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Mythos Geschlecht

Verfasst: Di 25. Sep 2018, 09:38
von Cybill
Soeben entdeckt :
Typisch Mann, typisch Frau: Auch heute noch halten sich Klischees hartnäckig in unseren Köpfen. Aber was ist Fakt, was Fiktion? Harald Lesch geht auf Spurensuche nach dem wahren Unterschied.

https://www.zdf.de/wissen/leschs-kosmos ... t-100.html

Qualitätsjounalismus über den kleinen großen Unterschied!

- Cy

Re: Mythos Geschlecht

Verfasst: Di 25. Sep 2018, 11:33
von Nicole Fritz
Hallo Cybill,

ich sage immer: Die Seele ist als geistige Grundlage einer Persönlichkeit geschlechtslos. Offensichtlich bestätigen das wissenschaftliche Untersuchungen des Gehirns, das ja die "Hardware" für die Seele darstellt. Abgesehen von biologisch oder hormonell bedingten Unterschieden gibt es bei der Persönlichkeit keinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Normalerweise arrangiert sich die Seele mit dem biologischen Geschlecht. Aber manchmal passt es einfach nicht.

Wenn nun die Seele kein eindeutiges Geschlecht besitzt, ist sie grundsätzlich non-binär, also weder männlich noch weiblich. Damit wäre die "Diagnose" Transsexuell nur ein Hinweis darauf, dass man sich im non-binären Spektrum weit in Richtung des anderen Geschlechts befindet. Liegt man wie ich als biologischer Mann aber eher irgendwo in der Mitte, wird man nicht als transsexuell, sondern "nur" als "Hobby-Transvestit" eingestuft - ein "Hobby", das einen in die Verzweiflung treiben kann? - Da fühle ich mich von einigen "echten" Trans-Frauen und auch von Psychologen ausgegrenzt, die mir eine Stoffwechsel-bedingte Depression einreden wollen (Wieso bessert sich die, wenn ich meiner verhassten Männerrolle entfliehe?).

LG Nicole

Re: Mythos Geschlecht

Verfasst: Di 25. Sep 2018, 12:07
von Joe95
Nicole Doll hat geschrieben: Di 25. Sep 2018, 11:33 Hallo Cybill,

ich sage immer: Die Seele ist als geistige Grundlage einer Persönlichkeit geschlechtslos. Offensichtlich bestätigen das wissenschaftliche Untersuchungen des Gehirns, das ja die "Hardware" für die Seele darstellt. Abgesehen von biologisch oder hormonell bedingten Unterschieden gibt es bei der Persönlichkeit keinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Normalerweise arrangiert sich die Seele mit dem biologischen Geschlecht. Aber manchmal passt es einfach nicht.

Wenn nun die Seele kein eindeutiges Geschlecht besitzt, ist sie grundsätzlich non-binär, also weder männlich noch weiblich. Damit wäre die "Diagnose" Transsexuell nur ein Hinweis darauf, dass man sich im non-binären Spektrum weit in Richtung des anderen Geschlechts befindet.
Bis hier sind wir noch einer Meinung...
Liegt man wie ich als biologischer Mann aber eher irgendwo in der Mitte, wird man nicht als transsexuell, sondern "nur" als "Hobby-Transvestit" eingestuft - ein "Hobby", das einen in die Verzweiflung treiben kann?
Hier gehen unsere Meinungen auseinander.
Ich halte diese "Einstufungen" bzw. diejenigen, die sie erstellen, für irrelevant.
- Da fühle ich mich von einigen "echten" Trans-Frauen und auch von Psychologen ausgegrenzt, die mir eine Stoffwechsel-bedingte Depression einreden wollen (Wieso bessert sich die, wenn ich meiner verhassten Männerrolle entfliehe?)...
Was diese "echten" Damen (bei anderer Gelegenheit auch schon mal gerne als "Priesterinnen..." bezeichnet) betrifft kennst du meine Meinung, was diese Psychologen betrifft steht es mir nicht zu eine Meinung über deren Kompetenz zu äussern, ich kann ich nur sagen das ich an deiner Stelle das Weite suchen würde...

Re: Mythos Geschlecht

Verfasst: Di 25. Sep 2018, 15:56
von Cybill
Ähm Mädels,

der Beitrag stellt weder meine persönliche Meinung noch meine Erfahrung dar. Ich habe nur auf ihn aufmerksam gemacht.

Gruß

- Cy

Re: Mythos Geschlecht

Verfasst: Mi 26. Sep 2018, 10:48
von sbsr
Cybill hat geschrieben: Di 25. Sep 2018, 15:56 der Beitrag stellt weder meine persönliche Meinung noch meine Erfahrung dar.
Hm, also meine eigentlich schon, sowohl Meinung als auch Erfahrung. Ich empfinde jede solche Sendung als Schritt gegen den blau/rosa Geschlechter Wahnsinn. Mehr davon bitte, in der Prime Time.

