Hallo Cybill, hallo meine Lieben,
zunächst danke Cybill, für Deinen Hinweis.

Heute früh kaufte ich mir deswegen seit langem wieder mal "Die Zeit".
Gerade las ich den Beitrag im Zeit-Magazin. Vorab:
Es ist erfreulich, dass sich "Die Zeit" der Problematik widmet!
Mein Urteil fällt gemischt aus: Insgesamt nicht wirklich schlecht, aber auch nicht besonders gut, also eher "noch befriedigend" bzw. "3-"
Personen, die Geschlecht grundsätzlich ablehnen bzw. der Begriff einfach nicht stimmt:
Hier ist der Beitrag, meinem Eindruck nach,
gut bis sehr gut.
Auch die Problematik der Operationen an intersexuellen Neugeborenen wird angesprochen! BRAVO!!
Dass "Geschlecht" keineswegs eindeutig ist und eher als Kontinuum verstanden werden sollte, wird gut erläutert.
Auch die Beschreibung weiterer Probleme und die Verknüpfung mit Zahlen finde ich recht gut gelungen...
... Aber mit den Zahlen fängt es dann schon an, denn ich halte es für in höchstem Maße problematisch, transsexuelle Personen,
denen die korrekte geschlechtliche Bezeichnung ja wichtig ist, hier einfach mit ganz anderen Gesichtspunkten zu verwursten.
Von Transsexualität versteht die Autorin
wenig bis gar nix. Das deutet schon die Überschrift an "Welches Geschlecht habe ich?"
--> Diese Frage stellte ich mir nie, denn ich wusste, dass ich weiblich bin.
Weiteres in der langen, ausführlichen Erörterung geht leider in die gleiche Richtung. - Noch ein Beispiel:
Unter
"Zum besseren Verständnis" steht unter anderem, ich zitiere
"Eine Transfrau ist also eine Frau, die als Mann geboren wurde."
--> Das ist Unsinn! Ich z.B. war bereits bei der Geburt weiblich, hatte aber männliche Genitalien.
Der lange, ausführliche Beitrag hat also Stärken und große Schwächen, daher insgesamt gesehen,
sehr wohlwollend bewertet, gerade mal so
"Noch befriedigend".
Liebe Grüße
Andrea,
die hier, halt leider nur, so wie sie es in ihrem Lehrberuf lernte, antworten kann.
Im Übrigen bleibe ich trotz allem geistigen Durcheinander und Störfeuer dabei:
Vier Kategorien --- "weiblich" --- "männlich" --- "weitere Geschlechtsoptionen" --- "keine Angabe"
halte ich eindeutig für die beste Lösung, denn damit können auch Menschen leben, denen der Geschlechtseintrag wichtig ist.
Anmerkung:
"keine Angabe" --> Genau dieser Personenkreis wurde im "Zeit-Magazin" ausgezeichnet beschrieben.
Transsexuelle Personen beanspruchen das für sich normalerweise nämlich nicht

Für sie reicht "weiblich" bzw. "männlich"

Link zum Gesetzentwurf des Deutschen Instituts für Menschenrechte:
http://atme-ev.de/texte/TSG-Reform_DIMR.pdf