Ziele, Listen, Pläne und das Leben
Verfasst: Sa 24. Jun 2017, 17:51
Hallo Leute,
Irgendwie muss ich mir das mal von der Seele reden.
Ich weiß das ist vermutlich eine Sache die ich beim Psychologen ansprechen sollte, und das werde ich auch beim nächsten Termin, aber ich finde mehr Meinungen könnten natürlich nicht schaden. Und vielleicht empfindet ja die/der ein/e oder andere genauso.
Also eigentlich wusste ich immer was ich wollte im Moment und auch für die Zukunft. Natürlich gab es immer etwas Spielraum, weil sein wir ehrlich das Leben lässt sich nicht planen. Aber trotzdem hat doch jeder mehr oder weniger Ziele die man im Leben erreicht haben möchte. Ich bin da keine Ausnahme, eher im Gegenteil. Ich bin eine Meisterin darin Listen zu erstellen, Pläne zu machen wie alles ablaufen soll und sehr motiviert und ehrgeizig dafür zu sorgen, dass alles auch so passiert wie geplant.
Auch wenn mir ab und zu einige Hindernisse in den Weg kamen, bin ich doch immer am Ball geblieben. Ich habe mein Hauptziel rigoros verfolgt. Nichtsahnend arbeitete ich einen Punkt nach dem anderen an der mich näher an das Hauptziel brachte.
Nebenbei beendete ich auch nacheinander die vielen Nebenziele von denen immer wieder neue dazukamen oder verschwanden. Das einzige Feste war das Hauptziel.
Ich wollte einen Dr. Titel und an einer Uni in der Forschung arbeiten. Das war jahrelang Zentrum meines Handels. Nur deswegen hab ich Abitur gemacht und bin danach zur Uni. Dem untergeordnet waren weitere Hauptziele wie ein Familie gründen, Haus bauen, usw. Und natürlich zu verstehen was mit mir los ist.
Als ich endlich verstand was mit mir los war, begann eine Zeit der Veränderung. Die in den letzten Monaten gipfelte.
Nun da ich endlich ich bin, ist etwas sehr merkwürdiges passiert. Meine ganzen Ziele und Prioritäten haben sich irgendwie verschoben. Das geschah nicht plötzlich sondern eher so über einen längeren Zeitraum. Ungefähr im letzten halben Jahr ist es mir vermehrt aufgefallen. Und in letzter Zeit ist es so das es eine Sache gibt die sich immer mehr in den Vordergrund drängt. Unaufhaltsam wie ein Schneeball der einen Hang runterrollt und dabei immer größer wird.
Es ist mittlerweile so das mich schon kleine Auslöser so auflösen, dass ich kurz davor bin zu weinen.
Ob ich in der Bahn unterwegs bin oder in der Fußgängerzone, oder egal wo. Es ist immer das gleiche. Überall sehe ich Eltern mit ihren Kindern, Kinderwagen, Babys. Und ich kann es kaum aushalten, ich wünsche mir so sehr Kinder. Mehr als alles andere auf der Welt. Mama zu werden hat sich an die erste Stelle meiner Liste gedrängt und hat sich selber so fett geschrieben, dass alles andere nur noch kaum zu lesen ist.
Okay soweit so gut, dass Mutter zu werden jetzt das wichtigste für mich geworden ist, ist eigentlich kein Grund beim Gedanken an Babys traurig zu werden. Aber wenn ich daran denke, dass ich niemal Schwanger sein werde und nie ein Kind gebären werde, dann macht es mich sehr traurig. Aber ich schaffe es mich immer wieder aufzumuntern. Ich sehe es einfach positive. Ich kann auf natürlichem Wege leider keine Kinder bekommen, tja einige Frauen auch nicht. Das macht sie aber nicht weniger zu einer Frau. Und es gibt ja noch eine andere Möglichkeit Kinder zu bekommen. Adoption ist das Stichwort. Das ist eine Möglichkeit wie gleich beide Seiten gewinnen. Man gibt einem Kind, das einen nicht so tollen Start hatte ein liebevolles Zuhause und das eigene Leben erhält endlich einen Sinn.
