ExuserIn-2020-07-10
Stephanie hat geschrieben: Di 5. Feb 2019, 09:51
Definitiv gibt es Crossdressing bei Frauen. Anders wäre die Damenmode nicht so vielfältig geworden. (im Gegensatz zu der "langweiligen" Herrenmode

)
Nur wird es nicht crossdressen genannt, eher Stilmix oder so....
LG
Steffi
Tatsächlich habe ich mal irgend ein Video darüber gesehen und da war es so, dass es noch in der Jahrhundertwende rum 19 auf 20 Jhrd. Crossdressing bei Frauen gab. Da damals Kleider für Frauen gesellschaftliche Pflicht waren, waren Frauen die mit Hosen rumliefen Crossdresser. Da gab es auch ne Künstlerin die sich betont maskulin gab. Aber irgendwie haben es die Frauen dann hinbekommen, die Hose als sichere Alternative zum Radfahren mit Rock zu betiteln. Die Modeindustrie ist darauf aufgesprungen und hat dann spezielle "Frauenhosen" entwickelt.
Und so ist es im Grunde mit vielen Kleidungsstücken die Ursprünglich beide Geschlechter getragen haben oder sogar eigentlich für Männer erfunden wurden.
Tunika (was ja nichts anderes als ein kurzes Kleid ist) heute reine Frauenmode. Make-Up wurde früher von Männer genauso wie von Frauen genutzt (altes Ägypten). Rock als Kilt. Perücken. Schuhe mit Absatz als Cowboystiefel um besseren Halt in den Steigbügeln beim Reiten zu haben, wurden zu High-Heels. Pink und Rot war mal eine reine Männer und Jungsfarbe. Blau war für die Frauen und Mädchen. Strumpfhalter war eine Erfindung um Beinlinge (Vorläufer von Hosen) zu halten. Rüschen und Spitze. Seide usw. usw. alles von Männer getragen.
Was ist passiert?
Zwar ist in der Bibel eindeutig herzuleiten woher überhaupt Geschlechtergetrennte Kleidung kommt, da gibt es einige Passagen die der Frau verbieten Männerkleidung zu tragen und dem Mann verbieten lange Haare zu haben, aber das schien ja kaum jemanden gestört zu haben. Bis es die Nationalstaaten gab. Aufeinmal wurde wohl das ganze Leben auf die Heterosexualität ausgerichtet. Hauptsache das Volk vermehrt sich ordentlich damit Kirche und Staat ordentlich Schafe haben. Der Staat brauchte die Bürger vor allem um seine Wirtschaft aufzubauen und diese in Kriegszeiten zu verteidigen. Also mussten die Männer zu gefühllosen Kriegsmaschinen erzogen werden und die Frauen mussten Wurfmaschinen werden. Auf einmal war dann Homoerotik verboten und die Geschlechter wurden streng nach Aussehen geteilt. "Binde wieder was die Mode streng geteilt", singt man in der Europahymne.
Antike Gesellschaften und Naturreligionen haben noch Homoerotik und auch die Vielfalt der Geschlechter gekannt, weil es Natur ist.
Was passiert wenn man die Gesellschaft in ihrer Natur unterdrückt, sie wird unglücklich. Sie wird unzufrieden und mit was versucht man diese Unzufriedenheit auszugleichen in einer kapitalstischen Gesellschaft. Natürlich mit Konsum.
Außerdem versucht jede unterdrückte Neigung sich bemerkbar zu machen.
So verwundert es nicht warum die Homoerotik in der arabischen Welt so verbreitet ist.
Die Frauen haben sich befreit aber was haben die Männer gemacht?
Die Männer hatten immer wieder versucht sich zu befreien. In den 80ern mit Pop, Glamrock, Goth und Punk. In den 90ern mit Metrosexualität. In den 2000ern mit Emo. Aber immer wurde es belächelt. Abgetan und versank irgendwie wieder in die Bedeutungslosigkeit. Auch wenn heute metrosexuelles Verhalten sich etabliert hat, fällt auf wie sich Männer dennoch immer wieder von Frauen abzugrenzen versuchen. So heißt es nicht einfach Zopf, sondern Manbun und der wird auch nur mit echten 3 Wochen-Bart getragen. Dann zupfen sie sich die Augenbraun aber gehen dann ins Fitnesstudio um sich auf Instagram als ganzen Kerl zu zelebrieren.
Lustigerweise wird dadurch die Rolle Mann immer enger gezurrt, statt dass sie mal weiter definiert werden würde.
Denn der Mann der Gefühle zeigt darf genauso wenig sein, wie der Mann der Macho ist.
Mann darf nicht mehr Gentleman sein und auch nicht mehr A********.
Was ist Mann dann eigentlich noch? Diese Frage stellen sich wohl viele und so verwundert es nicht das immer mehr Männer sich dem Männerdogma entziehen und sich als Non-Binär bezeichen oder gar das Heil in einer Transition sehen.
