Seite 1 von 1
Re: Was darf, was kann, was bin ich
Verfasst: Sa 26. Mai 2018, 10:18
von Exuser-2019-01-04
Hallo Gerda,
ich beziehe mich auf Deinen Text ab "Es wächst der Wunsch,...", der erste Teil war bei mir anders gelaufen...
Auch mich beschäftigen seit einigen Monaten genau diese Fragestellungen und eben das Dilemma zwischen Rücksichtnahme und Angst auf der einen Seite und dem Wunsch, mich so zu geben, wie ich mich fühle. Nach zwischenzeitlichen Momenten, zu wissen, was ich will, folgen dann die wesentlich längeren Momente, wo ich mich zurückgeworfen und verwirrt sehe. Auch ich nehme Rücksicht auf Familie, um in unserem kleinen Ort keine Aufmerksamkeit zu erregen. Ende dieses Dilemmas: nicht in Sicht.
Allerdings findet bei mir kein "Bauchkribbeln" mehr statt, im Grunde ist die Wahl der Kleidung eine einfache Frage der momentanen Umstände und Laune, denn ich trage eigentlich nur noch Damenkleidung, um meinem androgynen Selbstverständnis Rechnung zu tragen. Im Rock habe ich mich - nach aussen sichtbar - bisher nur bis zum Briefkasten getraut. Ob mich Leute anstarren oder ähnliches, kann ich nicht sagen, das blende ich offenbar unbewußt aus.
Fazit: viele Fragen, keine Antworten. Unzufrieden und unglücklich, aber in der Hoffnung, daß sich der Knoten irgendwann lösen läßt.
Ich wünsche Dir Kraft und Verständnis seitens Deiner Nächsten!
VG Sasha
Re: Was darf, was kann, was bin ich
Verfasst: Sa 26. Mai 2018, 11:16
von ExuserIn-2018-12-09
Mit meinen Kindern halte ich mich ihnen zu liebe in der Öffentlichkeit eindeutig zurück.
Ich rate dies auch jedem an.
Schließlich müssen unsere Kinder mit Mobbing in der Schule damit auseinander setzen und nicht wir.
Haha......dein Papa ist ne Transe.
Wer das seinen Kindern bewusst antut gehört mMn an den Pranger gestellt !
Re: Was darf, was kann, was bin ich
Verfasst: Sa 26. Mai 2018, 15:32
von Joe95
gerda hat geschrieben: Fr 25. Mai 2018, 22:22...
Darf ich das?...
Das kommt in der Hauptsache darauf an wessen Leben du lebst.
Das der Nachbarn, dann frag die, nicht uns.
Dein eigenes?
Dann bist du hier richtig, du wirst einen Kompromiss finden zwischen dem was du brauchst und dem, was du deinem Umfeld zumuten möchtest.
Kann ich das? Wie stark bin ich noch von der "gesellschaftlichen Norm" geprägt, nach dem Motto: Das macht man nicht! Ich will aber, traue mich nur noch nicht. Was kommt an Spott und Häme, auch für meine Frau.
Wenn ich all die Berichte nehme, die ich gehört habe und dazu meine eigenen Erfahrungen (immerhin auch schon über zwei Jahrzehnte) weiß ich dass es in der Hauptsache darum geht wie natürlich und selbstbewusst du bist.
Ein schlechtes Gewissen riecht man auf einen Kilometer und wenn du selber Zweifel zeigst bist du schon das Opfer.
Wer, wie, was bin ich? Zerrissen! Unzufrieden! Glücklich, dass ich eine tolle Frau habe. Mit meinem Körper fraulich nicht so ganz einverstanden. (Muss viel Bauch weg, etwas mehr Busen wäre auch schön). Ich fühle mich überwiegend weiblich.
Mach dir keine Sorgen. Lass dich drauf ein und du wirst es erfahren.
Wie habt ihr es erlebt, diese Unsicherheit, Ungewissheit, Angst, Bauchkribbeln wenn mit Slip und Strumpfhose drunter. Die Möglichkeit damit erwischt zu werden...
Die Unsicherheit hab ich mit mir selber ausgemacht und nur getan wessen ich mir sicher war.
Die Möglichkeit erwischt zu werden hat es bei mir nie gegeben, da ich alles was ich tat sehr offen ausgelebt habe.
