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Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 11:31
von Anja
Hallo Jackie,
ich glaube nicht, das die Neigung Damensachen schön zu finden dein Irrweg darstellt, eine Geliebte neben der Ehefrau schon eher. Aber ich beurteile nicht...
Mir ging es früher genauso, das in einer frischen Beziehung andere Dinge in den Hintergrund traten. Für eine gewisse Zeit.
Der Drang war nicht weg, er war nur von anderen (Glücks)Gefühlen überlagert.
Du wärst der erste Fall von dem ich höre, der diesen Drang ablegen konnte. Nahezu unglaublich...
Grüße
die Anja
Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 11:39
von Dolores59
Sie begehrt mich so wie ich bin, also als Mann. Sie liebt die Art wie ich rede, wie ich singe, wie ich handele, wie ich die Dinge anpacke
Was hat das mit Kleidung zu tun?
Für mich ist das Tragen von (Männer-)Hosen und Anzügen ein Zwang, nicht jedoch das Tragen von Frauenkleidung. Als Mann, so wie ich bin und die Dinge anpacke.
LG
Dolores
Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 12:02
von cristelle
Liebe Jackie,
dein Lebenslauf klingt wie meiner (sogar die zwei kinder stimmen). Dann neue Frau kennengelernt usw. wieder geheiratet. Kleidung beim zusammenziehen ausgesondert und und und das volle Programm das viele hier kennen aus ihren eigenen Erfahrungen.....wir sind jetzt seit 10 jahren verheiratet. und jetzt ?
Bin ich wieder hier....und glücklich hier zu sein und nicht alleine alles mit mir ausmachen zu müssen...
ich mache auch Pausen vom "Frausein" besonders wenn ich sehr viel Sport betreibe und verstehe in dieser "Auszeit" nicht was ich an den Sachen eigentlich schön finde. ABER ich habe gelernt das wenn "Cristelle" sich meldet sie sehr wohl was an den Sachen findet....es ist ein HIN UND HER. Also kann ich Anja nur zustimmen.
das soll dich jetzt nicht runterziehen. So wie cristelle ein teil von mir ist und mir auch im täglichen Leben viel hilft sollte dir deine weibliche Seite eine Hilfe sein und Dich ergänzen....z.B. beim shoppen mit deiner Frau....
greetings
Cristelle
Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 12:05
von Aubergine
Hi Jackie,
ich lasse jetzt mal das thema Trans völlig außen vor.
Kennen wir das nicht alle? Wir haben uns neu verliebt und glauben, dass nun die Welt für immer in rosa Wölkchen schwebt und nichts und niemand unserer Liebe etwas anhaben kann..... Aber wie lange hält dieser Zustand an?
Einige wenige haben das Glück und es bleibt für den Rest des Lebens so. Aber für den Rest ist es doch so, dass irgendwann die rosa Wölkchen verfliegen, der erste Krach und langsam zieht der Alltag ins Leben, der zwar nicht schlechter sein muss, aber realistischer.
Wie heißt es doch so schön....neue Besen kehren gut.
Vermutlich wärst du der erste, der mit der Traumfrau auch das Trauma (bitte nicht falsch verstehen) ablegen könnte.
Ich gönne es dir von Herzen, aber leider habe ich da so meine Zweifel.
LG Aubergine
Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 12:12
von Michelle 59
Liebe Jakie
ich könnte Mir das für mich nicht vorstellen. Ich würde am liebsten alle Männerkleidung die ich noch habe vernichten.
Geht Leider wegen meiner Arbeit nicht.
LG Michelle
Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 12:13
von Jenina
Hallo,
da kann ich nur sagen: schön wärs!
Lieber Jackie Bond, Du wirst schon bald auf den Boden der Realität zurückkehren. Jeder der einmal gespürt hat dass er irgendwie trans* ist, und der Drang zur "gegengeschlechtlichen" Kleidung ist eine der Formen, wird früher oder später - aber ganz sicher - wieder dazu zurückkehren.
Auch ich kenne diese Phasen wo andere Dinge die trans* Aspekte verdrängt haben. Doch der Drang kame immer wieder, oft mit größerer Heftigkeit als jemals. Für Transvestiten völlig normal, bei TS mag das anders sein. Aber losgeworden ist es wirklich noch keiner, sofern er ehrlich war und nicht vor lauter gezwungener Unterdrückung nicht zur Rückkehr der Gefühle steht.
Wir sprechen uns in X Monaten/Wochen/Tagen wieder.
Jenina
Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 13:24
von sbsr
Hallo Jackie,
wenn Du den Drang nach weiblicher Kleidung als Bürde siehst, ist es Dir zu wünschen, dass Du "davon los kommst".