Ans Sameneinfrieren habe ich nur Kurz gedacht, aber ich möchte nicht der Vater des Kindes sein. Zudem wäre es da ich Hetero bin sehr kompliziert, weil dann ja eine Leihmutter her müsste.
Also ist das ich keine Kinder gebären kann nicht so schlimm, es macht mich traurig, ja aber was mich zum verzweifeln bringt ist die allerseits bekannte biologische Uhr. Ich höre sie dermaßen laut ticken, dass man meint es wäre der Donner.
Es lässt mich verzweifeln.
Ja ich bin jung, ich hab noch genug Zeit, könnte man sagen. Ich Stimme da nur halb zu, weil ich das Gefühl habe mir geht die Zeit aus.
Ein Rechenbeispiel ich bin mit dreißig mit den Studium fertig (vielleicht auch früher, ist nur leichter zu rechnen) und bis dahin habe ich hoffendlich schon einen Mann gefunden. Dann kann ich vielleicht mit 32 das erste Kind adoptieren. Ich möchte aber natürlich nicht nur ein Kind haben, ich möchte mindestens 3 am liebsten 4 Kinder. Und Adoptionen sind streng und dauern. Also dann mit 34-36 das zweite Kind und mit fast 40 das dritte. Mit über 40 wird es nochmal extra schwer ein Kind zu adoptieren. Und was ist dann.....ich bin dann 60 wenn das vierte Kind mit der Schule fertig ist.
Ich habe mir jetzt einiges von der Seele geschrieben und irgendwie den Faden ein bisschen aus den Augen verloren :lol: ich hoffe es ist trotzdem verständlich.
Vielleicht ein bisschen zusammengefasst gesagt, meine biologische Uhr hat angefangen zu ticken und wird immer lauter, obwohl ich erst 24 bin. Ich denke manchmal dass die noch gar nicht so laut ticken sollte eben weil ich noch so jung bin. Aber gehen Gefühle ist man halt machtlos. Vielleicht denke ich auch einfach nur zu viel drüber nach, aber so als Kontrollfreak wie ich ist es schwer sich einfach fallen zu lassen.
So das ist jetzt mehr geworden als erwartet...hups :lol: sorry dafür.
Alles liebe Vanessa
Irgendwie muss ich mir das mal von der Seele reden.
Ich weiß das ist vermutlich eine Sache die ich beim Psychologen ansprechen sollte, und das werde ich auch beim nächsten Termin, aber ich finde mehr Meinungen könnten natürlich nicht schaden. Und vielleicht empfindet ja die/der ein/e oder andere genauso.
Also eigentlich wusste ich immer was ich wollte im Moment und auch für die Zukunft. Natürlich gab es immer etwas Spielraum, weil sein wir ehrlich das Leben lässt sich nicht planen. Aber trotzdem hat doch jeder mehr oder weniger Ziele die man im Leben erreicht haben möchte. Ich bin da keine Ausnahme, eher im Gegenteil. Ich bin eine Meisterin darin Listen zu erstellen, Pläne zu machen wie alles ablaufen soll und sehr motiviert und ehrgeizig dafür zu sorgen, dass alles auch so passiert wie geplant.
Auch wenn mir ab und zu einige Hindernisse in den Weg kamen, bin ich doch immer am Ball geblieben. Ich habe mein Hauptziel rigoros verfolgt. Nichtsahnend arbeitete ich einen Punkt nach dem anderen an der mich näher an das Hauptziel brachte.
Nebenbei beendete ich auch nacheinander die vielen Nebenziele von denen immer wieder neue dazukamen oder verschwanden. Das einzige Feste war das Hauptziel.
Ich wollte einen Dr. Titel und an einer Uni in der Forschung arbeiten. Das war jahrelang Zentrum meines Handels. Nur deswegen hab ich Abitur gemacht und bin danach zur Uni. Dem untergeordnet waren weitere Hauptziele wie ein Familie gründen, Haus bauen, usw. Und natürlich zu verstehen was mit mir los ist.
Als ich endlich verstand was mit mir los war, begann eine Zeit der Veränderung. Die in den letzten Monaten gipfelte.
