auf dem Weg oder die suche nach sich selbst
Verfasst: So 17. Sep 2017, 06:57
Beim durchstöbern hier im Forum finde ich immer wieder parallelen zu meinem leben.
Der Werdegang ist doch offensichtlich ähnlich.
Das ich anders als andere Jungen bin hab ich schon im Kindergarten gemerkt. Ich hab eben damals mit Puppen gespielt, ok nichts unbedingt außergewöhnliches.
So mit 8/9 dann der wünsch ein kleid zu tragen, sah an den Mädchen immer irgendwie toll aus und praktisch ist es auch noch. Zum Fasching wollte ich dann eben ein Mädchen sein, statt dem Cowboy und Indianer spiel.
Kleid von Cousine geliehen und probiert, war ein schönes Gefühl, dann aber doch nicht getraut so raus zu gehen.
Paar Jahre später dann in Mutter's Kleiderschrank gestöbert, nen Body gefunden, angezogen, nen Rock und Bluse dazu und glücklich gefühlt.
Da ich etwas Nähen kann, hab ich mir tangas und miniröcke genäht und heimlich getragen.
Später, die erste richtige Beziehung, das Outing kam von meiner Mutter dann meine damalige Frau. Komm du kaufst dir passende Sachen und ich schminke dich mal. Gesagt getan. War super. Ich hab das dann immer mal wieder zu Hause mit ihr gemacht.
Vor so 15 jahren wurde dann der wünsch das auch draußen zu zeigen immer größer, also hab ich die ersten gehversuche zum Fasching gemacht, da war die innere Angst nicht so groß.
Mit der zeit wollte ich immer mehr und eben nicht nur ein mal im Jahr als Frau raus. Was zum Fasching kein Problem war wurde es dann, "so geh ich nicht mit dir raus". Ok, damit konnte ich leben und bin halt allein zur Disco, war immer toll.
Zu Hause bin ich eigentlich nur noch im Rock gewesen und war ausgeglichen und zufrieden.
Dann, aus verschiedenen Gründen die Trennung. Das war vor 7 Jahren.
Da war ich Single und hatte meine erste eigene Wohnung und konnte machen was ich wollte.
Tja mein Kleiderschrank war geteilt, mehr typische Frauenkleidung als Männer Sachen, im Bad alles voll mit Schmink Sachen. Ich war nur noch auf arbeit als Mann zu erkennen und selbst dort leicht geschminkt oder zumindest lackierte Nägel.
Hab dann meine jetzige Frau kennengelernt und alles verkauft oder verschenkt. Hab mich verleugnet.
Vor 3 Jahren mein Zusammenbruch und in der Psychiatrie gelandet, dort dann, mit hilfe der mitpatienten dann wieder angefangen meine andere Seite zu leben.
Diagnose "fetischistischer transvestitismus" hm damit konnte ich erstmal nichts anfangen, weil ich das nicht brauch um sex zu haben. Meine Frau war geschockt und mehr als sauer. Ich hatte ihr ja alles verschwiegen.
Ich hab dann heimlich wieder Klamotten gekauft und immer wenn ich allein zu Hause war mich umgezogen.
Letztes Jahr wieder ein Zusammenbruch und wieder Klinik, dieses mal eine richtig gute Therapeutin, Diagnose "transvestitismus bei beibehaltung des eigenen geschlecht" damit konnte ich dann leben und hab dann auch im Paargespräch auch eine gute Erklärung bringen können und seither leben wir meine 2. Seite gemeinsam aus.
Ich merke aber das es manchmal nicht mehr reicht nur die Kleidung zu tragen und mich zu schminken und damit gehen wieder die Gedanken los.
Soweit viel text aber das ist mein bisheriges leben...
Gruß Maria
Der Werdegang ist doch offensichtlich ähnlich.
Das ich anders als andere Jungen bin hab ich schon im Kindergarten gemerkt. Ich hab eben damals mit Puppen gespielt, ok nichts unbedingt außergewöhnliches.
So mit 8/9 dann der wünsch ein kleid zu tragen, sah an den Mädchen immer irgendwie toll aus und praktisch ist es auch noch. Zum Fasching wollte ich dann eben ein Mädchen sein, statt dem Cowboy und Indianer spiel.
Kleid von Cousine geliehen und probiert, war ein schönes Gefühl, dann aber doch nicht getraut so raus zu gehen.
Paar Jahre später dann in Mutter's Kleiderschrank gestöbert, nen Body gefunden, angezogen, nen Rock und Bluse dazu und glücklich gefühlt.
Da ich etwas Nähen kann, hab ich mir tangas und miniröcke genäht und heimlich getragen.
Später, die erste richtige Beziehung, das Outing kam von meiner Mutter dann meine damalige Frau. Komm du kaufst dir passende Sachen und ich schminke dich mal. Gesagt getan. War super. Ich hab das dann immer mal wieder zu Hause mit ihr gemacht.
Vor so 15 jahren wurde dann der wünsch das auch draußen zu zeigen immer größer, also hab ich die ersten gehversuche zum Fasching gemacht, da war die innere Angst nicht so groß.
Mit der zeit wollte ich immer mehr und eben nicht nur ein mal im Jahr als Frau raus. Was zum Fasching kein Problem war wurde es dann, "so geh ich nicht mit dir raus". Ok, damit konnte ich leben und bin halt allein zur Disco, war immer toll.
Zu Hause bin ich eigentlich nur noch im Rock gewesen und war ausgeglichen und zufrieden.
Dann, aus verschiedenen Gründen die Trennung. Das war vor 7 Jahren.
Da war ich Single und hatte meine erste eigene Wohnung und konnte machen was ich wollte.
Tja mein Kleiderschrank war geteilt, mehr typische Frauenkleidung als Männer Sachen, im Bad alles voll mit Schmink Sachen. Ich war nur noch auf arbeit als Mann zu erkennen und selbst dort leicht geschminkt oder zumindest lackierte Nägel.
Hab dann meine jetzige Frau kennengelernt und alles verkauft oder verschenkt. Hab mich verleugnet.
Vor 3 Jahren mein Zusammenbruch und in der Psychiatrie gelandet, dort dann, mit hilfe der mitpatienten dann wieder angefangen meine andere Seite zu leben.
Diagnose "fetischistischer transvestitismus" hm damit konnte ich erstmal nichts anfangen, weil ich das nicht brauch um sex zu haben. Meine Frau war geschockt und mehr als sauer. Ich hatte ihr ja alles verschwiegen.
Ich hab dann heimlich wieder Klamotten gekauft und immer wenn ich allein zu Hause war mich umgezogen.
Letztes Jahr wieder ein Zusammenbruch und wieder Klinik, dieses mal eine richtig gute Therapeutin, Diagnose "transvestitismus bei beibehaltung des eigenen geschlecht" damit konnte ich dann leben und hab dann auch im Paargespräch auch eine gute Erklärung bringen können und seither leben wir meine 2. Seite gemeinsam aus.
Ich merke aber das es manchmal nicht mehr reicht nur die Kleidung zu tragen und mich zu schminken und damit gehen wieder die Gedanken los.
Soweit viel text aber das ist mein bisheriges leben...
Gruß Maria