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taz: Sachkunde über sensible Sprache

Verfasst: Mo 14. Mai 2018, 19:53
von Anne-Mette
Moin,

hier geht's lang: http://www.taz.de/!5502024/

(Das Glossar wurde von der taz-Redaktion erstellt — in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung Trans*)

Gruß
Anne-Mette

Re: taz: Sachkunde über sensible Sprache

Verfasst: Mo 14. Mai 2018, 22:34
von ExuserIn-2018-12-09
Geht's noch komplizierter? Wie viel Prozent der Bevölkerung sind denn trans*irgendwas? Dafür sollten wir nicht die gesamte deutsche Sprache umschreiben, es reicht, dass 'das dritte Geschlecht' anerkannt wird - und fertig!
gebe ihm zu 100% recht, bei dem gewirr weiß ich manchmal selbst nicht mehr wer ich eigentlich bin.
also befasse ich mich erst garnicht damit.
cd und gut ist.
oder doch nicht, wer ist mann der sich wie eine frau fühlt und kleidet aber doch einen pimmel hat :D

Re: taz: Sachkunde über sensible Sprache

Verfasst: Di 15. Mai 2018, 06:49
von Michelle_Engelhardt
Sahara65 hat geschrieben: Mo 14. Mai 2018, 22:34 wer ist mann der sich wie eine frau fühlt und kleidet aber doch einen pimmel hat :D
Da das Geschlecht im Kopf und nicht zwischen den Beinen stattfindet, ist es zweitrangig ob da was rumbaumelt oder nicht (moin)

LG
Michelle

Re: taz: Sachkunde über sensible Sprache

Verfasst: Di 15. Mai 2018, 10:25
von Svetlana L
Sahara65 hat geschrieben: Mo 14. Mai 2018, 22:34
Geht's noch komplizierter? Wie viel Prozent der Bevölkerung sind denn trans*irgendwas? Dafür sollten wir nicht die gesamte deutsche Sprache umschreiben, es reicht, dass 'das dritte Geschlecht' anerkannt wird - und fertig!
[Ironie an]Was für ein großartiges Entgegenkommen - die "Dritte Option" wird anerkannt und jetzt sollen die Betroffenen mal endlich Ruhe geben. Als hätten wir keine anderen Probleme - das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen![Ironie aus]

Erst gestern zum Festakt "150. Geburtstag Magnus Hirschfeld" wurde gesagt (ich glaube von Bundesjustizministerin Barley), dass ein Gradmesser für den Zustand einer Demokratie deren Umgang mit Minderheiten sei. In meinen Augen selbstverständlich gehört dazu auch Sprache, aber das hatten wir hier ja auch schon in den verschiedensten Themen, aktuell auch unter "Trans* Sprachhandeln" kontrovers diskutiert.

P.S.: Was ich eigentlich schreiben wollte: Dieser Artikel ist vermutlich das Ergebnis der Veranstaltung "Die Salonfähigen" im taz-Cafe hier in Berlin am 12.04.18, wo es genau um das Thema "Möglichkeiten einer respektvollen und diskriminierungsfreien Berichterstattung" ging.

Re: taz: Sachkunde über sensible Sprache

Verfasst: Di 15. Mai 2018, 23:26
von Jaddy
Geht's noch komplizierter? Wie viel Prozent der Bevölkerung sind denn trans*irgendwas? Dafür sollten wir nicht die gesamte deutsche Sprache umschreiben
Nunja, möglicherweise gibt es mehr trans* als blonde Menschen auf der Welt. Naturblond sind nämlich nur ca. 2%. Rothaarig nur etwa 1,2%.
Wenn jemandem also der Wortschatz zu groß wird: einfach schon mal blond und rothaarig vergessen, dann ist wieder Platz im begrenzten Hirn.

Im Ernst: Im Artikel geht es darum, mit Respekt und Höflichkeit über Betroffene zu schreiben. Sie nicht blosszustellen, zu beleidigen, vorzuführen. Also was wäre die Alternative, die dem Kommentator vorschwebt? Keine Rücksicht? Ihre Vergangenheit und ihre Genitalien vor aller Welt ausbreiten?

Das gilt ziemlich allgemein für ziemlich alle derartigen Kommentare zu sensibler Sprache. Die Wörter, die wir besser vermeiden sollten sind Beleidigungen, respektlos und verletzen Menschen. Das hat auch nichts mit aggressiven oder repressiven Sprachregelungen totalitärer Staaten gemein. Es soll niemanden umerziehen, oder das Denken verbieten. Es geht um menschlichen Umgang miteinander.

Re: taz: Sachkunde über sensible Sprache

Verfasst: Mi 16. Mai 2018, 00:32
von Simone 65
Jaddy, du hast es richtig geschrieben.
Es geht um menschliche Umgang miteinander .
Es gibt so viele Minderheiten , es ist bald die Mehrheit .
Jeder Mensch sollte mit Respekt behandelt werden
LG Simone