Nun da ich endlich ich bin, ist etwas sehr merkwürdiges passiert. Meine ganzen Ziele und Prioritäten haben sich irgendwie verschoben. Das geschah nicht plötzlich sondern eher so über einen längeren Zeitraum. Ungefähr im letzten halben Jahr ist es mir vermehrt aufgefallen. Und in letzter Zeit ist es so das es eine Sache gibt die sich immer mehr in den Vordergrund drängt. Unaufhaltsam wie ein Schneeball der einen Hang runterrollt und dabei immer größer wird.
Es ist mittlerweile so das mich schon kleine Auslöser so auflösen, dass ich kurz davor bin zu weinen.
Ob ich in der Bahn unterwegs bin oder in der Fußgängerzone, oder egal wo. Es ist immer das gleiche. Überall sehe ich Eltern mit ihren Kindern, Kinderwagen, Babys. Und ich kann es kaum aushalten, ich wünsche mir so sehr Kinder. Mehr als alles andere auf der Welt. Mama zu werden hat sich an die erste Stelle meiner Liste gedrängt und hat sich selber so fett geschrieben, dass alles andere nur noch kaum zu lesen ist.
Okay soweit so gut, dass Mutter zu werden jetzt das wichtigste für mich geworden ist, ist eigentlich kein Grund beim Gedanken an Babys traurig zu werden. Aber wenn ich daran denke, dass ich niemal Schwanger sein werde und nie ein Kind gebären werde, dann macht es mich sehr traurig. Aber ich schaffe es mich immer wieder aufzumuntern. Ich sehe es einfach positive. Ich kann auf natürlichem Wege leider keine Kinder bekommen, tja einige Frauen auch nicht. Das macht sie aber nicht weniger zu einer Frau. Und es gibt ja noch eine andere Möglichkeit Kinder zu bekommen. Adoption ist das Stichwort. Das ist eine Möglichkeit wie gleich beide Seiten gewinnen. Man gibt einem Kind, das einen nicht so tollen Start hatte ein liebevolles Zuhause und das eigene Leben erhält endlich einen Sinn.
Ans Sameneinfrieren habe ich nur Kurz gedacht, aber ich möchte nicht der Vater des Kindes sein. Zudem wäre es da ich Hetero bin sehr kompliziert, weil dann ja eine Leihmutter her müsste.
Also ist das ich keine Kinder gebären kann nicht so schlimm, es macht mich traurig, ja aber was mich zum verzweifeln bringt ist die allerseits bekannte biologische Uhr. Ich höre sie dermaßen laut ticken, dass man meint es wäre der Donner.
Es lässt mich verzweifeln.
Ja ich bin jung, ich hab noch genug Zeit, könnte man sagen. Ich Stimme da nur halb zu, weil ich das Gefühl habe mir geht die Zeit aus.
Ein Rechenbeispiel ich bin mit dreißig mit den Studium fertig (vielleicht auch früher, ist nur leichter zu rechnen) und bis dahin habe ich hoffendlich schon einen Mann gefunden. Dann kann ich vielleicht mit 32 das erste Kind adoptieren. Ich möchte aber natürlich nicht nur ein Kind haben, ich möchte mindestens 3 am liebsten 4 Kinder. Und Adoptionen sind streng und dauern. Also dann mit 34-36 das zweite Kind und mit fast 40 das dritte. Mit über 40 wird es nochmal extra schwer ein Kind zu adoptieren. Und was ist dann.....ich bin dann 60 wenn das vierte Kind mit der Schule fertig ist.
Ich habe mir jetzt einiges von der Seele geschrieben und irgendwie den Faden ein bisschen aus den Augen verloren :lol: ich hoffe es ist trotzdem verständlich.
Vielleicht ein bisschen zusammengefasst gesagt, meine biologische Uhr hat angefangen zu ticken und wird immer lauter, obwohl ich erst 24 bin. Ich denke manchmal dass die noch gar nicht so laut ticken sollte eben weil ich noch so jung bin. Aber gehen Gefühle ist man halt machtlos. Vielleicht denke ich auch einfach nur zu viel drüber nach, aber so als Kontrollfreak wie ich ist es schwer sich einfach fallen zu lassen.
So das ist jetzt mehr geworden als erwartet...hups :lol: sorry dafür.
Alles liebe Vanessa