Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...
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Anne-Mette
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Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ein Artikel aus Österreich mit der Überschrift "Tabu Transsexualität":

http://www.profil.at/shortlist/gesellsc ... en-7939790

Gruß
Anne-Mette
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 2 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Und nein: Österreichs Gender-Ikone Conchita Wurst ist nicht transsexuell, sondern Crossdresser, also jemand, der mit seiner sexuellen Identität spielt. Transsexuelle spielen nicht. Sie leiden — Auch wenn sich einiges langsam, sehr langsam bessert.
Soso, wir, CD, leiden nicht, weil wir ja "nur" spielen ... Auf der Basis von solchen Texten ändert sich gar nichts ... :evil:
Viele Grüße
Vicky

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exuserin-2017-01-16

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 3 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 »

Hi ist die Frage was du unter leiden verstehst ? Das was Ts erleben willst du im Traum nicht erleben. gruß Uta
ab08
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Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 4 im Thema

Beitrag von ab08 »

Gegenwärtig werden wir von schlecht recherchiertem Material eingedeckt:
-> Am Freitag machten die Nürnberger Nachrichten auf Seite 3(!) für Sabine Weigands Buch "Helga - Mein Weg vom Mann zur Frau" Reklame.
Schön, wenn Leute mit "Sensationen" Geld verdienen. :( -> Die Normalität vernünftig/korrekt darzustellen, ist bei Büchern eventuell weniger ertragreich...
-> Andererseits... genau das, die in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannte Normalität bei TS/IS/CD usw. darzustellen, wäre neben anderem, z.B. den sicher wichtigen sensationellen Nachrichten, auch eine wichtige Aufgabe einer wirklich verantwortungsvollen Presse!!! :cry:
(Nach früheren intensiven Kontakten diesbezüglich mit Redakteuren und sogar der Chefredaktion der NN äußerte ich mich zu dem Machwerk nicht. Hatte keinen Sinn.
Die Verfasserin des Artikels bemühte sich, hatte aber keine Ahnung. In der Schule streichen wir sowas durch und schreiben "Leider nicht verwertbar!" dazu.)


-> Gestern brachte die Sendung "Weltspiegel" einen Beitrag über Operationen in Thailand. Besonderheit/Exotik standen im Vordergrund.
Es ging um Ladyboys und um "operierte Männer", die natürlich nur im horizontalen Gewerbe bzw. ab und zu in der Kosmetikbranche arbeiten...

Wir leben in postfaktischen Zeiten. Um Wissen, Tatsachen usw. kümmert man sich nicht. Es geht um Lautstärke, Emotionen.
-> Bin gespannt, was nach dem 20. Januar in den USA von den positiven Ansätzen der letzten Jahre übrig bleibt.

Liebe Grüße
Andrea )))(:

P.S. Der Artikel "Tabu Transsexualität" ist, in Anbetracht der Kürze/in Anbetracht, was sonst so geschrieben wird, gar nicht so schlecht.
Das zeigt sich daran, dass Vicky immerhin noch Einzelkritik anbringen konnte.
Das mach ich ähnlich, wenn fast alles stimmt, äußere ich mich. Wenn es nur Unsinn ist, ziehe ich es inzwischen vor, zu schweigen. :wink:
Zuletzt geändert von ab08 am Mo 16. Jan 2017, 17:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 5 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hi ist die Frage was du unter leiden verstehst ?
Wieso stellst Du die Frage ?

Nun, ich rede nicht davon, wer mehr leidet (halte ich auch für Blödsinn), ich spreche TS auch nicht ab, dass sie leiden, sondern ich rede davon, dass einer Gruppe, hier CD, unterstellt wird, dass sie Crossdressing aus reinem Spaß und ohne Leidensdruck betreiben. Dem ist zumindest bei mir nicht so und auch ich habe mein Päckchen zu tragen. Aber irgendwie scheinen viele TS reflexartig zu reagieren, wenn es um das Thema "leiden" geht.

