Mara on the Road
Verfasst: Do 18. Okt 2018, 21:11
Hola Chicas,
ich habe mich nun auch endlich nach draußen gewagt und möchte mich erst mal bei allen die mich im Vorfeld unterstützt und Mut gemacht haben bedanken.
Am Freitag Abend nachdem ich mir beim Abendessen mit zwei oder drei Bier noch ein bisschen Mut angetrunken hatte habe ich dann tatsächlich meine ersten Ausflug gemacht. Kurz vor dem Verlassen des Hotelzimmers war ich extrem aufgeregt und mein Herz schlug so laut, daß ich es zuerst für die Bässe der nahegelegen Disco hielt.
Schuhe angezogen, ein letzter Blick in den Spiegel und dann ging es raus aus dem Zimmer. Ich fühlte mich regelrecht befreit und war glücklich endlich als Mara meine ersten Schritte in die Welt zu machen. Viel zu lange war diese Frau in der hintersten Ecke meines Unterbewusstseins weggesperrt. Endlich frei!
Als ich das Zimmer abgeschlossen hatte und Richtung Ausgang lief wurde die Anspannung langsam weniger und als ich meine ersten Schritte auf der Strasse machte wurde es noch besser. Zumindest bis ich den ersten Leuten auf der Strasse begegnete, da stieg die Aufregung wieder leicht an.
Steffi hatte mir vorher geraten am besten dahin zu gehen wo viele Leute sind, da geht man in der Masse unter. Leuchtete mir ein und ich wollte dies auch machen aber als ich auf der Strasse stand verliess mich irgendwie der Mut. Deshalb bin ich zuzerst den etwas ruhigeren Teil der Haupstrasse entlang gelaufen und am Ende Richtung Strandpromenade abgebogen, hier war dann schon etwas mehr los und die Strandpromenade war auch noch gut voll. Ich bin an vielen Leuten aller Altersgruppen vorbeigelaufen und hatte auch immer die Befürchtung jetzt gleich entlarvt mich jemand und schaut mich böse an oder lacht mich aus. Aber nichts (zum Glück)! Die waren alle so sehr mit sich selsbt beschäftigt, ich glaube die meisten haben mich gar nicht wahrgenommen.
Am Ende der der Promenade ging es zurück zur Hauptstrasse und dann zurück Richtung Hotel. An diesem Teil der Hauptstrasse befinden sich sehr viele Bars, Restaurants und Discos und es war noch richtig gut was los. Auch hier bin ich an vielen vorbei gelaufen und auch hier hat sich niemand für mich interessiert.
Am Sonntag Abend habe ich meinen nächsten Ausflug gemacht, diesmal Stand Cadiz auf dem Progamm. Für diesen Ausflug hatte ich eine kurze Runde durch die Altstadt und ein Selfie vor der Kathedrale geplant. Dieser Ausflug fand allerdings unter etwas erschwerten Bedingungen statt. Um unauffällig aus dem Hotel zu kommen hatte ich mir die etwas neutraleren Sachen bereits im Hotelzimmer angezogen und auch die Grundierung und das Rouge aufgetragen, so daß ich dann auf dem Weg oder in Cadiz "nur" noch die Perücke aufsetzen und zu Ende schminken musste. So der Plan, in meinem jugendlichen Leichtsinn hatte ich mir das auch relativ einfach vorgestellt. Wie sich dann bei der praktischen Umsetzung zeigte war es doch nicht so einfach. Die Perücke im Auto aufzusetzen und mit den Klebestreifen fixieren und dann noch die Augen schminken und den Lippenstifft auftragen ist bei schlechten Lichtverhältnissen und nur mit dem Rückspiegel nicht ganz so einfach wie gedacht. Warum einfach wenn's auch kompliziert geht.
