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"Jungs drohen zu neuen Mädchen zu werden"
Verfasst: Mo 21. Jan 2019, 19:23
von Ronda_PTL
Das rechts-konservative Blatt aus dem SPRINGER Verlag, die WELT ONLINE, schlägt mal wieder in diesem Artikel voll zu: Da wird die "Verweiblichung" der GeschlechterRollen dramatisch beklagt, vermeintliche Negativbeispiele unter beliebten und geschätzten Prominenten als "Belege" herangezogen und dunkle Schatten für unsere Gesellschaft an die Wand gemalt.
Ein Artikel, den gerade Menschen aus diesem Forum lesen sollten, um an der Kontroverse sich besser beteiligen zu können, die derzeit durch diverse Medien geistert.
https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... erden.html
Engagierte Grüße
Ronda

Re: "Jungs drohen zu neuen Mädchen zu werden"
Verfasst: Mo 21. Jan 2019, 19:47
von Whoopy Highfly
Hallo Ronda,
Vielen Dank für den Aetikel.
Ich frage mich schon seit Jahren wi das allea hinführt.
Stelle mal folgende Punkte auf:
1. Die Mutter "Frau" bleibt bis die Kinder 2/3Jahe zu Hause.
2. Im Kindergarten sind bis zu 95% die Erzieher weiblich
3. In der Grundschule sind die meisten Lehrer weiblich
4. 95% der alleinerziehenden sind weiblich
Die Liste kann beliebig fortgeführt werden.
Weiteehin frage ich nich warum.
Eine mögliche Erklärung habe ich:
Die Bezahlung der Frauen ist schlechter und die Erziehung wird nich als minderwertig angesehen.
Es gibt einen Spruch:
Zur Erziehunf eines Kindes benötigt ein ganzes Dorf.
LG
Steffi
Re: "Jungs drohen zu neuen Mädchen zu werden"
Verfasst: Mo 21. Jan 2019, 19:58
von Laila-Sarah
Ronda_PTL hat geschrieben: Mo 21. Jan 2019, 19:23
Das rechts-konservative Blatt aus dem SPRINGER Verlag, die WELT ONLINE, schlägt mal wieder in diesem Artikel voll zu: Da wird die "Verweiblichung" der GeschlechterRollen dramatisch beklagt, vermeintliche Negativbeispiele unter beliebten und geschätzten Prominenten als "Belege" herangezogen und dunkle Schatten für unsere Gesellschaft an die Wand gemalt.
Ein Artikel, den gerade Menschen aus diesem Forum lesen sollten, um an der Kontroverse sich besser beteiligen zu können, die derzeit durch diverse Medien geistert.
https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... erden.html
Engagierte Grüße
Ronda
Hallo,
Hauptargument ist ja das die political Correctness die Männlichkeit bei der Erziehung einschneidet.
Genderwahn, Verweichlichung der Gesellschaft, Minderheiten bestimmen unser Leben usw. Die Liste ist endlos. Die Muster sind doch ersichtlich: Angst- und Meinungsmache. Den Leuten das Gefühl geben, dass ihnen Stück für Stück alles weggenommen wird. Auf diese Kerbe einzuschlagen ist Erfolgsgarant für die Medien. Immer mehr Öl ins Feuer. Hauptsache die Auflage stimmt und nach mir die Sintflut.
Was ist denn so schlimm wenn die kommende Generation nicht aus Machos besteht sondern aus Männern die auch mal Gefühle zeigen können?
Steht denn der 3. Weltkrieg an? Denn gute Soldaten werden die nicht. Wenn ja dann würde ich ja diese Argumente noch verstehen.
VlG
Re: "Jungs drohen zu neuen Mädchen zu werden"
Verfasst: Mo 21. Jan 2019, 21:20
von Marlene K.
Danke, Ronda, für diesen Artikel,
der aber nicht so sehr unsere Positionen als den politischen Gegner angreift.
Herr Habeck ist keine Transperson. Er ist ein starker Unterstützer queerer Positionen und damit von Transpersonen. Ich schätze ihn sehr.
Haltlos ist der Vorwurf, er würde sich der Verantortung für seine Äußerungen entziehen. Er gibt nicht Twitter und Facebook die Schuld für die ungenauen Äußerungen. Er betont, diese Systeme zu verlassen, weil sie seine Aggressivität zu vetrstärken und ihn zu, von ihm zu verantwortenden, verkürzenden Äußerungen zu verleiten.