Oder irre ich mich da ?
Viele Grüße
Vicky

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Magdalena
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Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 6 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich könnte einfach drüber weg lesen und sagen, sie verstehens halt nicht besser. Das Dumme nur, viele lesen es und glauben es, was sie lesen. Nach dem Motto, was ich Schwarz auf Weiß beitze, kann ich getrost nach Hause tragen. Auch dass sich an Conchita Wurst viele aufreiben ist nicht neu. Und hat nach meiner Auffassung nicht viel mit Crossdressern, wie die meisten Leben wenig gemeinsam. Ich will hier nicht allein einen Topf werfen. Die Bühnenauftritte von Conchita Wurst werden als Spiel mit den Geschlechterollen gesehen, wie bei vielen Travestieshows. Der Mensch wird hier nicht als Ganzes gesehen, sondern nur die Show. Es wird nur an der Oberfläche gekratzt. Aber wenn auch nicht alle Berichte unsere Zustimmung finden, so sind wir doch im gesellschaftlichen Leben angekommen. Man kann uns nicht übersehen.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 7 im Thema

Beitrag von ab08 »

Daenerys Targaryen hat geschrieben: Mo 16. Jan 2017, 11:43 Chelsea Manning, die wegen Verrat von militärischen Geheimnissen verurteilt wurde und mehrere Suizidversuche hinter sich hat. Dazu eine Auflistung der ganzen Probleme, die TS mit sich bringt.
Hallo Daenerys,

da Chelsea auf der Liste für eventuelle Begnadigungen des scheidenden Präsidenten steht und in 4 Tagen
Trump US-Präsident ist, könnte dies auch Hintergedanke der Darstellung im Artikel sein... :wink:

Liebe Grüße
Andrea
Zuletzt geändert von ab08 am Mo 16. Jan 2017, 13:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 8 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Traurig finde ich, das viele leiden, aber dennoch nichts an der Situation ändern und zwar unabhängig davon ob CD, TV oder TS. Auch für dieses Leid müsste die Gesellschaft sensibilisiert werden um mehr Akzeptanz und Toleranz zu schaffen. Vielleicht würde das vielen helfen, eben doch den Schritt zu wagen. Das ein solcher Schritt in den meisten Fällen mit Kompromissen und / oder Verlusten verbunden ist, schreckt ebenfalls ganz viele ab und so fügen sie sich in das vermeintliche Schicksal.
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Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 9 im Thema

Beitrag von ab08 »

Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Mo 16. Jan 2017, 13:09Traurig finde ich, das viele leiden, aber dennoch nichts an der Situation ändern und zwar unabhängig davon ob CD, TV oder TS. Auch für dieses Leid müsste die Gesellschaft sensibilisiert werden um mehr Akzeptanz und Toleranz zu schaffen.
Danke, liebe Michelle,

in 12 Jahre an der Schule für Kranke -> Kinder- & Jugendpsychiatrie, Kinderonkologie und anderen Stationen
kam ich mit vielen Menschen zusammen, die leiden... Das prägte mich und ich lernte einiges :oops:

Bei Leid/Problemen kommt es zunächst auch darauf an, wie man/frau mit eigenem Leid umgeht und ob die Person fähig ist,
Mitleid zu empfinden, d.h. auch das Leiden anderer Menschen zumindest teilweise zu verstehen... :wink: *)

Liebe Grüße
Andrea )))(:

*) Problematisch wird es, wenn leidende Menschen nur noch das eigene Leid / bzw. das Leid ihrer Gruppe sehen und daher verabsolutieren.

P.S. Wir sollten übrigens "normale" körperliche Erkrankungen trotz psychischer Belastung (bzw. der Diskriminierung) nicht unterschätzen.
-> Unter meiner nun aufgetauchten Hüftkopfnekrose leide ich persönlich aktuell deutlich mehr als in den letzten Jahren unter meiner TS.
Zuletzt geändert von ab08 am Mo 16. Jan 2017, 15:51, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 10 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Auch für dieses Leid müsste die Gesellschaft sensibilisiert werden um mehr Akzeptanz und Toleranz zu schaffen.
Ich denke, dieser Satz ist ganz zentral. Aus meiner Sicht ist Empathie das Fundament der Menschlichkeit. Ohne Empathie gibt es keine Menschlichkeit. Vielleicht muss man für die Akzeptanz viel mehr auf das Leid hinweisen, das mit T* verbunden ist.

