Die Unsicherheit bleibt.
Verfasst: Fr 15. Sep 2017, 10:03
Meine Erste Frau hatte ein riesen Problem mit allem, auch nur leicht femininen an mir. An Röcke oder ähnliches war nicht zu denken. Aber gut, diese Beziehung ist schon lange zu Ende, wenn auch aus anderen Gründen.
Meine jetzige Partnerin ist sehr offen, wenn es um unkonventionelle Kleidung geht. Sie findet Leggings, Longshirts, und sogar Strumpfhosen zu Sweat- Strickkleidern oder oder Shorts nicht nur ok, sondern motiviert mich solche Sachen auch öffentlich und sogar zu Familienfeiern zu tragen.
Und noch bevor wir ein Paar waren, hatte sie mich im Rock gesehen.
Sie kam auch mal auf die Idee mich zu schminken (nicht feminin, sondern eher männlich (das geht"¦)) und mir die Nägel zu lackieren. Letzteres habe ich beibehalten und mache es gelegentlich selbst, einfach so für den Alltag.
Sie will dabei immer klar den Mann sehen, was mir entgegenkommt, da ich nicht in die weibliche Rolle schlüpfen möchte, sondern mich nur bei den Ausdrucksformen bedienen will.
Und alles wäre eigentlich ganz ideal für mich, stünden da nicht meine früheren Erfahrungen und ein paar kleine Bemerkungen dazwischen:
Irgendwann kam mal eine kleine Bemerkung von Ihr, dass Männer in Röcken doch sehr seltsam wären. Auf mich gemünzt war die Aussage sicher nicht, trotzdem habe ich fortan keinen Versuch unternommen mal in Ihrer Anwesenheit einen Rock zu tragen - einen der Röcke, die, als wir ein Paar wurden noch offen im Kleiderschrank hingen, die aber, als wir zusammenzogen aus selbigen verschwanden. Ich dachte nicht, dass sie sie vorher wahrgenommen hatte, und wollte die junge Beziehung nicht gefährden.
Die Strick- und Sweatkleider kamen, in Salamitaktik später, über ein paar Jahre wurden die Pullis und Sweatshirts länger, die Hosen erst enger, dann dünner und irgendwann wurde so aus dem Kapuzensweatshirt mit Jeans eben das Sweatkleid mit Strumpfhose.
In ihren Augen und in ihrem Sprachgebrauch sind das alles noch Pullover und Sweatshirts, auch wenn sie bis an das Knie reichen. Ich sage vorsichtshalber auch nicht Kleid
Vor einer Woche hatte ich mir, wieder ein Sweatkleid bestellt, und ihr vorgeführt, knielang, mit Mesheinsätzen, von Kangaroos, ein reines Damenlabel - objektiv eindeutig ein Kleid.
Sie war begeistert, und meinte der Pulli würde ihr auch gefallen, ob es den auch in ihrer Größe gäbe.
(Natürlich, die Größen sind eher für mich ein Problem, als für sie"¦)
Ich dachte mir ich mache ihr eine Freude und habe das Kleid auch in Ihre Größe bestellt, was sie erst freute und total süß fand - bis sie es anprobierte:
Sie identifizierte es am eigenen Leib sofort als das was es war: Ein Kleid. Dann bemerkte sie, dass ich ja dann wohl auch ein Kleid hätte.
Den restlichen Abend war sie dann sehr nachdenklich und schweigsam, auch wenn sie auf meine Nachfrage meinte, dass es kein Problem für sie sei.
Irgendwie kann ich fast alles tragen was ich will, bekomme oft Unterstützung dafür, aber leider nie Kritik, die mir sagt, was für sie zu weit geht, wo sie sich unwohl fühlt. Ich stelle mir also immer die Frage, wenn von ihrer Seite nichts positives kommt, ob es einfach so normal ist für sie, dass es keines Kommentar wert ist, oder ob es eine Ablehnung ist.
Konkret nachgefragt war bisher alles was ich an hatte für sie ok, aber ich bin mir nicht sicher ob es wirklich immer so ist. Daher will ich sie auch nicht mit meinem letzten Wunsch konfrontieren als Mann Röcke zu tragen - weil sie es vielleicht wirklich gut findet oder es ihr zuwider ist, sich aber zustimmend gibt, weil in ihren Augen, von der Logik her Männer und Frauen in allen Bereichen gleichberechtigt sein sollten - auch bei der Kleidung.
