Was bin ich?
Verfasst: Fr 22. Jun 2018, 06:43
06.00Uhr morgens, es wird hell.
Ich sitze vor dem Rechner, hole Post ab und schaue durch das Internet.
Ein Mini-Game läuft im Hintergrund. Ab und an mal drauf klicken und gut ist.
Der grosse Becher mit Kaffee steht neben mir.
Schussfest, hart wie Beton, wenn man den nicht gewöhnt ist zieht der einem die Schuhe aus... mit Socken.
Im Bergau hat man so was zum spülen der Rohre verwendet
oder auf dem Schiff aus der Bilge gepumpt.
"Gesoffen" wird aus einem alten 0.5L Tonkrug.
Einst für Bier gedacht, doch jetzt hält er meine Plempe war.
Ob ich mit dem Zeug Farbe entfernen kann?
Zumindest kommt die Straßenkolonne immer bei mir vorbei, und will das Rezept haben, da es fester ist als Asphalt.
Saufen? Denke ich. Hab ich seit 11.5 Jahren nicht mehr gemacht. Bin stolz trocken zu sein.
Es ist leicht kühl und windig. Hell-Graue Wolken ziehen schnell vorbei und ein kaltes Lüftchen zieht in mein Wohnzimmer, wo der Rechner steht.
40qm... mein Reich, wo ich seit der Trennung '13 alleine wohne.
40qm wo sich viel emotionales hinter verschlossenen Türen abgespielt hat.
Ich mich aufgegeben und gefunden habe.
40qm die mehr Schweiß und Tränen gesehen haben als mir lieb ist.
Jetzt sitzt "Tanja" vor dem Rechner.
Frank... der ursprünglich eingezogen ist gibt es nicht mehr.
Frank ist nur noch ein Schatten aus der Vergangenheit.
Etwas, was man flüstern kann... was vergessen werden sollte.
Frank, zweites Kind einer kaputten Ehe.
Gedacht als Rettungskind. Nie der Junge gewesen der er äusserlich hätte sein sollen.
Frank, der Weichling, der Prügelknabe zuhause und in der Schule.
Der Sonderling mit dem sich niemand abgeben wollte.
Frank war komisch, passte in keine Schiene, hat sich abgesondert, war unerreichbar.
Aber immer das gefundene Opfer.
Frank hegte ein Geheimnis, er war nie alleine.
Er hatte eine "Freundin", ein Alterego, was er behüten und schützen musste auch wenn er sich selbst dafür aufgeben musste.
Er hat sich um "Tanja" gelegt wie eine Decke. Niemand sollte je von Ihr erfahren.
Niemand sollte Ihr weh tun, und Sie sollte nie das Leid durchmachen was er durch gemacht hat.
Frank hatte kaum soziale Kontakte, hatte seine Schutzmauern so hoch gezogen das die Leute Ihn gemieden haben.
Passiv-aggressive Kleidung, immer von oben herab und schwer zu packen.
Frank hat die inneren Mauern so weit hoch gezogen das sie eingestürzt sind.
Er war alleine, hat eine Scheidung hinter sich, und war einsam.
Seine Art funktionierte nicht in der Welt, darum hat er sich mehrfach versucht das Leben zu nehmen.
Als auch das nicht geklappt hat, hat er sich zurück gezogen. Soweit das er kaum noch zum einkaufen raus kam. Niemand war für Ihn da... außer Tanja in seinem Herzen.
Dezember 2017 ist Frank "gestorben" und hat die Welt für Tanja frei gegeben.
Ein neues "Leben" erschaffen, eine neue Persönlichkeit.
Tanja hat viel von Frank gelernt...
Sie ist offen, lustig, fröhlich und geht einen Weg den Frank niemals gewagt hätte.
Tanja springt auch ins kalte Wasser, ist spontan und braucht nicht für alles einen Plan.
Sie ist ein kleiner verschmuster Wildfang. Lebensfroh geht Sie ihren Weg und erkundet die Welt.
Eine Welt die sie immer nur aus dem Schatten hinter Franks Mauern hat wahrnehmen können.