Dabei gebe es zahlreiche Beispiele wie Mann leben kann. Boy George zum Beispiel. Einfach auf das Scheiße was andere denken.
Ab und zu darf Mann Rockstar sein und sich die Haare hochstylen und enge Hosen anziehen, mit Make-Up und hohen Schuhe für die Befreiung des Mannseins in die Welt hinausgehen. Manchmal darf Mann auch Goth und Emo sein, mal Sorge und Emotionen zulassen, bei Musik tanzen oder weinen. Manchmal darf Mann aber auch Hippi sein, dass heißt das Leben zu feiern und wie ein Kind durch den Park springen. Warum gestattet man nur Frauen sowas? Befreien wir uns.
Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 17:34
von Luna
Ronda_PTL hat geschrieben: Di 5. Feb 2019, 10:29
.... Die cis-Frauen haben sich ja im Laufe der Zeit jedes nur irgendwie männlich konnotierten Kleidungsstücks bemächtigt, es dann idR zu IHREM gemacht, was ja im Rahmen der Emanzipationsentwicklung auch völlig berechtigt und gut war.
Leider beobachte ich seit dem Ende des letzten Jahrhunderts, spätestens seit Aufkommen des gewollten Aschenpuuttel Daseins in Sachen MÄNNERMODE, dass ausgerechnet die vermeintlich emanzipierten jungen Frauen sogar UNISEX-Kleidungsstücke oftmals als GIRLS ONLY! undefinieren, was dazu geführt hat, dass selbst so praktische und ehedem selbstverständliche auch an Jungs gesehene Dinge, wie zB Hochschaftstiefel, Bodies, farbenfrohe und fließende Stoffe / Schnitte etc. ganz aus den Regalen der Textilanbieter verschwunden sind.
....Männer haben sich das stets aus unterschiedlichen Gründen jedoch gefallen lassen...
Im gleichen Maße wurden alle Dreibeiner, die es wagen aus der zugedachten Aschenputtel Rolle auszubrechen, stigmatisiert und diffamiert. Die Palette reicht bekanntlich von schwul, pervers, krank, bis hin zu abartig ...



...
Hallo Ronda,
ich kann Deinen, von mir auszugsweise zitierten Aussagen nur zustimmen.
Im Zuge der Emanzipation haben die Frauen sukzessive (auch) männliche Kleidungsstücke für sich erobert. Soweit so gut.
Leider konnte die psychische Entwicklung von Männlein und Weiblein damit (auch in diesem Bereich) nicht mithalten. Ich meine, die Frau wird bewusst oder unbewusst immer noch als das schwächlichere Geschlecht gesehen und Männer müssen immer noch stark sein.
Während es also für eine Frau ein Plus sein kann, sich burschikos oder männlich und somit "stark" zu geben, führt es bei Männern vielfach (noch) zu einer Abwertung, weibliche Seiten offen zu zeigen.
Fazit: "Richtige" Männer haben sich tunlichst von allem fernzuhalten, was irgendwie nach girly riecht. Wenn also Frauen ein Bekleidungsstück "feminisieren" (vielleicht noch ergänzt mit ein paar Bling-Bling-Applikationen) wird es für Männer zum No-Go.
Somit schrumpft die Männergarderobe zwangsläufig sowohl in puncto Quantität als auch in ihrer stlistischen Vielfalt.
Im Übrigen glaube ich, dass viele Männer Interesse an Mode und Kosmetik hätten (die Jungen machen's uns vor), allerdings panische Angst haben, als schwul oder tuntig bezeichnet zu werden, wenn sie es zugeben würden.
Daher blieben auch namhafte Designer wie Gaultier und Strumpfhosenhersteller wie Levee relativ erfolglos in ihren Bemühungen die Männermode femininer zu machen oder Unisexmodelle anzubieten.
Alles Liebe von der (manchmal) nonkonformistischen
Luna
Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 17:41
von evacampelli
Das seh ich aus folgender Perspektive:
Crossdressing erschöpft sich ja nicht darin Damenkleidung anzuziehen.
Vielmehr trachten wir danach mit MakeUp, Perücke und Silis tatsächlich wie eine Frau auszusehen, uns so zu bewegen und so zu riechen...
Wir fühlen uns anders und modifizieren vielleicht sogar unsere Stimme.
Für die geschätzten ENBIs gilt das natürlich nicht. Sie sind für mich wahre Grenzüberschreiter und Emanzipierte!
Frauen in Männerklamotten sind aber in der Regel mitnichten daran interessiert als Mann durchzugehen!
Es ging und geht wohl ehr darum sich zu emanzipieren oder um reine Bequemlichkeit.
Jede die mal ein Korsett angezogen hat wird es den Mädels auch gönnen...
Auf dem Hintergrund habe ich noch keine einzige crossdressenden Frau in meinem Leben gesehen.
