Seite 1 von 1
traurig, aber wahr.
Verfasst: Sa 20. Mai 2017, 17:54
von Sabrina Verena
Hallo!
Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, freiwillig den Suicid durch Selbstentzündung zu wählen?
Warum schreibe ich das hier?
Nun, es sieht so aus, dass ich den Menschen der sich Freitag Nacht um 3,00 Uhr in München das Leben nahm, als Onlinefreundin bei einer anderen Plattform hatte.
Ein Mensch den ich als fröhlichen, lebhaften Menschen kennen gelernt habe. Der sehr präsent war, im Guten, aber auch weniger Guten.
Es tut weh, und der Mensch wird mir fehlen.
Ich muss das einfach los werden.
LG Verena
Re: traurig, aber wahr.
Verfasst: Sa 20. Mai 2017, 18:58
von ab08
Liebe Verena,

alles, alles Gute!
Zum Glück blieb mir Ähnliches erspart. Es waren nie Personen, mit denen ich engeren Umgang hatte... Eigentlich reiner Zufall...
In der Psychiatrie begegnete ich Kolleginnen und Kollegen, die Suizide im nahen Umfeld erlebten, so wie Du jetzt...
Wir können in Menschen nicht hineinschauen. Oft sieht es gerade in fröhlichen Menschen ganz anders aus.
Nicht jede/jeder mit Suizid Gedanken/Plänen sucht Hilfe, manche behalten ihre Probleme für sich,
geben sich nach Außen völlig anders und achten darauf, dass sie niemand aufhält...

Ganz liebe Grüße
Andrea

Re: traurig, aber wahr.
Verfasst: So 21. Mai 2017, 01:15
von lexes
Ich war mal life dabei als sich jemand vor'm Reichstag erst ein Messer in die Brust gerammt und sich dann angezündet hat ...
hatten keine Chance was zu tun
und der später genannte Grund schien absolut marginal ( irgendwas mit Studienplatz und Wohnung oder so )
Solche brutalen Aktionen haben wohl stets was mit Aufmerksamkeit und einer Nachricht an die Öffentlichkeit zu tun, sonst würde man wohl kaum einen so unkontrolliert-schmerzhaften Weg aus dem Leben suchen.
Liebe Sabrina ... Dein Verlust tut mir wirklich sehr leid. Vergiss bitte nicht das jeder für sich selbst verantwortlich ist ( insbes. wenn sie / er erwachsen ist )
Nachträgliche Vorwürfe ( warum hab'ich nichts gemerkt / gemacht ) sind sicher normal aber unrealistisch und schaden nur.
Halt die Ohren steif und schreib'mal wie's Dir so geht
Lieb Grüße
Lexi
Re: traurig, aber wahr.
Verfasst: So 21. Mai 2017, 08:16
von Michel
Guten Morgen liebe Sabrina,
Ja es schmerzt sehr, wenn man soetwas liest und dann feststellen mus, das man diesen liebevollen Menschen kannte und nun verloren hat.
Das ist sehr hart und schmerzhaft.
Ich kann mich Lexes und Andrea nur anschließen.
Deshalb bin ich manchmal so sauer, wenn hier gejammert wird und wenn wir eine Möglichkeit haben in der Öffentlichkeit was für uns zu tun, keiner mit kommt, wie unser Transspaziergang in Potsdam mit 5 Teilnehmern.
Wir müssen endlich mal wach werden und aktiv, das solche schrecklichen Ereignisse sich nicht wiederholen.
Es ist sehr schade und schmerzhaft dazu, wenn auf solcher Weise sich von uns verabschiedet, egal ob wir ihn kannten oder nicht, es bleibt immer ein großer Verlust für die Menschheit.
Deshalb werde ich auch so gut es geht in der Öffentlichkeit für uns aktiv werden, denn solche Nachrichten dürfen sich nicht wiederholen und wir wollen ja auch endlich Anerkennung und Respekt ernten wollen.
Ich wünsche mir vom ganzen Herzen, das ich endlich mehr Aktivitäten erleben kann wie bei dem Spaziergang.
In tiefer Trauer wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag.
Ganz liebe Grüße
Eure Michaela
Re: traurig, aber wahr.
Verfasst: So 21. Mai 2017, 10:12
von NanaVistor
Die genannte Person im EP war die Hauptinitiatorin des Regensburger Stammtisches vor einem Jahr.

