Cybill hat geschrieben: Do 22. Feb 2018, 21:31
fruchtbaren Boden
Diesen Boden liefert der Welthandel und die Lobby.
Eine Partei welche sich gegen die globale wirtschaftliche Entwicklung richtet, wird keine dauerhafte positive Entwicklung haben.
Wir sehen am Beispiel "Brexit" was sich entwickeln kann, wenn der Austritt aus der europäischen Währung angegangen wird. Der Austrittstermin der Briten ist der 29.03.19. Jetzt schon machen sich erste Auswirkungen auf Facharbeiter-zuwanderung und den Gang der Börse aus. Ein Austritt bedeutet auch einen Mehraufwand für die Industrie, welche sich genau überlegt was nun zu tun bleibt.
Die AFD hat keinen nachweislich festen und fundamentalen Programmpunkt für die Entwicklung der Digitalisierung. Zwar wird die Sicherung der IT-Systeme beschlossen, wie das umgesetzt werden soll bleibt offen. Und da liegt der Hase im Pfeffer.
Deutschland hat es ohne hin gewaltig verschlafen, den Gang der Digitalisierung, gegenüber den übrigen führenden Industrienationen mitzugehen. Der Zug ist schon lange abgefahren. Und ich spreche nicht von der Bereitstellung eines flächendeckenden Highspeed-Internet.
Auch ist mit dem Begriff Digitalisierung nicht die Umstellung von analogen Systemen zu digitalen Systemen gemeint. Also, Schallplatte zu CD, Telefon zu Smartphone, Schreibmaschine zu Computer etc pp. Das haben wir alle längst.
Nein, der Begriff taucht indessen immer im Industriellen Kontext auf. Das Lehrmittel, noch nicht fertig gedruckt schon veraltet sind, das es durch KI (künstliche Intelligenz) Vorausberechnungen der einzelnen Wirtschaftszweige, Herstellung, Produktion, Sicherstellung, Entwicklung und Bedarf im öffentlichen Haushalt. Das sich Bereiche wie das Müllentsorgungswesen ändern, Heizungsanlagen und Frischwasseraufbereitung in großen Gebäuden bedarfsgerecht vorausberechnen lassen, Energieeffizienz auf höchstem Niveau. Kontrolliert und gesteuert durch diverse Algorythmen welche die Bilanzen und Ausgaben in einen automatisch regelbaren wie Nutzerfreundlichen Kontext bringen.
Das Auswendiglernen von Heute ist die Arbeitslosigkeit von morgen. Wir müssen uns damit anfreunden in naher Zukunft, als Arbeitnehmer, die benötigten Informationen direkt und selbst zusammenzusuchen. Durch die Begleitung der KI ist es allerdings ein leichtes unsere Fähigkeiten schneller und ergiebiger zu nutzen, statt mit Inhalten einzunebeln, welche nicht in unsere "Skill - List" fällt. Dadurch kann ein Arbeitgeber, das Potential eines Arbeitnehmers nahezu komplett ausschöpfen.
Weitere Überwachungsstrategien werden uns Urlaubs - und Erhohlungsemfehlungen aussprechen, oder Gesundheitstips in Bezug zur Nahrung etc. pp...wenn das System einen Leistungsverlust ermittelt. Gibt es ja heute schon - nennt sich Smartwatch.
Weiter wird sich unsere Fach-kultur verändern. Bücher werden eingelesen, archiviert und einem System überstellt welches es durch das "Kennen" des Schülers, analysiert und in Abhängigkeit von notwendig vermittelten Wissen, den Lehrstoff personenbezogen und Fachgerecht bereitstellt. Das Lernen wie wir es kennen wird es bald so nicht mehr geben. Da die Datenübermittlung via vernetzter Systeme bedarfsgerechter und konstruktiver von Statten geht. Learning on Demand, wäre der Begriff dafür. Ebenso wie die Bereitstellung der materiellen Versorgung. Große Fabriken mit vielen Angestellten kosten immens Kapital. Durch Deep Intelligence ist es denkbar umzustrukturieren. Alle bestellten Artikel können relativ ortsnah am Verbraucher nach dessen Wünschen voll automatisch und "on Demand" produziert und versendet werden. Eine flächendeckende Industrie welche es schafft die Kapitalausbeute eines Unternehmens exponenziell anzuschieben. Amazon beginnt damit bereits, Mitarbeiter Stück für Stück zu ersetzen. Die Portallösungen werden durch KI weiter verfeinert. Der Rechner erkennt die Bedürfnisse des Kunden bereits durch den Rythmus der Bestellvorgänge und legt produktions- wie Versandtermine fest.
Und auf Handel wie Politik betrachtet, bedeutet es ebenfalls Effizienz. Vorrausberechnete und eintreffende Börsengänge, Rohstoffpreise und Handelsoptionen welche sich nahezu auf kritische Weise, ankündigen lassen.
Das wäre unter dem mittlerweile veralteten Terminus "Digitalisierung" zu verstehen.
Und die AFD? Sitzt mit Bagger und Förmchen in der Sandkiste und streitet sich darum, das die Sandkiste sauber bleibt.
Ich für meinen Teil denke, die Letzte Wahl war tatsächlich zu großen Teilen eine Protestwahl. Aber zukunftsfähig ist die AFD in keinem ihrer Programmpunkte. Und das wird im Zweifel auch der allerletzte Vollpfosten erkennen, wenn er merkt, das die Bequemlichkeit in seinem Leben plötzlich auf Null gestellt wird. Oder Deutschland im globalen Hunger abstirbt, weil unsere mittlerweile wackeligen Wirtschaftsstandbeine , Auto und Maschinenbauindustrie, an Trombose und Krampfadern leiden, während China nur noch von hinten zu sehen ist.
Und es macht Sinn weswegen Daimler mit den Chinesen verhandelt. Ein Einstieg der Chinesen bei Daimler brächte eventuell den Rettungsring für unsere Entwicklung.