Outing oder nicht, Akzeptanz?
Verfasst: Mi 21. Jul 2010, 13:36
Hallo,
Da ich neu bin, mal eine kleine Vorstellung: Ich bin 33, m, 164cm - also für einen Mann recht klein. Seit meiner beginnenden Pubertät (weiss nicht mehr genau wann, aber es war VOR dem ersten Masturbieren mit Sahmenerguss, veilleicht mit 13 oder so) ziehe ich gerne ab und zu Frauenkleidung an. Angefangen hat das ganze mit einem Koffer voller Altkleider aus meiner Familie, die ich auf dem Dachboden gefunden habe: Röcke, Blusen, Hosen, Strümpfe usw. Aus Neugierde habe ich das anprobiert und fand es sehr hübsch. Von Zeit zu Zeit sank das Interesse wieder, ich lernte Mädchen kennen, hatte die ersten Erfahrungen. Doch hin und wieder schlich ich mich wieder auf den Dachboden, probierte Schminke aus die ich in nem Laden geklaut hatte (hätte mich nie getraut sowas zu kaufen) und zog mich um. Irgendwann kam ich auf die dumme Idee (schön, dass man in einem Forum, nach so langer Zeit darüber ungeniert schreiben kann), mich nachts raus zu schleichen. Damals war es in unserer Siedlung noch üblich, dass man die Wäsche draußen trocknete (heute haben die meisten einen Trockner). Ich habe dann hier und da Klamotten geklaut, mal einen Badeanzug, Jeans, Röcke usw. Heute tuts mir etwas leid aber damals mit 14-15 war ich noch anders drauf. Meine Kleidersammlung wuchs und in meiner eigenen Wohnung dann später kaufte ich sogar was, zuerst im Katalog bestellt, heute gehe ich recht ungeniert in einen Laden und suche mir was aus.
Jedenfalls habe ich jetzt schon mehr Frauenkleider als Männerklamotten, aber mein kleines Geheimnis ist immer eins geblieben. Ich wohne alleine, hatte kaum Beziehungen und daher war das recht einfach für mich.
Ich habe mich immer mal wieder gefragt, ob ich Transsexuell bin... Mir ist nur ziemlich klar, dass ich nicht schwul bin. Ich stehe auf Frauen. Mit einem androgynen Mann könnte ich mir das zwar schon vorstellen, aber es ist Weiblichkeit, die mich anmacht. Ich habe einige schwule Freunde und der eine oder andere ist auch ganz niedlich, aber eben nicht weiblich genug...
Eine zeit lang habe ich mir mal gesagt, "ich bin ein Mann und stehe dazu, ich bleibe auch männlich, das Verkleiden ist nur soeine Art Fetisch für mich", aber das wird mehr und mehr schwierig... Auf der Straße gucke ich Frauen nicht nur als Mann hinterher, sondern ich bin oft regelrecht neidisch. Ich wünsche mir einen solchen Körper und ich möchte die Kleider tragen, die Frauen tragen können. Ich bin nachts schon verkleidet raus gegangen, aber noch nie tagsüber, das traue ich mich einfach noch nicht.
Dazu kommt noch, dass ich im realen Leben DJ und Veranstalter bin und auch mitlerweile gar nicht mal so unbekannt. Es kam auch schon vor, dass ich in öffentlichen Verkehrsmitteln angesprochen wurde "hey, du bist doch ... von ..., war bei eurer letzten Party, war echt geil wann macht ihr mal wieder sowas" o.ä. Ich würde also durchaus auffallen, wenn mich jemand als Frau verkleidet sieht.
So ist denn auch eine Überlegung von mir gewesen, mich mehr in Unisex zu kleiden und einen Männerrock zu kaufen. Leider ist sowas immernoch zu sehr Szene, Punk oder Goth, wo ich mich nicht dazu gehörig fühle. Ich möchte keinen Kilt oder Goth-Männerrock mit Schnallen und so, sondern ich sehne mich nach Nylons, Heels, Kleidern, Oberteilen, Jeans, Schmuck und Schminke... in bunten Farben und richtig weiblich.
Nun grübel ich mal wieder, ob ich mich als Transsexuell bezeichnen sollte. Ich habe auch schon diverse Psychotests gemacht die mich alle als Androgyn bezeichnen, also ich habe männliche Eigenschaften aber auch durchaus sehr weibliche, sogar ein wenig Brust: Cup A fülle ich durchaus aus, und sie sehen nicht wie die typische Männer-Fettbrust aus, also schmal und etwas hängend, sondern sind durchaus rund und etwas spitz.
