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Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: So 30. Apr 2017, 12:09
von Mina
Huhu ihr Lieben,
habe beim schmöckern im WWW einen recht interessanten Blog gefunden. Hier wird sich mit dem Thema beschäftigt: Frau zu Mann schminken.
https://fenfireblog.wordpress.com/2015/ ... genheiten/
Und bei nachfolgenden Video hatte ich Pippi in den Augen. Eine gelungene Kampagne
http://www.wunderweib.de/spektakulaere- ... 74943.html
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: So 30. Apr 2017, 22:15
von Christine DarkJoker
Hi Mina
respekt was eine klasse Verwandlung von Frau zu Mann und auch die Ausstrahlung gleich mit, das kann nicht Jeder oder Jede.
Aber da kann man auch mal sehen Crossdressing ist nicht nur Mann zu Frau sonder nauch anderes rum Frau zu Mann.
LG Christine
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Di 2. Mai 2017, 17:50
von Mina
Huhu Christine,
mich hat die Geschichte gerade deswegen berührt, weil viele Frauen ebenso einen Kerl innetragen, wie es Männer mit der Weiblichkeit ergeht.
Nur sind aus genau unseren hier immer wieder genannten Gründen, Frauen sehr sensibel und vorsichtig mit einem Outing. Denn wenn eine biologische Frau in die Männerwelt eintreten möchte, könnt Ihr euch ja vorstellen, was die Männerwelt davon hält.

Gut, ich hab jetzt kategorisch alle über einen Kamm gezogen. Eigentlich nicht meine Art. Entschuldigung.
Aber biologische Frauen haben defenetiv die gleichen Ängste.
Ich habe mich lange mit dem Auffinden von Statistiken beschäftigt, allerdings waren keine Quellen aufzufinden, welche 100% nachvollziehbar oder geprüft sind.
Meiner Einschätzung nach trifft es weit mehr Frauen, als bisher "vermutet" wird.
Klar haben es heute Frauen auch einen kleinen Tick einfacher. Im Moment ist der "Unigenderlook" sowieso angesagt und da Frauen ja immerschon auffallender als die Herren gekleidet waren, ist hier der Schritt nicht all zu groß. Ich erzähle Euch ja nix neues.
Liebe Grüße
Mina
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Mi 7. Jun 2017, 13:08
von lexes
Heftig .... das ist mal ein Wandel.
Sie ist aber wirklich eine bildhübsche Frau ... das sieht man am "Mann" noch immer.
Die Lippen und generellen Gesichtszüge sind so wunderhübsch feminin .... und leider tragen Männer halt kein geschlechterspezifisches MakeUp.
Mit Contouring aus 'nem Mann eine Frau machen ist ( leider für die Damenwelt ) viel einfacher als eine Frau ohne MakeUp wie einen Mann aussehen zu lassen .. es laufen eben viele Frauen ohne MakeUp rum : MakeUp-frei ist leider nicht = Mann
Aber das Video ist generell sehr beeindruckend ... Die Tattoos unter dem ganzen Camo haben mich echt überrascht, ich dachte kurz das Video läuft rückwärts
Ich mag einigen sehr stark tätoowierten Zeitgenossinen und Genossen hier Unrecht tun, kenne aber sehr viele solche Menschen und kann ziemlich sicher behaupten das diese sehr demonstrative Veränderung des Äußeren oft mit einer deutlichen Unzufriedenheit / Zwiegespaltenheit des inneren einhergeht oder daraus resultiert
Schlimm wenn man sich vorstellt wie oft dieser tolle Mensch wohl doch sehr unglücklich gewesen sein muss um das so zu verarbeiten.
Bin trotzdem noch verliebt

--- Danke für das Video .. werde ich mir noch öfter ansehen ..
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Mi 7. Jun 2017, 13:39
von Mina
Huhu Claudia,
Das hast Du falsch verstanden. Ein Beispiel:
Stecke einen Kerl, in ein Kostüm und lasse ihn an einer Gruppe Halbstarken vorbeigehen.
Dann das Gleiche nochmal mit einer Frau welche einen Anzug trägt.
Natürlich spekulativ, aber prozentual sicher das der Kerl sofort mehr Aufmerksamkeit erntet.
Das meinte ich mit "Frauen haben es einfacher"
Liebe Grüße
Mina
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Mi 7. Jun 2017, 14:51
von Anne-Mette
Moin,
FzM scheint eine so seltene Art zu sein
Bei den Ergänzungsausweisen, die ich bearbeitet habe, ist das Verhältnis ungefähr 50:50; fast würde ich sagen mit leichter Tendenz zu mehr FzM.
