Re: Komische Begegnung
Verfasst: Fr 10. Nov 2017, 08:59
So ziemlich alle Jungsklamotten kann man mittlerweile auch als Mädelsklamotten deklarieren, das tut sich doch im Alltag alles nichts mehr. Davon ab, ich würde mich freuen. 
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Wie ich immer behaupte - das, was die zuerst sehen und unbewusst anallysieren ist die Körpersprache. Ich bin mir sicher, das ist auch in deinem Fall passiert. Und Frauen mit weiblicher Körpersprache und in Männerkleidung ist ja nicht ungewöhnlich. - Da wo bei ihnen der inner Konflikt entsteht ist, wenn es umgekehrt ist.Delfinium hat geschrieben: Fr 10. Nov 2017, 08:30 ...
Ich weiß jetzt noch nicht was ich damit anfangen soll aber ich hatte immer den Eindruck eindeutig männlich auszusehen wenn ich als solcher auch draußen auftreten möchte.. Ist ein komisches Gefühl immernoch als Frau gewertet zu werden wenn das in dem moment garnicht mein Ziel ist.
Hallo Delfinium,Delfinium hat geschrieben: Sa 11. Nov 2017, 03:51 Ich habe mich im nachhinein natürlich darüber gefreut aber ich weiß nicht... ich war so müde und irgendwie hatte ich so eine negative stimmung (passiert öfters wenn ich zu müde bin). Nacher gings dann wieder aber naja... war bei ner Psychiaterin die mir jetzt ein Antidepressivum verschrieben hat und dann mal schauen ob die negative stimmung die sich durch meinen alltag zieht dann mal weg ist. Ich würde mich gerne öfters über solche Dinge freuen wie in dieser Begegnung aber kann es oft nicht.
Schon lustig dass ich unrasiert und in jungssachen immernoch als mädchen gewertet werde, dann aber rasiert und mit makep up, kleid und mit offenen langen haaren immernoch angst habe dass man mich als TS erkennt. Wird aber besser mit der Zeit und fühle mich immer sicherer. Außer dass ich seitdem ich das Kleid trage öfter angeglotzt werde... also die meisten schauen da schonmal zwei mal hin und nicht oft passiert es dass der Fokus auf meinen Brüsten liegt (Ist mein Eindruck)
Bist du Arzt? Kannst du Ferndiagnosen machen? - Was soll das?
Wäre es nicht schön, herauszufinden wie du diese Blockierung überwinden kannst? Hast du niemand, mit dem du offen darüber sprechen kannst? Jemand, der im Gespräch direkt auf dich eingehen kann, dich auffängt, wenn deine Stimmung ins Negative kippt? Familie/Freundin, Psychologe, aber auch ein Pfarrer o.ä. wäre denkbar.Delfinium hat geschrieben: Sa 11. Nov 2017, 11:06 Ich versuche positiv zu denken aber oftmals ist es einfach "blockiert".
Es ist freilich deine Entscheidung. Doch du solltest dabei bedenken, dass Antidepressiva im Grunde wie Alkohol sind. So lange du sie nimmst, sind deine Probleme unterdrückt. Aber sobald die Wirkung nachlässt, kommen sie mit aller Macht wieder.Delfinium hat geschrieben: Sa 11. Nov 2017, 11:06 Ich denke an schöne Sache, bewundere meinen neuen Körper und ich kann dieses negative Gefühl nicht losbekommen. Dann gibts wiederum Tage wo ich Stunden vorm Spiegel stehen könnte und bewundere wie toll ich mich verändert hat. Ich kann das kaum kontrollieren und wenn das Antidepressivum helfen soll dann kann ichs ja mal probieren.
Bei mir sagte sie auch dass ich das einfach nehmen soll "Stimmungsaufheller bla bla der nächste bitte". Das fand ich nicht so gut aber ein Versuch ist es Wert
Das würde ich so nicht sagen. Schon das du den Mut gefunden hast, hier darüber zu schreiben zeigt mir, dass du nicht so pessimistisch bist, wie deine Worte.
Für mein Gefühl beschreibst du dein Empfinden sehr gut. Auch wenn es dir schwer fällt, dir das vorzustellen: Damit kann man durchaus etwas anfangen und auch ändern. Es ist gar nicht so negativ wie es scheint. Du siehst es im Moment nur so. Ich denke, dir fehlt jemand, der dir immer mal wieder mal einen kleinen Schubs gibt, damit du anfängst etwas zu ändern. Und falls du jetzt denkst: "Jaja, die hat leicht Reden!!!" - Da irrst du dich gewaltig. Ich weiß sehr genau, wovon ich da rede. Ich führe einen immer wiederkehrenden Kampf mit mir selbst. Und das es immer wieder mal ins Negative kippt, liegt vor allem daran, dass ich noch ein paar Baustellen habe, wo ich bisher nicht den Mut gefunden habe, diese wirklich anzugehen.Delfinium hat geschrieben: Sa 11. Nov 2017, 12:10 Es ist ein Zustand den ich nicht ändern kann. Meine ganze warnehmung verändert sich, meine Brüste fühlen sich lästig an, alle tollen Sachen an die ich denke kann ich nurnoch zweifel, ich verspüre keine Lust irgendetess zutun und wenn ich mich dann doch zu etwas zwinge dann bringt es keinen spaß, es ist auch lästig. Meistens bleibt mir nichts anderes übrig als im Bett zu bleiben weil alles an was ich denke und alles was ich mache wird automatisch durch eine "Linse" wahrgenommen die mein Gefühlsleben von grund auf negativ prägt.
Hallo Mina,Mina hat geschrieben: Sa 11. Nov 2017, 12:23 Über Pharmazeutika eine Pauschalaussage zu treffen mit dem Hintergrund einer fehlenden Diagnose hinsichtlich von Einsatz und Wirkstoff, ist nicht weniger gefährlich.
MichiWell hat geschrieben: Sa 11. Nov 2017, 13:28 Allerdings ist der praktizierte Umgang damit leider zu oft sehr leichtfertig. Das Handeln eines Arztes, der Antidepresia nach weniger als 2 Minuten Patientengespräch verschreibt, handelt in meinen Augen grob fahrlässig - mindestens. Das wurde mir damals nach dem Studium des Beipackzettels klar
Hallo Delfinium,Delfinium hat geschrieben: Sa 11. Nov 2017, 13:52 Das mit den 2 Minuten reden stimmt, ich habe zwar länger mit ihr geredet als 2 Minuten aber sie wollte nur meine Symptome hören und es sah so aus als hätte sie nur nach nem medikament gesucht was die Symptome lindert mehr aber auch nicht. Wieso es mir so geht und was alternative Lösungen wären wurde garnicht erst besprochen. Ich hatte mir erhofft mehr darüber zu erfahren wieso mein Empfinden, meine Warnehmung und meine Gefühlswelt so unkontrollierbar hin und her wechselt. Es wird nicht nach der Ursache gesucht sondern einfach ne schnelle Lösung...
Ist ok. Bloß nicht daran ersticken.