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Steigende Kosten bei der Hormontherapie

Verfasst: Di 4. Sep 2018, 14:59
von Anja
Moinsen,

ich komme gerade von meinem halbjährlichen Endo-Termin, natürlich wieder mit einem Rezept, das meinen Bedarf an Medikamenten für die kommenden 6 Monate decken soll.
Nun habe ich von meiner Apotheke erfahren, das der sogenannte "Festbetrag" sich geändert hat und ich nun mehr zuzahlen müsse. Bisher habe ich mein Androcur für 5€ pro Packung bekommen, nun sind mindestens 15€ pro Packung fällig (bei Import). Beim Original, welches ich bisher bekommen habe, wären es dann schon mindestens 25€.
Mal eben so eine Preissteigerung für den Patienten um 300% bzw. 500% für das Original.
Um Kosten zu sparen werden ich wohl wieder zu meinem alten "Modell" wechseln und 50mg Tabletten vierteln...

Für Androcur und Gynokadin liege ich mit meinem Rezept nun bei einer Zuzahlung von €165,- (für das "Original" das ich bisher bekommen habe).
Nähme ich den Import, wären immer noch €105,- fällig.

Beim letzten Mal hat mich das noch €45,- gekostet... :(

Grüße
die Anja

Re: Steigende Kosten bei der Hormontherapie

Verfasst: Di 4. Sep 2018, 15:29
von ChristinaF
Finde ich auch eine Zumutung.
Zumindest beim Gynokadin ist bei mir, preislich gesehen, alles beim alten geblieben. Keine Preiserhöhungen.
LG Christina

Re: Steigende Kosten bei der Hormontherapie

Verfasst: Di 4. Sep 2018, 15:33
von Anja
Hallo Christina,

betrifft auch "nur" das Androcur. Bis jetzt...
Anscheinend sind solche Festbetragsänderungen bei Medikamenten keine Seltenheit. Hab eine Freundin, die ist Apothekerin, die hat mir das heute mal etwas erklärt ;-)

Grüße
die Anja

Re: Steigende Kosten bei der Hormontherapie

Verfasst: Di 4. Sep 2018, 15:49
von Tatjana_59
Das ist voll fies und hinterhältig.
Das sind Kosten die nirgends erwähnt werden, und auf keinem Lohnzettel auftauchen.
Da kann man sich leicht damit brüsten evtl den Kassenbeitrag minimal gesenkt zu haben. Man bekommt die Kohle ja doppelt und dreifach durch die Hintertür zurück.
Das betrifft sicher jede Menge Medikamente die nichts mit Hormone zu tun haben ebenfalls.
Hammer.......

LG Tatjana

Re: Steigende Kosten bei der Hormontherapie

Verfasst: Di 4. Sep 2018, 17:47
von Bea Magdalena
Da stimme ich Dir zu, Tatjana,
Beitragsentlastungen gehen max. zur Hälfte auf unser Konto, während Kostensteigerungen bei Medikamenten wir allein bezahlen.
ich finds auch nicht o.k. :cry:
Schade. Wenn dann ich in den Medien die Rufe nach einem starken Staat höre, wird mir schlecht. Ich wünsche mir einen sozialen und gerechten Staat!
Schöne Grüße
Bea

Re: Steigende Kosten bei der Hormontherapie

Verfasst: Mi 5. Sep 2018, 11:15
von Anja
Moinsen,

kleines Update dazu noch von meiner Seite. Beim Überprüfen von anderen Packungsgrößen und Dosierungen von Androcur fanden wir heraus, das für die 50 Stück Packung mit 50mg nur die normale Rezeptgebühr (€5,-) fällig wird. Diese geviertelt (also 50 Tabletten ergeben dann 200 Stück) decken die nächsten 6 Monate gut ab. Da wir die Androcur Dosis bei mir eh erhöhen wollten, kommt mir das sogar entgegen.
Somit zahle ich dann (mit dem neuen Rezept) nur €20,- für Gynokadin und Androcur zusammen statt €165,-! Damit kann ich leben. Meine Endo schickt mir das neue Rezept dann zusammen mit dem Laborbericht zu.

Da, trotz des gleichen Medikamentes, so unterschiedliche Zuzahlungen notwendig sind, lohnt sich doch ein Vergleich. Das dieses "System" nahezu sinnfrei ist, darüber waren die Apotheke und ich uns einig )))(:

Ich würde ja verstehen, das bestimmte Medikamte mehr Zuzahlung benötigen als andere. Aber das gleiche Medikament in ner anderen Packung bzw. Dosierung... Noch dazu, das höher dosiert weniger kostet...
Naja, muss man nicht verstehen...

Grüße
die Anja