Re: traurig, aber wahr.
Verfasst: So 21. Mai 2017, 10:34
von Michi
Hallo Verena und alle, die diesen Menschen gekannt haben,
ihr habt mein Mitgefühl, und ich wünsche euch, dass es euch nicht all zu sehr runterzieht.
Liebe Grüße
Michi
Re: traurig, aber wahr.
Verfasst: So 21. Mai 2017, 10:44
von Michel
Ich kann immer wieder nur sagen, es ist sehr schade um jeden lieben Menschen, zumal sie noch die Hauptinitiatorin vom Stammtisch war.
Es wäre sehr schön von allen Mitgliedern in unserem Forum, das wir bei den nächsten Treffen und Stammtischen für sie eine Gedenkminute einlegen, denn sie war eine von uns.
Liebe Grüße
Eure Michaela
Re: traurig, aber wahr.
Verfasst: So 21. Mai 2017, 12:07
von Inga
Hallo, Sabrina,
aus Erfahrung kann ich hier nur schreiben: Ob spektakulär oder unauffällig, es tut einfach nur noch weh, zu erleben, dass ein Mensch sein Leben nicht mehr annehmen kann.
Sei umarmt!
Liebe Grüße
Inga
Re: traurig, aber wahr.
Verfasst: So 21. Mai 2017, 14:37
von Olivia
Hallo,
ja, es ist traurig, wenn ein geschätzter Mensch seinem Leben ein Ende gesetzt hat, aber auch wenn ich dadurch eine sehr kontroverse Debatte lostrete, möchte ich dennoch auch eine andere Sicht der Dinge einbringen:
Ich bin zwar derzeit nicht im geringsten Suizidgefährdet, aber ich beanspruche für mich trotzdem - sozusagen abstrakt theoretisch - das Recht auf Selbstmord. Ich möchte es mir ganz einfach offen lassen, ggf. den Zeitpunkt meines Ablebens in die eigenen Hände zu nehmen. Es sind Situationen für mich denkbar, wo ich die letzte Konsequenz ziehen würde. In meinem Nachruf darf es dann heißen: "Nicht nur über sein Leben, auch über seinen Tod hat er selbst bestimmt."
Nachdenkliche Grüße von Olivia
Re: traurig, aber wahr.
Verfasst: So 21. Mai 2017, 18:32
von Simone 65
Gelöscht.
Re: traurig, aber wahr.
Verfasst: Mo 22. Mai 2017, 07:23
von Magdalena
Hallo Verena,
es ist traurig zu erfahren, ein geliebter und einem vertrauter Mensch hat selbst seinem Leben ein Ende gesetzt. Über das warum kann meist nur spekuliert werden. Ja, man stellt sich oft die Frage, hätte ich es verhindern können. Ohne darauf eine Antwort zu finden. Ich selbe habe es in meinem Leben leider zwei mal erleben müssen. Mit erleben meine ich, es geschah in dem Haus in dem ich damals lebte. Was folgte waren die Befragungen durch die Polizei. Vieles sprach in beiden Fälle von Unfall (Sturz aus dem Fenster und von Selbstüberschätzung eines Teenagers, der sich im Keller erhängte). Wirkliche Antworten habe ich auch heute nach über dreißig und vierzig Jahren noch nicht. Was bleibt ist die Erinnerung in meinem Herzen mit diesen Menschen einige Jahre verbracht zu haben. So kann ich Dir nur sagen versuche mit der Situation umzugehen und sich die Erinnerung an gemeinsame verlebte Zeit zu bewahren.
Viele Grüße Magdalena