LG
Eva
Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 17:50
von ExuserIn-2020-07-10
AndraAuri hat geschrieben: Di 5. Feb 2019, 10:55
@Ronda: das sehe ich (leider) auch so.
...
Auch die Designer...so weltoffen und innovativ sie sich auch geben...in den Läden hängt kaum etwas davon und es ist kaum akzeptabel für die meisten engstirnigen Menschen würde jemand so durch die Fussgängerzone laufen. Da sind ja Grufties noch eher akzeptiert (ich komm aus der Szene, lol)
Wenn ich mich inspirieren lassen möchte schaue ich in die Streetfashion von Paris, London und Tokio, da findet man allerlei Anregungen.
Ich mache da auch nicht halt vor Kleidung die von Frauen getragen wird.
Manche Läden gleichen auch das Sortiment an. SO zum Beispiel H&M. Deren Männerabteilung sieht fast so aus wie die Frauenabteilung, was Pullover, T-Shirts und Hosen angeht. Und oh staune, wen findet man da am häufigsten die achso maskulinen Araber. Ja genau die, die an beiden Ohren Ohringen tragen, sich die Augenbrauenzupfen und Concealer benutzen. Genau die gleichen die sich so vehement vom Schwulsein abgrenzen wollen und dennoch die meisten positiven Kommentare unter Transgender Frauen Profilen schreiben.
Hier mal ein Beispiel für einen Designer aus Japan der Unisex-Mode macht.
https://www.youtube.com/watch?v=qQ01eLt_bxo
Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 19:03
von Ronda_PTL
Manche Läden gleichen auch das Sortiment an. SO zum Beispiel H&M. Deren Männerabteilung sieht fast so aus wie die Frauenabteilung, was Pullover, T-Shirts und Hosen angeht. Und oh staune, wen findet man da am häufigsten die achso maskulinen Araber. Ja genau die, die an beiden Ohren Ohringen tragen, sich die Augenbrauenzupfen und Concealer benutzen. Genau die gleichen die sich so vehement vom Schwulsein abgrenzen wollen und dennoch die meisten positiven Kommentare unter Transgender Frauen Profilen schreiben.
Da bin ich ganz bei Dir, stimmt. Gerade H&M ist ein gutes Beispiel dafür.
Auch Deine Beobachtung, was unsere arabischen Mitbürger angeht, die ansonsten die die-hard Machos oftmals zelebrieren, sind merkwürdigerweise echte Vorreiter in Sachen Crossgender Elementen und Beiträgen auf TG Profilen.
Was mich jedoch nicht wirklich wundert, weil ja auch bspw. die Körperhaar Rasuren aus dem arabischen Raum ihren Siegeszug antraten "” und das bei beiderlei Geschlechtern.
Die Welt ist im Ganzen doch bunter, als die Konformisten und Mainstreamer uns gerne glauben machen möchten.
LG Ronda

Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 19:20
von ExuserIn-2020-03-10
Da muss man, glaub ich, nicht lange überlegen warum es kein weibliches Crossdressing gibt.
Die meisten Männer wollen (und haben) einen höheren Status als Frauen. Das wird durch allerlei Gender Studien bestätigt.
Wenn eine Frau sich betont männlich kleided, steigt sie in der sozialen Stellung auf.
Wenn ein Mann sich einen Rock anzieht, dann steigt er im Status ab, und stellt dazu auch noch die ganzen stillschweigenden Normen des männlichen Status in Frage. Diese Normen sind ja nicht gottgegeben sondern eine Mehrheitsmeinung derer, die gerne mal "ganz oben" sein wollen.
Den Männern, die in sich ruhen, denen macht das nichts wenn Normen in Frage gestellt werden (sind aber sehr wenige).
Dass sowas von den eher unsicheren Männern (sind die Mehrheit) bekämpft wird, ist naheliegend.
Das Phänomen sieht man derzeit überall, es wird ja gerade alles bekämpft, was andere Kultur, Hautfarbe, Meinung etc etc hat...
Grüssle
Eure Ute
Re: Crossdressing bei Frauen
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 19:56
von evacampelli
Ute2506 hat geschrieben: Di 5. Feb 2019, 19:20
Den Männern, die in sich ruhen, denen macht das nichts wenn Normen in Frage gestellt werden (sind aber sehr wenige).
Dass sowas von den eher unsicheren Männern (sind die Mehrheit) bekämpft wird, ist naheliegend.
Das Phänomen sieht man derzeit überall, es wird ja gerade alles bekämpft, was andere Kultur, Hautfarbe, Meinung etc etc hat...
Grüssle
Eure Ute
... womit Du eins meiner Lieblingstemen anschneidest, liebe Ute:
Toleranz kommt von Selbstbewußtsein und Sicherheit und im Umkehrschluss
Intoleranz kommt von Unreife der Persönlichkeit, eben fehlende Selbstsicherheit.
Das ist aber kein Vorrecht der Männer: Beratrix von Storch lässt grüßen!
Eva