Eer trifft die Entscheidung, aus Systemen, die ihn zu toxischer Männlichkleit verführen, herauszugehen. Damit tut er genau das, was Herr Kalbitzer von ihm fordert.
Re: "Jungs drohen zu neuen Mädchen zu werden"
Verfasst: Di 22. Jan 2019, 00:57
von Marlen
Die "Welt" entwickelt sich seit einiger Zeit sehr zu einer Hauspostille der "Neuen Rechten". Konservativ war sie ja schon immer, aber in den letzten Jahren hat sich das deutlich ins rechtsnationale weiterentwickelt. Auch in den Foren auf "Welt Online" kommt die Weltsicht vieler ihrer Leser nahezu unkommentiert durch die Moderatoren zu Tage. Mein Eindruck ist, daß in diesen Kreisen eine Art Langeweile - vergleichbar der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg - herrscht. Nach einer langen (für manche zu lange) Periode von Frieden und Wohlstand, wollen die Herren wieder was "erleben". Einen erfolgreichen Feldzug wie den "70er Krieg". Mit Kavallerie, so in eleganter Uniform. Damals.
Heute könnte man ja mal die Ostgrenzen revidieren oder eine irgendwie geartete Reichsidee neu aufsetzen.
Mit so verweiblichten Knaben läuft natürlich keine preußische Kadettenanstalt. Das paßt übrigens auch fein in die kruden Ideen der rechtsextremen Kleinparteien wie bspw. dem "III.Weg" u.a. die von einem gesunden Volkskörper schwadronieren und "Gendersprech" sowie "Genderqueer" zu ihrem Feindbild erhoben haben.
Die vermeintlich bürgerlichen Apologeten solch eines rückwärtsgewandeten Denkens schreiben auch gerne in der "Welt" wie Birgit Kelle. Die dann gerne mit dem "gesunden Menschenverstand" argumentiert.
Kurzum: jeder und jede sollte nach Lektüre dieses Kommentars (und vieler anderer Artikel, nicht nur aber sehr oft in der "Welt") künftig wieder wissen, wo es langgeht:
Frauen an den Herd, Männer an die Front!
Trotzdem keine Angst vor der Zukunft, wir haben sie in der Hand!
Liebe Grüße
Marlen
Re: "Jungs drohen zu neuen Mädchen zu werden"
Verfasst: Di 22. Jan 2019, 06:04
von Dolores59
Der Artikel ist irgendwie nichtssagend und beliebig.
Abgesehen davon:
Wenn durch "weichere" Männer in Zukunft tödliche Konflikte bis hin zum Völkermord vermieden werden können, dann immer her damit. Und für jeden einzelnen Mann ist es gut, wenn die lebensverkürzende toxische Männlichkeit überwunden wird.
Dazu müssten auch Frauen ihr Männerbild überdenken. Nicht nur die Männer.
LG
Dolores
Re: "Jungs drohen zu neuen Mädchen zu werden"
Verfasst: Di 22. Jan 2019, 08:08
von sbsr
Dolores59 hat geschrieben: Di 22. Jan 2019, 06:04
Der Artikel ist irgendwie nichtssagend und beliebig.
Dachte mir auch gerade, was soll mir das jetzt eigentlich sagen?!
Mit trans* hat der Beitrag jedenfalls nichts zu tun, und auch wenig mit der Auflösung von Geschlechterrollen. Ich verstehe es so, dass es nichts hilft jungen Männern ein schlechtes Gewissen einzureden, weil sie Frauen unterdrücken. Sondern Männer werden aufgefordert, aktiv dagegen vorzugehen, ohne dabei ihre eigene Selbstverwirklichung aufzugeben.
Re: "Jungs drohen zu neuen Mädchen zu werden"
Verfasst: Di 22. Jan 2019, 10:19
von triona
... nichtssagend und beliebig ...
und inhaltlich ausgesprochen widersprüchlich und wirr.