Aber wie Andrea schon schreibt, hat das wiederum viel damit zu tun, wie wir selber damit umgehen. Alleine der Gedanke, man dürfe als biologischer Mann keine Frauenkleider anziehen, ist schon sehr verräterisch. Liegt die Schere nicht überwiegend im eigenen Kopf ?
Viele Grüße
Vicky

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exuserin-2017-01-16

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 11 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 »

Vichy warum beantwortest du meine Frage mit einer Gegenfrage ohne auf meine in irgendeiner Form einzugehen bzw.pauschal alle Ts zu beleidigen?
Michelle_Engelhardt
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Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 12 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Viele TS sind doch nicht pauschal alle TS.
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Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 13 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Sorry Uta, ich dachte, das wäre klar. Im Wiktionary steht es kurz und knackig:
alle vom Begriff des Schmerzes nicht erfassten Beeinträchtigungen des Wohlbefindens, die über ein schlichtes Unbehagen hinausgehen und eine nicht ganz unwesentliche Zeitspanne fortdauern
Für mich gibt es innere und äußere Quellen des Leids:

innere Quellen: Auf Grund von Kopfkino oder eigenen psychischen Entwicklungen erzeugte Scham- oder Schuldgefühle.
äußere Quellen: Diskriminierungen und Anfeindungen in Familie, Freudeskreis oder durch Dritte.

Im Übrigen geht es mir nicht darum, die Situation von TS oder CD zu vergleichen. Aber der Artikel ist aus meiner Sicht in dieser Frage (hinsichtlich CD) schlichtweg falsch. Und ich gebe Dir Recht: Ich möchte nicht TS sein. Aber wer weiß, vielleicht traue ich mich nur nicht ... :roll: :wink:

Kannst Du mir erläutern, inwiefern ich TS pauschal beleidige ? Ich verstehe das wirklich nicht und es liegt mir auch fern. (888)
Viele Grüße
Vicky

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ab08
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Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 14 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo Uta,

kleine persönliche Anmerkung zu Deiner Kritik:
Bereits durch Vickys ersten Beitrag um 10:00 fühlte ich mich keineswegs beleidigt.
(und ich bin definitiv eine transsexuelle Frau)
Ihr letzter Beitrag zum Thema "Leid" gefällt mir sehr gut.

Zum Artikel in Profil und Chelsea Manning:
Es kann sein, dass ich falsch liege. Die Leserbriefe sind teilweise sehr schlimm.
-> Ev. fühlt sich Profil der teilweise rechtslastigen(profil.at!) Leserschaft verpflichtet.
Liebe Grüße
Andrea
Zuletzt geändert von ab08 am Mo 16. Jan 2017, 15:20, insgesamt 1-mal geändert.
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exuserin-2017-01-16

Re: Weil es keinen typischen Fall von Transsexualität gibt...

Post 15 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 »

Hallo Vicky , ich wollte wissen was du unter Leid verstehst, du persönlich und nicht was im Wickipedia steht.

Entschuldige bitte aber du vergleichst TS und Cd indem du behauptest CD leiden auch. Deshalb ja meine Frage was du darunter verstehst. In dem Moment wo Leiden in Bezug auf Trans ins Spiel kommt steht m.M .n. eher Transidentität im Raum, ein reiner Crossdresser leitet nicht.
Ich empfinde es als Beleidigung, wenn du in den Raum stellst das alle TS gleich reflexartig auf das Thema leiden reagieren. Es mag von dir nicht beabsichtigt gewesen sein ,ich habe es aber so empfunden. Ja und wir oder ich bin empfindlich was solche Vergleiche angeht. Die seelischen Qualen die mit Transidentitätsstörung verbunden sind, möchte kein CD erleben. Ich kann dir gerne per PN ein paar Seiten meines Tagebuches schicken, letztes Jahr war ich dem Suizid näher als dem Leben.
Mir fehlt dabei irgendwie die Vorstellung unter was ein CD leidet ? Wenn er leidet ist er zu feige zu sich selber zu stehen bzw. es ist Transidentität im Spiel.
Gruß Uta
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