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Die Ehe für alle „ Aufwind auch für uns?

Verfasst: Fr 30. Jun 2017, 15:11
von Anne-Mette
Moin,

die "Ehe für alle" wird bejubelt und viele Menschen sagen: "ENDLICH!" (fwe3)

Breitere Schichten der Gesellschaft werden sich daran gewöhnen, dass es mehr Mann+Mann und Frau+Frau Ehen geben wird.
(Dabei will ich die Ehe nicht verherrlichen; sie hat durchaus ihre Risiken und Nebenwirkungen, ganz egal, um welche Konstellation es sich handelt) (smili)

Auch für viele von "uns", die in einer Partnerschaft/Ehe leben, mag es leichter werden, als "Frau+Frau" oder "Mann+Mann" zusammen sein, zu bleiben und diese Partnerschaft zu leben; denn allmählich wird, so wünsche ich es mir, der gesellschaftliche Druck ("das ist nicht normal") nachlassen.

Ich bin schon seit vielen Jahren verheiratet, sodass meine Frau schon länger sagt: "... das ist meine Frau!", wenn wir uns irgendwo neu vorstellen und sie ist die Vorstellende.
Mit der Zeit werden weniger Leute "aufblicken", lächeln - und es als "liebenswerte Besonderheit" ansehen (jedenfalls haben wir die Erfahrung gemacht), sondern es wird einfach öfter vorkommen und man wird sich mit der Zeit noch mehr daran gewöhnen.

Ich hoffe, dass das einigen Paaren Mut gibt; das wäre schön )))(:

Gruß
Anne-Mette

Re: Die Ehe für alle „ Aufwind auch für uns?

Verfasst: Fr 30. Jun 2017, 15:58
von ExuserIn-2019-12-18
Hallo,

Trans*, so scheint es mir, schwimmt ja immer mit im Strom der Schwulen- und Lesbenbewegung und profitiert(e) nicht unerheblich davon. Und auch jetzt ist es sicherlich so, dass "wir" mitgenommen werden.
Aber ich glaube nicht, dass dies unser eigentliches gesellschaftliches Problem löst.
Ich bin Mann - ich bin Trans* - ich bin Frau oder umgekehrt. Die Wandlung oder auch Entwicklung beginnt und endet in einer gesellschaftlich genormten Rolle. Problematisch ist, neben der Frage nach dem "gelungenen" Äußeren, eigentlich die Transphase in der ja viele auch verbleiben. Oder aber der "Zwischenraum" den auch Androgyne oder Intersexulle besetzen ...
Hier ist meiner Meinung nach die größte Gesellschaftliche Baustelle.
Aber Du hast Recht - es wird sicher einfacher, gesellschaftlich anerkannt zu werden, wenn aus einer Ehe aus Mann und Frau eine gleichgeschlechtliche Ehe wird. Ich finde das war auch schon lange überfällig.

Liebe Grüße
Vanessa

Re: Die Ehe für alle „ Aufwind auch für uns?

Verfasst: Fr 30. Jun 2017, 16:06
von Yasmine
Nun ja, ob das Aufwind für uns bedeutet weiß ich nicht, aber zumindest kann man jetzt auch noch nach den ganzen VÄ/PÄ GaOP den heiraten, den man liebt. Falls man der homosexuellen Seite angehört.
LG
Yasmine

Re: Die Ehe für alle „ Aufwind auch für uns?

Verfasst: Fr 30. Jun 2017, 22:28
von Diana.65
Hallo.

"Ehe für alle" - Ich denke die heutige Entscheidung ist erst mal ein großer Meilenstein. Für viele direkt Betroffene ist es ein großer Fortschritt. Bleibt nur zu hoffen, dass die Gegener der Entscheidung nicht durch Klagen vor den diversen Stellen, wie dem Verfassungsgericht, das Ganze wieder ad Absurdum führen, bzw. den Weg zu einem tragfähigen Gesetz noch ewig verzögern.
Ich hoffe, dass das auch nur der Anfang ist, um weitere Probleme, wie das TSG, anzugehen. Die Präsenz in den Medien ist ja erst mal sehr hoch.

L.G. Diana

Re: Die Ehe für alle „ Aufwind auch für uns?

Verfasst: Fr 30. Jun 2017, 23:23
von Ulrike-Marisa
Moin,

bei aller Freude über die doch richtungsweisende Entscheidung des Deutschen Bundestages bleibe ich in meiner Freude darüber doch eher verhalten. Die Reaktionen konservativer Kreise der ewig Gestrigen werden nicht auf sich warten lassen und eine Verfassungsklage gegen das Gesetz einreichen - und dann können noch Jahre vergehen, bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird, wie damit letztlich verfahren werden soll - wie in vielen anderen Fällen in der Vergangenheit auch. Dass das Transsexuellengesetz erneuert wird, das muss erst die politische Wirklichkeit nach der Bundestagswahl zeigen.
Trotzdem ein guter Tag für unser Land. :)

Beste Grüße, Ulrike-Marisa