Hallo Tina,
Dein Bericht hat mich sehr bewegt, weil ich sehr ähnliche Phasen auch durchlebt habe.
Eine Rat kann und will ich dir nicht geben, das musst Du ganz alleine entscheiden.
TinaH hat geschrieben: Mi 22. Mär 2017, 18:27
Ich weiß noch immer nicht wohin die Reise für mich gehen könnte, einer dieser Gendenti Teste ergab jedoch, dass ich wohl einen ziemlichen Volltreffer in der Mitte zwischen den Geschlechtern hingelegt hätte.
Ist bei mir auch so und ich selber sehe mich auch genau da. Ich geniesse es auch immer wieder ganz Mann zu sein
TinaH hat geschrieben: Mi 22. Mär 2017, 18:27
Fakt ist jedoch, dass #1 ich aufgrund diverser Weiterbildungsreisen keine Möglichkeit habe das irgendwie weiter zu erforschen oder auszuleben #2 ich Angst davor habe diesen Weg weiterzugehen, da ich befürchte in den Kaninchenbau hineingezogen zu werden ohne einen Weg heraus zu finden.
Ich glaube absolut nicht, dass wir irgendwie "geheilt" werden können, wenn wir uns enthalten, noch dass sich unsere "Sucht" irgendwie verstärkt, wenn wir ihr nachgehen. Aber das ist nur meine Meinung und Erfahrung.
TinaH hat geschrieben: Mi 22. Mär 2017, 18:27
Machen wir uns nichts vor, die Gesellschaft wird nur scheinbar toleranter und Menschen mit außergewöhnlichen Neigungen wie der unseren laufen derzeit immernoch Gefahr ausgegrenzt und stigmatisiert zu werden, bzw. Teile ihres sozialen Umfeldes zu verlieren sofern sie zu ihren Neigungen stehen.
Dem stimme ich voll und ganz zu, kommt immer darauf an, was man erreichen will. Ich habe schon immer einfach lange Haare und das begrenzte meinen Werdegang durchaus, allerdings hat mich das auch stärker gemacht. Ich habe mich da ganz bewusst nicht angepasst, würde es aber tun, wenn es sein müsste...bislang kam ich klar

Aber noch einen drauf setzen und lange Ohrringe und Schminke zur Schau stellen (im Berufsleben versteht sich), dazu bin ich einfach nicht Trans genug.
TinaH hat geschrieben: Mi 22. Mär 2017, 18:27
Ich denke es war vielleicht ein Fehler Anfang des Jahres diesem Drang nachzugeben, denn der Geist will einfach nicht zurück in die Flasche.
Da widerspreche ich mal....der Geist wollte raus, nicht umgekehrt.
Meine persönliche Erfahrung:
Man kann es zeitweise unterdrücken, aber es kommt immer wieder. Ich habe auch schon alles entsorgt, nur um mich irgendwann erneut komplett einzukleiden. Es gibt auch viele Wege sich auszuleben, ohne sich zu outen. Ich lebe in Berlin, dadurch ist natürlich vieles leichter, weil anonymer. Ich kenne aber Mädels die kommen in die Stadt, nehmen ein Hotel, transen sich auf und verbringen zwei schöne Tage als Frau. Andere teilen sich geheime Wohnungen...Na ja, dann gibt es die Autotranse, Stubentranse usw.
Ich fühle mich nun in beiden Geschlechtern sehr wohl, weil ich nun sicher weiß was ich bin. Es gibt Monate, da habe ich keine Lust auf Martina, dann kommen mal wieder intensivere Wochen. Verschlimmert hat sich nichts, im Gegenteil, so ein toller Ausflug en Femme macht mich lange froh, ohne dass ich ständig mehr brauche.
Ich war allerdings vor fast 20 Jahren auch wegen eines Trauerfalls bei eine Psychologin, das hat mir damals nicht viel gebracht, ausser das es gut tat über die Probleme zu quatschen...nach langer zeit habe ich aber gemerkt, dass es mir doch geholfen hat meine Identität zu finden. Man muss aber die richtige Person finden, das kann schon mal ein Weilchen dauern.
Geoutet bin ich nicht und werde es auch nicht tun
Kannst mir auch gerne PN schreiben oder wir fonieren auch mal, weil ich sehr viele Parallelen sehe...
Du musst dich jedoch selber entscheiden, was für dich richtig ist und ich wünsche dass Du den richtigen Weg finden wirst.
LG Tina
P.S.: Auch beim Namen fällt mir auf