Es hat zwar irgendwie geklappt aber ich hatte am Anfang ein eher ungutes Gefühl so nach dem Motto: Die Perücke sitzt schief, ich bin schrecklich geschminkt und jeder entlarvt mich auf zwei Kilometern Entfernung. Irgendwie kam ich mir vor als hätte ich ein riesiges Schild mit der Aufschrift "Achtung, Achtung!" umhängen und ein Blinklicht auf dem Kopf.
An einer ruhigen Stelle hab ich erst mal ein Kontroll-Selfie gemacht und gesehen, daß ich ganz normal aussah und mir keine Sorgen wegen des Aussehens zu machen brauchte. Das erleichterte den Rest des Ausflugs ungemein und die Anspannung war weg.
Im Hotel hatte ich dann noch ein paar Bilder gemacht und gesehen, daß die Schminkerei im Auto bedeutend besser funktioniert hatte als anfangs gedacht. Die Ganze Aufregung zu Beginn des Ausflugs war umsonst gewesen.
Am Dienstag machte ich meinen dritten Ausflug, wieder nach Cadiz und auch wieder eine ähnliche Runde wie am Sonntag, diesmal gings noch zur Ruine des römischen Theaters.
Da ich in einem sehr kleinem Hotel war und an dem Tag auch noch der einzige Gast war konnte ich mich dann auch ganz in Ruhe im Hotel stylen und losfahren und bin somit natürlich auch mit einem viel besseren Gefühl losgelaufen.
Bei allen drei Ausflügen war ich immer besorgt ich könnte "entdeckt" werden, aber wie schon gesagt war dies unbegründet da mich kaum jemand beachtet hatte. Ich habe auch gemerkt, daß ich nach einiger Zeit selbstsicherer wurde. Da muss ich noch ein paar Ausflüge machen bis eine gewisse Selbstsicherheit vorhanden ist.
Der nächste Ausflug wird hoffentlich bald stattfinden auch wenn ich noch nicht genau weiß wann und wohin. An meinem Wohnort möchte ich erst mal nicht als Frau unterwegs sein, da gibt es zu viele die mich kennen.
Besitos
Mara
ich habe mich nun auch endlich nach draußen gewagt und möchte mich erst mal bei allen die mich im Vorfeld unterstützt und Mut gemacht haben bedanken.
Am Freitag Abend nachdem ich mir beim Abendessen mit zwei oder drei Bier noch ein bisschen Mut angetrunken hatte habe ich dann tatsächlich meine ersten Ausflug gemacht. Kurz vor dem Verlassen des Hotelzimmers war ich extrem aufgeregt und mein Herz schlug so laut, daß ich es zuerst für die Bässe der nahegelegen Disco hielt.
Schuhe angezogen, ein letzter Blick in den Spiegel und dann ging es raus aus dem Zimmer. Ich fühlte mich regelrecht befreit und war glücklich endlich als Mara meine ersten Schritte in die Welt zu machen. Viel zu lange war diese Frau in der hintersten Ecke meines Unterbewusstseins weggesperrt. Endlich frei!
Als ich das Zimmer abgeschlossen hatte und Richtung Ausgang lief wurde die Anspannung langsam weniger und als ich meine ersten Schritte auf der Strasse machte wurde es noch besser. Zumindest bis ich den ersten Leuten auf der Strasse begegnete, da stieg die Aufregung wieder leicht an.
Steffi hatte mir vorher geraten am besten dahin zu gehen wo viele Leute sind, da geht man in der Masse unter. Leuchtete mir ein und ich wollte dies auch machen aber als ich auf der Strasse stand verliess mich irgendwie der Mut. Deshalb bin ich zuzerst den etwas ruhigeren Teil der Haupstrasse entlang gelaufen und am Ende Richtung Strandpromenade abgebogen, hier war dann schon etwas mehr los und die Strandpromenade war auch noch gut voll. Ich bin an vielen Leuten aller Altersgruppen vorbeigelaufen und hatte auch immer die Befürchtung jetzt gleich entlarvt mich jemand und schaut mich böse an oder lacht mich aus. Aber nichts (zum Glück)! Die waren alle so sehr mit sich selsbt beschäftigt, ich glaube die meisten haben mich gar nicht wahrgenommen.