Diese Hochphase in der neuen Beziehung ist bei mir mit ein Grund für mein jetziges Stubentransen Dasein. Als ich meine Lebensgefährtin kennen lernte, war auch alles andere unwichtig, so auch meine Vorliebe für weibliche Kleidung. In der Annahme, diese "Phase" überwunden zu haben, erzälte ich ihr nichts davon. Und nun warte ich seit 15 Jahren auf den passenden Moment, das nachzuholen.
Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 14:44
von ulla
Leider muß ich Anja mit ihrem Beitrag absolut zustimmen.
Allein tragen von Kleidung des weiblichen Geschlechts würde ich als 'Sucht'einordnen.Ist noch keinem gelungen,diese abzustellen.
Kann sich nur noch weiter entwickeln,was dir erspart bleiben sollte.
Fühle mich persönlich mit meiner Veranlagung eher um mein Leben betrogen.
Gruß Ulla
Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 15:03
von ExuserIn-2019-12-18
Hallo,
mich macht der ganze Beitrag etwas stutzig.
Am Montag registriert und am Mittwoch diesen Beitrag geschrieben ..... hm ....
Aber sei es drum .... wenn Du es bislang als Last empfunden hast, bin ich froh, dass Du davon befreit wurdest .... und es Dir jetzt besser geht.
Denn darum geht es ja letztendlich bei jedem Menschen. Mit sich selbst im Reinen sein und in Frieden mit den anderen leben können.
Allerdings - meine ich - wäre der Gang zum Psychologen oder gute, offene Gespräche mit ebensolchen Freunde ratsam. Denn egal ob Trans oder nicht Trans, ich denke es macht Sinn nach hinten und nach vorne zu blicken.
Liebe Grüße und alles Gute
VanessaL
Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 15:03
von Anja
Moinsen,
ulla hat geschrieben: Mi 22. Nov 2017, 14:44
Fühle mich persönlich mit meiner Veranlagung eher um mein Leben betrogen.
Wie ist das denn gemeint?
Grüße
die Anja
Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 15:14
von johanna-moritz
Hat eine Frau , die Hosen trägt eine Veranlagung oder ist nach maskuliner Kleidung süchtig ?
Leute solange ihr euch als Crossdresser bezeichnet werdet ihr Unverständniss ernten !
Dann werde ich lieber Künstler und schaffe eine Kunstfigur und nenne mich ab Morgen ,
Gabi Brötchen !
Zieht an was euch gefällt oder praktisch ist und last dies Frauenkleidung / Herrenkleidung weg
sonst ändert sich nie etwas zieht ein Kleid an und sagt :" im Tackatuckaland laufen alle Männer so rum !
Oder tragt Rock und sagt ihr seid Schotte !
Übrigens im Urwald laufen fast alle nackt herum und kleiden sich nur zu Festen in besondere Festgewänder !

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 15:29
von sbsr
johanna-moritz hat geschrieben: Mi 22. Nov 2017, 15:14
Zieht an was euch gefällt oder praktisch ist und last dies Frauenkleidung / Herrenkleidung weg
sonst ändert sich nie etwas zieht ein Kleid an und sagt :" im Tackatuckaland laufen alle Männer so rum !
Sry wenn das OT ist, aber solche Aussagen nerven mich. Natürlich hast Du Recht, es wäre so einfach. Nur doof wenn dadurch Job und Ehefrau weg sind

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 16:00
von Mina
Hm, eigentlich hab ich keine konkrete Idee darüber zu schreiben.
Der eine Mensch hat Angst
Der andere Hoffnung etwas zu verlieren was er ist
Ein weiterer nervt sich in stiller Einsamkeit
Und ein weiterer appelliert zum unkontrollierten Blowout
Und ich ahne aber, alle haben sie recht und Gründe. Beweggründe welche auf besseres hoffen lassen. Oder wenigstens ein Licht am dunklen Horizont entzünden möchten.
Ich verstehe es alles aufzugeben, wegwerfen, sich selbst bekehren für etwas von dem man Jahrelang geplagt wurde obgleich es mit Gutem bestückt war. Es aber vielleicht einfach nicht in die Welt passte, in der man integriert war/ist. Nicht jeder hat die offene Türe vor der Nase.
Diese offene Türe gibt es auch nur dann, wenn man bereit ist sie zu sehen.
In meinem Fall ist es eine einfache Priorisierung. Was möchte ich im Leben, was war die Entwicklung meines bisherigen Lebens? Habe ich Dinge zu sehr vermisst als das ich von unsäglichem Leid sprechen kann? Warum habe ich nicht längst etwas unternommen? War ich nicht bereit Verantwortung mir selbst und meinem Umfeld zu gewähren? Ich habe Priorisiert. Mich entschieden, den Weg gewählt.
Oder wähle ich nun ob der Ehrlichkeit mir selbst gegenüber und meinen Nächsten, einen neuen Weg. Eine frische Chance, gepflückt wie der Apfel des Lebensbaumes. Meines Baumes. Ich treffe Entscheidungen und fühle.