Re: Mythos Geschlecht

Verfasst: Mi 26. Sep 2018, 11:37
von Ulrike-Marisa
Moin,

noch werden diese Klischees, die allgegenwärtig sind, zur Machtausübung bzw. deren Erhalt in Familie, Kirche, Wirtschaft und Politik gepflegt und angewendet. Der Mensch an sich mit seiner individuellen Person, Persönlichkeit und seinen Fähigkeiten steht dabei leider immer noch nicht uneingeschränkt im Mittelpunkt. Da gibt es noch viel zu tun...

Grüße, Ulrike-Marisa

Re: Mythos Geschlecht

Verfasst: Mi 26. Sep 2018, 20:44
von Olivia
Hallo,

die Sendung war gut - wie fast alles von Lesch - nur dass er an und für sich nur weiblich und männlich als natürlich anerkannt hat und jede weitere Form von Geschlecht quasi abgelehnt hat, fand ich überdenkenswert"¦

liebe Grüße von Olivia

Re: Mythos Geschlecht

Verfasst: Mi 26. Sep 2018, 21:07
von Cybill
@ Olivia
Es gibt nur zwei maximale Ausprägungen: männlich und weiblich. Wissenschaftlich wird es z.B. dadurch quantifiziert, indem eine Skala von z.B. 0 bis 14 eingeführt wird - 0 vollständig männlich z.B. Sergej Walujew, 14 vollständig weiblich z.B. Sophie Loren. Alles andere wäre dazwischen z.B. vollständig androgyn bei 7.
Oder fällt dir noch was Anderes ein?😇


Ich bin ganz offensichtlich in den vergangenen Jahren ganz langsam vom Bereich unter 7 in den Bereich über 7 gewandelt, ohne es wirklich zu merken.

- Cy

Re: Mythos Geschlecht

Verfasst: Mi 26. Sep 2018, 21:30
von Jaddy
Olivia hat geschrieben: Mi 26. Sep 2018, 20:44die Sendung war gut - wie fast alles von Lesch - nur dass er an und für sich nur weiblich und männlich als natürlich anerkannt hat und jede weitere Form von Geschlecht quasi abgelehnt hat, fand ich überdenkenswert"¦
Lesch ist generell ziemlich konservativ, anti-progressiv und religiös angehaucht. Das geht so ein bisschen unter hinter dem weiser Professor-Image, aber wenn man sich seine Sendungen im Überblick anguckt, fällt es schnell auf.

Ich denke, er ist inzwischen in der Kategorie angekommen, die Arthur C. Clarke meinte in seinem ersten Gesetz meinte: "Wenn ein angesehener, aber älterer Wissenschaftler behauptet, dass etwas möglich ist, hat er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit recht. Wenn er behauptet, dass etwas unmöglich ist, hat er höchstwahrscheinlich unrecht."

Re: Mythos Geschlecht

Verfasst: Mi 26. Sep 2018, 21:51
von Jaddy
Cybill hat geschrieben: Mi 26. Sep 2018, 21:07Es gibt nur zwei maximale Ausprägungen: männlich und weiblich. Wissenschaftlich wird es z.B. dadurch quantifiziert, indem eine Skala von z.B. 0 bis 14 eingeführt wird - 0 vollständig männlich z.B. Sergej Walujew, 14 vollständig weiblich z.B. Sophie Loren. Alles andere wäre dazwischen z.B. vollständig androgyn bei 7. Oder fällt dir noch was Anderes ein?😇
Was hälst Du von einem Modell von Vektoren? Ich mag ja das Genderbread mit den 5 Doppelskalen. Ich würde für jede der fünf eine Ebene aufspannen, bei der die "männliche" und die "weibliche" Achse senkrecht aufeinander stehen. Begründung: Ein mehr an "männlichen" Anteilen bedeutet nicht automatisch weniger an "weiblichen". Bezogen auf die üblichen Vorurteile kann ein Mensch durchaus sowohl kinderfürsorglich sein, wie auch ingenieurwissenschaftliche Fachkraft.

Re: Mythos Geschlecht

Verfasst: Mi 26. Sep 2018, 22:31
von Cybill
War ja nur ein Schnellschuss angelehnt an die PH-Skala, zum Zwecke der Erklärung des Beitrages.

Ich habe auch noch ein Einheitskreis-Ähnliches Modell der politischen Ausrichtung gebaut. (pl)

Fühle dich frei zu nutzen, was Du willst.

Gruß

Cy