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BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: Sa 3. Nov 2018, 13:26
von Anne-Mette
Moin,
die MORGENPOST beschäftigt sich mit dem Thema, das auch schon gestern in der
Spätabendschau präsent war:
https://www.morgenpost.de/berlin/polize ... riert.html
Gruß
Anne-Mette
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: Sa 3. Nov 2018, 20:26
von Anne-Mette
Hier kommt ein weiterer Artikel mit interessanten Informationen:
https://www.blu.fm/aktuell/community/ho ... auptstadt/
Die Liste "Tatverdächtige nach Staatsangehörigkeit" zeigt ein anderes Bild als das "Gefühl" vieler Menschen.
Gruß
Anne-Mette
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: Sa 3. Nov 2018, 20:32
von conny
Ist die reine Nennung der Staatsangehörigkeit ausreichend, um dem "Gefühl" der Menschen zu widersprechen?
LG
Conny
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: Sa 3. Nov 2018, 20:34
von ExuserIn-2018-12-09
outen sich jetzt mehr zur homosexulaität in dem zusammenhang oder ist tatsächlich ein anstieg zu verzeichnen ?
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: Sa 3. Nov 2018, 23:43
von Michi
33 der 56 im laufenden Jahr erfassten Tatverdächtigen sind Deutsche, allerdings sei der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund höher als in der allgemeinen Bevölkerung.
Übersetzt auf Klarztext:
23 Personen ohne deutschen Pass.
33 Personen mit deutschem Pass. Davon eine unbekannte Anzahl Personen mit Migrationshintergund.
Im Jahr 2017 betrug der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Deutschland 23,6 Prozent.
Das entspricht 7,8 von 33 Personen.
Und da der Anteil an Deutschen mit Migrationshintergrund gemäß der Polizei auch noch höher als im Durchschnitt ist, sieht es ja wohl doch etwas anders aus, als es auf den ersten Blick scheinen mag.
Das ist ganz sicher nicht schön, aber es nützt auch nichts, sich etwas vorzumachen.

Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: So 4. Nov 2018, 01:08
von Karla
a) 33 mit deutschem Paß (60% des Übels): erst ein Mal muß man "dem deutschen Michel" sagen: ein jeder kehre vor seiner Tür!
b) leider ist der Anteil ohne deutschen Paß etwas überproportional: erhöhter Erziehungsbedarf! seitens Eltern, Staat, Geistlichkeit!
Wegschauen geht nach der Silvesternacht in Köln nicht mehr!
Das "christliche Abendland" hat natürlich auch genug auf dem Gewissen: u.a. Kreuzzüge, Hexen- und Judenverfolgung,...
Christen sowohl als auch die "nichtchristen" können und müssen aus diesen schrecklichen Fehlern lernen - und das möglichst ohne sie zu wiederholen!
Zahlen von 2018:
23 von 56 sind ein Anteil von über 41% ausländischer Tatverdächtiger (bzw. zumindest ohne deutschen Paß)
8 der 23 (entspricht ca 35%) kamen aus Polen bzw. Rumänien
...vielleicht sollten alle Einreisenden auf Grundgesetz und UN-Menschenrechts-Charta verpflichtet werden: wer sich dem verweigert, gehört zurückgeschickt oder wahlweise interniert (Sachleistung!)!
..und gegenüber allen Integrationswilligen: WELCOME! Deutschland braucht Euch! Ärmel hoch!
LG Elly
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: So 4. Nov 2018, 01:22
von Jaddy
Bei kategorisierten Zahlen als Argumente ist immer wichtig, wie die Kategorien definiert, wie die Zahlen erhoben und wie die Zahlen zugeordnet wurden.
Die Kategorien "Tatverdächtig" und "Migrationshintergrund" bzw. "Ausländer" sind zum Beispiel problematisch, und wie sie definiert und dann meist kommentarlos in der Presse benutzt wird immer wieder in der Kritik. Näheres dazu am Beispiel der PKS steht in
https://www.bpb.de/politik/innenpolitik ... taet?p=all
Diese schmalen Zahlen und insbesondere die genannten Kategorien interessieren mich praktisch gar nicht. Und ich meine praktisch. Denn sie helfen mir zum Beispiel nicht im Alltag bei der Risikovermeidung. Ohne Präzisierung durch soziologische und regionale Untersuchungen kann ich mit den Zahlen nichts anfangen.
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: So 4. Nov 2018, 09:30
von conny
Elizabeth hat geschrieben: So 4. Nov 2018, 01:08
a) 33 mit deutschem Paß (60% des Übels): erst ein Mal muß man "dem deutschen Michel" sagen: ein jeder kehre vor seiner Tür!