Logik ist eine schöne Sache, aber in einer Partnerschaft sind Gefühle wichtiger und so bleib bei aller Freiheit immer auch eine gewisse Ratlosigkeit und Unsicherheit
Meine jetzige Partnerin ist sehr offen, wenn es um unkonventionelle Kleidung geht. Sie findet Leggings, Longshirts, und sogar Strumpfhosen zu Sweat- Strickkleidern oder oder Shorts nicht nur ok, sondern motiviert mich solche Sachen auch öffentlich und sogar zu Familienfeiern zu tragen.
Und noch bevor wir ein Paar waren, hatte sie mich im Rock gesehen.
Sie kam auch mal auf die Idee mich zu schminken (nicht feminin, sondern eher männlich (das geht"¦)) und mir die Nägel zu lackieren. Letzteres habe ich beibehalten und mache es gelegentlich selbst, einfach so für den Alltag.
Sie will dabei immer klar den Mann sehen, was mir entgegenkommt, da ich nicht in die weibliche Rolle schlüpfen möchte, sondern mich nur bei den Ausdrucksformen bedienen will.
Und alles wäre eigentlich ganz ideal für mich, stünden da nicht meine früheren Erfahrungen und ein paar kleine Bemerkungen dazwischen:
Irgendwann kam mal eine kleine Bemerkung von Ihr, dass Männer in Röcken doch sehr seltsam wären. Auf mich gemünzt war die Aussage sicher nicht, trotzdem habe ich fortan keinen Versuch unternommen mal in Ihrer Anwesenheit einen Rock zu tragen - einen der Röcke, die, als wir ein Paar wurden noch offen im Kleiderschrank hingen, die aber, als wir zusammenzogen aus selbigen verschwanden. Ich dachte nicht, dass sie sie vorher wahrgenommen hatte, und wollte die junge Beziehung nicht gefährden.
Die Strick- und Sweatkleider kamen, in Salamitaktik später, über ein paar Jahre wurden die Pullis und Sweatshirts länger, die Hosen erst enger, dann dünner und irgendwann wurde so aus dem Kapuzensweatshirt mit Jeans eben das Sweatkleid mit Strumpfhose.
In ihren Augen und in ihrem Sprachgebrauch sind das alles noch Pullover und Sweatshirts, auch wenn sie bis an das Knie reichen. Ich sage vorsichtshalber auch nicht Kleid
Vor einer Woche hatte ich mir, wieder ein Sweatkleid bestellt, und ihr vorgeführt, knielang, mit Mesheinsätzen, von Kangaroos, ein reines Damenlabel - objektiv eindeutig ein Kleid.
Sie war begeistert, und meinte der Pulli würde ihr auch gefallen, ob es den auch in ihrer Größe gäbe.
(Natürlich, die Größen sind eher für mich ein Problem, als für sie"¦)
Ich dachte mir ich mache ihr eine Freude und habe das Kleid auch in Ihre Größe bestellt, was sie erst freute und total süß fand - bis sie es anprobierte:
Sie identifizierte es am eigenen Leib sofort als das was es war: Ein Kleid. Dann bemerkte sie, dass ich ja dann wohl auch ein Kleid hätte.
Den restlichen Abend war sie dann sehr nachdenklich und schweigsam, auch wenn sie auf meine Nachfrage meinte, dass es kein Problem für sie sei.
Irgendwie kann ich fast alles tragen was ich will, bekomme oft Unterstützung dafür, aber leider nie Kritik, die mir sagt, was für sie zu weit geht, wo sie sich unwohl fühlt. Ich stelle mir also immer die Frage, wenn von ihrer Seite nichts positives kommt, ob es einfach so normal ist für sie, dass es keines Kommentar wert ist, oder ob es eine Ablehnung ist.
Konkret nachgefragt war bisher alles was ich an hatte für sie ok, aber ich bin mir nicht sicher ob es wirklich immer so ist. Daher will ich sie auch nicht mit meinem letzten Wunsch konfrontieren als Mann Röcke zu tragen - weil sie es vielleicht wirklich gut findet oder es ihr zuwider ist, sich aber zustimmend gibt, weil in ihren Augen, von der Logik her Männer und Frauen in allen Bereichen gleichberechtigt sein sollten - auch bei der Kleidung.
Logik ist eine schöne Sache, aber in einer Partnerschaft sind Gefühle wichtiger und so bleib bei aller Freiheit immer auch eine gewisse Ratlosigkeit und Unsicherheit