Allerdings ist das hier im Forum anders.
Gruß
Anne-Mette
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Mi 7. Jun 2017, 15:12
von Mina
Hallo Anne- Mette,
Woran könnte das liegen , hast Du eine Prognose hierfür?
Das würde mich brennend interessieren, denn ich bedauere den Umstand zuweilen.
Alles liebe
Mina
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Mi 7. Jun 2017, 15:18
von Anne-Mette
Moin,
das mag an unseren Themen liegen, die wir hier diskutieren.
Besonders die "leichten Themen" orientieren sich eher an MzF.
Es kann auch sein, dass lieber andere Foren genutzt werden - oder ganz andere Kommunikationsformen.
Gruß
Anne-Mette
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Mi 7. Jun 2017, 18:53
von Michi
Hallo Claudia,
dem, was du schreibst kann ich leider nicht zustimmen. Ich fahre regelmäßig zum Rosenkränzchen nach Leipzig, und dort trifft sich zeitgleich auch eine Gruppe junger Transmenschen, überwiegend Transmänner, die auf unterschiedlichsten Etappen des "Weges" sind. Ebenso sind noch Transmänner anwesend, die ihre Transition bereits hinter sich haben. Die betreiben den Ausschank, und machen auch Betreuung. Ich habe also den direkten Vergleich.
Claudia hat geschrieben: Mi 7. Jun 2017, 13:27
Leider wird das sehr oft (und gern) übersehen, auch hier im Forum. FzM scheint eine so seltene Art zu sein, dass sie garnicht wahrgenommen wird. Wie oft habe ich hier im Chat erlebt, dass Menschen beim Eintritt alle mit "Hallo Mädels" begrüßt haben, obwohl auch ein bekannter Transmann anwesend war. Für viele scheint es nur die eine Richtung zu geben, schade.
Das resultiert wohl daraus, dass Transmänner in den Foren, in denen "unsereins" unterwegs ist, wirklich die absolute Ausnahme bilden. Wahrscheinlich liegt es schwerpunktmäßig an den behandelten Themen, die für Transmänner nun mal völlig uninteressant sind. Zudem durchlaufen Transmänner nach meiner Beobachtung die Phase der Transition wesentlich(!) schneller als wir, und ziehen sich danach eher aus der Szene zurück, im Gegensatz zu uns, die wir nicht selten Jahrzehnte in der Transition feststecken, so wir denn überhaupt einen kompletten Wechsel anstreben, also sowas wie Dauergäste sind. Das hat auch einen erheblichen Einfluss auf die geringe Beteiligung von FzM-TS zum einem beiebigen Zeitpunkt.
Claudia hat geschrieben: Mi 7. Jun 2017, 13:27
Klar haben es heute Frauen auch einen kleinen Tick einfacher.
Dem muss ich doch entschieden widersprechen. Sie haben es bei diesem sichtbaren Übergang doch deutlich schwerer. Gerade weil Frauen so ziemlich alles anziehen können, werden sie deshalb oft falsch einsortiert. Wenn ein Mensch mit männlichem Körper einen Rock anzieht, wird er zumindest auf den ersten Blick als Frau einsortiert, auch wenn es später beim genaueren Hinsehen Zweifel geben sollte. Eine Frau mit Anzug und Krawatte und Kurzhaarschnitt wird leider doch meist als Frau eingeordnet. Die Vielzahl an Möglichkeiten nimmt der Kleidung viel ihrer Symbolhaftigkeit. Aus geteilter Erfahrung kann ich nur sagen: Für FzM ist es deutlich schwerer.
Tut mir leid, aber hier muss ich dir entschieden widersprechen.
Die MzF-TS legen ein Tempo vor, da kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus! Nach 3 Monaten mit Hormonen sieht man den allermeisten Jungs nicht mehr an, dass sie körperlich mal Mädels waren. Bei meinem ersten Anlauf nach Leipzig dachte ich tatsächlich, ich hab mich komplett im Kalender vertan, und bin in der Schwulen-Gruppe, die sich aber an einem anderen Tag trifft.
Wenn ein Mensch mit männlichem Körper einen Rock anzieht, wird er in den allermeisten Fällen erst mal als Freak einsortiert. Nur in wenigen Ausnahmefällen, in jungem Alter, bei fehlendem Bartwuchs, ausgeprägt schwacher Körperbehaarung und weichen Proportionen besteht eine nennenswerte Chance, als Frau einsortiert zu werden. Üblicherweise bedarf es aber eines erheblichen Aufwands, wie die meisten aus eigener Erfahrung wissen.
