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Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 13:17
von tabea80
Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 13:24
von Michi
Ich als Mensch empfehle eher die Psychatrie aufzusuchen, wenn man an irgendwelche Götter glaubt, sie anbetet und mit ihnen sogar Zwiegespräche führt.

Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 13:38
von Cybill
Wieder einmal ein klassisches Beispiel für eine Fehlinterpretation:
Der Papst empfiehlt die psychiatrische Konsultation nicht generell bei homosexuellen Neigungen , sondern, wenn sein Personal diese mit Minderjährigen ausleben will.
Im Übrigen herrscht in unserem Land Religionsfreiheit und einen Glauben zu haben ist keine psychisch auffällige Disposition zumal in aller Regel auch kein Leiden für den Gläubigen vorliegt.
Ich halte eher diejenigen für behandlungsbedürftig, die an die Götter des Geldes, der Macht, der Rasse, der Ernährung und Selbstoptimierung glauben. Das sind zwar keine Religionen, ihre Anhänger können aber jedem Dschihadisten das Fürchten lehren.*
- Cy
*für diejenigen, die es nicht mitbekommen haben: das war Zynismus
Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 13:52
von Michelle_Engelhardt
Fehlinterpretation....aha?
Also ich lese in dem Beitrag nicht, das es um Personal mit pädophilen Neigungen geht. Vielmehr redet er von Kindern, die homosexuelle Neigungen zeigen.
Oder hat die Zeitung es falsch interpretiert?
Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 14:13
von Marlene K.
Hallo, Ihr Lieben,
auch ich lese in dem Artikel nicht, dass der Papst auf seine sündigen Priester eingeht. Allerdings rät er auch nicht zu einer psychiatrischen Behandlung aller homosexuellen Menschen.
Ich sehe, dass es sicherlich für gläubige Katholik*innen, die homosexuell sind schwer auszuhalten ist, dass sie zwar sein dürfen, wie sie sind, aber dies nicht körperlich ausleben dürfen. Diesen Spagat muss allerdings jede*r Katholik*in aushalten, die verhütet oder gar abtreibt.
Hier muss jede*r für sich sehen, wie er die Widersprüche aushalten kann.
Ralf-Marlen
Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 14:22
von ExUserIn-2026-04-08
Sofern ich das richtig lese, meint er mit "zum Psychater gehen" auch keine "Heilung", sondern um den richtigen Umgang zu lernen. Die Eltern seien schuld, dass das Kind solche Neigungen zeigt.
Die Kirche unterscheidet zwischen Personen mit homosexueller Veranlagung und homosexuellen Akten. Während sie in ihrer Lehre daran festhält festhält, dass homosexuell veranlagten Menschen "mit Achtung, Mitleid und Takt" zu begegnen sei, bezeichnet er sexuelle Akte zwischen gleichgeschlechtlichen Personen als "schlimme Abirrung" (Katechismus der Katholischen Kirche, Absatz 2357 ff.).
...
Die Neigung zur Homosexualität unterliege keiner bewussten Entscheidung und werde daher nicht als "Sünde" betrachtet. Allerdings gehe damit eine "Tendenz, die auf ein sittlich betrachtet schlechtes Verhalten ausgerichtet ist", einher, so dass "die Neigung selbst als objektiv ungeordnet angesehen werden" müsse.
Für mich klingen die Zitate eher als ein hilfloser Versuch, eine Spaltung zwischen relativ liberalen Positionen und Konservatismus zu vermeiden. Oder anders gesagt, es geht um Macht im Vatikan und Kontrolle über die Menschen. Wer hat die Deutungshoheit ? Hinter den Vorhängen tobt ein "Krieg". Was er selber denkt, ist zweitrangig.
Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 15:44
von conny
MichiWell hat geschrieben: Mo 27. Aug 2018, 13:24
Ich als Mensch empfehle eher die Psychatrie aufzusuchen, wenn man an irgendwelche Götter glaubt, sie anbetet und mit ihnen sogar Zwiegespräche führt.
der smiley macht deinen beitrag nicht weniger verletzlich für manche hier.
Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 17:33
von Michi
conny hat geschrieben: Mo 27. Aug 2018, 15:44
MichiWell hat geschrieben: Mo 27. Aug 2018, 13:24
Ich als Mensch empfehle eher die Psychatrie aufzusuchen, wenn man an irgendwelche Götter glaubt, sie anbetet und mit ihnen sogar Zwiegespräche führt.
der smiley macht deinen beitrag nicht weniger verletzlich für manche hier.
Ich vertraue darauf, dass niemand meinem kleinen Beitrag etwas Böses antun will.
... und, dass der ganz überwiegende Teil noch Ironie und Sarkasmus, sowie den Kontext versteht.
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass sich hier jemand den Schuh anzieht, weil er/sie ernsthaft glaubt, dass Homosexuelle in die Psychiatrie gehören würden.
Obwohl ... andererseits können sich manche auch nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, denen Groß-/Kleinschreibung wichtig ist, und darauf Rücksicht nehmen.
Aber wieder on topic ...
Die Kirche, insbesondere deren "oberster Vertreter auf Erden" gibt im Jahre des Herrn 2018 immer noch die Parole aus: "Schwules Ficki-Ficki ist bäh!" und: "Der liebe Gott will euch damit nur prüfen!". Und wenn der Großteil der Kirchgänger das genau so sieht oder es mehr oder weniger duldet, dann ... sorry ... aber wenn es um Eingriffe in die persönliche Freiheit und in die Selbstbestimmung geht, dann werde ich gnatzig.