Ein Problem ist auch meine Familie. Ich habe noch eine Schwester und Vater und Mutter leben seit 20 Jahren getrennt. Während meine Mutter damit vielleicht noch klar kommen würde, bezweifel ich, dass mein Vater das kann. Er ist schon rect alt (meine Mutter war seine 2. Frau) und durchaus recht konservativ. Trotzdem mag und respektiere ich ihn als Vater und ich weiss, dass er auch stolz auf seinen -Sohn- ist. Ich weiss nicht ob ich es fertig bringen könnte, ihm mit seinen 71 und nach meinen 33 Lebensjahren mit Transsexualität vor den Kopf zu stoßen...
Weiterhin habe ich seit kurzem (etwa einem Monat) eine Freundin die ich auch sehr mag, nachdem ich einige Jahre solo war. Es macht mir auch Spass mit ihr Sex zu haben wie ein normaler Mann, und ich weiss, dass sie auf keinen Fall eine Freundin haben wollte. Sie steht sehr auf das männliche Äußere, Brustbehaarung, tiefe Stimme und so weiter... und trotzdem kann ich mit dem Verkleiden nicht aufhören. Ich bin zu gerne Shoppen. Erst heute habe ich mir ein neues Kleid und Sandalen gekauft, was ich auch gerade trage. Ich surfe seit Wochen wieder verstärkt im Netz auf TS-Seiten, lese mir Berichte über hormone durch und vor ein paar Tagen erst fand ich Fotos von jemanden der mit Hormonen ohne operativen Eingriff einen schönen weiblichen Busen und geschminkt und mit gemachten Augenbrauen sogar ein hüpsches Gesicht bekommen hat. Sowas macht mich natürlich noch wilder darauf, auch Hormone zu nehmen...
Irgendwie kann ich mich nicht "akzeptieren wie ich halt bin", der Drang etwas drastisch zu ändern steigt und nur die oben genannten Probleme - Freundin und Familie - halten mich noch davon ab.
Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Liebe Grüße
Da ich neu bin, mal eine kleine Vorstellung: Ich bin 33, m, 164cm - also für einen Mann recht klein. Seit meiner beginnenden Pubertät (weiss nicht mehr genau wann, aber es war VOR dem ersten Masturbieren mit Sahmenerguss, veilleicht mit 13 oder so) ziehe ich gerne ab und zu Frauenkleidung an. Angefangen hat das ganze mit einem Koffer voller Altkleider aus meiner Familie, die ich auf dem Dachboden gefunden habe: Röcke, Blusen, Hosen, Strümpfe usw. Aus Neugierde habe ich das anprobiert und fand es sehr hübsch. Von Zeit zu Zeit sank das Interesse wieder, ich lernte Mädchen kennen, hatte die ersten Erfahrungen. Doch hin und wieder schlich ich mich wieder auf den Dachboden, probierte Schminke aus die ich in nem Laden geklaut hatte (hätte mich nie getraut sowas zu kaufen) und zog mich um. Irgendwann kam ich auf die dumme Idee (schön, dass man in einem Forum, nach so langer Zeit darüber ungeniert schreiben kann), mich nachts raus zu schleichen. Damals war es in unserer Siedlung noch üblich, dass man die Wäsche draußen trocknete (heute haben die meisten einen Trockner). Ich habe dann hier und da Klamotten geklaut, mal einen Badeanzug, Jeans, Röcke usw. Heute tuts mir etwas leid aber damals mit 14-15 war ich noch anders drauf. Meine Kleidersammlung wuchs und in meiner eigenen Wohnung dann später kaufte ich sogar was, zuerst im Katalog bestellt, heute gehe ich recht ungeniert in einen Laden und suche mir was aus.
Jedenfalls habe ich jetzt schon mehr Frauenkleider als Männerklamotten, aber mein kleines Geheimnis ist immer eins geblieben. Ich wohne alleine, hatte kaum Beziehungen und daher war das recht einfach für mich.