Menschen mit weiblichem Körper werfen sich ein grobes Holzfällerhemd über, lassen sich die Haare knabenhaft schneiden, geben sich bissel derb, gebrauchen ein paar ordinäre Schimpfworte oder typische Machosprüche, und das wars. Dann gehen sie sofort als Jungs durch, die pupertäre Spätzünder sind. Im Anzug sieht es nicht viel anders aus. Da fragt man sich höchstens, ob sie grad eine Lehre als Bankkaufmann angefangen haben.
Andersherum ist vor dem Anziehen eines Rocks meist erst mal eine Ganzkörperenthaarung zwingend notwendig, zumindest wenn man - typisch weiblich - etwas freizügig geschnittene Kleidung anziehen will. Sonst wird das "Brust-Toupet" sichtbar, und befellte Beine unter dem Rock enttarnen den männlichen Körper auch sofort. Eine gründliche Rasur im Gesicht ist ebenso unabdingbar, um danach noch eine reichliche Schicht Makeup aufzutragen, und so den Bartschatten halbwegs abzudecken. Dei falschen Proprtionen lassen sich nicht mit legerer Kleidung kaschieren. Da braucht es Polster an Po und Hüften, welche im Gegensatz zu den bei bei FzM nützlichen Schulterpolstern nicht marktüblich sind. Die fehlende Tille kann man in der angestrebten Frauenrolle womöglich mit legerer Kleidung noch vertuschen. Aber die Körperbewegungen sollten gründlich einstudiert werden, denn ein weibliches Bewegungsmuster ist wesentlich komplexer als das männliche. Jegliche Verletzung der erwarteten weiblichen Bewegungsmuster lässt den Eindruck gnadenlos ins männliche kippen. Am besten schweigt man auch die ganze Zeit, um nicht an Tonfall, Wortwahl und Stimmlage erkannt zu werden.
Das, was ich gerade geschrieben habe, resultiert sowohl aus eigenen Beobachtungen als auch aus ausgiebigen Gesprächen mit den betroffenen Jungs und Mädels.
Liebe Grüße
Michi
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Mi 7. Jun 2017, 19:49
von Michi
Hallo Claudia,
ich hab grad noch kurz etwas ganz anderes gemacht, dabei noch intensiv darüber nachgedacht, und da kam mir eine Idee, warum deine Aussage so konträr zu meinen Beobachtungen sein könnte.
Wäre es vielleicht möglich, dass du die Sichtweise der Betroffenen auf sich selbst beschrieben hast? Das wäre m.E. nicht ganz abwegig. Bei FzM-TS habe ich des Öfteren eine sehr selbstkritische Haltung beobachtet, die vor allem Von Zweifeln an der gewünschten Außenwirkung geprägt waren, d.h. sie sahen sich selbst entgegen ihrer tatsächlichen Wirkung eher als sehr unmännlich an, während in der anderen Richtung gern mal "irgend ein" Rock zu sonst männlicher Kleidung angezogen wird, und sich die Personen dann realitätsfremd einbilden, doch schon sehr weiblich auszusehen.
Liebe Grüße
Michi
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Mi 7. Jun 2017, 20:50
von Mirjam
MichiWell hat geschrieben: Mi 7. Jun 2017, 18:53
... Aber die Körperbewegungen sollten gründlich einstudiert werden, denn ein weibliches Bewegungsmuster ist wesentlich komplexer als das männliche. Jegliche Verletzung der erwarteten weiblichen Bewegungsmuster lässt den Eindruck gnadenlos ins männliche kippen. ...
Das, was ich gerade geschrieben habe, resultiert sowohl aus eigenen Beobachtungen als auch aus ausgiebigen Gesprächen mit den betroffenen Jungs und Mädels.
Hallo Michi,
so bissle muss ich dir jetzt wieder widersprechen

Also aus ganz eigener Erfahrung. Ja, ich bin da vielleicht anders als die meisten, und genau darum gehts mir auch: Es gibt eben schon einige (keine Ahnung wie viel) von uns, die sich mehr oder weniger unbewusst "weiblich bewegen" oder so. Ich zum Beispiel

Nee, ich behaupte das jetzt nicht einfach, das haben mir schon paar Freundinnen gesagt. Und nee, ich hab sie nicht danach gefragt, das kam einfach so. Manchmal waren wir schon so allgemein beim Thema, manchmal auch nicht. Oder vor paar Wochen wieder, ich war bei einer Freundin, und so mehr oder weniger aus "heiterem Himmel" meint sie zu mir so "wie du wieder dasitzt, voll das Mädchen" oder so ähnlich. Naja für sie
bin ich einfach ein Mädel
LG, Lalilaluna

Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Do 8. Jun 2017, 06:27
von Mina
Guten Morgen Ihr lieben,
Um nochmal das Thema aufzunehmen, weswegen unser Forum so MzF- lastig ist, musste ich genauer drüber nachdenken.