Re: Was darf, was kann, was bin ich
Verfasst: So 27. Mai 2018, 16:42
von Michi
Sahara65 hat geschrieben: Sa 26. Mai 2018, 11:16
Mit meinen Kindern halte ich mich ihnen zu liebe in der Öffentlichkeit eindeutig zurück.
Ich rate dies auch jedem an.
Schließlich müssen unsere Kinder mit Mobbing in der Schule damit auseinander setzen und nicht wir.
Haha......dein Papa ist ne Transe.
Wer das seinen Kindern bewusst antut gehört mMn an den Pranger gestellt !
Niemand sollte, wegen was auch immer, an den Pranger gestellt werden!
Schandstrafen sind vom niederen Rachegedanken geprägt, und bestätigen ganz im Gegenteil der Masse auch noch, andere Menschen wie Dreck behandeln zu dürfen, so lange sich nur ein Grund zur Rechtfertigung dafür finden lässt.
Daher empfinde ich Verachtung für Menschen, die derartig menschenunwürdiges fordern.
Re: Was darf, was kann, was bin ich
Verfasst: So 27. Mai 2018, 17:00
von Michi
Hallo Gerda,
ich verstehe dein Problem, aber leider gibt es darauf keine einfachen Antworten. Auch ich muss mich jetzt wieder mit diesen Fragen auseinandersetzen, nach dem ich eine neue Frau kennengelernt habe, und auch wieder Kinder im Haushalt habe werde, wenn ich mit ihr zusammenleben möchte.
Vor meinem Sohn, der inzwischen ausgezogen ist, habe ich es geheim gehalten, auch wenn ich anfangs mit meiner damaligen Lebensgefährtin geplant hatte, ihn einzuweihen. Aber ihre Tochter, die im Nachbarort wohnte, war informiert, und sehr verständnisvoll.
Du wirst deinen Weg schon finden. Unterstützung hast du ja. Also immer schön reden, reden, reden.
Liebe Grüße
Michi
Re: Was darf, was kann, was bin ich
Verfasst: So 27. Mai 2018, 21:51
von Inga
Hallo, Gerda,
beim Durchlesen habe ich so gedacht: Ja, juristisch gesehen darf man alles. Aber ob es weise ist, es auch zu tun? Denn es ist kein Grund
zur Eile. Ich denke, du solltest abwarten, bis sich alle damit wohl fühlen können.
Liebe Grüße
Inga
Re: Was darf, was kann, was bin ich
Verfasst: Mo 4. Jun 2018, 14:54
von ExUserIn-2026-04-08
Sahara65 hat geschrieben: Sa 26. Mai 2018, 11:16
Haha......dein Papa ist ne Transe.
Wer das seinen Kindern bewusst antut gehört mMn an den Pranger gestellt !
Das ist natürlich eine verständliche Haltung. Ich würde eine andere Sichtweise bevorzugen.
Wie können wir etwas mit dieser Haltung verändern ? Zementieren wir nicht die Verhältnisse damit ?
Aus meiner Sicht ist diese Haltung verantwortungslos sich selber gegenüber und damit auch den Kindern. Denn woher sollen sie denn lernen, dass man zu sich und seiner Meinung stehen kann ?
Ich schütze meine Kinder nicht, in dem ich sie vor Tatsachen bewahre. Ich schütze sie, wenn ich ihnen beibringe mit Tatsachen umzugehen ...
Re: Was darf, was kann, was bin ich
Verfasst: Di 5. Jun 2018, 05:12
von ExuserIn-2019-12-18
Sahara65 hat geschrieben: Sa 26. Mai 2018, 11:16
Mit meinen Kindern halte ich mich ihnen zu liebe in der Öffentlichkeit eindeutig zurück.
Ich rate dies auch jedem an.
Schließlich müssen unsere Kinder mit Mobbing in der Schule damit auseinander setzen und nicht wir.
Haha......dein Papa ist ne Transe.
Wer das seinen Kindern bewusst antut gehört mMn an den Pranger gestellt !
Das Du uns einen Rat geben möchtest, finde ich völlig OK, schließlich lebt das Forum von Diskussion und Austausch.
Aber dass Du mich und alle anderen an den Pranger stellen möchtest, weil wir uns outen, das ist schon ein starkes Stück und nicht mit einer Redensfloskel zu entschuldigen!