Ich habe mich immer mal wieder gefragt, ob ich Transsexuell bin... Mir ist nur ziemlich klar, dass ich nicht schwul bin. Ich stehe auf Frauen. Mit einem androgynen Mann könnte ich mir das zwar schon vorstellen, aber es ist Weiblichkeit, die mich anmacht. Ich habe einige schwule Freunde und der eine oder andere ist auch ganz niedlich, aber eben nicht weiblich genug...
Eine zeit lang habe ich mir mal gesagt, "ich bin ein Mann und stehe dazu, ich bleibe auch männlich, das Verkleiden ist nur soeine Art Fetisch für mich", aber das wird mehr und mehr schwierig... Auf der Straße gucke ich Frauen nicht nur als Mann hinterher, sondern ich bin oft regelrecht neidisch. Ich wünsche mir einen solchen Körper und ich möchte die Kleider tragen, die Frauen tragen können. Ich bin nachts schon verkleidet raus gegangen, aber noch nie tagsüber, das traue ich mich einfach noch nicht.
Dazu kommt noch, dass ich im realen Leben DJ und Veranstalter bin und auch mitlerweile gar nicht mal so unbekannt. Es kam auch schon vor, dass ich in öffentlichen Verkehrsmitteln angesprochen wurde "hey, du bist doch ... von ..., war bei eurer letzten Party, war echt geil wann macht ihr mal wieder sowas" o.ä. Ich würde also durchaus auffallen, wenn mich jemand als Frau verkleidet sieht.
So ist denn auch eine Überlegung von mir gewesen, mich mehr in Unisex zu kleiden und einen Männerrock zu kaufen. Leider ist sowas immernoch zu sehr Szene, Punk oder Goth, wo ich mich nicht dazu gehörig fühle. Ich möchte keinen Kilt oder Goth-Männerrock mit Schnallen und so, sondern ich sehne mich nach Nylons, Heels, Kleidern, Oberteilen, Jeans, Schmuck und Schminke... in bunten Farben und richtig weiblich.
Nun grübel ich mal wieder, ob ich mich als Transsexuell bezeichnen sollte. Ich habe auch schon diverse Psychotests gemacht die mich alle als Androgyn bezeichnen, also ich habe männliche Eigenschaften aber auch durchaus sehr weibliche, sogar ein wenig Brust: Cup A fülle ich durchaus aus, und sie sehen nicht wie die typische Männer-Fettbrust aus, also schmal und etwas hängend, sondern sind durchaus rund und etwas spitz.
Ein Problem ist auch meine Familie. Ich habe noch eine Schwester und Vater und Mutter leben seit 20 Jahren getrennt. Während meine Mutter damit vielleicht noch klar kommen würde, bezweifel ich, dass mein Vater das kann. Er ist schon rect alt (meine Mutter war seine 2. Frau) und durchaus recht konservativ. Trotzdem mag und respektiere ich ihn als Vater und ich weiss, dass er auch stolz auf seinen -Sohn- ist. Ich weiss nicht ob ich es fertig bringen könnte, ihm mit seinen 71 und nach meinen 33 Lebensjahren mit Transsexualität vor den Kopf zu stoßen...
Weiterhin habe ich seit kurzem (etwa einem Monat) eine Freundin die ich auch sehr mag, nachdem ich einige Jahre solo war. Es macht mir auch Spass mit ihr Sex zu haben wie ein normaler Mann, und ich weiss, dass sie auf keinen Fall eine Freundin haben wollte. Sie steht sehr auf das männliche Äußere, Brustbehaarung, tiefe Stimme und so weiter... und trotzdem kann ich mit dem Verkleiden nicht aufhören. Ich bin zu gerne Shoppen. Erst heute habe ich mir ein neues Kleid und Sandalen gekauft, was ich auch gerade trage. Ich surfe seit Wochen wieder verstärkt im Netz auf TS-Seiten, lese mir Berichte über hormone durch und vor ein paar Tagen erst fand ich Fotos von jemanden der mit Hormonen ohne operativen Eingriff einen schönen weiblichen Busen und geschminkt und mit gemachten Augenbrauen sogar ein hüpsches Gesicht bekommen hat. Sowas macht mich natürlich noch wilder darauf, auch Hormone zu nehmen...
Irgendwie kann ich mich nicht "akzeptieren wie ich halt bin", der Drang etwas drastisch zu ändern steigt und nur die oben genannten Probleme - Freundin und Familie - halten mich noch davon ab.
Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Liebe Grüße