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ZEITjUNG über das "dritte Geschlecht"

Verfasst: Do 6. Sep 2018, 18:32
von Anne-Mette

Re: ZEITjUNG über das "dritte Geschlecht"

Verfasst: Fr 7. Sep 2018, 07:59
von Jenina
Hallo,

kleiner Fauxpas an Anfang:
Die Regierung hat das dritte Geschlecht beschlossen.
Was unsere Regierung doch so alles drauf hat!

Jenina

Re: ZEITjUNG über das "dritte Geschlecht"

Verfasst: Fr 7. Sep 2018, 14:07
von Marlene K.
Ich bin durch Teile des Textes irritiert. Auch wenn Intersexualität und Transidentität definitiv zwei Dinge sind, finde ich es sehr seltsam, dass rein körperliche für "sachlicher" zu halten als das "Gedöns" nur fühlen.
Obwohl es fünf Mal mehr Intersexuelle als Transsexuelle gibt und die Intersexualität zweifelsfrei immer körperlich feststellbar ist, landet es doch meist in der selben Schublade. Dabei sind Transsexuelle immer ganz normale Frauen und Männer, die sich als das genau andere Geschlecht "fühlen".
....
Der Intersexuelle musste ein Transsexuellen-Gutachten machen, weil die Standesämter daran zweifelten, ob der Geschlechtseintrag bei der Geburt falsch war oder Transsexualität vorliegt. Wenn sich der Intersexuelle weigerte, das Transsexuellen-Gutachten zu machen, wurde die Klage auf Streichung seines Geschlechtseintrags einfach abgelehnt — mit der Begründung, dass zweifelsfrei Transsexualität bestehe. In meinem Fall schickte das Transsexuellen-Gericht sofort einen Beschluss, dass keine Transsexualität, sondern Intersexualität vorliegt. Doch das Standesamt, die Standesamtsaufsicht sowie das für die Streichung zuständige Registergericht hielten an ihren Zweifeln fest.

Ich denke, dass Männer eben Männer und Frauen eben Frauen sind und wir etwas ganz anderes. Es wäre ein Verbrechen, diesen Fakt zu unterschlagen. Jeder Mensch hat ein Geschlecht, das körperlich angelegt ist und jede Zelle hat die Information darüber. Daran gibt es einfach keinerlei Zweifel.
Auch wenn die Fakten klar benannt sind, stört mich das Wertende in den von mir gemachten Hervorhebungen, oder bin ich da zu überempfindlich?
Ich hoffe doch sehr, dass Schwule und Lesben durch das dritte Geschlecht endlich von der Gesellschaft als normal angesehen werden können und sich die Geschlechtswechsel, die vielleicht auch durch den gesellschaftlichen Druck entstanden sind, also die Transsexualität, verringern. Sicher wird es 20 Jahre brauchen, bis die Gesellschaft realisiert hat, dass es Intersexuelle gibt, und vielleicht noch einmal 20 Jahre, bis sie eine Ahnung davon hat, was das bedeutet.
Hier benennt Ren, nicht näher (Funktion im Verein) gekennzeichnetes Mitglied des Vereins Intersexuelle Menschen, dass verbindende Problem für Intersexuelle und Trans*menschen, die nonbinär empfinden. Deutlich zu sehen ist meiner Beobachtung nach ein Druck der Gesellschaft zu binärer Festlegung, die hier allerdings teilweise unterschwellig für Trans*menschen auch gefordert/gesehen wird.