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Wann ist eine Frau eine Frau?

Verfasst: Do 3. Mai 2018, 12:15
von Anne-Mette
Moin,

das Langenthaler Tageblatt setzt sich mit Entscheidungen des Welt-Leichtathletikverbandes auseinander:

https://www.langenthalertagblatt.ch/spo ... y/15189570

Gruß
Anne-Mette

Re: Wann ist eine Frau eine Frau?

Verfasst: Do 3. Mai 2018, 12:31
von Christine75
Wann hört das eigentlich auf, das das Geschlecht ausschließlich über den biologischen Körper definiert wird?
Frau oder Mann zu sein definiert sich meiner Meinung nach auch über das Gefühl, innere Einstellung usw.
Ich denke darum tut sich die Gesellschaft auch so schwer mit Transgendern. Bei Schwulen und Lesben ist das Geschlecht eindeutig, nur die sexuelle Vorliebe ist anders.
Klar ist es verwirrend, wenn ein Mann Frauenklamotten trägt, sich als Frau fühlt, aber ganz hetero eine Frau liebt.
Doch kann man ein Gefühl messen oder klar abgrenzen? Ich denke nicht.

Re: Wann ist eine Frau eine Frau?

Verfasst: Do 3. Mai 2018, 12:47
von Anja
Moinsen,

beim Sport muss man, um Chancengleicheit herzustellen, das Thema nun mal differenzierter betrachten. Und es scheint ja erwiesen zu sein, das ein hoher Testosteronspiegel bei den Frauen zu mehr Leistung führt.
Sonst wäre ja auch nicht zu erklären warum die Frau, deren Testo-Spiegel medikamentös gesenkt wurde, plötzlich etwas langsamer läuft?
Das hat nichts mit dem körperlichen oder sozialen Geschlecht zu tun. Ich kann mich ja auch ohne Hormonbehandlung juristisch zur Frau machen lassen.
Ist es dann fair, wenn ich bei sportlichen Wettkampf als Frau antrete? Ich denke nicht...
Nun liegt es halt an dem Verband, eine entsprechende Lösung zu finden.

Grüße
die Anja

Re: Wann ist eine Frau eine Frau?

Verfasst: Do 3. Mai 2018, 14:10
von ExUserIn-2026-04-08
Es wird interessant sein, wie diese Entscheidung ausfällt. Die angesprochene Chancengleichheit kann es nicht geben, da alle Menschen verschieden sind. Das hört ja beim Testosteron nicht auf. Es gibt ja so banale Kriterien wie Körpergröße oder -gewicht. Das sind alles angeborene Kriterien für natürliche Unterschiede, die die Chancengleichheit zunichte machen. Warum soll man versuchen nun ein Kriterium zu egalisieren und andere nicht ?

Die Funktionäre haben hier ein Problem, dass uns sehr nützlich ist. Es befeuert die Diskussion um Menschen, die nicht den Standardkategorien entsprechen. Es wird mehr Aufmerksamkeit geben und die Diskussion wird hoffentlich differenzierter. Das Problem ist für den Sport massiv, denn egal welche Entscheidung getroffen wird, sie wird angreifbar sein. Und im Grunde ist es die gleiche Thematik, die wir haben. Welche Kriterien bestimmen das Geschlecht ?

Vielleicht kommt ja am Ende heraus, dass man dieser Diskussion müde wird, weil sie im Kreis verläuft. Die Kategorie "Geschlecht" verliert an Bedeutung. Für uns ist das nicht schlecht. Aber der Sport wird sein Problem behalten...