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Weihbischof Laun: Hosi fordert Entschuldigung und Konsequenzen

Verfasst: Mi 29. Mär 2017, 10:55
von Anne-Mette
salzburg.ORF.at schreibt:

Heftige Kritik an Weihbischof Laun

Der scheidende Salzburger Weihbischof Andreas Laun sorgt wieder einmal für Kritik. In einem am Samstag im Internet veröffentlichten Hirtenbrief wetterte der 74-Jährige breit gegen die "Gender-Ideologie". Die sei eine Lüge des Teufels.

http://salzburg.orf.at/news/stories/2833486/

Hier ein "offener Brief" der HOSI: http://www.hosi.or.at/2017/03/27/offene ... more-16997

Gruß
Anne-Mette

Re: Weihbischof Laun: Hosi fordert Entschuldigung und Konsequenzen

Verfasst: Do 30. Mär 2017, 17:19
von Marielle
Der ist ja irgendwie voll lustig, der Onkel aus Salzburg.

"Die Gleichberechtigung ist längst ein anerkanntes Prinzip, gerade auch für Christen."
Lachen.gif
Absolut klar: In seinem Laden arbeiten ja schon seit ewiger Zeit Priesterinnen völlig gleichberechtigt und bestimmt wird Hedwig Beverförde der nächste Papst.


Man staunt, wie weit mancher Kirchenmensch über den Dingen steht. Oder schwebt der schon?


Spass muss sein, aber:

Ernsthaft betrachtet zeigt die obige Aussage, wie Laun und seine Geistesgenoss_innen (u.a. bei 'Demo für Alle') die Sache mit der Gleichberechtigung sehen. Ich glaube nämlich tatsächlich nicht, dass diese Aussage aus der eigenen Sicht Launs eine glatte Lüge ist. Wenn man, wie er es tut, ein entsprechendes Wertgefüge zugrundelegt, kann man durchaus sagen, dass Frauen, nur eben im Rahmen der ihnen zugedachten Position, 'gleichberechtigt' sind. Allerdings gibt diese Position, leider, leider, gottgegeben und unabänderlich, nicht viel mehr als Reproduktionsarbeit und kleine Nebenrollen im kath. Kirchenbetrieb und der Gesellschaft her. Gleichberechtigung im Rahmen der göttlich gegebenen Möglichkeiten; so soll das verstanden werden.

Das Schlimme dabei ist, dass viel zu viele Leute nicht merken, dass hinter solchen Aussagen oft ein solches, irgendwie gestricktes, aber immer unabänderliches und 'natürliches' Wertgefüge steckt, durch das andere Menschen 'verteufelt' werden können. Und das grade die Schwätzer, die am lautesten gegen eine vermeintliche "Ideologie" der anderen wettern, die übelsten Ideologien zur Grundlage ihrer Propagande machen. Es ist auch vollkommen egal, wen es grade trifft; ob Juden, Frauen, Schwule, Protestant_innen. Trans*-Leute oder Moslems: Immer wenn irgendeine Hohlbratze von 'natürlicher Ordnung' schwafelt und damit ein hierarchisches Wertgefüge aufbaut, ist Unrat im Anmarsch.

Aber gut. Der Teil der kath. Kirche, der solchem Quatsch anhängt, marginalisiert sich hierzulande zunehmend selbst. Nur müssen wir alle darauf aufpassen, dass sich dieser Trend nicht auch hier umkehrt.

Mitmachen, aufpassen!

Marielle