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Eine Frage der Etikette
Verfasst: Do 11. Mai 2017, 11:18
von Manu.66
Hi Mädels!
Die Etikette, die Benimmregel, bestimmt schon unser tägliches Leben in vielfältiger Hinsicht.
Wie haltet ihr es in diesem Zusammenhang mit der Vorstellung eurer Person bei Fremden? Wie lasst ihr euch konkret von euren Ehefrauen, falls Ihr verheiratet seit, vorstellen?
"Gestatten, dies ist meine Frau (Name)", oder "Dies ist meine Lebensgefährtin (Name)", oder "Dies ist (Name)", oder gar "Dies ist meine Freundin (Name)"?
"Gestatten, dies ist mein Mann, der jetzt eine Frau ist", geht ja wohl garnicht - oder?
Meine Frau hat da zumindest noch hin und wieder Probleme - wie sag ich es meinem Gegenüber?
Wie haltet ihr das mit der Etikette?
Liebe Grüße
Manuela
Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Do 11. Mai 2017, 12:05
von Cybill
Sorry ich arbeite in Berlin,
da wurde die Etikette -im Allgemeinen- mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges abgeschafft.
In den Besonderen Kreisen wird zwar darauf geachtet, aber solche Probleme stellen sich eher weniger, da ich mit mir ganz normal umgehe und mich selbst vorstelle.
Aber das dürfte bei jedem/er/trans anders sein.
-Cy
Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Do 11. Mai 2017, 12:17
von ab08
"Gestatten, dies ist mein Mann, der jetzt eine Frau ist", geht ja wohl garnicht - oder?
Das geht
wirklich gar nicht, daher gibt es sogar im mehrfach korrigierten TSG ein
"Offenbarungsverbot"
Also:
Außer Dir selbst, ist es im Grunde keiner anderen Person erlaubt, Deine Vergangenheit offenzulegen!
LG Andrea
P.S. Alle anderen Möglichkeiten sind prinzipiell brauchbar/vernünftig.
-> Meine Verwandtschaft, die Kinder, die ehemalige Partnerin nennen mich normalerweise einfach "Andrea"

Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Do 11. Mai 2017, 12:42
von Manu.66
Cybill hat geschrieben: Do 11. Mai 2017, 12:05
Sorry ich arbeite in Berlin,
da wurde die Etikette -im Allgemeinen- mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges abgeschafft.
In den Besonderen Kreisen wird zwar darauf geachtet, aber solche Probleme stellen sich eher weniger, da ich mit mir ganz normal umgehe und mich selbst vorstelle.
Aber das dürfte bei jedem/er/trans anders sein.
-Cy
Hi Cybill!
Aber doch wohl nicht im diplomatischen Dienst - oder??
Und auf gewisse Benimmregeln - sorry - darauf habe ich bei meinen Schülerinnen und Schülern schon geachtet. Und ich hoffe mal, das hatte Erfolg! Zumindest beim Abiball konnte ich das immer sehr gut beobachten und positiv registrieren.
Liebe Grüße
Manuela
PS und Andrea: Von meinen Kindern kann ich - meiner Ansicht nach - nicht verlangen, dass sie Manuela zu mir sagen. Für sie bin und bleibe ich ihr Papa - und das ist gut so!
Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Do 11. Mai 2017, 13:17
von ab08
Andrea: Von meinen Kindern kann ich - meiner Ansicht nach - nicht verlangen, dass sie Manuela zu mir sagen. Für sie bin und bleibe ich ihr Papa - und das ist gut so!
Hallo Manuela,
meine "Kinder" sind ja längst erwachsen und fragten nach, also war es eher spontan.
Papa oder ähnliches würde
bei mir, besonders in der Öffentlichkeit, auch extrem komisch klingen.
Liebe Grüße
Andrea,
die ab 2008 von Schülern & Kollegen ja auch Frau B... genannt wurde.
Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Do 11. Mai 2017, 14:17
von Svetlana L
Also, meine Frau spricht in ihrem Kolleg_innen-Kreis nur noch von "meiner Frau".
Kürzlich, wo wir Zeugen eines Verkehrsunfalls waren, musste ich das Auto noch umparken, da hat sie zum Polizisten gesagt meine Frau kommt gleich zurück. Der hat's - ich war mittlerweile wieder da - als vollkommen selbstverständlich aufgenommen.
So soll's sein

Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Do 11. Mai 2017, 20:10
von Cybill
Svetlana L hat geschrieben: Do 11. Mai 2017, 14:17
Also, meine Frau spricht in ihrem Kolleg_innen-Kreis nur noch von "meiner Frau".
Kürzlich, wo wir Zeugen eines Verkehrsunfalls waren, musste ich das Auto noch umparken, da hat sie zum Polizisten gesagt meine Frau kommt gleich zurück. Der hat's - ich war mittlerweile wieder da - als vollkommen selbstverständlich aufgenommen.
So soll's sein
Meine Kollegen!
Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Do 11. Mai 2017, 20:22
von Jasmine
Bei uns ist das ganz einfach, meine Partnerin sagt kurz und bündig: ....das ist meine Partnerin Jasmine.
Liebe Grüße Jasmine
Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Do 11. Mai 2017, 21:24
von Michelle_Engelhardt
Manu.66 hat geschrieben: Do 11. Mai 2017, 12:42
PS und Andrea: Von meinen Kindern kann ich - meiner Ansicht nach - nicht verlangen, dass sie Manuela zu mir sagen. Für sie bin und bleibe ich ihr Papa - und das ist gut so!
Bei mir ist das genauso mit meinen Kiddies (18 und 20)....war immer Papa, bin Papa und werde immer Papa für sie bleiben......alles gut!
Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Do 11. Mai 2017, 21:56
von Tatjana_59
Meine Frau spricht nur von ihrer Frau.
Ausschließlich für meine Tochter bin ich das was ich immer bleibe, der Papa, meine Tochter ist mittlerweile 33.
Für sie bin ich gerne Papa, und wenn wir zusammen irgendwo sind, eine Gruppe Menschen um uns, sie sagt z.B. Papa kannst du mal dieses oder jenes, dann ist das vollkommen OK, egal wie wenig andere dann den Mann in mir sehen, egal wenn sie sich wundern.
Ich bin stolz auf meine Tochter, und umgekehrt ist es ebenso.
Ich könnte nicht damit umgehen wenn mich meine Tochter plötzlich Tatjana nennen würde.
Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Fr 12. Mai 2017, 07:02
von Michelle_Engelhardt
Ich hatte es meinen Kindern damals freigestellt, wie sie mich ansprechen und beide haben sich, ohne lange zu überlegen, für "Papa" entschieden. Ein Problem hätte ich, wenn sie mich mit "Mama" ansprechen würden, denn das bin ich nicht. Wenn sie mit anderen über mich sprechen, reden sie von "Michelle".
Liebe Grüße
Papa Michelle

Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Fr 12. Mai 2017, 09:53
von ChristinaF
Wie die meisten hier auch. Vorgestellt werde ich von meiner Frau nur als "meine Frau". Und umgekehrt natürlich das gleiche. Gab hierbei noch nie Probleme. Vielleicht mal die eine oder andere Irritation.
LG
Christina
Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Fr 12. Mai 2017, 11:03
von Manu.66
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Fr 12. Mai 2017, 07:02
Ich hatte es meinen Kindern damals freigestellt, wie sie mich ansprechen und beide haben sich, ohne lange zu überlegen, für "Papa" entschieden. Ein Problem hätte ich, wenn sie mich mit "Mama" ansprechen würden, denn das bin ich nicht. Wenn sie mit anderen über mich sprechen, reden sie von "Michelle".
Liebe Grüße
Papa Michelle
Hi Michelle - hi Mädels!
Genau so halte ich es auch mit meinen sieben Kindern zwischen 25 und 42 Jahren auch. "Mama" geht garnicht - das sehe ich genauso, denn das bin ich nicht und werde ich nie sein. "Papa" ist ihre Anrede im privaten Umfeld. In der Öffentlichkeit rufen sie mich mit Manu oder Manuela - das empfinde ich als richtig. Auch für meine sieben Enkel werde ich immer der Opa bleiben. Die Kleinen würden es wohl auch kaum verstehen, wenn sie mich plötzlich mit Oma anreden sollten. Und wenn sie Opa Manuela sagen, dann ist das auch ok für mich - was sich andere oder Fremde dabei denken, das ist mir sowas von egal.
Liebe Grüße
Manuela
PS Meine Frau hat sich bei der Vorstellung auf "Das ist Manuela" eingestellt. Den Trauschein braucht sie eh kaum vorzulegen.

Re: Eine Frage der Etikette
Verfasst: Sa 13. Mai 2017, 18:54
von Michelle_Engelhardt
Manu.66 hat geschrieben: Fr 12. Mai 2017, 11:03
Genau so halte ich es auch mit meinen sieben Kindern.....
ist bei euch damals über Jahre der Fernseher ausgefallen???
Nee, im Ernst....7 (in Worten: Sieben) sind schon ne Leistung! Respekt, find ich toll
LG
Michelle