Ich... ich bin Tanja und ich gehe meinen Weg.
Ich sitze vor dem Rechner, hole Post ab und schaue durch das Internet.
Ein Mini-Game läuft im Hintergrund. Ab und an mal drauf klicken und gut ist.
Der grosse Becher mit Kaffee steht neben mir.
Schussfest, hart wie Beton, wenn man den nicht gewöhnt ist zieht der einem die Schuhe aus... mit Socken.
Im Bergau hat man so was zum spülen der Rohre verwendet
oder auf dem Schiff aus der Bilge gepumpt.
"Gesoffen" wird aus einem alten 0.5L Tonkrug.
Einst für Bier gedacht, doch jetzt hält er meine Plempe war.
Ob ich mit dem Zeug Farbe entfernen kann?
Zumindest kommt die Straßenkolonne immer bei mir vorbei, und will das Rezept haben, da es fester ist als Asphalt.
Saufen? Denke ich. Hab ich seit 11.5 Jahren nicht mehr gemacht. Bin stolz trocken zu sein.
Es ist leicht kühl und windig. Hell-Graue Wolken ziehen schnell vorbei und ein kaltes Lüftchen zieht in mein Wohnzimmer, wo der Rechner steht.
40qm... mein Reich, wo ich seit der Trennung '13 alleine wohne.
40qm wo sich viel emotionales hinter verschlossenen Türen abgespielt hat.
Ich mich aufgegeben und gefunden habe.
40qm die mehr Schweiß und Tränen gesehen haben als mir lieb ist.
Jetzt sitzt "Tanja" vor dem Rechner.
Frank... der ursprünglich eingezogen ist gibt es nicht mehr.
Frank ist nur noch ein Schatten aus der Vergangenheit.
Etwas, was man flüstern kann... was vergessen werden sollte.
Frank, zweites Kind einer kaputten Ehe.
Gedacht als Rettungskind. Nie der Junge gewesen der er äusserlich hätte sein sollen.
Frank, der Weichling, der Prügelknabe zuhause und in der Schule.
Der Sonderling mit dem sich niemand abgeben wollte.
Frank war komisch, passte in keine Schiene, hat sich abgesondert, war unerreichbar.
Aber immer das gefundene Opfer.
Frank hegte ein Geheimnis, er war nie alleine.
Er hatte eine "Freundin", ein Alterego, was er behüten und schützen musste auch wenn er sich selbst dafür aufgeben musste.
Er hat sich um "Tanja" gelegt wie eine Decke. Niemand sollte je von Ihr erfahren.
Niemand sollte Ihr weh tun, und Sie sollte nie das Leid durchmachen was er durch gemacht hat.
Frank hatte kaum soziale Kontakte, hatte seine Schutzmauern so hoch gezogen das die Leute Ihn gemieden haben.
Passiv-aggressive Kleidung, immer von oben herab und schwer zu packen.
Frank hat die inneren Mauern so weit hoch gezogen das sie eingestürzt sind.
Er war alleine, hat eine Scheidung hinter sich, und war einsam.
Seine Art funktionierte nicht in der Welt, darum hat er sich mehrfach versucht das Leben zu nehmen.
Als auch das nicht geklappt hat, hat er sich zurück gezogen. Soweit das er kaum noch zum einkaufen raus kam. Niemand war für Ihn da... außer Tanja in seinem Herzen.
Dezember 2017 ist Frank "gestorben" und hat die Welt für Tanja frei gegeben.
Ein neues "Leben" erschaffen, eine neue Persönlichkeit.
Tanja hat viel von Frank gelernt...
Sie ist offen, lustig, fröhlich und geht einen Weg den Frank niemals gewagt hätte.
Tanja springt auch ins kalte Wasser, ist spontan und braucht nicht für alles einen Plan.
Sie ist ein kleiner verschmuster Wildfang. Lebensfroh geht Sie ihren Weg und erkundet die Welt.
Eine Welt die sie immer nur aus dem Schatten hinter Franks Mauern hat wahrnehmen können.
Ich... ich bin Tanja und ich gehe meinen Weg.