Seite 1 von 1

Krebsrisiko

Verfasst: Di 7. Mär 2017, 16:55
von Anne-Mette
Moin,

ich erhielt heute etliche Bescheinigungen, darunter eine zu unterschreibende "Einwilligung in eine gegengeschlechtliche Hormontherapie mit...". (Nein, nicht für mich)
Unter den Auswirkungen der Therapie wurde u.a. genannt:

"Ein Krebsrisiko besteht, wenn die Eierstöcke und Gebärmutter belassen werden".

Mit dieser allgemeinen Information kann ich irgendwie nicht viel anfangen. Besteht nicht IMMER ein Krebsrisiko, wenn man Eigentümerin dieser Organe ist?
Müsste es in dem Satz nicht heißen "erhöhtes Krebsrisiko" ?

Gibt es dokumentierte Studien über ein größeres Krebsrisiko, wenn eine Hormongabe erfolgt?

Gruß
Anne-Mette

Re: Krebsrisiko

Verfasst: Mi 8. Mär 2017, 09:21
von Anja
Hallo Anne-Mette,

also bei MzF Transgender besteht z.B. ein erhöhtes Brustkrebsrisiko, wenn man in die HRT geht. Frauen haben nun mal ein höheres Risiko dafür als Männer. Die Hinweise findet man im Kleingedruckten der Hersteller (Nebenwirkungen). Aber Quellenangaben (gar zu Studien) hab ich da nicht gesehen...

Grüße
die Anja

Re: Krebsrisiko

Verfasst: Mo 3. Apr 2017, 15:11
von Manu.66
Hi Mädels!

Bei meinen Recherchen bezüglich Hormontherapie und geeigneten Tabletten/Gels/Pflastern ist mir aufgefallen, dass in den Beipackzetteln zum Beispiel von ESTRAMON sehr wohl Ergebnisse von Studien enthalten sind, die das erhöhte Krebsrisiko dokumentieren.

Ich zitiere mal aus dem Beipackzettel von ESTRAMON comp 2mg Filmtabletten:
"Bei Frauen im Alter von 50-79 Jahren, die eine kombinierte Hormonersatztherapie mit Estrogen und Gestagen über 5 Jahre anwenden, beträgt die Anzahl 13 bis 23 Fälle (Brustkrebs) pro 1.000 Frauen. (d.h. 4 bis 6 zusätzliche Fälle)"
das "zusätzliche Fälle" bezieht sich auf Frauen, die keine Hormonersatztherapie gemacht haben (meine Ergänzung!)

Also, lesen hilft immer.

Liebe Grüße
Manuela

PS Da derartige Medikamente i.d.R. für Frauen entwickelt wurden, gibt es auch nur entsprechende Dokumentationen über Erkrankungen von Frauen - ist ja klar