Das war jedenfalls mein erster - und dann auch letzter - Gedanke dazu.
liebe grüße
triona
Re: "Jungs drohen zu neuen Mädchen zu werden"
Verfasst: Di 22. Jan 2019, 10:41
von Laila-Sarah
Hallo,
hier ist was ich verstanden habe:
Es werden Analogien der heutige Erziehung der Jungs zu der früheren (z.B. viktorianische Erziehung) der Mädchen gezogen. Früher hatten die Mädchen ein strenges Korsett an Regeln die ihnen nur bei Einhaltung Akzeptanz als gute Mädchen (und später ehrenwerte Frauen) ermöglichte. Durch diese Regeln konnten sie nur an einer dünnen Linie vor und zurück laufen aber nicht frei herum (metaphorisch gesprochen). Der Author behauptet, durch die politisch korrekte Erziehung passiert jetzt sowas ähnliches mit den Jungs.
Das ist jetzt natürlich nicht meine Meinung. Ich wollte nur den Artikel in seiner Essenz zusammenfassen.
VlG
Re: "Jungs drohen zu neuen Mädchen zu werden"
Verfasst: Di 22. Jan 2019, 12:13
von Humpty63
Marlen hat geschrieben: Di 22. Jan 2019, 00:57
Die "Welt" entwickelt sich seit einiger Zeit sehr zu einer Hauspostille der "Neuen Rechten". Konservativ war sie ja schon immer, aber in den letzten Jahren hat sich das deutlich ins rechtsnationale weiterentwickelt. Auch in den Foren auf "Welt Online" kommt die Weltsicht vieler ihrer Leser nahezu unkommentiert durch die Moderatoren zu Tage. Mein Eindruck ist, daß in diesen Kreisen eine Art Langeweile - vergleichbar der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg - herrscht. Nach einer langen (für manche zu lange) Periode von Frieden und Wohlstand, wollen die Herren wieder was "erleben". Einen erfolgreichen Feldzug wie den "70er Krieg". Mit Kavallerie, so in eleganter Uniform. Damals.
Heute könnte man ja mal die Ostgrenzen revidieren oder eine irgendwie geartete Reichsidee neu aufsetzen.
Mit so verweiblichten Knaben läuft natürlich keine preußische Kadettenanstalt. Das paßt übrigens auch fein in die kruden Ideen der rechtsextremen Kleinparteien wie bspw. dem "III.Weg" u.a. die von einem gesunden Volkskörper schwadronieren und "Gendersprech" sowie "Genderqueer" zu ihrem Feindbild erhoben haben.
Die vermeintlich bürgerlichen Apologeten solch eines rückwärtsgewandeten Denkens schreiben auch gerne in der "Welt" wie Birgit Kelle. Die dann gerne mit dem "gesunden Menschenverstand" argumentiert.
Kurzum: jeder und jede sollte nach Lektüre dieses Kommentars (und vieler anderer Artikel, nicht nur aber sehr oft in der "Welt") künftig wieder wissen, wo es langgeht:
Frauen an den Herd, Männer an die Front!
Trotzdem keine Angst vor der Zukunft, wir haben sie in der Hand!
Liebe Grüße
Marlen
Hallo Marlen,
eine trefflich gute Analyse der medialen Sprachrohre der NeoRechten und den darin transportierten Weltbildern, Idealen und oftmals auch wirklich kruden Ideen. Auch was Du über die FOREN dort schreibst sehe ich genauso, vor allem weil dort die übelsten neofaschistischen Typen ihre Agitation und Politpropaganda betrieben dürfen, weitgehend unbearbeitet oder gar beschränkt von den Admins / Mods. Die "Welt Online" wurde so zu einem Lautsprecher teils extremer, rückwärtsgerichteter Gruppen und Strömungen, die unsere Gesellschaft zunehmend spalten. Manche nennen sie ja schon die Hausplattform von AfD und Co. Und in Bezug auf die GENDERDEBATTEN korrespondiert des nahtlos mit der Donald Trump Agenda in den USA, wo es überhaupt nur noch klar definierte zwei, vermeintlich gottgewollte althergebrachte Rollenmodelle geben soll. Die Reaktion feiert global fröhliche Urständ!?
Bedenklich finde ich auch, dass immer häufiger so vermeintliche Experten und Fachleute zu Wort kommen, wie auch in diesem Fall ein Psychiater, der gewiss nicht nur virtuell fragwürdige Thesen vertritt. Passt halt perfekt zum gegenwärtigen Zeitgeist, wie Du schon erwähnt hast.
Viele liebe Grüße
Humpty