Um es in Anlehnung an Voltaire zu sagen:
Ich werden jedem Schwulen auf die Pfoten hauen, der versucht mich anzugrabschen. Aber ich bin strikt dafür, dass Homosexuelle so leben dürfen wie wollen, mit einem Menschen an ihrer Seite, den sie lieben und der sie liebt, und ebenso dafür, dass sie zusammen ihren Spaß im Bett haben.

Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 17:45
von Emilia
Hallo,
Schlagzeilenpsychologie sollte nicht der Anlass einer Religionsauseinandersetzung sein. Die Medienüberschrift stimmt mit dem Ergebnis des Interviews nicht überein.
Gruß, Emi.
Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 18:00
von conny
MichiWell hat geschrieben: Mo 27. Aug 2018, 17:33
Die Kirche, insbesondere deren "oberster Vertreter auf Erden" gibt im Jahre des Herrn 2018 immer noch die Parole aus: "Schwules Ficki-Ficki ist bäh!"
Es gibt ja nicht "die" Kirche und Du meinst nicht die evangelische...
MichiWell hat geschrieben: Mo 27. Aug 2018, 17:33
Und wenn der Großteil der Kirchgänger das genau so sieht oder es mehr oder weniger duldet, dann ... sorry ... aber wenn es um Eingriffe in die persönliche Freiheit und in die Selbstbestimmung geht, dann werde ich gnatzig.
Niemand wird gezwungen, in der katholischen Kirche zu sein. Dazu hat PoliTunte etwas richtiges geschrieben.
Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 18:29
von Michi
conny hat geschrieben: Mo 27. Aug 2018, 18:00
Niemand wird gezwungen, in der katholischen Kirche zu sein.
Nein, natürlich nicht. Man wird nur in gewisser Weise "gezwungen" besser genötigt, sich für das Eine und gegen das Andere zu entscheiden, oder eben umgekehrt. Man soll für oder gegen etwas leben, obwohl es keinen vernünftigen Grund dafür gibt.
Wie man es auch dreht und wendet, es wird nicht besser. Und Menschenfeindlichkeit, wie nett sie auch verpackt sein mag, wie auch immer sie bemäntelt wird, und ganz gleich ob man Homosexuelle nun zum Psychiater schickt oder direkt verachtet. Es ist und bleibt Menschenfeindlichkeit. Punkt!
conny hat geschrieben: Mo 27. Aug 2018, 18:00
Es gibt ja nicht "die" Kirche und Du meinst nicht die evangelische...
Nachtrag: Der Papst und sein Vertreter sprechen übrigens von "christlichen Prinzipien", obwohl nur "Chef" der Katholiken. Man nimmt es dort offensichtlich auch nicht so genau.
Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 18:38
von Yasmine
Ich besorge mir mal ein paar Chips.
Das wird wieder ein "Alle gegen die bösen Christen"-Thread.
Yasmine, die Christin, leht sich zurück.
Lasst die Spiele beginnen.
Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 19:15
von Whoopy Highfly
Ich möchte nicht direkt auf den Bericht eingehen.
Eine Religionslehrerin für die Katholiken hat mal folgendes zu mir gesagt:
Sie glaube oder wisse, das 60% der Priester und 70% der Mönsche homosexuell sind. Darüber rede die Kriche nicht. Aber sie bezahlt lieber für die unehelichen Kinder der Priester, Mönschen und Nonnen.
Das ist nicht öffentlich. So falsch wird die Moral geschrieben.
Eins weiß ich, das bei einem Nonnenkloster bei mir in der Nähe, bei Ausgrabungen 100erte von Babyskletten gefunden wurden. Auch die Moral der mittelalterlichen Kirche.
Ich bin am überlegen, ob ich nicht aus der Kirche austreten soll. Bin allerdings noch dabei, wegen den Kindern.
Gruß Steffi
Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 19:26
von Exuser-2019-01-04
MichiWell hat geschrieben: Mo 27. Aug 2018, 13:24
Ich als Mensch empfehle eher die Psychatrie aufzusuchen, wenn man an irgendwelche Götter glaubt, sie anbetet und mit ihnen sogar Zwiegespräche führt.
Ich hoffe einmal, daß war selbstironisch gemeint, sonst ist es sowas von daneben, daß es ungeheuerlich ist. Ich empfehle Dir, Michi, doch einfach mal nachzudenken, denn mit letzterem (virtuelle "Zwiegespräche") fühle ich mich angesprochen. Vielleicht hast Du aber einfach nur mal wieder keine Ahnung von dem, was du schwätzt.
Der katholischen Kirche stehe ich inzwischen selbst nicht mehr nahe, da ich einen Teil ihrer Vertreter, insb. Franziskus, ablehne. Dafür kann aber unser Schöpfer nichts...
Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Verfasst: Mo 27. Aug 2018, 19:47
von Whoopy Highfly
Hallo Sasha,
Ein Kirchen Bediensteter hat mal gesagt, auf die Frage, warum sowenige in die Kirche gehen:
Die Leute haben nix gegen den da oben, sondern gegen sein Bodenpersonal.
Fande, das sagt schon alles
Gruß Steffi