Erfahrungen beim Trans*Day of Rememberance in Berlin
Verfasst: Do 22. Nov 2018, 08:29
Ich habe mir lange überlegt, wo und ob ich von meinen Erfahrungen beim TDoR in Berlin berichten soll und will.
Ich finde, dass das, was ich an diesem Tag erlebt habe leider einen Aspekt von schwulem und Trans*leben berührt, der uns alle angeht. Er ergänzt die Erfahrungen, die ich beim CSD in diesem Jahr gesammelt habe, als ich als Trans*Mensch aus der Parade gedrängt werden sollte.
Vorab ist es mir wichtig zu sagen, dass ich finde, das viel zu wenig Menschen diesen Tag wahrnehmen und sichtbar als Trans*menschen werden. Es waren zwanzig Menschen dort, davon drei Vertreter der Politik.
Ich war recht früh da und habe mich mit der Vertreterin der BVV Mitte und SPD, dem Vertreter der LSU und einer Vertreterin einer anderen BVV über Diskriminierungserfahrung innerhalb und außerhalb der Community unterhalten. Es waren noch zwei Trans*Frauen und sechs Polizisten anwesend. Eine der Trans*Frauen hörte nur das Wort schwul und grätschte, anders kann ich es nicht sagen, in die bis dahin lockere Diskussion und sagte: "Es ist wohl klar, warum Transen die Schwulen hassen. Gestern habe ich noch von zweien einen solch frauenfeindlichen witz gehört, die sind ja alle so frauenfeindlich!"
Auf meinen Hinweis, ich selber sei auch schwul wurde mir beschieden, ich sei ja wohl falsch hier. Abgesehen davon, dass ich seit drei Jahren nur eindeutig weibliche Kleidung trage ist alleine eine soiche dumme Aussage ja wohl keines Kommentares wert.
Ich werde jetzt etwas sarkastisch und hoffe, dass es nicht nur an meinen vielen Erlebnissen mit Diskriminierung oder meiner Überempfindlichkeit liegt und ich zu sehr Erbsen zähle, wenn ich ein solches Verhalten nicht so sehr für mich persönlich sondern für alle pauschal abgeurteilten schwulen Menschen, insbesondere denen, die auch ihr soziales Geschlecht in Frage stellen also Trans*Gender leben als Ohrfeige und Diskriminierung empfinde.
Schade, dass ein solcher Tag, an dem ich an Lia, meine Transnichte, die sich dieses Jahr das Leben genommen hat und all die anderen denken wollte und Solidarität spüren wollte durch solch einen dummen Menschen einen Kratzer erhält.
Wichtiger ist aber: Mädels und Kerle, Trans *Frauen und -Männer und -Menschen: Tragt Euch den 20.November für alle folgenden Jahre in den Kalender ein und zeigt Euch!!!
Ich finde, dass das, was ich an diesem Tag erlebt habe leider einen Aspekt von schwulem und Trans*leben berührt, der uns alle angeht. Er ergänzt die Erfahrungen, die ich beim CSD in diesem Jahr gesammelt habe, als ich als Trans*Mensch aus der Parade gedrängt werden sollte.
Vorab ist es mir wichtig zu sagen, dass ich finde, das viel zu wenig Menschen diesen Tag wahrnehmen und sichtbar als Trans*menschen werden. Es waren zwanzig Menschen dort, davon drei Vertreter der Politik.
Ich war recht früh da und habe mich mit der Vertreterin der BVV Mitte und SPD, dem Vertreter der LSU und einer Vertreterin einer anderen BVV über Diskriminierungserfahrung innerhalb und außerhalb der Community unterhalten. Es waren noch zwei Trans*Frauen und sechs Polizisten anwesend. Eine der Trans*Frauen hörte nur das Wort schwul und grätschte, anders kann ich es nicht sagen, in die bis dahin lockere Diskussion und sagte: "Es ist wohl klar, warum Transen die Schwulen hassen. Gestern habe ich noch von zweien einen solch frauenfeindlichen witz gehört, die sind ja alle so frauenfeindlich!"
Auf meinen Hinweis, ich selber sei auch schwul wurde mir beschieden, ich sei ja wohl falsch hier. Abgesehen davon, dass ich seit drei Jahren nur eindeutig weibliche Kleidung trage ist alleine eine soiche dumme Aussage ja wohl keines Kommentares wert.
Ich werde jetzt etwas sarkastisch und hoffe, dass es nicht nur an meinen vielen Erlebnissen mit Diskriminierung oder meiner Überempfindlichkeit liegt und ich zu sehr Erbsen zähle, wenn ich ein solches Verhalten nicht so sehr für mich persönlich sondern für alle pauschal abgeurteilten schwulen Menschen, insbesondere denen, die auch ihr soziales Geschlecht in Frage stellen also Trans*Gender leben als Ohrfeige und Diskriminierung empfinde.
Schade, dass ein solcher Tag, an dem ich an Lia, meine Transnichte, die sich dieses Jahr das Leben genommen hat und all die anderen denken wollte und Solidarität spüren wollte durch solch einen dummen Menschen einen Kratzer erhält.
Wichtiger ist aber: Mädels und Kerle, Trans *Frauen und -Männer und -Menschen: Tragt Euch den 20.November für alle folgenden Jahre in den Kalender ein und zeigt Euch!!!