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Re: WARUM SICH IMMER MEHR KINDER OUTEN

Verfasst: Fr 11. Jan 2019, 10:09
von Ulrike-Marisa
Moin,

ich finde es gut, dass sich Kinder auch mit solchen Fragestellungen ihren Eltern gegenüber Gehör verschaffen können. Das Thema ist wohl zunehmend in der Gesellschaft angekommen einhergehend mit zunehmender Offenheit der Menschen insgesamt dieser Problematik gegenüber.
Rechtzeitig erkannt, kann den Kindern viel Leid ersparen, wobei alle Verantwortlichen schon genau hinhören müssen, um die Worte der Kinder und Jugendlichen richtig zu verstehen und brauchbare Schlüsse daraus zu ziehen. Hilfestellungen gibt es heute ja auch im Gegensatz zu meiner Kindheit in den 50-ziger Jahren, wo mein Wunsch, einen richtigen Mädchennamen und lange Haare haben zu wollen, zu Hause mit Backpfeifen beantwortet wurde von wegen Unmöglichkeit und so. Da hat sich schon einiges zum positiven aus meiner Sicht geändert. Weiter so... :wink:
Informationen gibt es im Gegensatz zu früher ausreichend und sie sind doch zumindest theoretisch den meisten Menschen auch zugänglich. Das Internet hat auch bei mir die Funktion in diesem Prozess übernommen, mich selbst zu finden und zu mir zu stehen und mich als Ulrike zu akzeptieren. Lieber spät, als gar nicht.

Grüße, Ulrike-Marisa

Re: WARUM SICH IMMER MEHR KINDER OUTEN

Verfasst: Fr 11. Jan 2019, 12:08
von Nicole Fritz
Ebenfalls Moin,

ich denke, Max bringt es hier auf den Punkt: "Man ist zwar als Mädchen auf die Welt gekommen hat aber ein Bewusstsein wie ein Junge." Psychologen sind da von ihrer akademischen Ausbildung her - die auch ich vor Ewigkeiten einmal hatte - darauf geschult zu analysieren und zu interpretieren. Und so wird aus einem abweichenden Bewusstsein ein falscher Körper, der zu korrigieren ist.

Wenn das mit dem Bewusstsein eindeutig zum anderen Geschlecht tendiert, KANN eine (vollständige) Anpassung der beste oder richtige Weg sein zu helfen. Mein Bewusstsein ist teilweise wie bei einem Mann und teilweise wie bei einer Frau, also wäre ein Anpassung bei mir auch nur teilweise sinnvoll (beispielsweise auf OP verzichten und eine "leichte" HT). So etwas steht aber nicht zur Auswahl.

Ich komme jetzt darauf, da hier an anderer Stelle sinngemäß geäußert wurde, non-binär zu sein sei nur eine Ausrede dafür nicht in die eine oder andere "Schublade" (männlich oder weiblich) passen zu wollen oder ein Ausdruck seiner Angst vor den Schmerzen und Komplikationen einer vollständigen Transition. Ich will da nicht rein passen, weil ich weder in die eine noch in die andere Schublade GEHÖRE! - also weg mit den Schubladen! Dann braucht vielleicht so mancher, der sich weitgehend im anderen Geschlecht fühlt, ebenfalls keine OP. Ich kann mich jedenfalls auch mit Penis ein gutes Stück als Frau fühlen.

Also: Kindermund tut Wahrheit kund!

LG Nicole