Emotionen kommen und gehen, wir können vergeben wenn wir wollen. Wir können einsehen und durch kleines Leid, großes vielleicht abwenden. Was wäre ehrlich. Was wäre die einfachste Lösung im Spiel des Lebens?
Ich habe durch all die Gedanken und Fragen verstanden, das ich nur alleine Entscheiden kann. Ich kann keinen Menschen ausser mich selbst für mein Tun und Handeln verantwortlich machen. Nur ich kann es ändern - niemand sonst.

Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 16:34
von Astrid
sbsr hat geschrieben: Mi 22. Nov 2017, 15:29
johanna-moritz hat geschrieben: Mi 22. Nov 2017, 15:14
Zieht an was euch gefällt oder praktisch ist und last dies Frauenkleidung / Herrenkleidung weg
sonst ändert sich nie etwas zieht ein Kleid an und sagt :" im Tackatuckaland laufen alle Männer so rum !
Sry wenn das OT ist, aber solche Aussagen nerven mich. Natürlich hast Du Recht, es wäre so einfach. Nur doof wenn dadurch Job und Ehefrau weg sind
Aber es liest sich gut. Hat sowas herrlich Schnodderiges.
Es muss ja nicht gerade die Partnerin oder der Chef sein, aber gegenüber manchen Leuten , auf die man so trifft, wirkt das Wunder. Man muss sich nicht vor jedem Hansel rechtfertigen.
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Dem Themenstarter meine Glückwünsche zur Genesung! Bis zum nächsten Besuch.
Wichtige Erkenntnis: F64.x und F65.x sind heilbar! Öfter mal fremdgehen.
Liebe Grüße - Astrid
Re: Ende des Zwangs "feminine Kleidung tragen" „ Erfahrungsbericht
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 16:50
von ExUserIn-2026-04-08
Jenina hat geschrieben: Mi 22. Nov 2017, 12:13
Aber losgeworden ist es wirklich noch keiner, sofern er ehrlich war und nicht vor lauter gezwungener Unterdrückung nicht zur Rückkehr der Gefühle steht.
Das ist eine mutige Behauptung. Nur weil hier niemand darüber schreibt, ist es noch lange nicht wahr. Warum sollte denn hier noch jemand schreiben, der/die es tatsächlich "geschafft" hat ? Und wenn dieser Mensch es schriebe, würde man es bezweifeln. So nach dem Motto: "Es hat ja noch niemand geschafft. Warte nur ein paar Wochen oder Monate".
Das Thema kann man auf mindestens zwei Ebenen sehen. Erstens: die gesellschaftliche Anerkennung und zweitens die persönliche Anerkennung des eigenen Körpers/Seele. Das sollte man nicht verwechseln, obwohl es Verbindungen gibt. Viele schreiben, dass sie körperlich männlich bleiben wollen, aber eben nur zeitweise in die weibliche Rolle schlüpfen. Bei manchen kommt eine Ablehnung des männlichen Geschlechts im Allgemeinen dazu. Aber ist das wirklich so tief verankert, dass eine Veränderung unmöglich ist ?
Ich tendiere dazu, dass Menschen gibt, denen eine Veränderung nicht möglich ist. Aber ich glaube auch, dass für Andere nicht gänzlich unmöglich ist. Mit Zwang lässt sich definitiv nichts verändern. Dazu gehört ein inneres Wollen. Vielleicht kommt es ja auch aus dem Belohnungzentrum, dass mich das Gegengeschlechtliche anzieht ? Wer hat den Mut, sich von seinen weiblichen Sachen freiwillig zu trennen ? Ich meine nicht, sie in Verzweiflung wegzuwerfen oder um etwas abzuschwören. Brauche ich dieses Gefühl von weiblicher Kleidung wirklich ? Ich bezweifle das für mich. Ich könnte ohne diesen Wunsch viel ruhiger leben, viel Geld und Zeit sparen und den Kopf für andere Dinge frei haben.
Lasse ich die erotische Komponente weg, wobei ich glaube, dass das nicht geht, bedeutet en femme zu sein, in einer anderen Welt zu leben. Ich meine das mehr im Sinne einer anderen "inneren" Welt. Es ist eine Flucht vor meinem täglichen Leben. Das hilft mir, zu entspannen und den Kopf frei zu bekommen vom Druck des Alltags. Mein Belohnungszentrum quittiert das mit Jubelchören. Aber ist diese Selbsttäuschung, psychologisch betrachtet, dann nicht "hausgemacht" ?
Mir kommt da eine Idee in den Sinn. Bei Depressionen (Melancholie) hilft intensive körperliche Bewegung. Was passiert, wenn man statt dem Wunsch en femme zu sein, eine Runde Laufen geht ? Positiv ist das für Herz, Kreislauf, Lunge, Körpergewicht etc. allemal. Die Frage ist, wollen wir wirklich auf das Dressen verzichten ?
Ich bin in dieser Frage etwas gespalten ...