Am Ende der der Promenade ging es zurück zur Hauptstrasse und dann zurück Richtung Hotel. An diesem Teil der Hauptstrasse befinden sich sehr viele Bars, Restaurants und Discos und es war noch richtig gut was los. Auch hier bin ich an vielen vorbei gelaufen und auch hier hat sich niemand für mich interessiert.
Am Sonntag Abend habe ich meinen nächsten Ausflug gemacht, diesmal Stand Cadiz auf dem Progamm. Für diesen Ausflug hatte ich eine kurze Runde durch die Altstadt und ein Selfie vor der Kathedrale geplant. Dieser Ausflug fand allerdings unter etwas erschwerten Bedingungen statt. Um unauffällig aus dem Hotel zu kommen hatte ich mir die etwas neutraleren Sachen bereits im Hotelzimmer angezogen und auch die Grundierung und das Rouge aufgetragen, so daß ich dann auf dem Weg oder in Cadiz "nur" noch die Perücke aufsetzen und zu Ende schminken musste. So der Plan, in meinem jugendlichen Leichtsinn hatte ich mir das auch relativ einfach vorgestellt. Wie sich dann bei der praktischen Umsetzung zeigte war es doch nicht so einfach. Die Perücke im Auto aufzusetzen und mit den Klebestreifen fixieren und dann noch die Augen schminken und den Lippenstifft auftragen ist bei schlechten Lichtverhältnissen und nur mit dem Rückspiegel nicht ganz so einfach wie gedacht. Warum einfach wenn's auch kompliziert geht.
Es hat zwar irgendwie geklappt aber ich hatte am Anfang ein eher ungutes Gefühl so nach dem Motto: Die Perücke sitzt schief, ich bin schrecklich geschminkt und jeder entlarvt mich auf zwei Kilometern Entfernung. Irgendwie kam ich mir vor als hätte ich ein riesiges Schild mit der Aufschrift "Achtung, Achtung!" umhängen und ein Blinklicht auf dem Kopf.
An einer ruhigen Stelle hab ich erst mal ein Kontroll-Selfie gemacht und gesehen, daß ich ganz normal aussah und mir keine Sorgen wegen des Aussehens zu machen brauchte. Das erleichterte den Rest des Ausflugs ungemein und die Anspannung war weg.
Im Hotel hatte ich dann noch ein paar Bilder gemacht und gesehen, daß die Schminkerei im Auto bedeutend besser funktioniert hatte als anfangs gedacht. Die Ganze Aufregung zu Beginn des Ausflugs war umsonst gewesen.
Am Dienstag machte ich meinen dritten Ausflug, wieder nach Cadiz und auch wieder eine ähnliche Runde wie am Sonntag, diesmal gings noch zur Ruine des römischen Theaters.
Da ich in einem sehr kleinem Hotel war und an dem Tag auch noch der einzige Gast war konnte ich mich dann auch ganz in Ruhe im Hotel stylen und losfahren und bin somit natürlich auch mit einem viel besseren Gefühl losgelaufen.
Bei allen drei Ausflügen war ich immer besorgt ich könnte "entdeckt" werden, aber wie schon gesagt war dies unbegründet da mich kaum jemand beachtet hatte. Ich habe auch gemerkt, daß ich nach einiger Zeit selbstsicherer wurde. Da muss ich noch ein paar Ausflüge machen bis eine gewisse Selbstsicherheit vorhanden ist.
Der nächste Ausflug wird hoffentlich bald stattfinden auch wenn ich noch nicht genau weiß wann und wohin. An meinem Wohnort möchte ich erst mal nicht als Frau unterwegs sein, da gibt es zu viele die mich kennen.
Besitos
Mara