"deutscher Michel"? Wieviele von den o.g. sind das?
s.a. den Beitrag von MichWell
LG
Conny
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: So 4. Nov 2018, 10:11
von Michi
Jaddy hat geschrieben: So 4. Nov 2018, 01:22
Die Kategorien "Tatverdächtig" und "Migrationshintergrund" bzw. "Ausländer" sind zum Beispiel problematisch, und wie sie definiert und dann meist kommentarlos in der Presse benutzt wird immer wieder in der Kritik. Näheres dazu am Beispiel der PKS steht in
https://www.bpb.de/politik/innenpolitik ... taet?p=all
Das stimmt wohl. Man muss halt die Statistiken, und ebenso solche relativierenden Erklärungen sehr genau lesen, um nicht die falschen Schlüsse zu ziehen. So ist es durchaus richtig, dass Ausländer auf Grund ihres Status z.B. sehr viel häufiger gegen das Aufenthaltsgesetz u.ä. verstoßen. Es sollte aber nicht versucht werden, dies als Relativierung des höheren Anteils an ausländischen Tatverdächtigen bei anderen, ganz konkreten Straftatbeständen wie Körperverletzung u.ä. zu verwenden, ganz gleich, welche hehren Motive dahinter stecken mögen. Das ist nur zusätzliches Wasser auf die Mühlen der Populisten gegossen.
Jaddy hat geschrieben: So 4. Nov 2018, 01:22
Diese schmalen Zahlen und insbesondere die genannten Kategorien interessieren mich praktisch gar nicht. Und ich meine praktisch.
Denn sie helfen mir zum Beispiel nicht im Alltag bei der Risikovermeidung. Ohne Präzisierung durch soziologische und regionale Untersuchungen kann ich mit den Zahlen nichts anfangen.
Danke. Genau so sieht es aus.
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: So 4. Nov 2018, 10:58
von Laila-Sarah
Hallo,
Ich bin der Meinung, dass das Thema total falsch angegangen wird. Wenn Familie Müller die Familie Schmidt einladet, dann haben die Schmidts sich als Gäste zu benehmen. Ich einer der Schmidts problematisch, dann sollte man genau diesen verbieten wieder zu kommen und den netten Schmidts weiter verkehren. Nun ist es anscheinend so, dass die Müllers keine Lust auf die Schmidts haben und den asozialen Schmidt als Vorwand benutzen um die ganzen Schmidts schlecht zu machen und das obwohl sie selber Familienmitglieder haben, die selber problematisch im sozialen Umgang sind. So kann das doch nicht funktionieren. Man muss den Spreu vom Weizen trennen aber dann auch dem Weizen eine richtige Chance geben. Viele spielen lieber das Spiel der Populisten mit und tun nichts um die Misstände zu beheben, denn man kann mit den Misständen auch die guten Migranten schlecht reden. Na ja und was dann passiert ist das durch soziale Ausgrenzung sich Migranten Ghettos bilden und diese schön fleißig weitere Problemmigranten für die Mühlen der Populisten produzieren. Was für ein Teufelskreis. Denn ein sollte klar sein: Mit diesem Modell des Umgangs, wird das Problem nie gelöst werden.Alle haben etwas zu meckern und nur wenige sind an einer Lösung des Problems interessiert. Daher kriminelle Migranten loswerden. Rest willkommen heißen und integrieren. Ghettobildung vermeiden. Das einzig blöde ist: Man hätte dann nicht mehr viel zu meckern und er Mensch braucht bekanntlich Feindbilder um zu funktionieren. Also würden dann anderen Minderheiten mehr ins Fokus rücken. Vielleicht wir ? Der Fehler steckt im Wesen des Menschen: Irgendwelche müssen immer der Buhmänner sein. Vielleicht sagen sich dann viele: Warum nicht gleich die Migranten.
VlG
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: So 4. Nov 2018, 11:19
von Michi
Hallo Laila-Sarah,
ganz ehrlich: Wie willst du Ghetto-Bildung vermeiden? Das ist ein ganz normaler Prozess, wenn Menschen mit gemeinsamer Herkunft, Sprache, Religion etc. in größerer Zahl in ein anderes Land einwandern. Der Mensch ist leider ein soziales Wesen, was zur Herdenbildung neigt, und da sind die vorgenannten Merkmale nun mal objektiv die Kriterien, die das Zusammenfinden und den Zusammenhalt ganz erheblich erleichtern.
Kann man doof finden. Ist aber so, und man muss sich da immer wieder ganz bewusst über diese unsichtbare Barriere hinweg setzen ... jeden Tag, jede Stunde, jeden Augenblick. Aber der Mensch im Allgemeinen ist von Natur aus zu bequem, und Ausnahmen bestätigen die Regel.
In Leipzig kommen auch hin und wieder Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund in die Rosalinde, mit denen ich auch zu unterhalten versuche. Das ist nicht selten anstrengend und Arbeit, da sprachliche, kulturelle und andere Barrieren überwunden werden müssen. Wir lassen die Menschen zu uns in diesen geschützten Bereich, und wissen manchmal nicht einmal, warum sie in die Rosalinde kommen, wenn sie sich weder als trans* noch als nicht hetero zu erkennen geben, die Motivation vielleicht völlig im Dunkel bleibt. Da muss man schon eine ordentliche Portion Optimismus mitbringen.
Ich bin realistisch genug, zu wissen, dass das auf die große Mehrheit aller beteiligten Bevölkerungsgruppen, sowohl der eingeborenen wie der zugewanderten, nicht zutrifft.