Das Argument von Anne-Mette ist plausibel.
Wenn Biofrauen in den Prozess gehen ihrer inneren Geschlechtsidendität zu folgen, können Selbe mit einem "Zeigt her Eure Beine-Thread" nicht soviel anfangen.
Sicherlich gibt es bei uns auch allgemeine Themen und das Verhältnis scheint mir schon ausgewogen zwischen solchen und typischen MzF- Themen. Aber es fehlen aktive Themen und User welche sich mit FzM befassen.
Ich stelle mir vor in der Situation zu sein, sozialen Austausch im Internet zu suchen.
Ich finde also unser Forum und überfliege es erstmal. Dabei fällt die MzF- lastigkeit auf und ich klicke weg. Wegklicken geht heute sowieso gaanz schnell. Es gibt Studien darüber, Zielgruppen im Internet anzusprechen, sich finden zu lassen und die Verweildauer so hoch wie möglich zu halten.
Ich schätze mal, das außer politischen und gesetzlichen Fragen, sonst wenig Anregung herrscht hier zu sein. Wiegesagt, im Kontext FzM.
Wenn ich mir vorstelle ein Forum zu besuchen in dem die Mainthemes der Bart, die Beinhaare und eine HRT für Muskelwachstum wären....hmmm, wäre schon nicht unbedingt meines.
Vielleicht ist es wirklich so, das es schon ein ziemlicher Kraftakt sein muss, das entsprechend mischen zu können.
Wie denkt Ihr darüber? Und findet Ihr es schade, das es so ist?
Das würde mich sehr interessieren.
Euch einen schönen Tag
Eure Mina
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Do 8. Jun 2017, 06:54
von Michelle_Engelhardt
Um gleich Deine Frage zu beantworten, Mina: Ja ich finde es schade. FzM wären sicherlich eine Bereicherung in diesem Forum. Da Crossdressing ja in weiten Teilen der weiblichen Bevölkerung keine Rolle spielt, verirren sich auch nur wenige hier her. Viele wissen sicherlich gar nicht, was hinter crossdresser-forum.de für ein tolles Forum steckt und welches Potential da hinter steckt. Mädels aus meinem Umfeld, der zum Großteil aus TS besteht machen jedenfalls große Augen, wenn ich erzähle, das ich hier schreibe und fragen: "Was willst DU denn da?" Sie gingen davon aus, das es in einem Crossdresser-Forum um das geht, was der Name sagt. Wenn ich jedoch erzähle, wie vielfältig die Themen hier sind, leuchtet es ihnen ein.
LG
Michelle
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Do 8. Jun 2017, 07:55
von Astrid
Moin,
ich find's definitiv schade, daß die FzM-User hier abgemeldet oder praktisch nicht mehr aktiv sind. Die möglichen Gründe dafür, die Mina in ihrem Beitrag genannt hat, leuchten mir ein.
Vielleicht liegt es ja aber auch ein klein Wenig an der Insensibilität etlicher UserInnen, die in ihren Beiträgen ständig "Hallo Mädels,..." oder "... alles nette Mädels hier..." verwenden. Abgesehen davon, daß sich nicht jedes Mitglied hier als "Mädel" definiert, fühlen sich so die FzM-"Jungs" doch von vornherein ausgeschlossen.
Ich hatte darauf früher schon mal in einem meiner Beiträge hingewiesen, als hier noch mindestens zwei FzM-TG aktiv waren (eine davon heißt Seth). Das wurde aber wohl als Astrid's Gespinne abgetan, weil niemand darauf eingegangen ist.
Interessant wäre zu wissen, wie diese User (FzM) darüber denken. Vielleicht ließt ja noch einer von denen mit und meldet sich mal zu dieser Frage.
Liebe Grüße - Astrid
Re: Kontraste: Frau zu Mann.
Verfasst: Do 8. Jun 2017, 11:22
von Astrid
Hallo Claudia,
ich danke Dir für den Hinweis!
Üblicherweise achte ich immer sehr genau auf die Wahl meiner Worte, aber hier ist mir eindeutig ein Fehler passiert. Zu blöd.
Tut mir leid!
Liebe Grüße - Astrid