Michi,
Du pauschalisiert selber! Habe ich Dir aber schon oft gesagt, dass Du Deinen Hass auf den Feminismus mal überdenken musst.
Feminismus heißt eben nicht Männer zu hassen und Feministin ist nicht gleich Alice Schwarzer. Nicht die am lautesten schreien sind die Repräsentanten einer ganzen Gruppe. Was im übrigen auf so manche trans* Menschen auch zutrifft...
Ich selbst bezeichne mich unter anderem auch als Feminist. Bewusst in der männlichen Form, in der ich mich nun mal die meiste Zeit aufhalte. Feminismus heißt für mich, für die Emanzipation
aller Geschlechter einzutreten. Dabei ist mit Emanzipation die Befreiung von jeglicher Diskriminierung, aber auch von Bevorzugung, gemeint. Das gilt eben für alle Seiten und für alle Seiten gleichermaßen. Damit wird deutlich, dass ein Hass auf irgendetwas/irgendjemand bei der Emanzipation niemals ein Weg der Umsetzung sein kann. Somit kann der Feminismus in seiner allgemeinsten Form auch die Emanzipation der nicht binären Geschlechter umfassen.
Also: nicht pauschalisieren, so wie hier:
Man ist zumeist ein guter Kumpel, dem Frau vielleicht irgendwelche lästigen Aufgaben aufhalst, aber ins Bett geht sie dann doch lieber mit dem Arschlochtypen.
Bei uns, also meiner Frau und mir, ist es nun genau andersherum. Sie hatte genügend Arschlochtypen zum Mann und war froh bei dem "Weichei" angekommen zu sein. Nicht zuletzt ein Grund für unsere enge Beziehung und mein Trachten diese nicht zu gefährden durch Dinge, die wir nicht beide gemeinsam so tragen können. Wie schon so oft gesagt - es macht Arbeit. Leichter wäre A******** zu sein und einfach wegzulaufen. Das Loch, was dann in mir entstehen würde, möchte ich nicht heilen müssen.
Du weißt doch wie es geht:
Für mich ist Partnerschaft ein gleichberechtigtes Hand in Hand gehen, ein gegenseitiges Unterstützen und Achten, ein Leben auf Augenhöhe.
Dass das nicht so ganz einfach ist weiß ich selber. Wir haben ja schon oft und lange darüber geredet und beide kein Rezept gefunden. Aber manchmal passiert auch was, womit man nicht rechnet, vielleicht schaltet der eine mal etwas zurück und es geht wieder was wo schon alles verloren schien. Ich wünsche es Dir jedenfalls.
Und zum Titel des Threads: was der gute alte Herbert da vor so vielen Jahren gesungen hat - mit dem großen Packen Ironie - gilt eben immer noch. Kultur ändert sich nur langsam und wenn alle etwas dafür tun. Ich fordere sie mal wieder: die Kulturrevolution!
"-¡Hasta la victoria siempre!"
Jenina