Liebe Grüße
Michi
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: So 4. Nov 2018, 11:39
von Laila-Sarah
Hi,
MichiWell hat geschrieben: So 4. Nov 2018, 11:19
Wie willst du Ghetto-Bildung vermeiden?
Ganz vermeiden lässt sich Ghetto-Bildung nie, aber deutlich verringern in dem man Minderheiten oder Schichten sozial nicht verachtet und ausgrenzt. Wie will man von jemandem erwarten sich zu integrieren, wenn er keine Chance hat dazu zu gehören und ständig ausgegrenzt wird ?
VlG
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: So 4. Nov 2018, 12:16
von Michi
Laila-Sarah hat geschrieben: So 4. Nov 2018, 11:39
Ganz vermeiden lässt sich Ghetto-Bildung nie, aber deutlich verringern in dem man Minderheiten oder Schichten sozial nicht verachtet und ausgrenzt. Wie will man von jemandem erwarten sich zu integrieren, wenn er keine Chance hat dazu zu gehören und ständig ausgegrenzt wird ?
Wohlwollend betrachtet, würde ich es am ehesten noch als Henne-Ei-Problem benennen.
Ich halte es jedoch für eine unzulässige und mithin gefährliche Vereinfachung, die Schuld und die Ursachen in erster Linie bei der indigenen Bevölkerung zu suchen. Ich hatte mich vor vielen Jahren zu dem Thema belesen, als noch nicht an das Internet in der heutigen Form zu denken war. Da wurde Migration und Ghetto-Bildung unter unterschiedlichen Gesichtspunkten (Religion, Sprache, Herkunft, Anzahl) erörtert. Der Tenor, den ich damals interessiert und völlig unvoreingenommen für mich mitgenommen habe war, dass sich einerseits kleinere Gruppen deutlich leichter mit der Integration tun, weil sie quasi gezwungen sind, sich den Gegebenheiten der neuen Heimat zu öffnen, während größere Gruppen stark zur Ghetto-Bildung tendieren, die es ihnen faktisch ermöglicht, in der Fremde problemlos weiter so zu leben, wie sie es schon immer kennen. Ein andere Ursache für Ghetto-Bildung sind Glaubensgemeinschaften, die sich stark nach außen abschotten, wie z.B. die Amisch, um mal ein unverfängliches Beispiel einer recht kleinen und vergleichsweise unbedeutenden Gruppe zu wählen, und kein Öl ins Feuer zu gießen.
Schlusswort:
Ich weiß, dass es im Moment illusorisch ist, doch ich würde mir bei solchen Themen deutlich mehr Sachlichkeit wünschen. Ideoligie, so sehr man sie auch im jeweiligen Falle für vertretenswert halten mag, ist am Ende doch eher schädlich. Und wenn sie auch nur ansatzweise Widersprüche aufkommen lässt oder ruchbar wird, was sich ohne totale Meinungskontrolle (die niemand wollen kann!) kaum vermeiden lässt, ist das immer wieder nur Wasser auf die Mühlen von Populisten, Scharfmachern, Fundamentalisten, die unsere demokratischen Errungenschaften dann mit demokratischen Mitteln kaputtmachen.
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: So 4. Nov 2018, 13:48
von Laila-Sarah
Hi,
Es gehören sicherlich beide Seiten. Wenn jeder nicht seinen Teil tut, wird es ganz einfach nicht. Aufgabe der einheimischen Bevölkerung ist diesen Leuten eine wirkliche Chance zu geben menschenwürdig mitzuleben. Daher falls es angestrebt wird, sollte es möglich sein dazuzugehören. Das ist nicht unbedingt gegeben. Anderseits garantiert dies keine Integration. Da ist natürlich die Aufgabe der Zugezogenen sich anständig zu benehmen, sich zu integrieren usw. Ich finde es übrigens durchaus gerechtfertigt, Leute die sich nicht integrieren wollen, Probleme machen, kriminell werden die Aufenthalt zu entziehen. Das Problem ist wie gesagt, sogar die die es wollen oder machen würden werden ausgegrenzt und können es am Endeffekt gar nicht. Letzten Endes denke ich, dass das besser Lebensmodell sich durchsetzten wird. Kapitalistisch und darwinistisch betrachtet finde ich die westliche Art zu Leben fortgeschrittener, aufgeklärter und liberaler. Also müsse wir nur zulassen, dass die Leute das "Produkt" erwerben können.
VlG
Re: BERLIN: Polizeipräsidentin Barbara Slowik über den Anstieg der Straftaten gegen Homosexuelle
Verfasst: So 4. Nov 2018, 15:09
von ExuserIn-2018-11-10
Grade eben vor kurzen erst hat die Polizei wieder bekannt gegeben, das sexuelle Gewaltverbrechen von einem überwiegend großen Teil von Menschen mit Migrationshintergrund (Flüchtlinge) verübt werden. Da dieses Menschen aus Ländern kommen, die Toleranz nicht auf ihren Fahnen zu stehen haben ist wohl klar. Und so wäre es auch nicht verwunderlich, wenn sich ein überwiegend großer Teil von denen auch bei homophob mitivierten Straftaten findet.