Das Problem ist nur: Diese netten Jungs, diese Peter Pans sind für die Mehrheit der Frauen zwar ganz tolle Kumpels, genau so wie sie auch gerne mit Schwulen befreundet sind. - Aber fürs Bett sind die nichts. Dafür muss es dann doch der Macho, der A********-Typ sein. Und genau deshalb vermehren sich die Arschlochtypen. - Das ist simple Biologie. Der nette Junge von nebenan ist vielleicht noch nützlich als Stiefvater zur Brutpflege, weil der Macho längst zur nächsten Eroberung weitergezogen ist, und hofft insgeheim, vielleicht auch noch einen Treffer zu landen, so denn die Familiienplanung der Frau noch nicht abgeschlossen ist. Es ist ihm aber geraten, nicht zu oft an Sex zu denken.
Und all das ist kein Phänomen der Millenials, das ist schon in meiner Generation so gewesen (und noch immer).
Das Problem sind nicht allein die Männer. Aber es entspricht leider dem Zeitgeist, diesen die Erbschuld zuzuschieben.
Zum Artikel:
Die Autorin spürt wohl, dass es eine gute Gelegenheit ist, über das Thema einen Artikel zu schreiben. Aber man hat nicht das Gefühl, dass hier gute journalistische Arbeit abgeliefert wurde. Der Text scheint mir nur aus dem Bauch heraus geschrieben, wohl in der Überzeugung, dass sie ja Bescheid weiß. Das es nicht so ist, merkt man schon an so kleinen wie offensichtlichen Details mit der Spekulation um womöglich frühzeitiges Entdecken der eigenen Homosexualität beim Sohn der Freundin, weil dieser im Kindergarten ein Tüllkleid für sich entdeckt hatte.
Man hat den Eindruck, dass sie eher tagträumt als wacht, und im Postscriptum lässt sie den Leser mit der "Einsicht" zurück, dass Peter Pan zwar ganz nett sei, aber wohl doch keine große Chance auf Überleben und Fortbestand hat.
Was passiert:
Der Macho lehnt sich darauf hin entspannt zurück, und macht weiter wie bisher. Eventuell freut er sich darüber, dass der "phantastische Traum vom weichen Mann" ihm lästige Bett-Konkurrenz aus de Weg räumt und schreibt einen erwartbaren Kommentar.
*mission failed*
Und persönlich:
Auf Grund der jahrelangen Suche nach mir selbst, begeistert von der "Idee" des Feminismus, dass weiche Männer doch die besseren Männer und für Frauen sooo erstrebenswert seien, hatte ich auch an eine besserer Zukunft geglaubt, habe gedacht, dass ich die anderen tief in ihrer Vergangenheit und in ihren Urtrieben verwurzelten Männer quasi hienter mir lassen und eine Frau finden kann, die auf einen lieben Mann wartet. Nur habe ich über die Jahre festgestellt, dass die Frauen wohl mindestens genau so sehr in ihren Urtrieben verwurzelt sind, dies aber in der ganzen Debatte um die Veränderung und Verbesserung der Beziehungen zwischen Männern und Frauen komplett ausgeblendet wird. Ich habe es nicht nur am eigenen Leib gespürt, habe die Beziehungen und Liebschaften im Bekanntenkreis nicht zuletzt ob meinem tiefen Bedürfnis zur Selbstfindung eingehend beobachtet, und sehe das jetzt bei meinem Kind, meinen Neffen und deren Bekanntenkreis, also bei der Generation der sogenannten Millenials, die angeführt wurden.
Und falls sich jetzt bei euch Widerspruch regt:
Nein, Anwesende im Forum und ausdrücklich auch ihr Partnerinnen seid hier ausdrücklich nicht gemeint.
Hier mal die eher wenig beachtete Seite des Poblems - auf unterhaltsame Weise ausbereitet: