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Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Mi 8. Feb 2017, 23:26
von Marlen
Und der Bundesverband Trans* ?
Eine Polemik
Hey es gibt einen BUNDESVERBAND Trans!
Rat, Hilfe, Anlaufstation zu allen Fragen rund um das Thema Trans* - Fehlanzeige. Ebenso die Bündelung und Vernetzung der vielen Gruppen draußen im Land — findet nicht statt.
Auf den Webseiten, bei Facebook und im eigens eingerichteten Forum des BV — wenig bis keine Betriebsamkeit.
Wo ist der BV und was macht der?
Öffentlich ist er nicht wahrnehmbar. Auf keinem CSD, in kaum einem Artikel — und das waren viele in der letzten Zeit zum Thema Trans* - taucht der Bundesverband auf. Niemand wird genannt, nur ein Vorstandsmitglied tritt als solches öffentlich in Erscheinung (natürlich in Berlin!), niemand wird als kompetenter Auskunftgeber zitiert, niemand hält eine öffentliche Rede.
Beim letzten Treffen im Waldschlösschen im Juni saßen Arbeitsgruppen zusammen. 60 Leute waren aus dem ganzen Land angereist — manche mehr, manche weniger motiviert. Es wurden Pläne besprochen, Vorgehensweisen. Diese sollten in der Folge weiter vertieft, bearbeitet, der Kontakt über das Treffen hinaus, wenn schon nicht persönlich, dann wenigstes über Email gehalten werden.
Es kamen nicht die versprochenen Zusammenfassungen, die Statements, die abfotografierten Stellwände.
Es kamen von den Verantwortlichen keine Antworten auf Fragen, nicht den Arbeitsgruppenleitern, nicht den Vorstandsmitgliedern und wenn dann ausweichend und zögerlich.
Halt doch: es kamen Arbeitsanweisungen. "Schreibt doch mal was zum Thema xy!" (Gewöhnlich ging es um völlig nebensächliche Themen)
Wofür, wozu?
Seid Ihr Leitenden, Vorstehenden des BV selber zu faul? Ist Euch das zu niedrige Arbeit?
Oder seid Ihr vom Vorstand so beschäftigt?
Müßt Ihr 100-seitige Grundsatzpapiere schreiben, die jeder nach drei Seiten weglegt, weil sie zu theoretisch und verschwurbelt formuliert sind.
Seid Ihr so beschäftigt mit Netzwerken, Terminen, Sitzungen? Alles im Dienst der guten, gemeinsamen Sache?
Oder seid Ihr nur beschäftigt, Euren eigenen Hintern irgendwie ins Trockene — sprich einen Job zu bringen und der BVT ist das Vehikel.?
Es gibt ja dieses intellektuelle Berliner Prekariat, das um die Bundesregierung, die Verbände, die Parteien, die Gewerkschaften usw. kreist und versucht irgendwie "da rein" zu kommen. Mit kreativem Schreiben allein kommt man nicht immer weit.
Könnte man alles so sehen.
Es ist folglich nichts mehr Relevantes seit Juni passiert. In den AGs herrscht Stillstand.
Warum das so ist?
Meine These: Der Vorstand will unter sich bleiben. Der Vorstand des BV zielt auf Posten innerhalb der Umfelder der Bundesregierung oder anderer Organisationen. Halbe Stellen, 1- bis 2- drittel Stellen in beratender Funktion oder als wissenschaftliche Mitarbeiter. Bisher geflossene mutmaßliche Fördergelder wurden allem Anschein nach zur Schaffung von Stellen verwendet. Eine im Büro und eine in der Psychologischen Beratung. Diese Stellen sind m.E. unwichtig, da wurde schlicht jemand "versorgt".
Spezlwirtschaft — heißt das in Bayern. Und der Rest: siehe vier Absätze weiter oben.
Es ist ok, wenn einige aus dem Vorstand des BVT ihre Position und ihre Verbindungen nutzen um auf medizinischem und psychologischem Gebiet ein paar Weichenstellungen anzuschieben.
Es ist auf der anderen Seite unglaublich, daß es dieser BVT in drei Jahren nicht schafft, sich als gemeinnütziger Verein eintragen zu lassen — man wurde da wohl schlecht beraten, hieß es kleinlaut aus dem Vorstand - damals im Juni im Waldschlösschen.
Es ist nicht nachvollziehbar und es wurde auch nicht kommuniziert ob und wie viele Fördergelder in den BVT geflossen sind — aber es wurden, wie erwähnt, wenigstens zwei halbe Stellen geschaffen. Aus Mitgliedsbeiträgen wurde das nicht bezahlt, denn es gibt keine.
Es gibt auch bislang noch keine Möglichkeit ordentliches Mitglied zu werden.
Heute bin ich froh, daß ich nicht zur Gründungssitzung vor fast 2 Jahren kommen konnte, sonst hätte ich nämlich — und damals sogar begeistert — den Gründungsbeschluß mit unterzeichnet.
Die Verwendung von Fördergeldern wird übrigens geprüft, sollten sie nicht sachdienlich ausgegeben werden, werden sie von den vergebenden Stellen zurückgefordert. Dann vermutlich von den Mitgliedern des BVT.
Hey, es gibt endlich einen BUNDESVERBAND Trans! Tolle Sache, tolle Idee — aber wozu eigentlich?
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Do 9. Feb 2017, 04:51
von Michelle_Engelhardt
Danke für den Beitrag, Marlen.
Es ist wirklich traurig, welches Potenzial hier ungenutzt bleibt.
LG
Michelle
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Do 9. Feb 2017, 06:10
von Svetlana L
Marlen, auch von mir vielen Dank für diesen Beitrag. Auch ich hatte mir seeeehr viel von diesem Bundesverband erhofft und damals regelmäßig (aber vergeblich) auf deren Seite nach Neuigkeiten gesucht. Das passiert mittlerweile nur noch sehr selten. Aber der guten Ordnung halber habe ich das gerade eben gemacht und siehe da: Mit Datum von gestern wird um Unterstützung für das Positionspapier Recht (vermutlich für die kommende Fachtagung) geworben. Allerdings kommt man an dieses Positionspapier nur mit Passwort ran. Transparenz sieht anders aus und ich frage mich, wen die eigentlich vertreten wollen. Laut deren Info-Seite arbeiten die immer noch an der Eintragung des Vereins. M. E. scheinen die tatsächlich nur im Verborgenen zu agieren; ab und zu erscheint mal der Name des Verbandes in irgendwelchen Artikeln. Ist für mich abgehakt, schade eigentlich!
P.S.: Dabei fällt mir noch ein: Im Juli hatte ich mich für das dortige Forum angemeldet. Auf die endgültige Freischaltung warte ich heute noch. Falls hier jemand vom BVT* mitliest -> Hat sich erledigt!
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Do 9. Feb 2017, 09:46
von ChristinaF
Schließe mich meinen Vorrednerinnen an. Gut gemacht, Marlen

.
LG
Christina
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Do 9. Feb 2017, 19:51
von Cybill
Danke,
Sehr gut recherchiert und kommentiert. Ganz professionelle Arbeit.
Chapeau
- Cy
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Do 9. Feb 2017, 20:07
von Yasmine
Marlen hat geschrieben: Mi 8. Feb 2017, 23:26
Hey, es gibt endlich einen BUNDESVERBAND Trans! Tolle Sache, tolle Idee — aber wozu eigentlich?
Ach, es gibt einen Bundesverband? War mir nicht bewusst.
LG
Yasmine
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Fr 10. Feb 2017, 06:14
von Michelle_Engelhardt
Yasmine hat geschrieben: Do 9. Feb 2017, 20:07
Marlen hat geschrieben: Mi 8. Feb 2017, 23:26
Hey, es gibt endlich einen BUNDESVERBAND Trans! Tolle Sache, tolle Idee — aber wozu eigentlich?
Ach, es gibt einen Bundesverband? War mir nicht bewusst.
LG
Yasmine
Das wundert mich nicht, liebe Yasmine. Diese Geheimorganisation scheint ja auch ausschließlich im Verborgenen zu operieren.....wenn sie denn überhaupt mal was tut. Aber ich sag euch was: Ich bin die letzten 5 Jahre sehr gut ohne diesen Bundesverband zurechtgekommen und werde das wohl auch die kommenden x Jahre.
LG
Michelle
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Fr 10. Feb 2017, 06:37
von Svetlana L
Na ja, dass die da gar nichts tun möchte ich jetzt nicht behaupten. Die Frage ist, für wenn die überhaupt tätig werden. Wenn man z. B. - wie aktuell - um Zustimmung und Unterstützung zu einem Positionspapier bittet, das ganze dann aber mit Passwort geschützt ist, dann kommen schon Fragen auf. Ich denke, bei Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz müssen die noch ein bisschen üben.
Ich habe die gerade mal angeschrieben, wer da was bezüglich des Positionspapiers unterstützen darf/soll?
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Fr 10. Feb 2017, 19:58
von Yasmine
Svetlana L hat geschrieben: Fr 10. Feb 2017, 06:37
Na ja, dass die da gar nichts tun möchte ich jetzt nicht behaupten.
Nun ja, *ich* bin TG und kenne die nicht, wie geht es dann nicht TS?
Wenn die aktiv wären, dann wären die doch vielleicht auch hier aktiv. Sooooo klein ist das Forum hier doch auch nicht, denke ich zumindest.
LG
Yasmine
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: So 12. Feb 2017, 14:45
von Jaqueline
Ich halte vom BV Trans in seiner jetzigen Form nichts

Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: So 12. Feb 2017, 17:49
von Inga
Hallo,
der Bundesverband ist mir in den letzten Jahren auch nicht besonders aufgefallen. Danke an Marlen das sie uns daran erinnert hat.
Allerdings, wenn sie in vergangenen drei Jahren in Berlin die Eintragung als Verein nicht hinbekommen haben, so haben sie in dem Punkt mein solidarisches Mitgefühl. Von anderen Vereinen kenne ich das Vereinsregister vom Amtsgericht Berlin-Charlottenburg als ein ausgesprochen schwieriges Pflaster. Wer nicht von merkwürdiger Polit-Eitelkeit getrieben ist, sondern einen Funken nüchterne Vernunft hat und eine Anerkennung als Verein in kurzer Zeit haben will, hält seinen Vereinssitz nicht in der Bundeshauptstadt, sondern besser woanders. In Berlins Bundespolitik aktiv sein kann man trotzdem.
Liebe Grüße
Inga
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Mo 13. Feb 2017, 18:03
von nicole.f
Also Leute,
ich glaube ich muss hier mal etwas aufklären...
Ja, das mit der Eintragung war eine dumme Sache, hat aber nicht drei Jahre gedauert (solange ist der noch gar nicht gegründet) sondern nicht ganz 1 1/2 Jahre. Das hatte auch Gründe, leider, denn wir mussten zwischen Amtsgericht Berlin und Finanzamt eine menge Punkte verhandeln. Um den Verband so partizipativ und demokratisch wie möglich zu gestalten, war unsere Satzung sehr komplex und brauchte einige Runden durch Finanzamt und AG, bis wir nun endlich eingetragen sind (Jaha !) und auch die Gemeinnützigkeit in Aussicht gestellt bekommen haben - wir haben den Bescheid noch nicht, der kommt aber jetzt sicherlich bald.
Ja, die Arbeit ist zäh, aber es können und sollen Unterstützer_innen mitmachen! Hier gibt es bspw. Infos zu aktiven AGs:
http://www.bv-trans.de/mitmachen-2/arbeitsgruppen/
Wir haben im letzten 1/2 Jahr bspw. für die IMAG Fachgespräche Positionspapiere in einem partizipativen Prozess mit der Community erstellt, zu finden hier:
http://www.bv-trans.de/publikationen/
Dabei ist unter anderem auch eine großartige Beteiligung am:
"Eckpunktepapier mit Forderungen zum Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und darauf bezogene Intoleranz, sowie von Homo- und Trans*feindlichkeit (NAP)".
Ich glaube ich kann ruhigen Gewissens sagen, ohne den BVT* wäre Trans* Feindlichkeit nicht oder zumindest nicht so ausführlich dort aufgenommen worden.
Die Prozesse dazu wurden öffentlich ausgeschrieben, vor allem über die Mitgliedsgruppen, die aber die Aufgabe hatten, dies auch weiter zu tragen. Das dies offenbar nicht gut genug funktioniert hat lag nicht an Unwillen, sondern eher daran, dass wir noch herausfinden müssen, wie man das besser machen kann.
Der BVT* hat inzwischen in Berlin ein kleines Büro und drei angestellte Personen - eine Person für Organisatorisches, eine Person für das "Trans* - Ja und?!" Jugendprojekt (
http://www.transjaund.de/) und eine Person zur Finanzverwaltung.
Wir arbeiten aktuell an verschiedenen weiteren Projekten, die dann entsprechend angekündigt werden. Wer über Aktivitäten des BVT* und anderer Gruppen informiert werden möchte, kann sich auf unseren neuen "Aktuell" eMail Verteiler eintragen:
http://www.bv-trans.de/cgi-bin/mailman/listinfo/aktuell
Ich kann euch sagen, dass es kein Spaß ist, eine Bundes-Struktur aufzubauen. Das ist viel Verwaltung, Mittel beschaffen, Leute suchen, die die Arbeiten auch machen, Organisation, Dokumentation etc. Und zwischendurch zerren allemöglichen Organisation, Verbände und die Politik an einem - und natürlich die Geldgeber_innen der Projekte. Wir im Vorstand haben alle Vollzeit-Jobs und machen das auch "nur nebenher" und ehrenamtlich und die Vorstandsarbeit ist gerade im BVT* wirklich keine Freude. Es ist super trocken und hat 99% praktisch nichts mit dem zu tun, was jede_r Einzelne von uns eigentlich erreichen wollte. Wir laufen auch mit unserer Motivation und Energie oft genug auf dem Zahnfleisch. Es dauert halt ein wenig, aber wir bewegen uns vorwärts, nicht rückwärts.
Wenn es Wünsche gibt, was der BVT* machen und/oder leisten sollte, dann meldet Euch bitte per eMail bei der "info" Adresse:
info@bv-trans.de
Jetzt wo die Eintragung erfolgt ist, wird es hoffentlich auch etwas zügiger vorwärts gehen können. Wir werden bald neue Mitglieder aufnehmen können. Aber auch nicht-Mitglieder können natürlich mitarbeiten und vor allem natürlich Bedürfnisse und Wünsche äußern! Einschränkend muss ich aber auch dazu sagen, das ist der Bundesverband, wir können also nicht für einzelne Personen tätig werden im Sinne einer Beratung oder Parteinahme. Aber wir möchten lokale Organisationen so gut wir können unterstützen, um Einzelpersonen helfen zu können.
Für weitergehende Fragen, stehe ich natürlich auch jederzeit zur Verfügung.
Liebe Grüße
nicole
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Mo 13. Feb 2017, 18:26
von nicole.f
Marlen hat geschrieben: Mi 8. Feb 2017, 23:26
Warum das so ist?
Meine These: Der Vorstand will unter sich bleiben. Der Vorstand des BV zielt auf Posten innerhalb der Umfelder der Bundesregierung oder anderer Organisationen. Halbe Stellen, 1- bis 2- drittel Stellen in beratender Funktion oder als wissenschaftliche Mitarbeiter. Bisher geflossene mutmaßliche Fördergelder wurden allem Anschein nach zur Schaffung von Stellen verwendet. Eine im Büro und eine in der Psychologischen Beratung. Diese Stellen sind m.E. unwichtig, da wurde schlicht jemand "versorgt".
Spezlwirtschaft — heißt das in Bayern. Und der Rest: siehe vier Absätze weiter oben.
Das ist echt mies und gemein
Wie wäre es mal mit einer Anfrage bei den Leuten, die es wissen könnten, anstatt substanzlose Behauptungen aufzustellen? Und dann auch noch mit Halbwahrheiten hantieren - NEIN es sind nicht 3 Jahre seit Gründung, die war nämlich am 23.8.2015. Wer rechnen kann ist klar im Vorteil - menno.
Die Stellen wurden öffentlich ausgeschrieben und wurden mit Personen besetzt, die dem Vorstand kaum ferner sein könnten. Der Vorstand dürfte eine bezahlte Stelle im Verein zudem gar nicht annehmen, so steht es in der Satzung.
Nein, "die Vorstände" zielen ganz und gar nicht auf Pöstchen ab! Wir haben alle bereits genug zu tun. Wir versuchen im Gegenteil Mittel aus Förderungen zu beschaffen, um Personen aus dem Trans* Umfeld bezahlt zu beschäftigen, damit die ehrenamtliche Selbstausbeutung endlich aufhört. Es ist traurig und nicht gerade motivierend, wenn das in dieser Form infrage gestellt wird. Welche Stellen in der Tat geschaffen wurden, habe ich beschrieben - nein, da ist keine für Beratung dabei und auch keinesfalls in Planung, denn unser Ziel ist es dafür lokale Strukturen zu unterstützen, nicht sie zu ersetzen.
Marlen hat geschrieben: Mi 8. Feb 2017, 23:26
Es ist ok, wenn einige aus dem Vorstand des BVT ihre Position und ihre Verbindungen nutzen um auf medizinischem und psychologischem Gebiet ein paar Weichenstellungen anzuschieben.
Es ist auf der anderen Seite unglaublich, daß es dieser BVT in drei Jahren nicht schafft, sich als gemeinnütziger Verein eintragen zu lassen — man wurde da wohl schlecht beraten, hieß es kleinlaut aus dem Vorstand - damals im Juni im Waldschlösschen.
Es ist nicht nachvollziehbar und es wurde auch nicht kommuniziert ob und wie viele Fördergelder in den BVT geflossen sind — aber es wurden, wie erwähnt, wenigstens zwei halbe Stellen geschaffen. Aus Mitgliedsbeiträgen wurde das nicht bezahlt, denn es gibt keine.
Es gibt auch bislang noch keine Möglichkeit ordentliches Mitglied zu werden.
Heute bin ich froh, daß ich nicht zur Gründungssitzung vor fast 2 Jahren kommen konnte, sonst hätte ich nämlich — und damals sogar begeistert — den Gründungsbeschluß mit unterzeichnet.
Die Verwendung von Fördergeldern wird übrigens geprüft, sollten sie nicht sachdienlich ausgegeben werden, werden sie von den vergebenden Stellen zurückgefordert. Dann vermutlich von den Mitgliedern des BVT.
Hey, es gibt endlich einen BUNDESVERBAND Trans! Tolle Sache, tolle Idee — aber wozu eigentlich?
Bei der letzten Mitgliederversammlung, die öffentlich war und zu der jede_r hätte kommen können, wurde ausführlich über die Finanzen, deren Quellen und deren Verwendung berichtet. Wie in jedem anderen Verein auch ist dies etwas, das Mitglieder natürlich erfahren, in dem Fall auch Gäste, aber was man nicht auf seine Webseite stellt - klar, oder? Aber um mal einen Hinweis zu geben, wohin das unter anderem auch geflossen ist - wir haben drei Positionspapiere in einem sehr breiten partizipativen Prozess erstellen lassen. Die Orga Personen wurden bezahlt, damit sie sich nicht selbst ehrenamtlich ausbeuten (was sie dennoch haben, denn das bisschen Geld, das wir anbieten konnten, reichte für die tatsächliche Arbeit vorne und hinten nicht), wir haben ein zusätzliches Fachlektorat bezahlt und zudem auch noch Fahrtkosten und einen Workshop-Raum, für partizipative Arbeitstreffen zu den Papieren. Das war eine der Aktivitäten.
Für dieses Jahr stehen einige weitere Aktionen an, doch noch haben wir den Förderbescheid nicht, weshalb ich darüber noch nicht sprechen kann. Siehe anderes Posting, tragt euch auf dem "Aktuell" Verteiler ein, wenn Ihr daran Interesse habt.
frustrierte Grüße
nicole
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Mo 13. Feb 2017, 19:28
von Inga
Hallo Nicole,
Danke für deine Beiträge. Das relativiert die Kritik doch um einiges. Macht weiter!
Liebe Grüße
Inga
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Mo 13. Feb 2017, 19:33
von Svetlana L
Liebe Nicole,
vielen Dank für die Aufklärung. Dass so ein Gründungsprozess stressig ist und so einiges drunter und drüber geht kann ich nachvollziehen, aber...
... beispielsweise wird auf der "Aktuelles"-Seite um Unterstützung für das Positionspapier geworben. Die Erstellung eines solchen Papiers mit seinen ganzen Abstimmungs- und Koordinierungsprozessen ist bestimmt langwierig und anstrengend. Aber warum ist das dann durch ein Passwort geschützt? Eine "breite" Zustimmung - ich unterstelle mal, dass eine solche gewünscht ist - wird somit bestimmt nicht erreicht und es stellt sich schon die Frage, warum das nur Mitglieder unterstützen sollen/dürfen. Verbirgt sich da irgend etwas geheimnisvolles?
... beispielsweise habe ich die von dir verlinkte Seite für den Newsletter auf der Homepage nirgendwo gefunden, sonst hätte ich den schon längst abonniert (habe ich jetzt aber nachgeholt)
Ich wünsche mir sehr, dass - jetzt wo die Eintragung abgeschlossen werden konnte - der Informationsfluss transparenter und regelmäßiger erfolgen wird, da ich die Arbeit des BVT* im Sinne unserer gemeinsamen Sache als sehr wichtig erachte.